Donnerstag, 14. Juli 2011

Verlagsgeplauder - Ebooks – technische Revolution oder teure Sackgasse?


Der Verleger Torsten Low plaudert aus dem Nähkästchen. Und das auch noch gern! In regelmäßigen Abständen wird er sich ein Thema wählen und einige Worte dazu aufschreiben. Alle, die sich näher dafür interessieren, sind herzlich eingeladen, sich diese Worte durchzulesen und zu kommentieren. Mehr noch: Interessiert ein Thema besonders? Dann her damit, Torsten antwortet gern.





E-Books – technische Revolution oder teure Sackgasse?

Als Informatiker ist mir das Thema E-Book schon seit Ewigkeiten ein Begriff. Schon Ende der neunziger Jahre war das PDF für Dokumentationen für mich ein guter Bekannter.
Es muss 1999 gewesen sein, als ich dann das erste mal von einem separaten Reader las. Damals wurde das Rocket Ebook von NuvoMedia auf den Markt gebracht.

Der ewige Hype ...

Ich gebe zu, ich war äußerst begeistert. Und wenn das gute Stück nicht so teuer gewesen wäre, hätte ich mir damals glatt eins zugelegt.
Die Branche überschlug sich in Lobeshymnen. Der Buchmarkt würde, so die allgegenwärtige Meinung, von Grund auf revolutioniert werden. Binnen weniger Jahre würden gedruckte Bücher Seltenheitswert bekommen. Viele gingen davon aus, dass das traditionelle Buch in nur wenigen Jahren verdrängt sein würde. Ich übrigens auch.
Nun, kurze Zeit später wurde die Produktion des Rocket EBooks eingestellt und niemand wagte mehr, von dem Erfolgszug der E-Books zu sprechen.

Es muss 2004 gewesen sein, als der nächste ernst zu nehmende E-Book-Reader auf den Markt kam – diesmal ein Sony. Das Gerät war in Japan wohl ein Renner und einer der Nachfolger wurde 2008 in Deutschland vorgestellt. Ich hatte die Gelegenheit, den Sony Reader eines Bekannten aus den USA zu „befingern“, empfand aber das Preis-Leistungs-Verhältnis als bei weitem zu teuer.
Auch diesmal erging sich die Presse wieder in Hurra-Rufen, die ein baldiges Ende des traditionellen Buches in den nächsten Jahren vorhersagten. Ich war mittlerweile skeptischer, betrachtete die Zahlen mit Zweifel – und behielt Recht. Seinen geplanten Siegeszug trat der Sony Reader in Deutschland und Europa nicht an. Welchen Einfluss die Wahl zum Schlechtesten Produkt des Jahres 2009 bei http://www.besteproduct.nl/  auf das Verkaufsergebnis hat, kann nur spekuliert werden.

Um 2007 herum startete der Amazon Kindle. Und seit 2011 gibt es ihn auch bei uns. Gleichzeitig kommen mit Thalias Oyo und dem Apple IPad weitere E-Book-Lesemöglichkeiten auf den Markt. Der E-Book-Service des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Libreka ging mit mehreren Tausend Titeln online. Und übers Amazon Kindle Publishing kann schon heute jeder Hobbyautor sein eigenes E-Book herausbringen.

Und schon wieder überschlagen sich Reporter und Analysten, kündigen den Untergang des gedruckten Buches an und verkünden bisher nicht veröffentlichten Autoren eine goldene Zukunft. Amerikas E-Book-Bestseller-Autoren machen es ja vor. KLICK

... und die Realität

Dabei wird oftmals übersehen, dass wir hier in Deutschland leben. Die Zahlen von Amazon USA zu nehmen und 1:1 auf Deutschland zu übertragen, funktioniert nicht.

Zum Einen steckt in unserer Generation nach wie vor der Gedanke, dass etwas Nichtmaterielles nicht viel Wert sein kann. Damit sinkt die Bereitschaft, viel Geld für etwas auszugeben, was man nicht in die Hand nehmen kann. Der Deutsche hängt halt doch am Papier. Und im letzten Jahr hat die Akzeptanz von E-Books allgemein eher nachgelassen. KLICK 
Nicht ganz unschuldig an der zögerlichen Haltung der Deutschen dürften die verschiedenen Formate sein. Wer sich heute für einen Kindle entscheidet, entscheidet sich gegen Thalia E-Books. Und umgekehrt.
Ein weiterer Knackpunkt dürfte der Einsatz von DRM sein. Meiner Meinung nach ein unbrauchbarer Schutzmechanismus. Von Profis leicht zu knacken, für den ehrlichen Anwender ein potenzielles Problem – und damit ein Kaufhindernis.

