Mittwoch, 11. März 2009

Marsha Mellow und ich - Maria Beaumont




Amy hat ein Buch geschrieben - einen ziemlich heftigen erotischen Roman, der so manchem Leser zufolge auch literarisch glänzen kann. Gut, dass sie ein Pseudonym gewählt hat, denn plötzlich geht eine Hexenjagt los, die Marsha Mellow - das Pseudonym - als Sünderin hinstellt. Die ist natürlich alles andere, denn Amy hatte seit zwei Jahren keinen festen Freund mehr und ist heimlich in ihren Chef bei Working Girl verliebt. Ihre Schwester, ihr genaues Gegenteil, macht ihr das Leben auch nicht leichter und ihre erzkonservative Mutter wettert gegen alles und jeden. Sie weiß noch nicht einmal, dass Amy raucht. Anthony, ihr bester Freund, ist schwul und eigentlich hat Amy ja sein Leben in den Roman gepackt, nur mit einer weiblichen Figur. Ein Privatdedektiv, der eigentlich Amys Vater beschattet soll, weil die Schwestern ihn verdächtigen eine Affäre zu haben, kommt dem Geheimnis um Marsha Mellow, die im Zuge der Hexenjagt plötzlich auf der Bestsellerliste ganz oben steht, auf die Schliche und erpresst Amy. Als die Mail ein Foto abdruckt, das Amy sehr ähnlich sieht, läuft irgendwie alles aus dem Ruder ...


Ich mochte das Buch wirklich sehr. Es war tatsächlich das scheußliche Cover, das mich zugreifen und der Mängelexemplarpreis, der es mich hat kaufen lassen. Vom Inhalt bin ich überzeugt worden. Mit viel Situationskomik, Espri und Charme erzählt Beaumont eine wirklich lesenwerte Geschichte. Ich stand den Charakteren anfangs skeptisch gegenüber, nachdem ich den Klappentext gelesen hatte, denn hier scheinen viele Klischees verwurstet worden zu sein. Die Autorin kann aber alles sehr glaubhaft wirken lassen und driftet so gut wie nie ab. Es war wie immer meine Vorliebe für junge Frauen im Literatursektor, die mich dazu verleitet hat, das Buch zu erwerben. Inzwischen habe ich mir weitere Romane der Autorin herausgesucht und kann mir gut vorstellen, noch mehr von ihr zu lesen. Denn eines hat sie super geschafft: sie hat mich glänzend unterhalten und ich mochte das Buch zwischendurch gar nicht zur Seite legen. Amy und ihre Tagträume sind mir ans Herz gewachsen, wem geht das nicht ab und an so? Gut, ihre Fantasien sind vielleicht etwas heavy, aber es geht ja ums Prinzip. Also: Idee, Plot und Umsetzung stimmen, der Hauptcharakter ist sympathisch und die Nebenfiguren glaubhaft. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.


Kommentare:

  1. Hmm, das klingt echt besser als es aussieht.... faszinierend. Ich glaub da schau ich auch mal rein.

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  2. Ja, ist wirklich nicht schlecht und die anderen Bücher sehen auch vielversprechend aus. Mal sehen, für welches ich mich entscheiden werde...

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  3. Also ich hatte in der Buchhanldung mal reingelesen und war nicht ganz überzeugt, mal sehen ob ich das irgendwo mal leihen kann.

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  4. Vielleicht entfaltet es sich erst mit der Zeit?

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  5. danke für deinen Eintrag in meinem Blog..ich seh schon, wir haben offenbar tw. den selben Geschmack..ich mochte dieses Buch sehr, auch wenn ich es zufällig geschenkt bekommen habe und erst einmal dachte, dass es Schrott sei wegen der Aufmachung:-)Schnuppe

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  6. Hallo Buchschnuppe *freu
    Ja, mit dem Cover ist nicht viel los, was eigentlich schade ist. Gelesen habe ich das Buch auch gerne und kann mich nun nicht entscheiden, welches der Autorin ich als nächstes lesen soll *g

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