Montag, 2. November 2009

Traummann an der Angel - Mary Janice Davidson ♥♥♥♥♥



Der Inhalt aus Autorensicht:
Fred Bimm ist keine gewöhnliche Meerjungfrau. Sie ist nicht frech, sie kann nicht singen, sie hat keine perfekte Brust, und sie kann nicht schwimmen. In der Tat ist Fred so weit von einer Disney-Heldin entfernt, wie es nur geht. Sie ist mürrisch und wird seekrank auf Booten. Und nun muss sie sich sowohl mit einem Mitglied der königlichen Familie der Meerleute als auch einem attraktiven Meeresbiologen zusammentun.
Zusatz: Jemand lässt Abwässer in die Meeresbucht fließen und Dr. Frederika S. Bimm soll diesen Umstand zusammen mit Dr. Thomas Pearson aufdecken. Beauftragt wurde sie von Großprinz Arthur vom Schwarzen Meer, der weiß, dass sie eine halbe Meerjungfrau ist.Beide Männer entdecken schnell, dass sie von Fred absolut faziniert sind und machen ihr eindeutige Avancen. Da Fred an so etwas nicht gewohnt ist, verwirrt sie dieses Spielchen schnell. Und dann gesteht ihr Thomas auch noch seine Liebe und Arthur möchte, dass sie die Königin des Meeresvolkes wird - an seiner Seite.

Was Fred und Mary Janice miteinander verbindet, ist nach einger Aussage die "leg dich nicht mit mir an" Haltung. Diese war es, die mir persönlich sehr gut gefallen hat. Auch die zahllosen witzigen Einfälle, wie dem Hungerstreik der Fische oder der etwas nervigen Praktikantin würzten das Geschehen.
Faszinierend an solchen Geschichten ist auch, dass wir es hier nicht in erster Linie mit einer Meerjungfrau, sondern einer jungen Frau mitten im Leben zu tun haben: Liebesleid und Freud, stressiger Beruf, anstrengende Eltern ... das alles mit bestimmten Körpereigenschaften zu vereinen - im Wasser bekommt Fred einen Fischschwanz - ist schon als Idee sehr lustig.
Zwar gibt es, was die Liebesgeschichte angeht nur Blicke, Seufzer und den ein oder anderen Kuss, doch das Buch ist nicht sehr lang und die Fortsetzung schon in Sicht. Wen von beiden möglichen Partnern Fred letztendlich wählen wird ist unklar, wem davon man seine eigene Symphatie schenken soll, ebenfalls.

Sie haben kurz vor dem Abgabetermin noch einmal von vorn begonnen, da Sie die Befürchtung hatten, dass Fred zu sehr an Betsy erinnern würde, wenn Sie bei der ersten Erzählform bleiben. Wie hart war diese Entscheidung? Wie diszipliniert muss man dafür sein?
Es war sehr schwer, da ich sehr faul bin. Das letzte, was ich wollte war, bei einem Buch von vorne anzufangen, das fast fertig war. Aber ich konnte nicht ein Buch einreichen, von dem ich das Gefühl hatte, es sei nicht das beste was ich daraus machen konnte. Also schluckte ich und fing von vorn an.

Wie viel mussten Sie für den Roman recherchieren? Wie wichtig ist es Ihnen, trotz aller Fiktion, authentisch zu sein?
Ich recherchiere sehr wenig, weil mythysche Stereotype aufgreife (wie einen 500 Jahre alten Vampir, der keine Kreuze berühren kann) und dann einfach umkremple (mein Vampir ist eine Sekretärin, die Schuhe liebt und Kreuze berühren kann). Ich lasse meine Bücher an realen Orten spielen und recherchiere dort (ich habe das New England Aquarium viele Male besucht), aber nicht so sehr den Mythos hinter den Kreaturen.

Fred arbeitet im New England Aquarium. Und leider ist es keine Fiktion, dass das Meer sehr oft mit Abwässern oder anderen Substanzen verunreinigt wird. War es von Anfang an geplant, diese Theamtik in den Roman einzuflechten? Wird sie auch in den Folgebänden der Serie eine Rolle spielen?
Ja, ich habe den Plan, Fred, die Meerjungfrau gegen die Verschmutzung der Meere kämpfen zu lassen. Es schien das perfekte Verbrechen für eine Nixe zu sein, das sie lösen kann. Aber in den beiden anderen Büchern ist die ökologische Sicht weniger beleuchtet, der Schwerpunkt liegt wieder auf der Romantik.

Wie könnte ein typischer Dialog zwischen Ihnen und Fred aussehen, wenn es darum ginge, was sie gern in ihrem Leben anders gehabt hätte und Sie als Autorin es gar nicht anders wollten?
Ich rede nicht mit meinen Figuren. Sie sind nicht real. Sie haben nichts zu sagen. Ich habe überhaupt kein Interesse daran zu erfahren, wie sie ihr Leben anders haben möchten. Wenn ihr Leben perfekt und leicht wäre, wer würde schon über sie lesen wollen?

Die Figur des besten Freundes Jonas Carrey ist sehr vielschichtig angelegt. So lebt er durchaus seine weibliche Seite aus (z.B. indem er sehr auf seine Körperhygiene achtet und sich auch mal die Fingernägel lackiert), verliebt sich aber dennoch in Frauen. Gibt es für ihn vielleicht ein reales Vorbild?
Mein Mann ist ganz sicher ein Metrosexueller! Er hat einen wunderbaren Blick für Farben und Design. Doch Jonas ist eine Mischung vieler Menschen, die ich kenne, sowohl Männer und Frauen.

Das Gesamte Interview gibt es in VeWe.


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