Mittwoch, 14. Januar 2009

Killing Beauties - Beverly Barton



Auch, wenn es im ersten Moment nicht so aussieht, aber das ist kein knallharter Thriller, das ist Romantic Crime. Und zwar in Folge. Der nächste Teil erscheint dann im Oktober 2009. Man versteht das Buch allerdings auch, ohne die vorhergehenden gelesen zu haben, da jeder Serienteil in sich abgeschlossen ist.

Die Cousins Pinky und Pudge haben vor fünf Jahren mit einem makabren Spiel begonnen. Sie töten ehemalige Schönheitsköniginnen. Je nachdem, mit welchem Talent diese in der Show aufgetreten waren, fällt die Todesart aus. Tanzten sie, wurden ihnen die Füße abgehakt, sangen sie, Stimmbänder durchtrennt oder Kopf abgeschlagen. Per Prepaid-Handy erzählen sich die Cousins dann gegenseitig wie es für sie war. Dabei bringen unterschiedliche Haarfarben unterschiedliche Punkte, rotes Haar mit zwanzig die meisten. Judd Walker verlor vor vier Jahren seine Frau Jenny an den Killer und arbeitet mit Griff und Lindsay zusammen, um ihn endlich zu schnappen. Dabei verlor er aber mehr und mehr seinen Verstand, bis nur noch Hass und Rachegefühle übrig waren. Lindsay ist unsagbar in ihn verliebt und obwohl er ihr Schlimmes angetan hat, gibt sie ihn nicht auf. Schließlich überlebt ein Opfer kurzzeitig, ein anderes hatte, vom Mörder unbemerkt, ein Tonband zu laufen. Lindsay entschließt sich, dem Täter eine Falle zu stellen. Als sie selbst in eine solche geht, begreift Judd endgültig, was er für sie empfindet.

Die Thrilleranteile sind gut gemacht. Der Leser erlebt hautnah mit, wie der Mörder tötet, das Besondere daran ist, dass die Opfer kurz in ihrem Alltag vorgestellt werden und man so eine emotionale Bindung aufbauen kann. Wenn eine Mutter von drei Kindern komplett zerstückelt wird ... Die Hauptanteile des Buches liegen aber auf jeden Fall auf der Liebesgeschichte zwischen Judd und Lindsay. Das zieht sich mittig leider unheimlich in die Länge, wenn man aber auch hier regelrecht dabei ist. Nur geht es dann eben mit den Mordfällen und deren Aufklärung nicht weiter und auch das interessiert den Leser (also jedenfalls mich). Die Gespräche und späteren Liebeszenen sind wunderbar, wer Romantik mag, kommt voll auf seine Kosten. Das Ende ist rasant und sehr spannend. Alles in allem ist das wirklich ein sehr gutes Buch. Was mich aber sehr gestört hat, war der Klappentext. Immerhin stehen dort die Vornamen der beiden Mörder drauf, die sich im Buch selbst mit Spitz- oder Decknamen ansprechen. Diese - Pinky und Pudge - haben mich leider sehr verwirrt, weil sie so ähnlich sind. Weiterhin sind beide Mörder Cousins und sehen sich ähnlich. Irgendwann kam ich nicht mehr mit, wer nun wen umgebracht hat. Aber das ist nicht wirklich schlimm, wenn man weiß, dass sie abwechselnd morden. Spannend auch die Tatsache, dass sie am 1. April das Spiel beenden und der Verlierer selbst sterben muss. Durch die Hand seines Cousins ...


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