Dienstag, 24. Februar 2009

Film: Sinn und Sinnlichkeit






Der Vater der Dashwood-Schwestern stirbt und alles, was sie besitzen geht an ihren Halbbruder John und seine Frau Fany. Obwohl der seinem Vater auf dem Totenbett versprochen hat, für die Schwestern zu sorgen, hält er sich nicht daran. So sind die Schwestern mit ihrer Mutter gezwungen aus dem Haus zu ziehen und im Cottage eines entfernten Verwandten unterzukommen. Bevor sie abreisen, müssen sie die geizige Verwandtschaft allerdings einige Zeit ertragen. Dabei lernt die älteste Schwester Elinor den Bruder Fanys kennen. Der schüchterne Edward Ferras und sie fühlen sich sofort zueinander hingezogen. Doch Fany heißt die Verbindung nicht gut und geht dazwischen. Im Cottage lernt die kleine Familie dann Colonel Brandon kennen, ein Freund ihrer Verwandten. Er wirbt unübersehbar um die zweitälteste Schwester Marianne, die ihm aber die kalte Schulter zeigt und sich dem jüngeren und gutaussehenden Draufgänger John Willoughby zuwendet. Doch die Schwestern verfügen über kein Vermögen und sind auf die Barmherzigkeit anderer angewiesen. Dabei sind sie nur allzu oft Spielball hinterhältigster Intrigen. Doch trotz allem wissen sie sich zu behaupten, wenn dann auch alles anders kommt, als sie dachten ...


Natürlich schlägt der Film nicht meine Lieblingsverfilmung eines Jane Austen Romans: "Stolz und Vorurteil". Trotzdem könnte ich auch diesen immer wieder sehen. Starbesetzung wartet auf. Die Mutter der Schwestern (Gemma Jones) und natürlich Elinor (Emma Thompson), Marianne (Kate Winslet) und nicht zu vergessen der wunderbare Edward (Hugh Grant), bei letzterem soll die Jane Austen Gesellschaft auf die Barrikaden gegangen sein, weil er zu gutaussehend sei. Ich weiß nur, dass er und Elinor ein schönes Paar bilden. Vielleicht ist mir Marianne eine Spur zu naiv und unschuldig, aber da sie im Roman genau so sein soll, spielt Kate Winslet natürlich hervorragend. Überhaupt sind es die Gegensätze, die sich anziehen. Aber neben aller Sinnlichkeit, gibt es noch genug Verstand und neben dem Sinn, genug Gefühl. Ich traue der plötzlichen Umkehr Mariannes nicht, als der Colonel in ihr Blickfeld rückt, doch glaube ich natürlich gern, dass auch da die Liebe im Spiel ist. Die Kostüme sind hervorragend, Naturbilder gibt es ebenfalls genug und die Romanvorlage spricht für sich, wenn es um Spannung und Gefühl geht. Das ist eine rundherum gelungene Verfilmung! 7 Oscar®-Nominierungen, 2 Golden Globes und der "Goldene Bär" der Berliner Filmfestspiele sagen da genug, wenngleich ich auch viele Filme kenne, die ebenso gelungen, aber leider nicht Starbesetzt sind und daher keine Preise gewonnen haben.


FSK: ab 6 Jahre, farbig,
Spieldauer: 131 Minuten
Bild: Widescreen,
Ton: Dolby Mehrkanalton AC3
Sprache: Französisch, Englisch, Deutsch
Untertitel: Französisch, Englisch, Deutsch
Produktionsjahr: 1998


Kommentare:

  1. Oh, das ist wirklich eine schöne Verfilmung. Wobei ich ehrlich sagen muss, dass ich die BBC Verfilungen der Austen Romane, auch wenn sie meiste seeeehr lang sind doch mehr liebe :-). Gerade die Besetzung gefällt mir in diesem Film sehr gut, abgesehen von Hugh Grant, den kann ich einfach nicht ausstehen ;-)

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  2. Das stimmt, die BBC schlägt keiner so schnell, aber diese Verfilmung hat auch sehr viel Reiz. Hugh Grant taucht ja auch nicht allzu oft im Film auf ;) Ich mag den Colonel sehr, auch wenn wir erst miteinander warm werden mussten. :)

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  3. Das ging mir mit dem Colonel in Buch und Film auch so. Der war mir auch grad in der Verfilmung am Anfang überhaupt nicht Recht :-) aber dann...
    Ja Du hast Recht, Mr. Grant sieht man ja zum Glück nicht so häufig. Und ansonsten kann man ja auch wirklich nichts gegen die Verfilmung hier sagen. Warum hatte ich meine grad letztens noch verliehen???

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  4. Oh, Buch! Das einzige, das ich von Jane Austen bisher geschafft habe zu lesen ist "Jane Eyre", aber die anderen lese ich garantiert auch noch. Irgendwann. *hüstel
    Verliehen hast Du es bestimmt an einen Menschen, den Du gern hast, da ist das schon nicht so schlimm ;) Und Du bekommst es ja auch wieder. Irgendwann.

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  5. Der Film hat mir nicht so gut gefallen wie die Verfilmung von Stolz und Vorurteil (mit Keira Knightley in der Hauptrolle). Beide Filme bieten gepflegte Langeweile in schönen Landschaften, prächtigen Herrenhäusern und mit gut gekleideten Frauen.

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