Dienstag, 16. Juni 2009

Süß wie Blut und teuflisch gut - Mary Janice Davidson



Hachje, Betsy ist die neue Vampirkönigin und versucht - auch im Auftrag ihrer Freundin Jessica - die Vampire zu "erziehen" und Normalos zu beschützen. Ihr Haus wird von Termiten belagert und sie kann dort nicht mehr bleiben. Aber woher soll sie nur Geld bekommen? Ein Job muss her! Gar nicht so einfach als Untote. Durch Zufall gerät sie in die Schuhabteilung bei Masters und wird eingestellt, was Sinclair fast zur Rage bringt. Auch die anderen, z.B. Tina, können nicht fassen, dass Betsy arbeiten geht.
Dann werden Vampire von einer geheimnisvollen Gruppe aufgespürt und gepfählt. Betsy muss sich darum kümmern und lässt sich in all dem Streß dazu überreden, in eine vornehme, alte Villa umzuziehen, die Jessica gekauft hat. Dass das kleine Mädchen, das dort rumhängt ein Geist ist, fällt ihr recht spät auf ... Sie lernen einen netten Pater und die "Blade Warriors" kennen, die ein offenbar völlig falsches Bild von Vampiren hatten, das Betsy nun gerade rücken muss. Die Überfälle auf die Untoten hören allerdings nicht auf und es wird klar, dass nur ein anderer Vampir dahinterstecken kann.
Sinclair quartiert sich kurzerhand bei Betsy ein.

Den zweiten Teil las ich noch schneller aus, als den ersten. Eine wirklich nette Lektüre für zwischendurch, nicht anspruchsvoll, aber unterhaltsam. Sinclairs Hartnäckigkeit und Betsys erfolglose Abwehr sind lustig und teilweise sogar recht gefühlvoll. Mir ist leider nicht so ganz klar, warum er so hinter ihr her ist, immerhin kennen sich die beiden kaum. Woher also die "große Liebe"?
Die Auflösung mit dem kleinen Mädchen war etwas gestelzt, aber irgendwie nimmt man das Davidson immer ab.
Die Blade Warriors ziehen eine junge Leserschaft an und fast die ganze Zeit über habe ich gedacht, dass die Geschichte sich bestimmt super verfilmen ließe. Ob das gut oder schlecht ist, liegt im Auge des Betrachters. ;)
Ernsthafte Themen vermisst man bisher natürlich, aber ich habe mal die Klappentexte der Folgebücher durchgeschmökert und es scheint, als ändere sich das. Wobei ich mir nicht vorstellen kann, dass Davidson dann auch ernst damit umgeht.
Auch Teil 2 hat mir gut gefallen. Tatsächlich suche ich gerade nach Teil 3 und hoffe, dass Weltbild noch einen Doppelband mit 3 und 4 herausgibt. Kann ich also auch empfehlen, allerdings mit der Einschränkung, dass das Thema dem Leser liegen sollte.
Meine Mutter, die Vampirgeschichten nicht mag, liest Teil 2 gerade mit beinahe so etwas wie Enthusiasmus. Karen Chance und Karen Marie Moning ("Im Reich des Vampirs") konnten sie nicht überzeugen.

1. Weiblich, ledig, untot
2. Süß wie Blut und teuflisch gut
3. Happy Hour in der Unterwelt
4. Untot lebt sich's auch ganz gut
5. Nur über meine Leiche
6. Biss der Tod euch scheidet
7. Wer zuletzt beißt
8. Die mit dem Werwolf tanzt


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