Dienstag, 22. Dezember 2009

Abrams Töchter: Das Gelübde 1 - Beverly Lewis ♥♥♥♥♥


1946/47: Abram Ebersol - Amisch wie seine Vorfahren - hat vier Töchter. Seine Älteste Sadie ist bereits in der Zeit des "Rumspringe", seine Zweitälteste Leah kommt gerade hinein. Zwei Gründe für ihn und seine Frau schlecht zu schlafen. Denn gerade Sadie schleicht sich des Nachts aus dem Haus und kehrt erst im Morgengrauen zurück.
Leah, die anstelle des fehlenden Sohnes mit dem Vater arbeitet, nicht im Haus wie ihre Schwestern, hat ganz eigene Sorgen. Sie ist seit vielen Jahren in Jonas Mast verliebt und weiß nicht, ob er ihre Gefühle erwidert. Nicht so blond wie ihre Schwestern, fühlt sie sich oft unansehnlich und die Männerarbeit, die sie verrichtet, hebt ihr Ansehen als Frau nicht. Hinzu kommt, dass ihr Vater Gideon, den Sohn des Schmieds für sie auserkoren hat und dieser ihr nun den Hof macht.
Sadie indess muss erkennen, dass ihre Liebe zu einem "Englischen" nicht erwiedert worden ist und sie viel zu naiv viel zu weit gegangen ist.
Und so kommt es, dass zur Jahreswende nicht nur unter Mutter Ebersols Herzen völlig unerwartet ein Kind heranreift ...

Obwohl ich nicht kirchlich erzogen wurde, bin ich fest entschlossen, noch mehr Bücher aus einem christlichen Verlag zu lesen. Bisher kannte ich Lynn Austin, die mir extrem gut gefallen hat. Nun kenne ich auch Beverly Lewis und auch sie überzeugt mich sehr. Schon im Prolog hatte sie mich gefangen, der in der Ich-Form geschrieben wurde. Als einziges Kapitel, was ich etwas schade fand, denn mir liegt das sehr.
Familie Ebersol ist mir sehr symphatisch gewesen. Was mir ein wenig kurz kam war die Beschreibung des Lebens der Amish - hätte ich es nicht besser gewusst, es hätte auch das Leben auf einem Bauernhof sein können. Und zwar nicht historisch, sondern ebenfalls im Jahr 1946. Da könnte ein wenig mehr herausgeholt werden.
Was die Sitten und Gebräuche angeht sollte man schon ein klein wenig Vorwissen haben, denn ich könnte mir vorstellen, dass die Gesetzmäßigkeiten der Amisch nicht allen Lesern bekannt sind. Wobei wohl vor allem jene zu den Büchern greifen, die gern mehr von eben diesen erfahren wollen.
Das ist eine eher ruhige Geschichte ohne große Action und mit ein bisschen Vorhersehbarkeit. Dennoch gibt es überraschende Wendungen und ein großes Geheimnis, welches hier aber nur angedeutet worden ist und in den Folgebänden fortgesetzt wird.
Schade, dass die einzelnen Teile so teuer sind, daher wird es nämlich leider eine ganze Weile dauern, ehe ich erfahren kann wie es weitergeht.
Mir hat sowohl die Geschichte, als auch die Sprache gefallen und daher möchte ich das Buch gern weiterempfehlen.


Autoreninfo:
Beverly Lewis wurde im Herzen des Amisch-Landes in Lancaster, Pennsylvania, geboren. Sie hat drei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Mann David in Colorado/USA. Ihr Wissen über die Amisch hat sie von ihrer Großmutter, die in einer Mennoniten-Gemeinde alter Ordnung aufwuchs.


Kommentare:

  1. Anonym5.12.11

    Ich finde die Bücher von Beverly Lewis total spannend. Am meisten faszinieren mich die Bücher-Serie: Abrams Töchter

    AntwortenLöschen
  2. Hallo,

    und willkommen im Blog.
    Ich wollte eigentlich schon längst die zur Reihe gehörigen Bücher gelesen haben, aber mir fehlte die Zeit. Meiner Mutter gefielen sie aber sehr!
    Kürzlich las ich ein anderes Buch der Autorin und das gefiel mir leider nicht ganz so gut. Aber sie kann schreiben und darum lese ich sicher noch mehr von ihr.

    LG
    Soleil

    AntwortenLöschen