Montag, 5. September 2011

Demon Lover - Devyn Quinn


Titel: Demon Lover
Autorin: Devyn Quinn
Originaltitel: Possession
Verlag: rororo
ISBN: 3499256762
Euro: 8,99
Veröffentlichungsdatum: August 2011
Seiten: 304
Kein Serientitel
Come in: Vom Verlag







Inhalt

Kendra Carters Körper ist von den Narben gezeichnet, die der Autounfall hinterlassen hat, bei dem ihr Vater starb. Ihr Stiefbruder Gerald kümmert sich nach ihrem Selbstmordversuch um das Familienvermögen und Kendra.
Eines Tages präsentiert er ihr ein mehrere hundert Jahre altes Buch, das vom Teufel selbst verfasst worden sein soll und von dem nur wenige Ausgaben existieren. Schon bei dessen Anblick überläuft die junge Frau ein wohliger Schauer.
Wenig später entsteigt Remi, der Dämon der Offenbarung dem Buch und Kendra muss sich eingestehen, dass nicht alle Sinne in ihr abgestumpft sind und ihre Libido erwacht. Sie lässt sich mit Remi auf ein gewagtes, verführerisches Spiel von Macht und Unterwerfung ein.
Doch nach einer Weile muss Kendra sich fragen, wie sie den Dämon wieder loswerden soll - und ob sie das überhaupt will.

Cover

Beim Cover ist im wesentlichen das Original beibehalten worden. Die Umschlagestaltung stammt von: http://www.any-way-net.de/   
Für den Inhalt des Buches ein sehr passendes Motiv, das sowohl aus der Masse der unbekleideten Frauenkörper heraussticht, als auch genug verspricht, um neugierige Blicke zugreifen zu lassen.

Meinung

Ein wenig abstrus und leider ziemlich vorhersehbar gleitet die Geschichte von "Demon Lover" dahin. Das macht aber eigentlich nicht so viel aus, denn Unterhaltungswert ist trotzdem eine Menge vorhanden und die ein oder andere unverhersehbare Wendung gibt es doch.
Aber leider ist die Heldin Kendra etwas wirr und in ihrer Naivität recht unsympathisch, wenn auch menschlich dem Leser nah. Sie hat natürlich eine Menge durchgemacht und das ginge an keinem Menschen spurlos vorbei. Aber sie ist eine studierte Frau mit Bestnoten und lässt sich nicht nur von diversen Nebenfiguren übers Ohr hauen, sie überdenkt keine einzige Situation, weder im Voraus, noch im Nachhinein.
Das bringt es einerseits mit sich, dass sie hin und her geschupst wird und mittendrin immer mal wieder mit ihrem Demon Lover zusammenkommt. Und andererseits, dass sie keine Heldin ist, die Eindruck hinterlässt, weil sie schlicht und ergreifend nur unglaublich großes Glück hat.
Der Dämon Remi bleibt als Charakter leider recht blass, er ist, trotz Happy End, nur zu einer Sache da, die er jedoch voll auslebt und -kostet. Später erzählt er zwar ein wenig über sich, doch füllt ihn das nur leicht aus. Dass er ein Dämon ist, spielt übrigens kaum eine Rolle, wichtig ist offenbar nur, dass ihn niemand als Kendra sehen kann.
Im Grunde kann auch nicht von einer Beziehung der beiden Hauptfiguren gesprochen werden. Weder steht er Kendra mit Rat und Tat zur Seite, noch bietet er seine muskulöse Schulter zum ausweinen an. Zwar lässt er sie auch nicht im Regen stehen, aber etwas mehr Aktivität in dieser Hinsicht wäre wünschenswert gewesen.
Die oft mehrere Seiten umfassenden erotischen Szenen sind abwechslungsreich und äußerst detailliert geschildert; die Wortwahl ist frivol, sinnlich und direkt ohne abzugleiten.
Viele Nebenfiguren sind recht klischeehaft gestaltet, was die Vorhersehbarkeit im Ablauf der Geschehnisse bedingt. Allerdings ist "Demon Lover" ein eher kurzes Buch und beschränkt sich so auf alles Wesentliche, würde eine der Figuren aus der ihr zugedachten Rolle ausbrechen, würde sich die Story nur unnötig ziehen.
Am Ende kommt noch einmal gehörig Spannung auf, denn Devyn Quinn hat auch ein bisschen Suspence in die Handlung des Romans eingebaut. Was genau es ist, dass Kendra am Ende glücklich in die Zukunft sehen lässt, wird leider nur vage angedeutet, so dass die Herkunft und "Funktionsweise" des Buches und damit auch die Remis ungeklärt bleiben.
Über die meisten Ungereimtheiten kann gut hinweg gesehen werden, denn die im Roman enthaltene solide Geschichte bereitet Vergnügen, liest sich flott weg und bietet reizvolle Unterhaltung.


