Montag, 20. April 2009

Erfüllen Sie meinen Herzenswunsch, Mylord!




von: Mary Nichols
erschienen: 25.02.2009
Band: 0510


Charlotte ist seit einigen Jahren Witwe und hat zwei kleine Töchter. Nun ist auch noch ihr Schwiegervater gestorben und das öffnet dem nichtsnutzigen Schwager Tür und Tor. Einst nach Indien verbannt, kehrt er nun zurück und will sich am Erbe der Enkel vergreifen. Und ganz nebenbei auch an Charlotte.
Gut, dass es da noch Viscount Stacey Darton gibt, der Charlotte begegnet, als er eine Schule für seine Tochter sucht, die bisher ohne Mutter aufwachsen musste. Charlotte unterrichtet nämlich Dorfkinder und beschließt dann, ihren Lebensunterhalt mit einer Mädchenschule für höhere Töchter zu verdienen.
Da Cecil, der Schwager, ein entfernter Verwandter Dartons ist, kann dieser in seinem Haus unterkommen und so Charlotte schützen. Aber er muss so tun, als gehöre er ebenfalls zu der nichtsnutzigen Bande, die sich bei Cecil eingenistet hat und Charlotte ist sehr stolz. Trotzdem schaffen es beide sich näher zu kommen. Dann jedoch belauscht Charlotte ein Gespräch Cecils, in dem er zustimmt, dass Schmuggler sein Haus nutzen dürfen. Das bringt sie in Lebensgefahr.


Der Roman hat mir recht gut gefallen. Spannung ist auf jeden Fall gegeben. Leider zieht sich das Ich-kann-nicht-er-meint-es-nicht-ernst etwas hin. Später wandelt es sich zu Soll-ich-es-ihm/ihr-gestehen?
Obwohl Charlotte sehr sypathisch ist, zieht die "stolze Witwe"-Nummer sie etwas herunter. Dennoch versucht sie in ihrer verzweifelten Lage alles, um sich und ihre Töchter durchzubringen. Unverständlich dennoch, warum sie, auch in Zeiten der allergrößten Not, sich nicht an den Onkel der Mutter wendet. Klar, die haben sich vor Jahren zerstritten, aber wenn man nichts mehr hat, dann greift man doch nach allen Strohhalmen.
Alles in allem ein guter, solider Roman, der sich gut liest. Aber er wirkt leider auch etwas zäh, vor allem gegen Ende. Die Figuren werden keinen bleibenden Eindruck auf mich machen und im Gegenzug zu so manch anderem MyLady - Roman hätte ich den Viscount nicht unbedingt kennenlernen wollen.
Gutes Mittelfeld.


Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen