Freitag, 27. Januar 2012

(Kurz gedacht) Seitenvorblätterer


Mit Entsetzen musste ich feststellen, dass die Mehrheit der Frauen meiner Familie und auch einige befreundete LeserInnen Seiten-Vorblätterinnen sind. Sogar die Hardcore Krimi- und Thrillerfans lesen ein bisschen vom Anfang eines Romans und dann erst einmal das Ende, bevor sie sich dem Mittelteil zuwenden.
Meine Cousine meinte zu einem Thriller: "Nachdem ich das Ende gelesen habe, dachte ich, dass es ein ziemlich lahmes Buch ist. Aber nun habe ich am Anfang weitergelesen und es entwickelt sich wohl doch noch zum Pageturner."
Hä? Wie kann man denn nur das Ende zuerst lesen? Aber daran scheiden sich wohl die Geister ...

Kommentare:

  1. Anonym27.1.12

    Hallo,

    ich kenne auch einige aus dieser Vorblätterfraktion. Ist mir selbst unverständlich. Ich habe das sogar schon als Argument GEGEN einen Reader gehört... "das ist mir mit dem Vorblättern und/oder dem Ende lesen zu kompliziert". Das verursacht bei mir auch nur noch ein großes Fragezeichen im Gesicht.

    Wie du schon schreibst - da scheiden sich die Geister dran :)

    LG
    Gaby

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    1. Hallo Gaby,

      aber gerade bei einem Reader geht es doch so einfach? Man muss nur die gewünschte Seitenzahl eingeben ... aber vielleicht nimmt das den Spaß am blättern? ;-)

      LG
      Soleil

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    2. Beim Kindle, zumindestens bei der alten Version geht das nicht, da der ein eigenes, sehr seltsames Nummerierungssystem hat und nicht die Seitenzahlen anzeigt. Vorblättern ist da extrem problematisch oder auch blättern an sich, wenn man kein Bookmark gesetzt hat und eine bestimmte Seite sucht.

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    3. Ich muss gestehen, dass ich alle Funktionsweisen meines Kindles immer noch nicht durchschaut habe. ;-)
      Bei dem von Weltbild kann man aber jede beliebige Seitenzahl eingeben und wird dorthin geleitet.
      Blättern in einem Papierbuch dürfte aber eh wesentlich lustiger sein :)

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  2. Nee ich mag das auch nicht. Warum sollte ich dann noch das ganze Buch lesen wenn ich das Ende schon weiß?

    Für mich wäre das dann langweilig und nimmt die ganze Spannung weg.

    lg Sonja

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    1. Sehe ich genauso.
      Wenn man schon Thriller liest und dann die ganze Zeit weiß, wer der Täter ist ... mhm, aber vielleicht geht es da auch nur um "der Weg ist das Ziel" wie beim Happy End pflichtigen LiRo?

      LG
      Soleil

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  3. "Seiten vorblättern" tu ich nur, um zu sehen, wie lange das aktuelle Kapitel noch geht...
    Den Mittelteil oder das Ende im Voraus lesen, könnte ich nicht. Ich finde es ganz furchtbar, wenn ich zufällig schon irgendwelche Details aus einem Buch kenne (bei den Harry Potter Büchern war das ja so, dass man im Netz an den unmöglichsten Orten plötzlich lesen konnte, wer wann stirbt usw.). Man liest doch ein Buch ganz anders, wenn man schon weiß, wie es ausgeht.

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    1. Das mache ich auch, vor allem wenn es schon spät ist und ich eigentlich schlafen sollte ;-)
      Bei HP wollte ich unbedingt wissen wie es weitergeht, aber ich hatte nie vor, die Bücher zu lesen. Aber ich weiß was Du meinst. Ich hasse Meinungen beim großen Onlinehändler, die den Inhalt komplett spoilern und man merkt es erst, wenn man es gelesen hat ...

