Samstag, 9. Februar 2013

(Gesammelt) Abgebrochene Romane


City of Bones (Chroniken der Unterwelt 01) - Cassandra Clare
Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace. Verwirrt, verletzlich und vollkommen ahnungslos. So fühlt sich Clary, als sie in Jaces Welt hineingezogen wird. Denn Jace ist kein normaler Junge. Er ist ein Dämonenjäger. Und als Clary von dunklen Kreaturen angegriffen wird, muss sie schleunigst ein paar Antworten finden, sonst wird die Geschichte ein tödliches Ende nehmen!
Abgebrochen auf Seite 91(von 499).
Serie wie Autorin haben weite Kreise gezogen und sind recht bekannt, daher wurde es Zeit, einmal reinzulesen. Leider entfaltet sich in meinen Augen keine lesenswerte Geschichte. Zum einen beginnt etwas, das wie ein zum hundertsten Male aufgewärmter Lesestoff klingt. Und zum anderen liest sich das noch nicht einmal besonders gut. Als es schließlich dazu kam, dass ich mich zwingen musste, las ich noch fünfzehn weitere Seiten und gab dann auf.
Mädchen, das ohne Vater aufwachsen musste, erkennt rein zufällig kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag, dass es eine Welt in der Welt gibt, in der für den Leser plötzlich massiv Legenden und Mysterien zusammengemixt und als neuverkabeltes und recht gewöhnungsbedürftiges Allerlei herauskommt. Auf die Spur kommt das Mädchen natürlich allem durch einen gleichaltrigen, sexy jungen Mann, der ... nun ja, eben das tut, wozu er da ist.
Zunächst fehlt so einiges an Informationen, dann wird man förmlich mit dem neuen Mix überschüttet. Sprachlich wirkt die Geschichte etwas hölzern und trotz ein paar Kämpfen macht das Geschehen wenig her, da wirkliche Konflikte fehlen. Gut, dass das Buch getauscht und nicht gekauft war.


Glühende Dunkelheit (Lady Alexia 01) - Gail Carriger
Nachdem Miss Alexia Tarabotti in Notwehr einen Vampir getötet hat, steht sie nun dem Alpha-Werwolf Lord Maccon gegenüber – dem Chefermittler der Queen für übernatürliche Angelegenheiten. Als dieser sich weigert, sie in die Ermittlungen einzubeziehen, beschließt Alexia, selbst nachzuforschen, was hinter dem Angriff auf sie steckt. Und plötzlich befindet sie sich nicht nur tief in einer Intrige gegen das Britische Empire – sie sieht auch ihr Herz durch den attraktiven Lord Maccon bedroht ...
Abgebrochen auf Seite 160 (von 412).
Das Original habe ich bereits kurz nach Erscheinen angeschafft - es war ein Tip. Seither habe ich viele begeisterte Leser getroffen und tatsächlich auch die ersten Seiten des Originals angefangen. Leider gab es für den Roman und mich nie die richtige Zeit. Als er mir nun in deutscher Sprache über den Weg gelaufen ist, griff ich zu. Das Original habe ich verliehen und seither nicht wiedergesehen.
Sprachlich hat der Roman schon zu Beginn eine Menge zu bieten, was unheimlich schwer zu übersetzen gewesen sein muss. Immerhin, hier wurde gute Arbeit geleistet. Leider handelt es sich bis zu dem Punkt, an dem ich aufgehört habe, um einen reinen historischen Liebesroman, der mit diversen paranormalen Elementen versetzt wurde. Wie viel Steampunk darin steckt, vermag ich nicht zu beurteilen, bisher war es reichlich wenig.
Trotz der interessanten Mischung und der lesenswerten Sprache drehte sich doch alles nur um eines: Alte Jungfer und Blaustrumpf läuft gewissem Herrn immer wieder über den Weg, der nicht nur reich, betitelt und sexy, sondern auch noch der Führer des hiesigen Werwolfrudels ist. Seine übersprudelnde Männlichkeit und Alexias Tollpatschigkeit (und Eigensinn, sich in Schwierigkeiten zu bringen) sind aber leider gerade so gar nichts für mich.
Der Roman ist für Liebhaber zu empfehlen, er liest sich locker weg und läd neben allem Sexappeal auch hier und da zum Schmunzeln ein. Für mich zog er sich leider irgendwann wie Kaugummi, da die eigentliche Handlung hinter dem Paargetue stark zurücktreten muss und so im Grunde eigentlich nichts passiert.
Ein Tausch, der gerne wieder abgegeben wird.

