Portalzauber

Montag, 13. April 2026

(Fast) vergessene Fantasybücher – Fantasy von gestern

 

In letzter Zeit führen viele Suchanfragen auf Verlorene Werke Blog, die in etwa so klingen: „beste fantasy bücher aller zeiten“. Als ich selbst danach suchte, um mir neue Lese-Inspirationen zu holen, stellte ich schnell fest, dass diese Listen immer die gleichen (zehn oder mehr) Autoren umfassten. Wer schnell in sich geht und nur fünf Namen nennen sollte, wird wohl die meisten der Liste treffen. Aber was ist mit den anderen? Die nicht als „die Besten“ gelistet werden, die aber dennoch gerne gelesen wurden? Namen, die wir „alten Hasen“ kennen, aber die Neuleser im Genre (vermutlich) nicht mehr. Ich würde gern ein paar nennen – vielleicht fühlt sich jemand angeregt. Und zudem sind ältere Titel oft gebraucht und damit wesentlich günstiger zu haben. Wer kennt noch mehr fast vergessene Fantasyromane?

 


Im Zeichen der Weide - Sharon Shinn
(mit Link zur Rezension)
Der Meisterschüler Aubrey kommt in die Dienste des Magiers Glyrenden, von dem er sich Unterricht im Gestaltwandeln erhofft. Doch schon als er das verwahrloste Haus betritt, hat er das Gefühl, dass etwas nicht stimmt. Schließlich lernt er die anderen Bewohner kennen: Orion, einen riesigen, behaarten Diener, der nur wenig spricht. Arachne, die herumwirbelnde Magd, die nur stumm vor sich hinmurmelt. Und Lilith, Glyrendens geheimnisvolle Ehefrau, die niemals Gefühle zeigt.
Glyrenden ist ein grausamer Mann und alle im Haus fürchten ihn. Allerdings ist er nur selten daheim und so verbringt Aubrey viel Zeit mit Lilith. Obwohl sie keine Schönheit ist und sie niemals etwas zu berühren scheint, entwickelt er tiefe Gefühle für sie. Doch je länger er im Hause seines Lehrmeisters verweilt, desto mehr spürt er, dass hier absolut nichts so ist, wie es scheint.

Das Buch habe ich 2011 im Blog rezensiert, es ist mir aber in guter Erinnerung geblieben. Wenn ich nicht irre, wurde es nicht nur einmal verfilmt.



Die Fährte des Blinden – Glenda Noramly
(mit Link zur Rezension)
Die Welt Malinwar hat sich vor Jahrtausenden verändert, als das Chaos in Form des Tilgers hereinbrach. Geblieben sind acht Stabilitäten, die vom Unbeständigen durchbrochen werden. In diesen ziehen Feldströmungslinien aus purer Energie ungebunden umher und verändern Mensch und Tier. Regeln und Gesetze sind im Unbeständigen außer Kraft gesetzt und neben den veränderten Kreaturen leben nur die Häscher, Fänger im Dienste des Tilgers, in ihnen und verbreiten Chaos.
Menschen, die feldströmungsfühlig sind, können den Veränderungen entgehen, aber jene, die es nicht sind, werden unweigerlich ins Chaos gezogen. Ihnen ist es verboten, je in eine der Stabilitäten zurück zu kehren.
Das Leben in den Stabilitäten ist streng nach einer religiösen Ordnung der Kantorei geregelt. Diese legt auch fest, dass jeder Bürger einmal im Leben eine Wallfahrt durch eine Unbeständigkeit machen muss.
Kartenzeichner sind hochangesehen und reisen das halbe Jahr durch Malinwar um jede Veränderung sofort aufzunehmen und später in Karten umzusetzen.
Keris Kaylen ist die Tochter eines solchen und zeichnet inzwischen nicht nur die Karten, sie erfindet neue Dinge, so dass sich der Ruhm ihres Vaters mehrt. Doch als Frau ist es ihr verboten, ihm in diesen Beruf zu folgen, obwohl sie sich nichts sehnlicher wünscht.
Als ihr Vater auf einer seiner Reisen getötet wird und ein geheimnisvoller Mann seine Hinterlassenschaft zurück bringt, soll Keris den besten Freund ihres Bruders heiraten. Dieser ist allerdings nur hinter ihrer Mitgift her.
Als Keris in den Paketen des Vaters eine der letzten Trompleri-Karten findet, ist ihr Ziel klar: Sie will lernen, wie man eine solche magische Karte herstellt. Doch der Tilger, der um sein Chaos fürchtet, ist ihr stets dicht auf den Fersen.
Keris gerät an eine Gruppe Reisende, die Teil einer Prohezeiung ist, die ganz Malinwar von Grund auf verändern könnte.

