Montag, 2. Februar 2009

Das Elfenportal - Herbie Brennan




An dem Tag, an dem sich Henrys Leben verändern sollte, war sein Modell aus Pappe endlich fertig und alles noch bestens. Es sind Ferien und er freut sich auf den Besuch bei Mr. Fogarty, bei dem er kleinere Arbeiten ausführt. Dort will er einen vermeintlichen Schmetterling vor der Katze retten und hält plötzlich eine Elfe in der Hand. Pyrgus ist der Erbe des Purpurkaisers (der Lichtelfen). Nach einer Flucht durch die Straßen seiner Stadt gelangt er durch das Elfenportal in die Gegenwelt (Henrys Welt), um dort das Ende der politischen Streitigkeiten zw. Licht- und Nachtelefen abzuwarten. Eigentliches Ziel soll eine Insel in der Karibik sein, doch jemand hat sich am Portal zu schaffen gemacht und so gelangt Pyrgus zwar in die Gegenwelt, doch bleibt er für die Zurückgebliebenen unauffindbar. Dummerweise hat auch der Filter nicht funktioniert und so ist Pyrgus nur ein lächerlich kleiner Flügler. Mr. Fogarty arbeitet einen Plan zur Reüberführung aus, wobei er auch nicht unbedingt legale Mittel einsetzt. Er bastelt ein künstliches Portal zusammen, aber damit fangen die Probleme erst an.


Es handelt sich hier um einen sehr vielschichtigen Roman, der zwar vorrangig für 12-14 Jährige geschrieben ist, allerdings auch älteren gut gefallen wird. Es stehen sich zwei Welten gegenüber. Zum einen die von Henry, der in irgendeiner englischen Stadt wohnt, die für jede andere stehen könnte. Seine Eltern arbeiten als leitender Angestellter und Schuldirektorin. Seine kleine Schwester liebt Pferde und nervt. Es wirkt alles etwas grau, weil es so alltäglich ist. Zumindest bis Mr. Fogarty und Pyrgus in Henrys Leben treten. Auf der anderen Seite haben wir die Elfenwelt, in der alles irgendwie bunt ist, fremd und doch vertraut. Gaukler und Messer, fremde Gerüche, Beschwörungsformeln und Magie. Das hat schon was. Die Charaktere sind alle komplett ausgearbeitet und selbst wenn sie nur kurz und fast wie am Rande auftauchen, scheint man trotzdem alles über sie zu wissen. Hier scheint nichts kopiert und man erfährt ständig Neues, liest gern und begierig weiter, um zu erfahren, was als nächstes passieren wird. Und es wird garantiert etwas sein, dass man so nicht erwartet oder gedacht hätte. Ein Buch, das sich schnell wegliest, nicht nur, weil Seitenanzahl und Schrift dies zulassen, sondern auch, weil der Inhalt so ansprechend ist. Garantiert auch nicht nur für Jugendliche oder junge Erwachsene, sondern für jedermann. Sehr empfehlenswert.


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