Montag, 15. März 2010

(Interview) Gesa Schwartz "Grim-Das Siegel des Feuers"


Der Pariser Gargoyle Grim ist ein Schattenflügler, seine Aufgabe ist es, das steinerne Gesetz zu wahren, dass niemals ein Mensch von der Existenz seines Volkes erfahren darf. Doch eines Tages wird dieses Gesetz gebrochen und Grim begegnet der jungen Sterblichen Mia, die über eine besondere Gabe verfügt: Sie ist eine Seherin des Möglichen. Mia gerät in den Besitz eines rätselhaften Pergaments, das mit merkwürdigen Schriftzeichen bedeckt ist, die sie nicht entziffern kann. Kurz darauf wird sie von gefährlichen Anderwesen verfolgt. Gemeinsam beschließen Grim und Mia, das Geheimnis des Pergaments zu ergründen. Sie ahnen nicht, dass sie sich damit auf eine gefährliche Reise begeben. Denn sie sind einem Rätsel auf der Spur, das nicht nur ihr eigenes Leben bedroht, sondern das Schicksal der ganzen Welt.
http://gesa-schwartz.de/

Möchtest Du Dich einmal kurz vorstellen? Was für einen Menschen sollte man vor Augen haben, wenn man den Namen "Gesa Schwartz" hört?
Am besten gar nicht mich, sondern eine Figur aus einer meiner Geschichten – beispielsweise Grim. Es sind meine Geschichten, die zählen, nicht ich als Person. Aber wer dennoch etwas über mich erfahren möchte, dem sei gesagt, dass ich 29 Jahre alt bin, in einem Zirkuswagen lebe und mit Leib und Seele Geschichten erzähle. Mehr Informationen über mich und meine Geschichten finden sich auf meiner Homepage.

Wie genau bist Du auf die Idee gekommen, die mythische Gestalt eines Gargoyles zur Hauptfigur eines Deiner Werke zu machen?
Eigentlich ist die Idee zu mir gekommen, und zwar in Form einer dunklen Gestalt mit riesigen Schwingen hoch über den Dächern von Paris: Das war Grim, und sobald ich seinen Namen erfahren hatte, wollte ich mehr von ihm wissen und seine Geschichte erzählen. Darüber hinaus sind Gargoyles bzw. steinerne Figuren im Allgemeinen für mich ein Sinnbild für die Existenz des Geheimnisvollen in unserem ganz alltäglichen Leben – und das hat mich schon immer fasziniert.

Gargoyles werden hier nicht geboren, sondern aus Lava gemacht. Hybride - eine Mischung aus Gargoyle und Mensch - enstehen, wenn der Geist eines Menschen in den Stein übergeht. Dennoch gab es in den Jahrhunderten stets auch Liebesgeschichten zwischen Gargoyles und Menschen. Könntest Du diese Konzeption vielleicht etwas näher erklären?
Nicht alle Gargoyles werden aus Lava erschaffen. Nur die Gargoyles des stärksten Clans – die Vulkangeborenen – entspringen sozusagen tatsächlich einem Vulkan. Es gibt auch Gargoyles, deren Körper wie Statuen erschaffen werden, ehe ihr Schöpfer sie durch seinen Kuss zum Leben erweckt. Bei den Hybriden gibt es verschiedene Schöpfungsmöglichkeiten. Eine davon ist die ganz natürliche Fortpflanzung wie bei Menschen (Hybriden können sowohl Menschen- als auch Gargoylegestalt annehmen). Der Legende nach wurden die ersten Gargoyles nach dem Vorbild der Menschen geschaffen und sind noch sehr menschenähnlich gewesen. So lässt es sich auch erklären, warum die Gargoyles menschliche Organe haben wie Lunge, Herz etc. Mit der Zeit haben sich Gargoyles und Menschen voneinander entfernt – innerlich wie äußerlich, aber manchmal ist es dennoch vorgekommen, dass zwei dieser so verschieden gewordenen Völker mehr ineinander gefunden haben als das Fremde, Andere. Wie tragisch eine solche Verbindung allerdings enden kann, zeigt die Geschichte.

Auf Deiner Homepage ist nachzulesen, dass Du noch weitere Romane geschrieben hast. Bewegen diese sich ebenfalls im phantastischen Genre?
Nein, nicht alle – aber in den vergangenen Jahren doch die meisten.

Was ist für Dich das Besondere an Phantastik? Könntest Du Dir vorstellen, einmal in einem anderen Genre zu schreiben?
Die Phantastik ist ein unglaublich spannendes Genre, da in ihr alles möglich ist. Diese Freiheit, das Grenzenlose ist sehr reizvoll. Dennoch sind es letztlich immer die Geschichten, die alles weitere entscheiden – auch, in welchem Genre sie erzählt werden wollen. Daher schließe ich auch kein Genre für mich aus.

Wie sieht Deine Zukunftsplanung aus? Was dürfen die Leser als nächstes von Dir erwarten? Gibt es vielleicht ein Wiedersehen mit der Welt von Grim?
Ja, ich arbeite gerade an einem weiteren Abenteuer von Grim. Es wird ein wenig düsterer und actionreicher als der Vorgänger, und auf jeden Fall bleibt es spannend.


Vielen lieben Dank an Gesa Schwartz! Das gesamte Interview gibt es hier zu lesen.


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