Diesen großartigen Einzelband habe ich 2013 rezensiert und erinnere mich daran, wie sehr er mich mitgerissen hat. Das Cover ist Quatsch, aber der Inhalt top.



Die Welt der Drachen (Die Drachenreiter von Pern 01) - Anne McCaffrey
Seit Jahrtausenden besteht zwischen den stolzen Drachen und den Menschen, die mit ihnen gemeinsam auf dem Planeten Pern leben, ein festes Bündnis. Die Drachen und ihre Reiter schützen mit ihren speziellen Fähigkeiten Pern vor den katastrophalen Folgen, die die periodische Annäherung eines fremden Himmelskörpers mit sich zu bringen pflegt. Aber die Beschützer des Planeten gelten gegenwärtig nicht viel, denn es ist ungewöhnlich lange her, seit Pern zum letzten Mal in Gefahr war. Als Geächtete fristen die Drachenreiter ihr Leben – bis ihre Stunde wieder kommt. Dann, als der rote Stern nah am Himmel seine Bahn zieht, greifen sie ein und verteidigen Pern gegen eine Invasion der ganz besonderen Art.

Im Jahr 2017 war das Science-Fiction-Lektorat des Heyne-Verlages so freundlich, mir einige Fragen zur Neuauflage aller neunzehn Bücher aus der Feder der Autorin zu beantworten. Leider gibt es diese nach wie vor nur als E-Book.



Das Licht in den Schatten (Die Schattengilde 01)- Lynn Flewelling
Der junge Alec wird für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, in den Kerker geworfen. Er ist davon überzeugt, dass sein Leben zu Ende ist. Doch er hat nicht mit seinem Kerkergenossen gerechnet: Seregil von Rhíminee. Spion, Dieb, Schuft und Prinz - er ist vieles, nur eins nicht: berechenbar.
Seregil beschließt, Alec mit sich zu nehmen - auch wenn ihm selbst die Gründe dafür nicht ganz klar sind.
Und bald sind sie in eine Intrige verstrickt, die sie mehr als nur das Leben kosten könnte ... Sie sind auf die Hilfe mächtiger Freunde und Verbündeter angewiesen - wie den Zauberer Nysander -, um gegen etwas zu bestehen, das niemals wieder hätte erstarken dürfen. 

Die Autorin hat sehr viele Fans. Leider bin ich selbst nie dazu gekommen, diese Bücher zu lesen. Allerdings habe ich gesehen, dass der dead soft Verlag im Februar 2026 (E-Book) und Ende März 2026 (Print) eine Neuauflage davon veröffentlichen wird.

 


Die Tochter der Wälder (Die Sevenwater-Trilogie 01) - Juliet Marillier
Im 9. Jahrhundert nach Christus müssen die keltischen Fürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigen. Fern der Schlachtfelder wächst die junge Sorcha gemeinsam mit ihren sechs Brüdern auf - doch ihr behütetes Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch die Familie trifft. Allein auf sich gestellt, muss das Mädchen nach einem Gegenzauber suchen und mehr als einmal sein Leben riskieren.

Jeder Fantasyleser, der etwas auf sich hielt, hatte das in meiner Jugend gelesen – außer mir. Aber die frühe Zeit in unserer Historie hat mich noch nie angezogen und deswegen habe ich auch nie zugegriffen. Vielleicht sollte ich das ändern.

 


Alanna - Ankunft in der Schwarzen Stadt - Tamora Pierce
(mit Link zur Rezension)
Die Schwarze Stadt: Alanna und ihr Zwillingsbruder Thom sind die einzigen Kinder ihres Vaters, während ihre Mutter bei der Geburt verstarb. Der Vater, ein zurückgezogen lebender Gelehrter, interessiert sich nicht für seine Kinder und trifft nur in deren zehnten Lebensjahr eine Entscheidung. Mädchen kommen von jeher in ein Kloster, wo sie die Magie erlernen und Jungen werden zum Ritter erzogen. Aber die Geschwister wollen sich dieser Tradition nicht fügen und tauschen die Rollen. Alan von Trebond reist also nach Corus ans Schloss, um Ritter, zuerst allerdings Page, zu werden.
Alanna behauptet sich gut gegen die anderen Jungen und findet neue Freunde unter ihnen, in etwa den „König der Diebe“ und stellt ihn Jonathan, dem Thronerben des Landes vor. Aber sie schafft sich auch ein paar Feinde. Eine Krankheit trifft die Stadt unvorbereitet. Als auch Jonathan erkrank, muss Alanna sich ihrer Angst vor der eigenen Magie stellen, um ihn zu retten.

