Samstag, 17. Januar 2009

Ein unerhörtes Angebot - Mary Brendan



Helen und ihre Schwester sollten eigentlich gut versorgt vom Vater sein. Doch ihr Bruder wirft ihr Geld nur so zum Fenster hinaus. Und das für die Kleider seiner Frau, die mit jedem Mann schläft, den sie finden kann. Ihr neues Ziel ist Jason Hunter, der früher ein Freund der Familie war. Helen lebt in einem ungeheizten Haus, ernährt sich von Hafergrütze und kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen. Ihr Bruder will sie und ihre Schwester zur Mätresse eines reichen Mannes machen, um seinen Pflichten ihnen gegenüber zu entgehen. Jason kauft das Haus Helens, das eigentlich ein alter Familienbesitz ist und sieht sich genötigt, für sie und ihre Schwester zu sorgen. Doch Helen will keine Almosen und schlägt ihm vor, seine Geliebte zu werden. Schon bald verlieben sich beide ineinander. Doch eine Intrige von Helens Schwägerin scheint alle Hoffnungen auf ein glückliches Ende zunichte zu machen.


Mir gefiel der Roman sehr gut. Nichts ist übertrieben, es wimmelt nicht vor Klischees, wie es leider oft in solchen Romanen der Fall ist. Die Liebesgeschichte beginnt zart und entwickelt sich mit der Zeit. Auch das Verhalten des Bruders wird zum Ende hin plausibler. Es scheint fast so, als gäbe es bald eine Fortsetzung mit Jasons Bruder und seiner Auserwählten (die natürlich nichts von ihm wissen will). Vielleicht darf dann auch Helens Bruder endlich glücklich werden. Mit dem Märtressentum wird vieleicht einen Tick zu offen umgegangen, da es so fast gar keine Konsequenzen zu haben scheint. Außer eben Getuschel und Blicken. Auch Helens Schwägerin, die nun wirklich "leichtfertig" mit der Liebe umgeht, passiert nichts. Aber darüber kann man leicht hinweg sehen. Für diesen Preis ist der Roman ein unerhört gutes Angebot.


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