Dazu kommt die – übrigens falsche – Vorstellung, dass E-Books viel günstiger erhältich sein müssten, schließlich hat ein E-Book ja keine Druck- oder Lagerkosten. Den wenigsten Lesern, die lauthals „Abzocke“ brüllen, ist wohl bewusst, wie sich der Endpreis eines Buches zusammensetzt. Deswegen hier mal einen Schnellkurs in Büchermachen.

• Der größte Posten ist nicht etwa, wie oftmals angenommen, der Druck, sondern der Buchhandelsrabatt. Alleine 50 % bleiben an Barsortiment und Handel hängen. Daran ändert sich nichts – egal, ob das Buch Seiten oder Bytes hat.
• Ein weiterer, nicht zu vernachlässigender Posten sind die Kosten für Lektorat, Korrektorat, Werbung und Marketing. Man kann nicht einfach davon ausgehen, dass diese Kosten ja schon über die Printfassung abgedeckt wären. Im Gegenteil, schließlich geht man davon aus, dass E-Books die Druckfassung kannibalisieren. Neue Leser würden wohl eher nicht gewonnen werden, nur Umsteiger. Damit wäre der „Pro-Stück-Anteil“ für oben genannte Posten bei E-Books und Büchern gleich.
• Ebenfalls nicht vernachlässigbar sind die Autorenhonorare. Auch die müssen und sollen natürlich gezahlt werden.
• Dazu kommt der einzige Posten, der sich wirklich signifikant ändert. Die Mehrwertsteuer. Ja, wir haben in Deutschland den ermäßigten Mehrwertsteuersatz von 7% auf Bücher. Der gilt aber nicht für E-Books, digitale Literatur wird mit 19 % besteuert.

Manche der Probleme (wie die Handelsspannen für Barsortimenter oder die Mehrwertsteuer) sind hausgemachte deutsche Probleme. Das Ergebnis sieht katastrophal aus. Während in den USA mittlerweile auf 100 gedruckte Bücher 105 EBooks über den Tisch gehen, hält sich in Deutschland das E-Book wacker bei 1%. KLICK
Dazu kommt, dass die Preise für E-Book-Lesegeräte mit mehr als 100 Euro nach wie vor zu teuer sind. Das Ergebnis sind gerademal 450.000 insgesamt in Deutschland verkaufte Lesegeräte. Ein verkauftes Gerät auf 200 Einwohner. KLICK
Schwierigkeiten, doch keine unüberwindbaren

Also keine Chance fürs E-Book?

So weit möchte ich dann doch nicht gehen. Ich sehe schon heute ganz tolle Anwendungsmöglichkeiten für das E-Book.
Schon heute kann man digitale Zeitungs- und Zeitschriftenabonnements abschließen und schont die Umwelt.
Gerade im wissenschaftlichen Bereich und beim Sachbuch ist die Möglichkeit der Verlinkung und der Textsuche nicht zu vernachlässigen, genauso wie die „Lesezeichen“-Funktion sehr hilfreich sein kann.
Für Verlagslektoren und Agenten ist der Reader eine gute Alternative zur Loseblattsammlung, die anscheinend auch schon gerne eingesetzt wird.
Und es wäre wünschenswert, wenn unsere Kinder statt Massen an Schulbüchern in Zukunft einfach nur einen E-Book-Reader mit allen benötigten digitalisierten Schulmaterialien tragen müssten – schon alleine, damit Rückenprobleme in der Kindheit der Vergangenheit angehören.

Auch der Belletristikmarkt wird wachsen. Nicht so schnell, wie der Sach- und Fachbuchmarkt. Aber er wird wachsen. Nur sollte man nicht zu viel erwarten. Es wird auch in zehn Jahren noch gedruckte Bücher in Deutschland geben.

Chancen und Risiken

Gerade für Kleinverlage gibt es durch die E-Books viele Chancen, aber auch ebenso viele Risiken. Eine reine E-Book-Publikation kann, so sie ansprechend gemacht ist, wirklich ein Verkaufserfolg werden. Ein Kombipaket (E-Book + Buch im Bundle für 20 % mehr) dürfte für manchen Leser ansprechend sein, der was Schönes für die Schrankwand und was Leichtes für den Urlaub möchte. Und es wird sicher auch nach dem E-Book-Siegeszug nach wie vor die Nachfrage nach feinen Produktionen mit schönen Cover, guten Papier und netten Applikationen geben.