Kommentare:

  1. "Soulless" hab ich auch mal begonnen, aber irgendwie war das nicht so recht was für mich. Ich muss zugeben, dass ich noch dazu etwas mit dem Englisch zu kämpfen hatte, aber ich glaube, auf Deutsch wären das Buch und ich ebenfalls keine Freunde geworden.

    Bei "City of Bones" schrecken mich ja immer schon die ersten Worte der Kurzbeschreibung ab: "Gut aussehend, düster und sexy. Das ist Jace." *irks* Drei Worte und die reichen schon, dass Jace mir sowas von unsympathisch ist. ;-)

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    1. Ich denke, entweder man mag es oder nicht. Wirklich schlecht sind beide nicht, aber eben nichts für mich.
      Jace bin ich nur ganz kurz begegnet, aber ich mochte ihn tatsächlich nicht *g*

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  2. "City of Bones" habe ich damals als gekürztes Hörbuch gehört und war damals nicht besonders beeindruckt. Es ist simple 08/15-Jugendfantasy. Ganz unterhaltsam, ja, aber ich glaube durch 500 Seiten hätte ich mich dafür nicht lesen mögen.

    "Soulless" liebe ich. Ich liebe den leicht bissigen Humor, die Wortwahl (des Originals), die Figuren. Es ist für mich ein Gesamtpaket, eine Summe von Teilen, die für sich nicht übermäßig originell sind (die Liebesgeschichte ist eines davon), aber in Kombination zu einem unglaublich charmanten, durchaus intelligenten und sympathischen Buch werden. Aber es muss vermutlich wirklich den Nerv des Lesenden treffen, um diese ganze Wirkung entfalten zu können.

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    1. Zumindest weißt Du jetzt wie es ausgeht ;-) Ich muss mir überlegen, den Film anzusehen, aber der wird für mich (außerhalb der Zielgruppe) wohl etwas lahm werden.

      Ich habe ja lange überlegt, ob ich das Buch abbrechen soll und da ich es auch in den Öffentlichen las, war ich quasi gezwungen es zu lesen. Aber ich hatte dann wirklich keinen Nerv mehr dafür und es wäre auch schade, wenn ich es nur darum schlechter bewerten würde, als es ist.
      Allerdings habe ich auch noch nie etwas für diese weiblichen Obertollpatschigen und die männlichen Oberalphas übrig gehabt ...

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    2. Hm, also irgendwie frage ich mich, ob da bei der Übersetzung etwas verloren gegangen ist. Alexia hätte ich nie als Tollpatsch charakterisiert, sondern sie ist an sich recht resolut und intelligent. Und Lord Maccon ist nach meinem Empfinden auch kein typischer Oberalpha, schon weil die Autorin diese Figur immer wieder ironisch durchbricht.

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    3. Sie stolpert doch immer wieder über die eigenen Füße und wagt sich in die "Höhle des Löwen" vor der er selbstredend auf sie wartet, weil sie sich so in Gefahr gebracht hat ...

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  3. "City of Bones" habe ich gelesen, als ich noch etwas jünger war und diese Art von Story auch noch nicht so ausgelutscht gewesen ist. Deshalb hat es mir damals echt gut gefallen, obwohl ich heute vielleicht auch nicht mehr ganz so begeistert wäre. Ich kann auf jeden Fall verstehen, warum du dich nicht damit anfreunden konntest.

    "Soulless" hat mir eigentlich gerade wegen der Liebesgeschichte so gut gefallen, aber das ist wohl Geschmackssache. Schade, dass es dir nicht so zugesagt hat. ;)

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    1. Ich glaube nicht so recht, dass mir die Bones besser gefallen hätten, wenn ich noch nicht so viel im Genre kennen würde. Allerdings sehe ich, was anderen gefällt und finde das auch gut so.

      Na ja, es kann einem ja nicht alles gefallen :)

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  4. Silas9.2.13

    "City of Bones" wollte ich auch noch lesen - wenn ich es mal aus der Bibliothek ausleihen kann. Vorallem wegen dem Kinofilm, der anscheinden bald kommen soll. Ich will grundsätzlich immer zuerst das Buch lesen, sonst habe ich die Gesichter vom Film im Kopf und die passen mir nicht immer ^_^

    Doch gutaussehend, düster und sexy? Na, das stimmt mich doch ein bisschen misstrauisch...

    herzliche Grüsse

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    1. Schön, mal wieder von Dir zu lesen!
      Ich habe mir das Buch auch nur wegen dem nahenden Kinofilm ("Irgendwas muss doch dran sein!") geschnappt und weil das dicke Buch mir das Regal vollgestellt hat. Ich kenne nun eine junge Dame aus der Verwandtschaft, die sich bestimmt darüber freuen wird.
      Ich lese übrigens auch lieber erst das Buch und sehe dann den Film.
      Ich würde sagen: Einfach versuchen und drauf einlassen ;-)

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  5. "City of Bones" habe ich auf englisch gelesen und besonders hölzern fand ich es nicht. Ich fand das Buch und die beiden weiteren Bände richtig toll. Allerdings lese ich auch nicht besonders viel in der Richtung, vielleicht hat es mir gerade deshalb so gefallen?

    Und "Soulless" fand herrlich! Klar, Steampunk ist das nicht wirklich, aber ich mochte die bissigen Dialoge.
    Leider fand ich die Fortsetzung todlangweilig. In zwei Anläufen habe ich es nicht geschafft, das Buch zu beenden und inzwischen aussortiert.

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    1. Vielleicht hat es Dir auch gefallen, weil sie gut sind? ;-)

      Ich habe mir damals sagen lassen, dass ich Band 2 von Soulless nicht lesen soll, ehe ich nicht Band 3 habe. Und es sind ja mittlerweile noch ein paar mehr ...

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  6. City of Bones hast du abgebrochen ?
    ohh,schade,ich finde es ist ein super Buch :)

    LG Lisa

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    1. Jep. Aber dafür habe ich ein anderes tolles Buch gelesen. Oder auch zwei oder drei ... :)

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  7. Clockwork Angel hatte ich mal angefangen und aus den gleichen Gründen abgebrochen. Bei den ganzen Reihen weiß man eh nicht mehr wirklich, wo man anfangen soll, wo es weiter geht, was Spin-Offs sind, neue Staffeln, ... aber nachdem ich den CA abgebrochen hatte, reizte mich CoB irgendwie überhaupt nicht mehr ...

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    1. Ja, Du hast Recht, manchmal muss man ganz schön rumsuchen, ehe man alle Reiheninfos zusammen hat. Hier war es nicht ganz so schlimm, weil es ja ein Teil 1 ist :)

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  8. Interessant, dass du City of Bones nicht mochtest. Ich habe es bisher noch nicht gelesen, aber schon von 2 Seiten gehört, dass es toll wäre, und ich es unbedingt lesen müsse. Mhhh, jetzt bin ich natürlich hin- und hergerissen. Mal sehen, zu welcher "Seite" ich dann gehören werde ;-).

    Viele Grüße
    Sandra

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    1. Einfach versuchen, würde ich sagen :) Ich bin dann auch mal gespannt.

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  9. Cassandra Clare habe ich allein schon wegen ihrer Vorgeschichte im Fandom nicht gelesen. Die Dame hat da bei mir einen etwas schlechten Geschmack im Mund hinterlassen. Ich mochte auch damals ihren Stil schon nicht und habe den Hype um sie nie verstanden.

    Soulless hingegen fand ich recht witzig. Es wird ein kleines bisschen steampunkier zum Ende hin, aber viel erinnert auch an A.C. Doyle. Und ja, ich mochte besonders den Sprachwitz und einige der Ideen, weshalb ich den Standardplot verziehen hab. Ich hab schon beim Lesen des Originals gedacht, dass das schwierig zu übersetzen sein dürfte und war dann nach anlesen der deutschen Leseprobe von der Arbeit der Übersetzerin sehr angetan.

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    1. Schön, mal wieder von Dir zu lesen :)
      Oh, schön Schnattereien. Ich muss zugeben, ich kenne mich da gar nicht aus und das zog an mir vorbei. Was genau gewesen ist, weiß ich also nicht. Ich habe das Buch nur wegen dem nahen Film in die Hand genommen.

      Die Übersetzung ist wirklich gelungen!

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