Sonntag, 8. März 2009

Bittersüße Tode - Laurell K. Hamilton




Anita Blake ist Animator (Totenerweckerin) und Vampirjägerin. Denn in ihrer Welt ist allen bekannt, dass es diese Wesen gibt und man arrangiert sich damit. Sie arbeitet für einen geldgierigen Chef von Animators Inc. in St. Louis und kommt um ihren neuesten Fall nicht herum. Der Obervampir der Gegegend, Jean-Claude, bittet sie, ihm behilflich dabei zu sein herauszufinden, wer seinen Clan reihenweise wirklich tötet. Dabei scheint er Interesse an ihr zu entwickeln, das ihr gar nicht gefällt. Dann taucht ein zweiter Obervampir auf - Nikolaos - und will ihr nichts Gutes. Obwohl sie nun also um ihr Leben fürchten muss, ist sie wild entschlossen, den Fall aufzuklären - und nicht in Jean-Claudes Bett zu landen.


Hamilton ist sicher nicht die beste aller Autoren, aber sie hat mich trotzdem begeistert. Alle bisher erschienenen Bücher habe ich gelesen, auch wenn das schon etwas zurückliegt. Um diesen ersten habe ich lange einen Bogen gemacht, dann aber doch zugegriffen, auf der Hälfte angekommen, habe ich Teil 2 und 3 bestellt. Anita ist inzwischen eine Berühmtheit, in ihrer und in unserer Welt und das hat einen Grund. Sie ist echt und sie übertreibt ihr "ich bin besser und schöner als alle anderen" nicht so maßlos, wie man das aus zahlreichen Nachahmerbänden kennt. Auch die Vampire sind keine graue Masse, alle gutaussehend und mächtig. Jede Menge Macken und "Fehler" machen sie einzigartig. So wie auch Anita Blake, die einige Vorlieben hat, die sie menschlich machen und die sie selbst wohl lieber verschweigen würde. Die Beziehung zu Jean-Claude (Was für ein Name!) enthält keinen Nervfaktor und bietet genug Abwechslung (und Pausen), wird damit glaubhaft. Anita ist keine Überheldin, was sie sehr sympathisch macht. Ich kann das Buch empfehlen, inhaltlich sehr überzeugend. Die Umsetzung ... nun gut, aber man kann damit leben und nach einer Weile überliest man es einfach.


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