Man darf bei allem Pioniergeist und den sich auftuenden Möglichkeiten nicht vergessen, dass es auch Risiken gibt. Seit einiger Zeit kursiert beispielsweise in diversen Autorenforen der Tipp, man solle als Autor bei den Vertragsverhandlungen versuchen, diverse Rechte – explizit natürlich das Recht auf E-Books-Produktion und -Vermarktung - zu behalten. Dies dürfte meiner Meinung nach für Kleinverlage, die sich darauf einlassen, eine tödliche Falle sein. Das Amazon Kindle Publishing stellt Autoren auf einfachste Weise die Möglichkeit zur Verfügung, E-Books schnell und einfach (und vor allem günstiger, als die Printfassung) anzubieten. Solche E-Books werden recht schnell zum Nutznießer der Printfassung (profitiert an den Seiteneffekten von Werbung und Lektorat) und zum Lohn dafür diese kannibalisieren. Ein Verleger, der da nicht dazulernt, wird dann irgendwann mal aufgeben müssen.
Und man sollte auch daran denken, dass ein schlecht zurechtgezimmertes E-Book kontraproduktiver sein kann, als gar kein E-Book.

Und was ist mit mir?

Derzeit bin ich am Überlegen, ob ich den gesamten Bereich des Verlages, der sich mit dem Manuskripteingang beschäftigt, auf EReader auslagere. Bisher habe ich auf Papier gearbeitet, einfach weil es eben ein anderes Lesen als am Bildschirm ist. Aber über kurz oder lang werde ich da wohl umsteigen.

Und für die Bücher unseres Verlages? Offen gesagt, empfinde ich das reine E-Book zur Zeit als zu uninteressant. Aber ich habe vor einigen Wochen das Multimedia-Book kennengelernt (welches Text, Musik, Soundeffekte, Videos und Links kombiniert und aus einem Leseerlebnis ein multimediales Erlebnis machen soll) und bin derzeit in Gesprächen.
Es wird also irgendwann mal irgendwas bei uns geben, über das ich noch nicht so viel sagen möchte.

Nur – es wird kein einfaches EBook sein. Lasst Euch überraschen.

Das andere Buch

Kommentare:

  1. Vielen Dank für diesen sehr interessanten Beitrag!
    Ich beobachte mit großer Spannung die Entwicklung der ebooks auf dem Deutschen Markt und kann Herrn Low in vielen Bereichen nur zustimmen. Ebook Reader sind noch zu teuer und nichts geht doch über das schöne Gefühl, ein Buch aus Papier in der Hand zu halten. Allerdings wird der Anteil der ebooks früher oder später steigen, das halte ich für eine Tatsache.

    Multimedia Book? Das wäre ja toll, wenn ich mir da vorstelle, ein Multimedia Book aus der Black Dagger Serie *lechz*

    LG
    Armitage

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  2. Vielen Dank für den interessanten Beitrag! Und auch die ganzen Links dabei waren sehr informativ. Außerdem habe ich festgestellt, das ich nicht der typische eBook Leser bin, da weiblich. ;)

    Ich denke auch, das eBooks weiterhin ein Nischenprodukt bleiben werden. Allein schon wegen der unterschiedlichen Formate. Das hält sicherlich viele noch unentschlossene Käufer davon ab.
    Und bei der erhöhten Mehrwertsteuer auf elektronische Bücher kann ich nur mit dem Kopf schütteln.
    Für mich sind die eBooks nur interessant geworden, weil ich so unmittelbar mit dem lesen des gekauften Buches beginnen kann. Mir macht es zwar nichts aus, auf eine Lieferung ein paar Tage zu warten, aber gerade bei den englischen Büchern habe ich oft mehrere Wochen warten müssen.

    Was ich mir allerdings zumindest im Moment gar nicht vorstellen kann ist ein Multimedia Buch. Ich mag es nicht, wenn mir alles so vorgekaut wird, ich mag lieber mein Kopfkino nutzen.

    Aber vielleicht ändere ich meine Meinung dazu in ein paar Jahren auch wieder.

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  3. Wirklich sehr interessant! Ich werde bei meinen Büchern bleiben. Schon alleine der Geruch würde mir fehlen! XD Es ist erstaunlich, wie viele der gleichen Meinung sind. Das hätte ich nicht gedacht.

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  4. Eine Verlagskollegin aus München hat mir erzählt, dass sie vor allem im Bereich der Science-Fiction (aber diese Fans sind eh meist "vorn dabei") sowie der erotischen Literatur große Zuwächse haben (stimmt, man sieht beim E-Book-Reader diese peinlichen Erotikcover nicht und muss sich nicht outen *bg*).

    Ich besitze jetzt seit einer Woche einen Sony RPS650 und lese neben den Verlagsmanuskripten, die ich zwecks Veröffentlichung prüfe, genau das: Erotisches, das ich nie öffentlich lesen würde. ;-) Peinlich, aber wahr.

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  5. Hallo,

    mir hat der Beitrag auch sehr gefallen, als Torsten ihn mir geschickt hatte.
    Ich selbst würde schon gerne einen Reader haben wollen, aber ich kann mich einfach nicht für einen entscheiden. Wie oben angesprochen gibt es zu viele Formate und dann bin ich (als Mädchen?) auch so, dass ich mir das Zubehör genau anschaue. ;-)
    Das Multimediagerät hat sicher seine Vorteile, aus soziologischer Sicht fürchte ich sie jedoch. Das sieht in Star Trek immer ganz toll aus, wenn ihre kleinen Scaner alles können und machen, aber das es schon jetzt Probleme gibt, weil sich keiner mehr etwas merken kann oder längeren Argumentationen folgen - und unsere Kinder wachsen, anders als wir, genau in so eine Welt hinein - sollte uns eigentlich zu denken geben. Sonst können wir das nämlich eines Tages nicht mehr alleine.

    @Armitage:
    Aha, ahm. Black Dagger .. als Video untermalt? ;-)

    @Hermia:
    Für Vielleser und auch für Englischleser ist es bestimmt toll, sich einfach etwas herunter zu laden und los gehts. Außerdem gibt es in englischer Sprache mehr (kostenlose) Angebote.
    Für deutsche Leser rentiert es sich eher nicht.

    @Debbie:
    Vielleicht ist es auch einfach Gewöhnungssache?

    @Aequitas et Veritas:
    Mit einem Buchumschlag hättest Du aber eine Menge Geld gespart *gg*
    Bei mir steht der Sony ja auch ganz oben. Wenn Du ihn einen Monat in der Mache hast, schreib doch mal deiner Erfahrungen auf, ja? Ich habe munkeln hören, dass der Akku nicht viel mitmacht.


    LG
    Soleil

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  6. Ein wirklich interessanter Artikel zum Thema. Ich persönlich kaufe keine Ebooks und somit auch keinen Ebookreader. Ich muss was in der Hand haben. Auch bei CDs kaufe ich meist das Album. Lediglich einzelne Song kaufe ich mal als Mp3Datei. Da ich leider schon mal sämtliche Dateien verloren habe (Musik, Filme, Bilder etc.), hätte ich alles neu kaufen müssen. So habe ich immerhin noch die CD und kann es wieder auf den PC oder Player bringen :) Ist mir lieber so.

    Lg Jana

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  7. @Soleil: Ich habe bereits einen ersten - ziemlich ausführlichen - Eindruck veröffentlicht. Der auch immer wieder ergänzt wird, wenn mir etwas Neues auffällt. Schau einfach mal hier vorbei.

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  8. Hallo Ihr zwei,

    ups, die Kommentare muss ich übersehen haben.
    @Jana:
    Würde es denn vielleicht irgendwann der Preis bei Dir entscheiden?

    @A. et. V.:
    Ei. Ja zwei Blogse, dat is nix für Blondinen. ;-)

    LG
    Soleil

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  9. Sebastian22.7.11

    Also ich möchte meinen Ebookreader nicht mehr missen. An einem Multimedia-Buch hätte ich aber z.B. kein Interesse, beim Lesen geht es um Kopfkino und nicht um Multimedia-Schnipsel.

    Die verlinkten Artikel sind sehr interessant.
    Ich denke mal die deutsche Buchbranche hat aufgrund der Buchpreisbindung noch eine längere Schonfrist, aber früher oder später werden hier ähnliche Effekte auftreten wie in den USA, wo der stationäre Buchhandel deutliche Probleme hat.

