Samstag, 29. März 2014

(Projekt) Zombie! #3





Zombies sind im Grunde nicht mehr als leere Hüllen, denen es egal ist, ob es regnet oder die Sonne scheint oder ob die Farbe des T-Shirts zu den Blutflecken passt. Sie sind in den meisten Fällen so gekleidet, wie sie gestorben sind. Wenn niemand aus dem engsten Kreis vom Zombiismus wusste, sogar recht schick im Anzug, wenn das Virus schnell war, dann auch gerne einmal im Pyjama.


Mein Zombie hatte ein reales Filmvorbild und obwohl der kleine Woll-Graue nicht anatomisch korrekt daher kommt, wollte ich doch trotzdem für angemessene und vorbildgetreue Kleidung sorgen. Auf ein weißes Hemd habe ich dabei bewusst verzichtet, denn das würde ihn nur unnötig aufblähen. Der violette Anzug jedoch, der musste sein, schon allein, weil die Schuhe bereits diese Farbe hatten.
Ein Jackett musste her. Und es gibt bestimmt eine Menge Frauen, die Stricken und Häkeln, sofern als Kind gelernt, dazu benutzt haben um ihren Puppen Kleidung zu häkeln. Ich habe jedoch nicht dazu gehört, weswegen ich improvisieren musste.

Zunächst habe ich das Rückenteil angefertigt, ganz einfach mit festen Maschen wie ein Topflappen. Da mein Zombie aber schon weit herumgekommen ist - immer blinkt irgendwas und riecht nach lebendem Fleisch! - sieht er dementsprechend abgerissen aus. Dazu einfach einige Luftmaschen häkeln und dann am eigentlichen Stück drei bis fünf Maschen auslassen. In der nächsten Runde in die Luftmaschenkette und nicht das eigentliche Stück häkeln.
Nachdem der Rücken fertig war, habe ich eine Luftmaschenkette an der Seite gehäkelt und als Kreis geschlossen. Der Ärmel war geboren. Auch hier auf die Löcher achten. Am Abschluss fehlte mir dann jedoch etwas. Wirklich zerrissen oder abgerissen sah er nun nicht gerade aus, eher wie ein Landstreicher.
Die Ärmel sollten ausgefranst aussehen, es kommt aber wohl eher niedlich rüber. Als Vorbild diente mir übrigens der Schattenschnitt vom Cover "The Walking Dead" Teil 1 in der deutschen Ausgabe, die ich währenddessen las.
Einfach einige Luftmaschen häkeln und eine zweite Reihe (nicht mehr!) darüber und weiter im Kreis des Ärmels und dann wieder einige Luftmaschen.

Das Ergebnis sah seltsam aus, denn es fehlte das Vorderteil. Ich habe einfach an der oberen Kante des Rückenteils angesetzt und nach unten gehäkelt, dabei auf die Ärmel geachtet - und schließlich festgestellt, dass das so unmöglich bis ganz unten machbar ist. Also hörte ich nach einer Weile auf und setzte an der Abschlusskante neu an, um dann weiterzuhäkeln.
Das Ergebnis ist nicht optimal, aber es sieht zusammengewürfelt genug aus, um trotzdem etwas herzumachen. Irgendwie.
An eine Hose habe ich mich danach allerdings nicht mehr getraut.


Übrigens: Immer wenn ich nicht weiter wusste, habe ich die werte Mama kontaktiert, die plötzlich ebenfalls mit dem Wollfieber angesteckt war. Vom Grundgerüst des Zombies war sie noch sehr angetan, als sie es in der Hand hielt, wahrscheinlich weil er bis dato eher wie eine Puppe aussah.
Die Idee eines solchen dagegen, hat ihr gar nicht gefallen. Als ich sie gar gefragt habe, wie man wohl am besten Gedärm häkelt, das ich meinem Zombie aus dem Bauch hängen lassen wollte (wo er doch nun kein Hemd trägt), sah sie mich nur an und schüttelte den Kopf. Ehrlich Mama, mir geht's gut! Und ich hab auch eine niedliche blonde Puppe mit Spitzenrock gehäkelt.

Der Zombie lag dann eine ganze Weile, so wie er bis dahin war, herum. Da ich das Projekt aber unbedingt zuende führen wollte, musste ich mir überlegen, was als nächstes kommt: die Hose oder Haare.

Kommentare:

  1. karin29.3.14

    Hallo ,

    na die Zombiepuppen lassen Dich auch nicht mehr los, wie mir scheint.

    Die bekommen ja langsam ein Eigenleben und Persönlichkeit..augenzwickern.

    LG..Karin..

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    1. Nein, Karin *lach* nur eine :) Wart's nur ab, sie hat jetzt schon Haare und Augen!

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  2. karin31.3.14

    Cool..ich bin gespannt auf die nächsten Fotos dazu.

    LG..Karin..

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