Dienstag, 1. September 2009

Bis(s) zum Morgengrauen - Stephenie Meyer ♥♥♥



Isabell Swan zieht ihrer Mutter zuliebe nach Forks zu ihrem Vater. Sie ist sechzehn und da ist es gar nicht so leicht, an einem Ort zu leben, an dem es immer trüb und regnerisch ist. Die neue Schule und die vielen neuen Eindrücke überfallen sie schnell. Allerdings hat sie keine Schwierigkeiten, neue Freunde zu finden.
Beim Mittagessen stößt sie das erste Mal auf die Geschwister Cullen, die stets für sich allein mit ihren blassen Gesichtern vor sich hinstarren. Einer von ihnen, ein Junge in ihrem Alter, ist ihr Sitznachbar in Biologie. Edward scheint sie nicht zu mögen, was Bella mehr belastet, als sie sich eingestehen will. Doch dann rettet er ihr das Leben und sie kommen ins Gespräch. Dabei findet Bella heraus, dass er ein Vampir ist und offenbar die meisten Klischees nicht stimmen. Edward und sie verlieben sich nach und nach ineinander und er stellt sie seiner Familie vor.
Doch dann stößt unerwartet eine weitere Vampirfamilie hinzu und Bella schwebt plötzlich in Lebensgefahr ...

Das erste, was ich dachte war, dass es sich hier um DEN klassischen Liebesroman handelt. Setzt die Handlung ins Mittelalter, macht aus Edward einen Schotten (ohne Blutgier) und lasst ihn die bösen Engländer besiegen. Macht aus Bella eine zu Unrecht Beschuldigte (wegen dem Gefühl, das sie ausstrahlt) und setzt sie schließlich einer großen Gefahr aus, aus der nur Edward sie befreien kann - und schon haben wir einen Nackenbeißer. Wow. Das funktioniert also immer noch, man muss es nur entsprechend verkaufen. (Abgesehen davon, dass das Cover und der Titel "Nackenbeißer" hier dann auch mal stimmen würden. Sozusagen auf den Punkt gebracht.)
Wie in den meisten Liebesromanen passiert auch hier nicht viel; ein dreiviertel des Romans besteht aus Kennenlernen und Dialogen. Was Stephenie Meyer aber geschafft hat, um mich zu überzeugen waren zwei Dinge.
Erstens: ich mochte Bella gern. Da haben wir eine Protagonistin, mit der sich viele Mädchen und Frauen identifizieren können; wäre das anders, der Roman hätte nicht halb so viel her gemacht.Und zweitens: das Annähern ist für Jugendliche unheimlich spannend erzählt worden. Bella, die linkische und Edward, der Gefahrsüchtige scheinen auf den ersten Blick nicht zueinander zu passen. Schließlich haben sie aber mehr gemeinsam, als sie dachten.
Allerdings muss ich gestehen, dass es Passagen gab, die waren so trocken, dass ich sie überblättert habe. So konnte ich den Roman auch recht zügig beenden. Er ist bei weitem nicht schlecht, aber so wirklich vom Hocker gerissen hat er mich auch nicht - ich lese aber auch sehr häufig und viel Liebesromane (aller Unterarten) und vielleicht liegt es auch daran. Teil 2 jedenfalls und alle weiteren muss ich nicht unbedingt lesen.
Wie man aus diesem Bisschen (*gg*) jetzt allerdings einen Film gemacht hat, das weiß ich nicht. Passiert in dem ebensowenig?Wie es dann dazu kam, dass Bella unbedingt ein Vampir werden will, muss ich verpasst haben. Es scheint aus heiterem Himmel zu kommen, aber wer will nicht "ewig jung sein"?
Was soll ich weiter rumeiern? Das Buch ist Geschmackssache, dem einen gefällt es, dem anderen nicht.

Übrigens: Bei den beiden Schauspielern hat es auch im realen Leben gefunkt. Der "Berliner Kurier" schreibt in seiner Ausgabe vom 31.08.2009, dass Robert Pattinson seiner Partnerin aus Twilight Kristen Steward einen Heiratsantrag gemacht hat. Ob sie ja gesagt hat, verriet das Paar jedoch nicht. Insidern zufolge suchen beide jetzt erstmal ein gemeinsames Haus in Los Angeles.

Auf dem Blog des LoveLetters ist nachzulesen, dass "New Moon" früher in die deutschen Kinos kommen wird.


Kommentare:

  1. Am selben Tag hat Kristen Steward dementiert, dass sie und Robert ein Paar sind. Solange ich nicht aus einem von beiden Mündern ein "Ja" höre, glaube ich keinen Gerüchten... die halten sich schon ewig hartnäckig und langsam glaube ich, das ist die reine Hoffnung der Fans.

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  2. Die allerlustigste Falschmeldung hab ich übrigens auf Wordpress gefunden von jemandem, der des Englischen nicht mächtig ist. Nachdem schwammige, viel zu dunkle Fotos von Kristen und Robert auf einem "Kings of Leon" Konzert aufgetaucht sind, hat die Person behauptet, die beiden hätten sich in einem "König der Löwen"-Musical geküsst. ^^

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  3. Also anders gesagt: glaub nicht alles, was in der Zeitung steht *gg*

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  4. Jap *g*

    Bella will übrigens unbedingt ein Vampir werden, weil sie Angst davor hat, dass sie mal alt und faltig ist und Edward immernoch 17. Das kommt aber noch deutlicher am Anfang von Band 2 (:
    Wenn du den Film sehen willst, würde ich dir ja die Originalvertonung empfehlen, die Synchro ist so schlecht, die gehört verboten.

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