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  10. Anonym26.7.11

    Hallo,

    ich habe seit Weihnachten 2010 den Sony RPS 650 und bin begeistert. Allein schon aus Platzgründen :). Der Akku hält übrigens gut und gerne über eine Woche bei mir.

    Das gedruckte Buch wird bestimmt nie ganz verschwinden - aber ich hoffe und glaube, dass die ebooks mehr Boden gewinnen werden in den nächsten Jahren.

    Wenn ich vor der Wahl stehe ein gedrucktes oder ein ebook zu kaufen - greife ich fast nur noch zum ebook. Die Printversion wird gekauft, wenn ich ein Buch unbedingt sofort haben will und in naher Zukunft kein Termin für eine ebook-Veröffentlichung bekannt ist.

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  11. Hallo,

    @Sebastian:
    Willkommen im Blog!
    Ich bin auch immer irritiert, wenn mich etwas von den Buchstaben ablenkt. Andererseits höre ich auch gern Musik, wenn ich lese.
    Ansonsten bin ich kein Fan vom Multimediadingens. Aber vielleicht muss man alles mal probieren?

    @Anonym:
    Willkommen im Blog:
    Platzgründe wären für mich auch ausschlaggebend ;-) Aber ich tausche viel und kaufe in letzter zeit auch immer mehr gebrauchte (ältere) Bücher (was sich auch im Preis zeigt). Ich weiß nicht, wie sich das in E's umsetzen ließe.

    Danke für Eure Meinung!

    LG
    Soleil

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  12. Anonym27.7.11

    @Soleil
    Das ist natürlich wahr.... Tauschgeschäfte oder so gehen damit eher nicht. Diese DRM-Geschichte ist m.M.n. auch nicht gut durchdacht. Sobald ich ein Buch bezahlt habe... ob nun in gedruckter oder digitaler Form, muss es mir auch insofern gehören, dass ich es im Zweifelsfall weiter verkaufen kann. Tja... leider ist das nicht möglich. Dadurch habe ich jetzt auch einige Bücher auf meinem Reader, die ich in gedruckter Form wieder verkauft hätte.

    Trotzdem finde ich, dass die Vorteile überwiegen... für mich zumindest :)

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  13. @Soleil:
    "Ansonsten bin ich kein Fan vom Multimediadingens. Aber vielleicht muss man alles mal probieren?"

    Wenn es soweit ist, werde ich mich bei dir melden. Du darfst als erste "probieren".

    @Sebastian:
    "Ich denke mal die deutsche Buchbranche hat aufgrund der Buchpreisbindung noch eine längere Schonfrist, aber früher oder später werden hier ähnliche Effekte auftreten wie in den USA, wo der stationäre Buchhandel deutliche Probleme hat."
    Wobei man auch ganz klar sagen muss, dass die USA-EBook-Zahlen immer mit Vorsicht zu geniessen sind. Denn wenn man die Artikel genau liest, vergleicht man immer die Printverkäufe mit den EBook-Downloads. Wenn ich jetzt beispielsweise an das gemeinfreie Gutenberg-Projekt denke, bei denen sich die EBooks KOSTENLOS heruntergeladen werden.
    Wenn man also schreibt, dass auf 100 Printverkäufe 105 EBookdownloads kommen, kann das genausogut auch bedeuten, dass 100 Downloads freie Klassiker und die restlichen 5 echte Verkäufe wären.
    Das würde aus dem EBook-Hype ein "Hypchen" machen. Für diese Theorie spricht, dass wirklich nie echte Verkaufszahlen, sondern immer nur Downloadzahlen bekanntgegeben werden.

    @Anonym:
    Beim Kindle war angedacht, eine EBook-Verleih-Funktion zu implementieren (keine Ahnung, ob es schon drin ist). Damit wäre es möglich, ein Ebook an einen "befreundeten" Kindle zu schicken. Das EBook wäre dann dort lesbar, während es auf dem Ursprungs-Kindle nicht mehr zu öffen wäre, bis die Verleih-Zeit vorbei und / oder das Buch vom Ausleiher "zurückgegeben" wird. Ob später mal eine Dauerausleihe - und damit die Möglichkeit zum Weiterverkauf - angedacht ist? Keine Ahnung.

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  14. @Torsten:
    JA! Danke Dir, da freue ich mich schon. Man versucht ja, es sich vorzustellen, aber so richtig klappt das nicht. Ob es nicht mehr Spaß nimmt als bringt? Werden wir dann sehen. ;-)

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