Im Jahr 2017 hier im Blog rezensiert und sogar mehrfach neu gelesen. Als Mädchen war ich hin und weg. Als erwachsener Leser nimmt es vielleicht nicht ganz so mit.



Die Klingen des Lichts - Lois McMaster Bujold
Die junge Fawn flieht wegen ihrer ungewollten Schwangerschaft vor ihrer Familie. Dabei gerät sie unversehens in noch viel größere Gefahr. Gemeinsam mit dem zauberkundigen Seenläufer Dag stellt sie sich einer schrecklichen Kreatur: einem Landzehrer. Fawn erwirbt das Anrecht auf einen magischen Knochendolch. Dieser Dolch birgt ein Geheimnis, das Fawn lüften will. Denn immer noch streifen gefährliche Landzehrer umher, und es gibt zu wenige Wächter.

Dieses Buch las ich als sehr junge Frau und auch, wenn es nicht ganz so perfekt war, so habe ich es sehr gern gelesen.

 


Sternenkrone 1 - Kate Elliott
Es brodelt im Königreich Wendar. Während das Land von den Aikha bedroht wird, probt Sabella den Aufstand gegen ihren Bruder, König Henry. Und als die Intrigen und Schlachten toben, werden zwei junge Waisen in das Geschehen hineingerissen. Alain leistet Frondienst beim Grafen Lavastine, und Liath ist in der Gewalt eines Geistlichen gefangen … 

Die Reihe mochte ich, habe sie aber nicht komplett gelesen, könnte jedoch nicht mehr sagen weshalb.

 


Erdzauber - Patricia McKillip
Auf der kleinen Insel Hed gab es keine Helden, nur einfache Bauern. Das Leben mit der Natur als Gefährtin erforderte keine Helden oder Krieger.
Sogar die Fürsten von Hed waren immer Bauern gewesen - und Morgon war der jetzige Fürst. In dieser Welt war er glücklich und sträubte sich deshalb gegen alle Zeichen seines Andersseins. Wie kam er zu dem rätselhaften Sternenmal auf seiner Stirn, wie zu der uralten Harfe mit denselben drei Sternen, die nur er zu spielen vermochte, wie zu dem Schwert, das ebenfalls die Sterne trug?
Es ging die Sage, dass mit diesen Sternen das Ende eines Zeitalters anbrechen und der Sternenträger es herbeiführen würde, ob er wollte oder nicht.
Der Erdzauber Zyklus besteht aus drei Romanen

Eine ausführliche Rezension mit Inhaltsangabe gibt es bei Fantasyguide.de 

Das Buch stand jahrelang in meinem Haushalt – und ich habe es dennoch nie gelesen. Das bereue ich heute.

 


Stein der Träume - C.J. Cherryh
(mit Link zur Rezension)
Der Ealdwald ist uralt, doch von den zahlreichen Daoine Sidhe, die einst in ihm und seiner Umgebung lebten, ist nur noch Arafel übrig. Zu stolz um wie ihre Artgenossen zu entschwinden, wacht sie über ihre Heimat.
Doch die Menschen haben das Land an sich gerissen, es begradigt und ihr kaltes Eisen hineingetrieben. Zunächst interessiert sich Arafel nur wenig für sie und vertreibt sie, wenn sich einer zu nahe heranwagt. Doch dann wird sie in die Geschehnisse hingezogen, als sie zum Schutz für einen Harfner, der ein Instrument ihres Volkes spielt, den grünen Stein gibt, den sie um den Hals trägt. Nun ist sie mit dem neuen Träger verbunden und träumt mit ihm.
Über drei Generationen beobachtet sie das Geschehen in der Festung Caer Wiell nahe ihres Waldes, bis der junge Ciaran zu ihr vordringt und sie das Blut ihres Volkes in seinen Adern spürt. Sie führt ihn zum Baum der Schwerter und Steine all jener, die entschwunden sind ... 

Von dieser Autorin habe ich mehrere Bücher gelesen und kann sie interessierten Lesern nur wärmstens empfehlen.



