Montag, 19. Mai 2014

Dru Pagliassottis "Clockwork"-Serie wird fortgesetzt


Im Januar 2010 erschien bei Feder&Schwert ein Steampunkroman mit deutlichen Anteilen einer ans Herz gehenden Liebesgeschichte. "Das mechanische Herz" (Clockwork Heart) von Dru Pagliassotti ist aber irgendwie eine Mischung aus allem. Dampfkraft gibt es, viktorianisches Zeitalter eher nicht, vielmehr erinnert Pagliassottis Geschichte oft an mittelalterliche Fantasy. Gesellschaftssystem und Charaktere sind genau und nachfühlbar aufgebaut, glaubhaft verpackt in jede Menge Intrigen und Action. Die Story beginnt bereits rasant und kann diverse, teils überraschende Höhepunkte für sich verbuchen.

Taya schwebt auf metallenen Schwingen über Ondinium. Sie ist eine Ikarierin eine Kurierin, die sich frei in allen Sektoren der Stadt bewegen und ungehindert mit all ihren Kasten Umgang haben darf. Doch selbst sie kann dem Netz aus Terrorismus, Mord und Intrigen nicht entrinnen, in das sie sich nach einer kühnen Luftrettungsaktion verstrickt. Taya bekommt es mit den Brüdern Forlore zu tun, Sprößlingen einer Oberschichtfamilie: dem gutaussehenden, brillanten Alister, der im Regierungsrat sitzt und Programme für die große Maschine schreibt und dem linkischen, aber scharfzüngigen Cristof, der seiner Kaste den Rücken gekehrt hat und im ärmsten Viertel Ondiniums Chronometer repariert. Beide hüten gefährliche Geheimnisse in dieser Stadt mit dem mechanischen Herzen ...

Tayas Erlebnisse können am Ende durchaus als abgeschlossen betrachtet werden und enden nicht in einem riesigen Cliffhanger.
Nun ist im März 2014 ein weiteres Buch der Serie unter dem Titel "Clockwork Lies" im Original erschienen. Zeit, beim deutschen Verlag nachzufragen, ob auch dieses für eine Übersetzung infrage kommt. Die erfreuliche Antwort: "der Folgetitel liegt uns derzeit zur Prüfung vor. Wir werden wohlwollend darüber befinden, allerdings kann ich Ihnen schon jetzt sagen, dass der Titel nicht in diesem Jahr erscheinen wird."
Ein bisschen Warten gehört also leider dazu, aber dafür wird die Freude im nächsten Jahr umso größer sein. "Das mechanische Herz" hat irgendwie von allem etwas und ist daher gerne empfohlen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen