Mittwoch, 4. Februar 2009

Dieses Buch wird ein Bestseller - Debra Ginsberg




Angel Robinson, deren Mutter eine alte Hippiebraut ist und deren Freund erfolgloser Schriftsteller, arbeitet in einem Buchladen. Dann jedoch bringt ihr Freund Malcom sie dazu, sich in der erfolgreichen Literaturagentur von Lucy Fiamma zu bewerben. Tatsächlich bekommt sie den Job, muss aber ab sofort mit intriganten Kollegen - denen schnell aufgeht, wieviel Talent sie hat - einer süßlich-bösartigen Chefin und der Eifersucht ihres Freundes klarkommen. Sie lernt einen italienischen Autor kennen, bearbeitet mit ihm sein Buch und fühlt sich bald zu ihm hingezogen. Dann bekommt sie eines Tages ein Manuskript eines anonymen Autors auf den Tisch, in dem sie sich selbst wiedererkennt. Jemand in ihrer Umgebung muss es geschrieben haben, aber wer?


Das Buch ist nicht schlecht. Aber es ist auch nicht wirklich gut. Zugegriffen habe ich, weil mich alles, was mit dem Literaturgenre zu tun hat, interessiert. Und natürlich, weil ich auf den Geschmack der junge-Frau-muss-sich-in-Welt-und-Liebe-beweisen Storys gekommen bin. Hier wird eindeutig das Hauptaugenmerkt auf die Entwicklung von Angel gelegt und nicht so sehr auf die Liebesgeschichte. Das ist im Gegenteil nur Beiwerk. Abschnitte des Romans liest man mit Freude und Spannung, andere eher gelangweilt. Wohin alles führen wird, ist lange nicht klar und man kommt sehr stark in Versuchung vorzublättern. Debra Ginsberg hat, dem Klappentext zufolge, selbst lange Zeit in der Verlagswelt gearbeitet und sogar Workshops geleitet. Der Roman hat auch handwerklich gesehen alles, was er haben sollte. Aber eines fehlt eben doch: die Seele. Darum denke ich, wird dieser Roman nicht allen gefallen und schon gar nicht, wenn man nicht gern zu 3/4 den Tagesablauf in einer Literaturagentur erfahren möchte.


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