Das mechanische Herz - Dru Pagliassotti
(mit Link zur Rezension)
Ondinium ist ein großer Stadtstaat, dessen gesellschaftliches Leben durch ein ausgeklügeltes Kastensystem der großen Maschine geregelt ist. Taya Ikara gehört zu den geflügelten Kurieren, die sich nicht nur frei bewegen, sondern auch mit allen Kasten Umgang pflegen dürfen. Als sie eines Tages eine Erhabene und ihren Sohn aus einer Luftfähre vor dem Tod rettet, wird sie in die geheimen Aktivitäten der Brüder Forlore hineingezogen. Alister ist ein Erhabener und Programmierer, außerdem gutaussehend und sehr charmant. Cristof dagegen hat seiner Kaste den Rücken gekehrt und lebt als Uhrmacher im ärmsten Viertel der Stadt. Mit seiner schroffen, aber scharfzüngigen Art erweckt er schnell Tayas Misstrauen, die bald selbst Opfer eines Attentates wird. Bei ihren Nachforschungen kommt sie einem Geheimnis auf die Spur, das Ondinium für immer verändern könnte. Und die Forlore-Brüder stecken mittendrin ...

Gilt dieses Buch bereits als alt? Das ist wohl Ansichtssache. Wer gern Steampunk mag, sollte unbedingt reinsehen.



In einer anderen Welt - Jo Walton
(mit Link zur Rezension)
Die fünfzehnjährige Morwenna ist auf der Flucht - vor einer Mutter, die sich der finsteren Magie verschrieben hat, vor der staatlichen Fürsorge und vor der Erinnerung an den Tod ihrer Zwillingsschwester. Am schlimmsten trifft sie jedoch, dass sie ihre Heimat verlassen muss, das märchenhafte Wales, und damit ihre einzigen Freunde, die Feen und Geister, die dort in den Wäldern zu Hause sind.
Auch ihr Vater, den sie nie gekannt hat, möchte sie nicht bei sich aufnehmen und schickt sie auf ein Mädcheninternat, wo sie mit der Verständnislosigkeit der Lehrer und dem maßlosen Ehrgeiz der anderen Schülerinnen fertig werden muss. Verzweifelt greift sie zu der Magie, die sie seit ihrer Kindheit begleitet, einer Magie, die niemand außer ihr sehen kann. Und zu ihren Büchern. In Science-Fiction- und Fantasy-Romanen findet sie mehr als nur flüchtigen Trost: Sie öffnen Tore zu anderen Welten, und das nicht nur im übertragenen Sinne.
Als ihre Mutter zu einem neuerlichen Schlag ausholt, sind es Bücher, in die Morwenna ihre ganze Hoffnung setzt ...

Dieses Buch ist für feinfühligere Leser, die gern auch mal abseits lesen. Ich mochte es beim ersten Lesen nicht, aber Jahre später habe ich es einfach nur verschlungen.



Der Winterkaiser - Katherine Addison
(mit Link zur Rezension)
Der achtzehnjährige Maia ist der ungeliebte vierte Sohn des Kaisers des Elfenreiches und lebt in Verbannung. Als das Luftschiff seines Vaters abstürzt und auch seine Brüder mit in den Tod reißt, ist er von einem Augenblick zum nächsten der neue Thronfolger. Was ihm bevorsteht, ahnt er nur, er weiß jedoch ganz genau, dass niemand einen Elf-Kobold-Mischling als Herrscher über ein großes Reich sehen will. Obwohl er rasch in den Palast reist und sich großzügig verhält, findet er sich inmitten diverser Intrigen und Ränkespiele beinahe verloren. Nicht nur der Kanzler arbeitet gegen ihn, auch seine Schwestern und vor allem die Ehefrau eines Bruders und Mutter dessen vierzehnjährigen Sohnes. Entgegen aller Erwartungen, auch seiner eigenen, bemüht sich Maia mit allen Kräften, seine neue Rolle anzunehmen. Doch er wurde nie auf diese vorbereitet und er kann nicht ändern was er ist.

Vermutlich auch noch nicht wirklich alt, aber empfehlenswert. Ich flog nur so durch die Seiten. Aber Achtung, nur für ruhige Leser gedacht, die keine Action brauchen.

 


Die Dienerin des Schwertes - Ellen Kushner
(mit Link zur Rezension)   
Die fünfzehnjährige Katherine ist überglücklich, als ihr Onkel, der Herzog von Tremontaine sie zu sich bestellt. Er erpresst damit ihre Mutter und erwartet, dass Katherine sich in alles fügt, was er von ihr will und untersagt ihr jeden Kontakt zu ihrer Familie. Doch statt schönen Kleidern und Ballsälen erwartet das naive Mädchen vom Land ein eher karges Zimmer, ein abwesender Onkel, Jungenkleidung und ein Degenfechtmeister, der sie in seine Kunst unterweisen soll.
Katherine beneidet die gleichaltrige Artemisia, die sie zufällig kennenlernt, denn diese hat, was sie sich wünscht. Doch Artemisia wird Schreckliches angetan und nur ihre Freundin ist bereit, ihre Ehre wieder herzustellen - mit dem Degen.

Eines der Bücher, die ich wieder und wieder mal gelesen habe, weil es mir so gefallen hat. Die Fortsetzung dagegen nicht so arg.

 


Tor der Verwandlung - Carol Berg
(mit Link zur Rezension)
Seit mehr als sechzehn Jahren ist Seyonne ein Sklave. Und diese Jahre der Erniedrigung und des Elends haben ihn fast alles vergessen lassen, was vorher war. Er erinnert sich kaum noch an die Magie, die er einst beherrscht hat, oder an sein Volk, für das er bereits tot ist. Doch als Aleksander, der Kronprinz des derzhischen Kaiserreichs, ihn als Schreibsklaven kauft, wird Seyonne mit einer Bedrohung aus seiner längst vergessenen Vergangenheit konfrontiert. Und ihm ist nichts geblieben, was ihm helfen könnte, sich und seinen neuen Herrn gegen das alte Übel zu beschützen, das nicht nur die Derzhi, sondern die ganze Welt bedroht ...

Nicht immer leicht zu verkraften, aber dennoch sehr emotional und mitreißend gemacht, eben eher tiefgreifend denn actionlastig. Mir gefiel es sehr.

 


Der Fluch der Zigeunerin - Megan Lindholm
(mit Link zur Rezension)
Ki ist Angehörige des Volkes der Romnis, das als fahrende Händler umherzieht. Nach dem Tod ihres Mannes und ihrer beiden Kinder hat sie sich jedoch von ihnen entfernt. Die drei sind von Harpyien getötet worden, an denen Ki furchtbare Rache nimmt. Doch das Männchen überlebte und verfolgt sie seither.
Als Ki einige Zeit später im Winter über einen schneebedeckten Pass reisen will, wird sie von dem halb verhungerten Vandien überfallen, den sie zwar besiegt, aber mit sich reisen lässt. Diese gute Tat nimmt Einfluss auf ihr weiteres Leben.

Die Autorin ist besser unter dem Namen „Robin Hobb“ bekannt – und von jeher meine Lieblingsautorin im Genre.



Weitere Namen:
Barbara Hambly, Patricia Briggs, Maria Turtschaninoff, Eudora Welty, Lauren Beukes, Melanie Rawn, Tamara Siler Jones, Zizou Corder, Johanna Sinisalo, Stella Gemmel, Megan Whalen Turner, Philippa Ballantine, Rachel Aaron, Maria V. Snyder, Janine Cross, Elizabeth A. Lynn, Margaret Weis, Fedra Egea, Kathleen Duey, L.J. McDonald, Robin McKinley, Cherie Priest, Mercedes Lackey, Janice Hardy, Sara Douglass, Deborah Hale, Marion Zimmer Bradley, Kristen Britain, Jennifer Roberson, Glenda Larke, Carrie Vaughn, Karen Marie Moning, Dawn Cook, Seanan McGuire, N.K. Jemisin, Julie E. Czerneda, Kameron Hurley, Kate Forsyth, Elizabeth Haydon, Janny Wurts, Tanya Huff, Katherine Kerr, Naomi Novik, Jacqueline Carey, Tanith Lee, Karen Miller, Elspeth Cooper, Trudi Canavan, Kage Baker, Margo Lanagan …

 

Gedanke 1: Erst nachdem ich die Liste fast beendet hatte, ging mir auf, dass es sich komplett um Autorinnen handelt. Manche der Geschichten waren vielleicht nicht herausragend, haben aber viel Einfluss auf mich als Mädchen und später als Frau ausgeübt. Es war wichtig, dass es sie und ihre Sichtweise gab. Allerdings frage ich mich nach dem Lesen der Klappentexte auch, was um alles in der Welt passiert ist! Es gibt viele Autorinnen in der Phantastik dieser Tage, aber kaum eine kann den oben Genannten das Wasser reichen. Und Thematisch … da fange ich besser gar nicht erst an. Was ist passiert? 

Gedanke 2: Zudem habe ich mich gefragt, warum keine der Autorinnen auf einer Bestenliste Marke "Beste Fantasy-/Phantastikbücher aller Zeiten" steht. Ursula K. Le Guin und Robin Hobb sind oft zu finden: Was ist bei ihnen anders? Und dann kam ich drauf: Sie verwenden männliche Protagonisten. Die meisten anderen Autorinnen, die ich oben gelistet habe, nicht. Und selbst Robin Hobb als Megan Lindholm wird nie genannt; die hat auch meist Protagonistinnen. Aber ob es wirklich so einfach ist?

 

6 Kommentare:

  1. Hallo liebe Daniela :)

    Was für ein toller Beitrag - ich habe auch noch ein paar Bücher für meine Wunschliste gefunden, da ich bei weitem nicht alle kenne 😂 Alanna von Tamora Pierce habe ich früher auch unheimlich gerne gelesen. Auch Emelan von der Autorin habe ich richtig gut im Gedächtnis 😍

    Liebe Grüße
    Lisa @prettytigerbuch | Blog | Instagram

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    1. Hallo Lisa,
      danke. :) Ich beschäftige mich gerade mit älteren Titeln, weil mir die meisten neuen nicht mehr so zusagen.
      "Emelan" habe ich leider nie gelesen, das hole ich vielleicht einfach mal nach. :)
      Danke fürs Vorbeischauen!
      LG
      Daniela

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  2. Hallo Soleil,

    Marion Zimmer Bradley, Carrie Vaughn, Karen Marie Moning, Naomi Novik und Trudi Canavan sind mir aus meiner früheren Fantasyzeit auch noch ein Begriff. Die Avalon-Reihe von Marion Zimmer Bradley habe ich damals geliebt.
    Und ja – gerade die älteren Fantasybücher haben manchmal wirklich lustige oder komische Cover. Da muss man sich einfach rantrauen, weil sich darin oft echte Schätze verstecken.

    Liebe Grüße,
    Jennifer

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    1. Hallo Jennifer,
      ich habe auch sehr viel von Zimmer Bradley gelesen und die Darkover-Romane stehen hier noch rum. Letztes Jahr, als ich mal den Flur komplett leerräumen musste, habe ich überlegt, sie wegzugeben, es dann aber nicht übers Herz gebracht. Da hängen zu viele Erinnerungen dran. Über die Autorin sind ja leider unschöne Dinge ans Licht gekommen.
      Moning habe ich mir jetzt auch komplett noch mal angeschafft (und da hat man das noch als Vampir-Dingens vermarkten wollen), um es gesamt noch einmal zu lesen. Ich bin gespannt, ob es mir noch genauso gut gefallen wird.
      Mit den Covern muss man eben einfach leben lernen. :) Irgendwie sind sie ja auch wieder "retro".
      Danke fürs Vorbeischauen!
      LG
      Daniela

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  3. Finde es mega, dass du diese alten Bücher vorstellst. Ich bin ja einer der Fans von DIE TOCHTER DER WÄLDER (und der Autorin überhaupt), aber ich weiß, was du meinst. Das Buch von Sharon Shinn habe ich vor vielen Jahren auf englisch gelesen und es sehr geliebt - eine Verfilmung ist mir aber nicht bekannt. Falls es da eine gibt, würde ich die unglaublich gern mal sehen. Muss ich wohl mal recherchieren.

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    1. (Ich mag es, wenn wir einfach nur Text schreiben ohne An- und Abrede, eben so wie früher. :))
      Ja, wie gesagt, ich lese das neue Zeug und kann mich daran einfach nicht so erfreuen. Und ich frage mich immer wieder, ob das an mir liegt oder ob sich etwas anderes verändert hat. Noch forsche ich, aber ich fürchte, die Antwort ist niederschmetternd.
      Shinn habe ich nur im Kopf, dass ich überhaupt erst auf sie bzw. das Buch gekommen bin, weil es - vielleicht in einer Serie? - verfilmt worden war und ich das zufällig gesehen hatte. Aber nagel mich nicht fest. 2011 ist echt lange her ;-)

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Es ändert sich nichts am Kommentieren, nur muss jetzt dieser lange untere Absatz dabeistehen. Ich danke allen, die mir einen Gruß dalassen!

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