Devyn Quinn lives in the scenic Southwest, though she has called several other states home. She is a huge fan of dark gothic music & shoot-’em-up action movies. But reading is her first love and Devyn spends too much time with history books, as well as feeding her addiction for celebrity biographies. She especially enjoys reading books on Hollywood before the 1960′s and is crazy about Marilyn Monroe, her legend and her myth.
Devyn lives with her cats, ferrets, and one little single Shih Tzu doggie, Tess.

Kommentare:

  1. OMG. Ich fand es schrecklich. Ich war nahezu richtiggehend enttäuscht von dem Buch. -.-

    Ich fand diese dahinplätschernde, hintergründige Kriminalstory so schwach und dahingeklatscht, dass man diese hätte eigentlich komplett weglassen können. Man hätte einfach eine hübsche kleine erotische Geschichte erzählen können, ohne diesen abgehalfterten, durchsichtigen Nebenkriegsschauplatz. *grusel*

    Also, das Buch hätte es fast auf meine "Hass"-Liste geschafft, die bisher von drei Büchern dominiert wird.

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  2. Der Roman ist sicher kein Überflieger und durch die unsympathische Heldin vergisst man ihn nach dem Lesen recht schnell. Aber (leider) habe ich in letzter Zeit wesentlich schlechtere Romane gelesen.
    Welche drei Bücher stehen denn auf der Liste?

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  3. Ich hab schon einiges Schlechtes über das Buch gelesen, so daß ich mich jetzt direkt über deine Rezension freue! ;-)
    Nun fliegt das Buch doch nicht von der Wunschliste, sondern wird erstmal auf unbestimmte Zeit in die Warteschleife geschoben. :-)

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  4. Na ja, sooo begeistert klingt meine Rezension ja auch nicht, aber ich finde, man kann es schon gut lesen. Nimm es doch am besten gleich vor, es liest sich schnell weg und wenn es Dir nicht zusagt, hast Du es hinter Dir, statt Dich ständig zu fragen ob Du es lesen solltest. ;-)

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  5. Hm... ich kriege gerade nur zwei der Titel zusammen, weil das dritte habe ich schon nach dem ersten Kapitel abgebrochen so mies war es. Seither liegt es unter meinem Bett begraben.

    Das erste ist "Ich bin Charlotte Simmons" von Tom Wolfe. Wirklich ein verdammt mieses Buch. Suizdgedanken waren noch die freundlicheren Gedanken, die mich beim Lesen begleiteten. Absolut nicht empfehlenswert. Und das zweite ist "Himmelwärts" von Rebecca Hohlbein. Dazu gibts ja in meinem Rezi-Index ne Bewertung.

    Wie gesagt Nummer 3 hab ich nur bildlich im Kopf, aber weder Titel noch Autor sind mir im Kopf hängen geblieben.

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  6. Die klingen alle auf ihre Art interessant und ... besonders. Allerdings kenne ich sie nicht und kann daher nichts sagen. Nur "Himmelwärts" wollte ich mal probieren bzw. überhaupt etwas von der Autorin. Mal schmökern gehen, was genau Dich da so zum hassen engestachelt hat *g*

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