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  4. *lach* Hallo,

    ich oute mich ebenso: auch ich blättere bei manchen Bücher nach vor. Das passiert dann meist spontan und hat mir schon Lesevergnügen gekostet, wie beschert. Manchmal hat man dann auf das, was passiert nochmals einen anderen Blick, wenn man sehr genau mit diesem Hintergrundwissen frühzeitig analysieren will. Vor- und Nachteile. Ich kann aber verstehen, dass das für manche fast schon Sünde ist. :o)

    Liebe Grüße,
    Marie

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    1. Hallo Marie Seth,

      das hat auch Vorteile? Welche? ;-)
      Ich fand es bisher immer etwas lang(weilig), wenn ich einen re-read veranstaltet habe und schon wusste, was wann passieren wird. Oder aber ich habe mir genau die Szenen herausgesucht, die spannend waren und alle anderen überblättert.

      LG
      Soleil

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  5. Von der Vorblätter-Fraktion kenne ich auch einige und kann das nicht ganz nachvollziehen. Da raubt man sich doch jede Spannung.
    Ich hab das übrigens ein einziges Mal gemacht. Ich weiß nicht mehr genau, welches Buch es war, aber ich musste damals für eine große Prüfung lernen und hatte nicht so viel Zeit zum Lesen. Ich habe in dem Buch aber total um eine Figur gebangt und musste unbedingt wissen, ob es der am Ende noch gut geht. Da habe ich dann tatsächlich vorgeblättert. Sonst hätte ich das Buch nämlich unbedingt auf der Stelle auslesen müssen und das wäre wohl nicht so gut für die Prüfung gewesen ...

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    1. Und wie würdest Du das als Selberschreiber sehen? Würde man für jemanden, der so liest anders schreiben? Ärgert das den Autor ("die ganze Mühe umsonst")?

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    2. Hm, das ist eine interessante Frage. Es würde mich nicht direkt ärgern, aber ich habe ja schon ab und an in Romanen unerwartete Wendungen (zumindest hoffe ich, dass sie unerwartet sind) und ich würde es schon schade finden, wenn man die vielleicht dadurch schon früher erahnt.
      Und ja, vielleicht würde ich dann für so jemanden tatsächlich etwas anders schreiben. Gerade, wenn ich einen Roman schreibe, der stark auf dem Rätsel-Prinzip aufbaut ... da ist die Mühe, nicht bereits alles zu verraten, ja eigentlich umsonst, wenn jemand vorblättert, oder? Hm, irgendwie schon schade, wenn ich es so überlege.

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    3. Zumal man dann wohl gar nicht weiß, ob die "falsche Fährte" funktioniert, wenn die Auflösung zuerst gelesen wird.
      Aber vielleicht macht auch genau das den Reiz eines Vorblätterers aus?

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  6. Ich habe eine Zeit lang auch vorgeblättert, dann allerdings nur die allerletzte Seite gelesen, selbst wenn es nur drei Sätze waren. Allerdings hat es mich nie um das Lesevergnügen gebracht.

    Liebe Grüße,
    Caro

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    1. Tust Du es jetzt nicht mehr?
      Ist es denn manchmal nicht merkwürdig, wenn am Ende dann eine Person handelt, die es am Anfang vielleicht noch gar nicht gibt?

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  7. Ich mache das nur bei schlechten Büchern. Wenn mich ein Buch langweilt, dann lese ich das Ende - und in 99% der Fälle sage ich mir dann: "Puh, so was doofes - da brauche ich den Rest auch nicht mehr lesen!"

    Aber das sind dann eh Bücher, die ich gar nicht mehr komplett lesen will.

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    1. Bei doofen Büchern will ich nicht mal wissen, wie es ausgeht. ;-) Andererseits ist man manchmal ja doch recht neugierig ...

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  8. Ich oute mich mal. Ich bin auch eine Ende-zuerst-Leserin. Da ich nur Liebesromane lese ist das auch kein großes Problem, da raube ich mir ohnehin keine große Spannung, bei den meisten meiner Bücher ist ein Happy End ohnehin vorprogrammiert. Bei Liebesromanen ist ja nicht das Ende wichtig, sondern die Entwicklung innerhalb der Geschichte, weshalb ich mich eigentlich nie durch das Vorblättern um mein Lesevergnügen gebracht habe. :)
    Manchmal hilft es mir auch das Ende zu lesen, um mich durch einen langweiligen LiRo zu kämpfen, ist das Ende emotional, rührend, süß oder sonst irgendwie besonders, lese ich eine Geschichte lieber weiter als bei einem langweiligen Ende. ^^

    Und wenn ich mir nicht sicher bin ob es ein Happy End gibt, muss ich quasi zwangsläufig vorblättern, ohne ein Happy End lese ich nämlich keinen Liebesroman, so etwas kann ich echt nicht gebrauchen. ^^" Vor dem Kauf blättere ich erstens deshalb vor und auch um herauszufinden, ob es eine Fortsetzung gibt, teilweise erkennt man das schon an den letzten Sätzen.

    Bei Krimis/Thrillern blättere ich normalerweise nicht vor, zumindest nicht am Anfang, sondern höchstens wenn sich die Geschichte zieht und ich mir nicht sicher bin den Roman überhaupt weiterzulesen. :D

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    1. Gut, bei Liebesromanen ist das jetzt vielleicht nicht das Ding, wir wissen ja, wo es hinführt ;-) Da ist es mir bisher nur einmal passiert, dass ich vorgeblättert habe, weil ich mir nämlich nicht sicher war, ob es tatsächlich ein Happy End gibt, so gemein waren die Helden zueinender. Ich hätte dann aufgehört zu lesen.

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  9. Also, mir geht es da wie Neptun: vorgeblättert wird nur ab und an um zu sehen, wie lang das Kapitel noch ist. Ansonsten denke ich auch, dass man sich da einfach die Spannung nimmt, wobei es natürlich auf das Buch ankommt.
    Als mir jemand verraten hat, wer im neuen Harry Potter Buch stirbt, hätte ich denjegen am liebsten auch gleich zum Schweigen gebracht *grins*. Aber wie bereits erwähnt dürfte es bei einem LiRo nicht so schlimm sein.
    Dennoch würde ich nicht vorblättern, um mir den Spaß nicht zu verderben ;)

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    1. Hups, wohin führt mich denn der Link, der unter Deinem Namen sitzt?

      Können die Nicht-Vorblätterer einfach länger durchhalten als die anderen?

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    2. oh, da hab ich den Link nicht ganz fertig geschrieben O.o Hoppla. ^^

      Möglich, dass Nicht-Vorblätterer länger durchhalten (im Sinne von die Spannung länger aushalten), aber ich will damit jetzt auch niemandem auf die Füße treten. Letztendlich ist es ja nur wichtig, dass wir alle Spaß am Lesen haben. ;)

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    3. Eine eue URL?

      Stimmt, soll jeder machen wie er mag, aber die Aussage meiner Cousine fand ich dann einfach zu drollig. "Nein, Buch ist doof. Oh, nein doch nicht." *pf*

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  10. Wie einige andere eigentlich nur bis zum Ende des Kapitels, meist wenn ich abends schlafengehen will und überlege, ob ich aufhöre oder die paar Seiten noch lese.

    Einzig, ich blättere zum letzten Satz. Aber wirklich NUR den letzten Satz. Nicht den letzten Absatz, nicht das letzte Kapitel. Nur alles, was nach dem vorletzten Punkt kommt. Das ist Ritual und muss sein, der letzte Satz ist ebenso wichtig wie das Ende.

    Die meisten Autoren können es. In wenigen Ausnahmefällen spoilert ein Autor darin das halbe Buch, dann ärgere ich mich, aber andererseits bin ich ja auch selbst schuld ;-)

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    1. Nur den letzten Satz? Und dann? ;-)
      Aber es heißt ja hier und da, dass der erste und der letzte Satz die beiden wichtigsten einer Geschichte sein sollen.
      Ach, ich weiß, was Du meinst. Die Fazit-Zieher ... die mag ich auch nicht, das zieht das Ende nur maßlos hin.

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  11. Mir passiert das auch immer mal wieder (Letzendlich kommt es aber ziemlich selten vor...), dass ich die letzten Seiten zuerst lese. Besonders dann, wenn ich Charaktere lieb gewonnen habe und einfach befürchte, dass sie zum Schluss verschwinden oder gar sterben. Ganz auffällig war das bei "Felipolis" von Akif Pirincci. Der Kater Francis wird ja schließlich auch nicht jünger und das Ende war wirklich das erste, was ich gelesen habe. Ansonsten hätte ich wohl nicht ruhig schlafen können :D

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    1. Hallo Jenny,

      willkommen im Blog!
      Wow, Du hast ein neues Design! Gefällt mir.
      Wo hast Du denn den schönen Hintergrund gefunden?
      Also blätterst Du nur vor, wenn Du nicht in einem Rutsch weiterlesen kannst?

