Samstag, 24. Januar 2009

Hochzeitsglocken für Lady Lucy - Julia Quinn





Lucinda Abernathy ist nicht so schön wie ihre beste Freundin Hermione. Nicht so selbstsicher und überhaupt alles nicht ganz so wie sie. Doch sie liebt sie und möchte darum gern vermeiden, dass diese eine unstandesgemäße Hochzeit eingeht, nur weil sie glaubt verliebt zu sein. Da kommt Gregory Bridgerton gerade recht, der von Hermiones Schönheit genauso bezaubert ist, wie alle anderen. Und: er glaubt, wie nur wenige Männer seiner Zeit, an die große wahre Liebe. Hermione soll es sein! Doch deren Herz gehört einem anderen und so ist es an Lucy, ihn darin zu bestärken und ihm vor allem auch Tips zu geben, wie er ihre beste Freundin für sich einnehmen kann. Doch bald stellt die ordnungsliebende Lucy fest, dass sie sich selbst in Gregory verliebt hat. Leider ist sie seit Kindertagen verlobt und nun wird es ernst, weil ihr Onkel eine alte Schuld mit der Familie ihres Zukünftigen zu begleichen hat. Geschieht das nicht, wird die gesamte Familie ins Unglück gestürzt. Ein Kuss verändert alles und doch nichts. Beide wissen nun, dass sie einander lieben und Gregory kämpft noch vor dem Traualtar, vor dem Lucy mit einem anderen steht, um ihre gemeinsame Zukunft. Aber es ist zu spät. Oder doch nicht?


Es handelt sich hier um den letzten Roman der Bridgerton-Reihe. Endlich sind alle unter der Haube. Ein bisschen Zeit braucht es, ehe man in der Schreibe von Julia Quinn drin ist, aber hat man sich daran gewöhnt, liest sich der Rest locker und schnell weg. Ein sehr offener, beschwingter Ton erwartet den Leser, der nur in den Hintergrund tritt, wenn die Spannung steigt. Und davon gibt es gerade am Ende jede Menge! Julia Quinns Stärke sind die Dialoge, egal zwischen wem. Kurzweilig und unterhaltsam präsentiert sie darin den Charakter eines Menschen, wie es ihn auch im realen Leben geben könnte. Gerade die Schlagabtäusche zwischen Lucy und Gregory oder auch zwischen den Geschwistern machen dem Leser viel Spaß. Das einzige Manko des Romans, in meinen Augen, die überaus vielen "Ich liebe dich." 's. Die hätten ruhig etwas dezenter und vor allem in ihrer Anzahl geringer gesetzt werden können, denn ein wenig aufdringlich wirken sie am Ende dann doch. Trotzdem werden alle Fans der Cora Romane und die von Julia Quinn sowieso die Geschichte gern lesen, denn sie ist beschwingt und heiter, aber auch spannend bis zum Schluß.


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