Samstag, 2. Mai 2009

Der Glücksbringer - Lynne Wilding




Liam Westaway fertigt 1901 eine Topasbrosche für Corinne, die Frau, die er liebt. Seine Mutter, eine Halbzigeunerin, belegt den Stein mit einem Zauber: Wer immer sie trägt, soll seine wahre Liebe finden (und bekommen). Corinnes Vater ist gegen die Verbindung, lässt Liam verprügeln und nach Australien verschleppen, Corinne wird mit einem Bankierssohn zwangsverheiratet. Es soll Jahre dauern, ehe sie sich wiedersehen.
Ihr Sohn Michael kämpft im Zweiten Weltkrieg. Auf Heimaturlaub lernt er Jennifer kennen und lieben. Sie hat die Brosche, die Corinne verloren hat, zufällig gefunden. Als Michael mit seinem Flugzeug als verschollen gilt, merkt Jenny, dass sie schwanger ist und läuft davon, ohne sich der Familie zu offenbaren.
Ihre jüngste Tochter Linda liebt Tony, den sie an der Universität kennenlernt. Als er ihr einen Heiratsantrag macht, lehnt sie ab, denn sie will ihre Freiheit nicht aufgeben. Wird die Brosche, die Linda bei ihrer Mutter findet, auch hier ihren Zauber wirken?


Lynne Wilding ist leider schon 2007 verstorben, hat aber eine Menge Romane hinterlassen, die alle rund um Australien spielen. Kein Wunder, dass sie dort sehr berühmt ist, zumal sie auch in Sydney geboren wurde.
Das Buch ist klein (190 Seiten) aber fein. Natürlich ist klar, dass man drei Leben nicht auf so wenigen Seiten erzählen kann, doch das Wichtigste - die Liebesgeschichte - steht immer im Vordergrund. Ich hätte mir aber mehr Tiefe gewünscht und vor allem auch mehr Gefühl. Beides geht dem Kurzroman leider ab. Dennoch, die drei Leben sind anschaulich und ausreichend dargestellt und ich kann nicht behaupten, dass großartig etwas gefehlt hätte. Nur eben die Magie, die den Leser an die einzelnen Zeilen fesselt.
Ich mochte die Geschichte rund um Linda am liebsten, sie ist jung und dynamisch und im Jahr 1970 auch am nächsten an mir dran. Doch daran lag es eigentlich nicht, dass sie mir wohl am ehesten im Gedächtnis bleiben wird. Diese letzte Geschichte ist länger als die anderen und sie kommt mir wesentlich ausgearbeiteter vor. Darum müsste sie auch viel Gefühl und Emotionen hinterlassen, aber sie bleibt oberflächlich, wie die anderen.
Der Roman ist eine wirklich nette und schöne Geschichte, die mir ein lieber Freund anschaulich erzählt. Aber ich war eben nicht dabei ...


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