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  12. Das ist ja wie Weihnachtsgeschenke am Mittag schon einmal vorauspacken, wie Filmenden zuerst sehen, Komplettlösungen von Computerspielen lesen. Neeee, das geht ja mal überhaupt nicht.

    @Vorblätterer
    Lest Ihr das Buch auch fertig, wenn das Ende grottenschlecht ist? Das wäre jetzt echt mal interessant.

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    1. Wenn ein Liebesroman kein Happy End hat, dann lese ich nicht weiter bzw. dann fange ich das Buch gar nicht erst an. Außer es gibt gute Gründe ein Buch zu lesen, z.B. "Romeo und Julia". Ich les das Ende halt wirklich gaaaanz zuerst bzw. auch gerne mal später um mich davon zu überzeugen einen Roman zu Ende zu lesen, manchmal kann ein schönes Ende echt motivierend sein. ^^

      Bei anderen Romanen kommt es darauf an. Gefällt mir die restliche Geschichte lese ich auch bei einem doofen Ende weiter, vielleicht stellt sich das Ende im Gesamtzusammenhang dann doch als besser heraus als angenommen, ist das Buch auch sonst grottenschlecht, dann mach ich mir nicht die Mühe ein Buch zu beenden. :D

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    2. @Jo: *nick*

      @Lucina:
      Haben LiRos denn nicht immer ein Happy End? Na ja, jedenfalls die offensichtlichen ;-)

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  13. Also ich kann das auch nicht und vorallem, wo ich doch viele Thriller lese, würde ich mich ja komplett um die Spannung wer der Täter ist, bringen...auch wenn ich es manchmal errate...
    Wenn ich den Schluss weiß, interessiert mich eigentlich der Mittelteil kaum noch....oder? Ich mein...so stell ich mir das vor....=)
    Lg
    Martina

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    1. Oder bei Dreiecks-Liebesgeschichten, wenn man nicht weiß, für welchen Mann sie sich entscheiden wird. Dann blättert man vor und nimmt sie die ganze Spannung. Und jede Menge Nerven, ich leide dann ja immer mit und meistens hätte ICH mich für den anderen entschieden ...
      Nee, da verstehe ich die Vorblätterei noch weniger ...

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  14. Ich blättere manchmal auch vor, besonders bei Krimis und Thrillers, wobei ich dann das Buch trotzdem weiter lese. Mit Spoilern habe ich weniger ein Problem und manchmal finde ich es spannender, wenn ich vorab weiß, wie es endet. Irgendwie ist es auch spannend, wenn man sieht, wie der Autor zu einem bestimmten Ende kommt.

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    1. Kannst Du denn ein Buch auch ohne vorblättern lesen? Oder ist das wie ein Zwang, dass Du unbedingt wissen MUSST, wie es ausgeht. Bei einer Freundin von mir geht das ja schon nach Prinzip: Bis Seite sound so am Anfang, dann ab Seite/Kapitel soundso des Endes. Bei jedem Buch, egal welchen Genres. Der kann man das aber auch nicht verbieten, die mag das Buch dann nicht mehr, wenn sie das Ende nicht zuerst kennt.

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  15. Da kenne ich auch ein Paar ;-)

    Könnte ich aber nicht, dann würde ich das Buch nicht mehr genießen und mitraten/mitfiebern, wie es wohl endet (oder aber total überrascht werden!)

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    1. Letztendlich denke ich, ist es wie Windfänger sagt: Hauptsache wir haben alle Spaß am lesen.
      Erwähnenswert ist es trotzdem :)

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  16. Das geht ja echt mal gar nicht - ich lese höchstens das Ende schon bevor ich dort bin, wenn das Buch nicht gut ist und ich es abbreche, aber trotzdem wissen möchte, wie es endet :) Aber sonst? Dann lohnt sich ja die ganze Geschichte gar nicht mehr, wenn man schon vorher weiß wies endet oder?

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