Montag, 7. September 2009

Mond der Unsterblichkeit - Elke Meyer ♥♥



Die junge Studentin Amber Stern zieht mit ihren Eltern und dem jüngeren Bruder nach Schottland. Da die Familie hochverschuldet ist, hat der Vater einen Job auf Schloß Gealach angenommen, um das sich düstere Legenden ranken. Einst hat der Erbauer seine Seele verkauft, wurde zum Vampir und geißelte die ganze Umgebung. Schließlich konnte er verbannt werden, nicht ohne zu schwören, eines Tages wiederzukehren.
Amber gerät nun mitten hinein in geheime Bestrebungen, dem Lord Revenant, wie er sich nannte, dabei zu helfen. Sie platzt in Druidentreffen und muss einem Werwolf entkommen. Doch auch Gutes widerfährt ihr: sie trifft auf den attraktiven Aidan Macfarlane, den Sohn des Schloßbesitzers. Vater und Sohn verstehen sich nicht besonders gut und Amber tröstet den jungen Mann.
Doch dann schlägt das Schicksal grausam zu, als es mehrere Menschen aus ihrer Mitte reißt und Lord Revenant seinen Feldzug beginnt. Nur eine kann ihn aufhalten - Amber. Doch die glaubt nicht an ihre Kräfte ...


Ich habe das Buch bei Lady's Lit gewonnen, es enthält eine persönliche Widmung der Autorin. Darüber habe ich mich sehr gefreut und tue es noch. Das Buch selbst hat mir aber leider nicht ganz so gut gefallen.
Am Anfang las ich es noch gern, als ich auf Amber und ihre Welt traf. Als sie und ihre Familie nach Schottland zogen, war ich zumindest noch sehr interessiert, aber dann habe ich mehrere Bücher dazwischen gelesen und das ist immer ein ganz schlechtes Zeichen.
Gerade am Ende habe ich schließlich Seiten überblättert, weil ich nur noch so ungefähr wissen wollte, wie es ausgeht. Es fiel mir sehr stark auf, als wie stoisch und starr ich die Sätze empfand. Nachdem ein großer Unglücksfall für Amber eingetreten ist, spürt man keine Emotionen und es scheint, als wische sie es einfach beiseite. Die Trauer wird erwähnt, aber die Figur im Buch lebt sie einfach nicht; als sie und Aidan Streit haben, springt kein Funken über. Auch die Atmosphäre (Hallo? Schottland!!) war nicht vorhanden, die Handlung hätte ebensogut in jedem anderen Ort auf der Welt stattfinden können. Die Uni, auf die Amber wechselt hat nichts eigenes und wirkt dadurch fad. Viel zu blass, wie alles andere auch.
Dadurch war es nicht möglich, mich an die einzelnen Zeilen zu fesseln. Gern würde ich sagen, dass mir Amber sympathisch war, aber leider blieb sie mir einfach zu platt. In den Dialogen wird zu viel gesagt, aber zu wenig gemeint. Die Handlung ist extrem vorhersehbar (was aber nicht unbedingt etwas Schlechtes sein muss) und wirkt ein wenig zusammengeschustert; kleiner Plan vorab, wohin man als Autor will und dann Punkt für Punkt abgehakt.
Ich staune, was mir alles aufgefallen ist, aber das ist meist so, wenn ich nicht an den Text gebunden bin.
Leider kann ich das Buch überhaupt nicht empfehlen.

Die Autorin, die auch als Kim Landers veröffentlicht, blogt. Dort gibt es einen Mini-Prolog zum Roman.


Kommentare:

  1. Oha! Das hab ich letztens bei Buchticket gesehen – und hab mich im letzten Moment dagegen entschieden. Scheint ne gute Entscheidung gewesen zu sein. Aber mit Büchern aus diesem Verlag hab ich ja ohnehin keine so guten Erfahrungen gemacht!

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  2. Ja, leider nicht ganz, was und wie ich es erhofft habe. Wie gesagt, den Prolog gibts auf der Autorenhomepage.
    Ich habe noch ein zweites Buch des Verlages hier (ebenfalls signiert) und bin schon gespannt, wie mir das gefallen wird.
    Bei der Leser-Welt gibt es ab diese Woche zwei Bücher des Verlages zur Leseprobe.

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