Mittwoch, 27. Juli 2011

Ein Mann von Ehre - Anne Herries


Titel: Ein Mann von Ehre
Autorin: Anne Herries
Originaltitel: Rosalyn and the Scoundrel
Verlag: Cora/ Weltbild
ISBN: 9783899417739
Euro: 4,90
Veröffentlichungsdatum: März 2009
Seiten: 252
Kein Serientitel
Come in: Gekauft










Inhalt

Miss Rosalyn Eastleigh wohnt in einem wunderschönen Haus mit weitreichenden Ländereien und kann ihren eigenen Bedürfnissen folgen. Unerwartet bekommt sie einen neuen Nachbarn, Damian Wrexham, den Earl of Marlowe. Der attraktive Mann mit dem geheimnisvollen Touch macht sofort Eindruck auf die nicht mehr ganz so junge Frau und auch Damian fühlt sich zu Rosalyn hingezogen. Während vielen Spaziergängen lernen sie sich näher kennen und lieben.
Doch dann erfährt Rosalyn, dass der Earl einst England in Schmach und Schande verließ, die ihm noch immer anhängen. Damian erklärt sich zwar bereit, ihr den Sachverhalt darzulegen, offenbart ihr jedoch auch, dass er sie trotz seiner Liebe zu ihr nie heiraten können wird. Denn auch sie wäre von seinem schlechten Ruf in der Gesellschaft betroffen.
Als Rosalyns Bruder sich verlobt und Ansprüche an das Haus, in dem sie lebt, stellt, beschließt diese um die Welt zu reisen. Damit ist ungewiss, ob sich die Liebenden je wiedersehen werden.

Cover

Wie für die Lords-und-Ladys-Reihe üblich, wurde das Cover dreigeteilt. In der unteren Hälfte eine wie ein Gemälde wirkende Szene, in der eine kleinere Jagdgesellschaft in einem Wirtshaus Rast macht.
Mittig der Titel mit dem Regency-Wappen und im oberen Teil ein sich innig zugetanes Paar. Sie in einem hellen, grünen Seidenkleid, er in weißem Hemd. Beide Kleidungsstücke sitzen nicht mehr ganz korrekt.
Warme angenehme Farben, ansprechende Motive, die jedoch leider mehr versprechen, als im Roman geboten wird.
Wer genau für die Bilder verantwortlich ist, lässt sich leider nicht genau sagen, da mehrere Agenturen angegeben sind.

Meinung

"Ein Mann von Ehre" schmökert sich auf dem Liegestuhl weg, verkraftet es, öfter mal zur Seite gelegt zu werden und hinterlässt kaum bleibenden Spuren.
Das Paar findet schon zu Beginn zueinander und führt eine liebevolle, aber dennoch zurückhaltende Beziehung. Dass beide nicht mehr taufrisch sind und ihre Entscheidungen selbst zu treffen wissen, schlägt sich ebenfalls nieder. Da scheint es fast, als gäbe es kein wirkliches Problem, denn für Rosalyn ist der Sachverhalt ohnehin klar. Sie liebt ihren Damian und lebt seit Langem abseits der Gesellschaft. Die kleineren Randgeheimnisse sind so schnell gelüftet, dass auch hier kaum Spannung auftritt.
Obwohl Rosalyn eine freundliche und charmante Heldin ist, wirkt sie manchmal etwas kühl, weil sie allzeit sehr beherrscht ist und auch in Gefahrensituationen nicht den Kopf verliert. Neben dieser allumfassenden Perfektion, auf die sie tatsächlich Anspruch erheben kann, ist nicht mehr viel Raum für Fehlerchen, was sie vielleicht etwas menschlicher gemacht hätte.
Damian ist ein anziehender Mann, der in seiner Jugend unverschuldet in eine desolate Situation geraten ist. Seltsam dabei, dass auch nach so vielen Jahren keine Veränderung eingetreten ist und Damian diese auch nicht herbeizuführen scheint. Nicht nur der Wille fehlt ihm, sondern offenkundig auch der Mut. Damit bekommt die Sache aber einiges in Richtung Feigheit, was für die Liebesbeziehung natürlich katastrophal ist, weil es so wirkt, als wäre er nicht bereit für die Liebe zu Rosalyn zu kämpfen.
Außer seltenen romantischen Küssen und verliebten Blicken gibt es keine Einzelheiten der beiden im Umgang miteinander.
Würze erhält das Geschehen jedoch durch die diversen Nebenfiguren. Zum einen der noch eher unselbständige Bruder, seine schüchterne, aber sympathische Verlobte und nicht zuletzt deren Drachen von Tante. Was sich zunächst nach Klischee anhört, ist jedoch glaubhaft und lebensecht dargestellt, mit ansprechenden, emotionalen Dialogen und genug Raum zur Entfaltung. Ein verspielter Hund und ein exotischer Junge dürfen da nicht fehlen.
Für zwischendurch durchaus zu empfehlen, eine bunte Mischung die unterhält, mehr jedoch leider nicht.


Ein Pseudonym der Autorin Linda Sole.
Schreibt auch als: Lynn Granville, Anne Herries, Juliana Linden, Emma Quincey.
Geboren in Swindon, aufgewachsen in Ely in Cambridgeshire, verließ sie mit fünfzehn die Schule, um im Geschäft ihres Vaters als Friseurin zu arbeiten. Mit achtzehn Jahren heiratet sie und führte einige Jahre einen eigenen Friseurladen. 1976 begann Linda Sole mit dem Schreiben, während sie gleichzeitig versuchte, ihrem Mann dabei zu helfen, einen Antiquitätenladen zu führen. Als Anne Herries gewann sie 2004 RNA Romance Award und die Betty Neels Trophy.

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