Montag, 26. Januar 2009

Lila Black - Justina Robson



Im Jahr 2015 gab es auf der Erde eine große Katastrophe. Eine Explosion in Texas hat das Gewebe des Universums zerrissen und andere Sphären geöffnet. Magische, denn sie werden von Elfen, Dämonen und anderen fremdartigen Wesen bevölkert. Die Menschen haben sich gut damit organisiert. Lila Black hat eine Vergangenheit. Die sie vergessen muss, denn für ihre Familie gilt sie als verschollen und tot in der Sphäre der Elfen. Doch sie lebt und man rettete ihr Leben, indem man sie zur halben Maschine machte. Eine Kampfmaschine. In diesem Roman erhält sie den Auftrag, einen Rockstar (Zal) zu schützen, der elfischer Herkunft ist. Sie sträubt sich, nimmt den Auftrag dann jedoch an. Seine Feinde sind zahlreich und oft muss sie ihm das Leben retten. Aber was sind das für Gefühle, die er in ihr auslöst? Das herauszubekommen ist die eigentliche Herausforderung für sie. Im Zuge eines Angriffs muss sie erneut in die Sphäre der Elfen eintreten, in der sie einst verwundet worden ist, da Zal dorthin entführt wurde. Er ist nämlich ein kleiner Rebell, der einiges in seiner Heimatwelt ändern möchte und sogar einen dämonischen Namen angenommen hat.

Meine Motivation das Buch in die Hand zu nehmen, war das Cover. Es zu kaufen Preis und Klappentext. Eine Mischung aus Fantasy und Science-Fiction? Geht so was überhaupt? Mehrere Sphären, aha. Elfen, Dämonen, anderes. Klingt gut. Was mir nicht gefiel war dieses Lara Croft Ding, gepaart mit den Worten: „Eine starke Frau, eine echte Heldin. Zur Hälfte wunderschöne Frau, zur Hälfte stählerne Kampfmaschine.“ Was sollte das denn bitte für eine Männerfantasie sein? Und doch: Von einer Frau geschrieben. Also kaufte ich das Buch. Mir gefiel es anfangs sehr gut, aber je weiter ich las, desto enttäuschter war ich. Die innere Zerrissenheit kann ich gut nachvollziehen, aber die meisten ihrer Handlungen nicht. Oft wirkte es auf mich, als wolle die Autorin jetzt etwas „Abwechslung“ in der zähen Handlung schaffen, denn gerade, als Lila in die elfische Sphäre vordringt, zieht sich der Inhalt doch sehr stark in die Länge und driftet schon beinahe ins langweilige ab. Was tun? Ja, klar, mit irgendeinem Typ schlafen lassen. Super. Die Idee des Buches überzeugt, ist sicher etwas Neues und sorgt obendrein für Abwechslung. Die Umsetzung allerdings lässt doch stark zu wünschen übrig.


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