Portalzauber

Dienstag, 3. März 2026

(Altvorderen) Was in meinem alten Phantastik-Buchregal steht

 

Altvordere bezeichnet alle Vorfahren, die den noch Lebenden vorausgingen.

 

Der letzte Beitrag meiner langjährigen Beitragsserie "Altvoderen" stammt vom Februar 2022. Immer mal wieder wollte ich sie beleben – und kam dann zeitlich nicht dazu. In dieser Serie habe ich Titel älteren Datums vorgestellt, die teilweise nicht mehr im regulären Handel erhältlich sind, aber trotz allem noch lesenswert. In Zeiten wie diesen, in denen kaum Fantasybücher veröffentlicht werden, könnte dies eine Fundgrube für alle sein, die auf (super teure) bunte-Schnitt-Titel keine Lust haben.
Erinnert wurde ich an das Gadget aufgrund von Handwerkerarbeiten in meiner Wohnung. Dazu musste ich ein Zimmer ausräumen, in dem unter anderem ein Buchregal hängt. Es hat Spaß gemacht, die Bücher anzuschauen, die teilweise übrigens noch gar nicht so alt sind. Kennt Ihr sie? Welche würdet Ihr behalten und welche aussortieren? Das ist übrigens nur eine kleine Auswahl. ;-)

 


Mark Lawrence
: The Broken Empire (3 Bücher)
„Prinz der Dunkelheit“
Sag uns kurz, wie du heißt.
Jorg. Eigentlich Kronprinz Jorg von Ankrath, aber das war einmal.
Du siehst jung aus. Wie alt bist du, fünfzehn?
Knapp daneben. Mit fünfzehn werde ich König sein!
Du bist die meistgehasste Person im ganzen Land. Warum?
Nun ja, wenn man mit einer Horde Gesetzloser ganze Dörfer niederbrennt, löst das Unmut aus. Aber was würdest du tun, wenn die Königin, also deine Mutter, und dein Bruder vor deinen Augen getötet werden? Dieser Hass ist erst der Vorgeschmack auf meine Rache – denn die wird tödlich sein!

Ich habe Band 1 und 2 einst gelesen, den Endband aber nie. Sie waren recht rau und ruppig, voller Testosteron, aber Spaß beim Lesen hatte ich dennoch. Heute würde so eine Geschichte wohl nicht mehr erscheinen. Was immer man davon hält – die Bücher gehen für verrückte Gebrauchtpreise über den Ladentisch.

 


Janine Cross: Die Drachen-Tempel-Saga (3 Bücher)
„Auf dunklen Schwingen“
Wild und frei zu sein, davon träumt die junge Zarq. Doch diese Sehnsucht ist in einer Gesellschaft, in der Frauen versklavt werden und alle Menschen im Schatten der grausamen Meister des Drachentempels leben, gefährlich. Als Zarq sich einmal mehr gegen die Obrigkeit auflehnt, bringt sie großes Unglück über ihre Familie und ihren Klan. Zarq ist aber kein gewöhnliches Mädchen: In ihren Adern fließt das Blut des Drachenvolks, und so begibt sie sich auf eine dunkle Reise – der Beginn einer Rebellion, die eine ganze Welt erschüttern wird …

Ich habe diese Serie gefeiert, aber außer mir scheint sie kaum jemand zu kennen. Leider. Sie wird noch immer als Dark-Fantasy und mit völlig falschen Covern angepriesen. Das ist keine Romance, das ist Fantasy. Und eine sehr weibliche noch dazu! (Ich vermute, dass sie genau deswegen untergegangen ist.)

 


Weis Margaret und Tracy Hickman: Die Rose des Propheten (6 Bücher)
Die Autoren sind eher für „Die Chronik der Drachenlanze“ bekannt. Anfang der Neunziger muss ich auf diese Serie aufmerksam geworden sein, vermutlich, weil ich neuen Lesestoff des Autorenduos gesucht habe. Ich erinnere mich, dass sie mir gefallen haben, aber nicht mehr so recht an den Inhalt.

 


Bradley P. Beaulieu: Die Legenden der Bernsteinstadt (3 Bücher)
„Die Zwölf Könige“
Auf Kufen gleiten stolze Handelsschiffe über das Sandmeer nach Sharakhai, Wiege der Zivilisation und Heimat der Zwölf Könige. Vor Jahrhunderten haben die Götter selbst ihnen unvorstellbare Macht verliehen, seither beherrschen sie die wundersame Stadt mit eiserner Hand.
Die Waise Çeda hat es mit ihren 19 Jahren zu einer gerissenen Diebin und gefeierten Arenakämpferin gebracht. Doch nie wird sie jene Nacht vergessen, als ihre Mutter im Namen der Zwölf Könige hingerichtet wurde. Auf der Suche nach Rache verbündet Çeda sich mit allerlei zwielichtigen Gestalten und gerät mitten hinein in eine Verschwörung, in der der Tod ihrer Mutter eine viel größere Rolle spielt, als sie je hätte ahnen können.

Band 1 habe ich kurz nach Erscheinen 2017 sehr gern gelesen. Leider hat das Buch wahnsinnig dünne Seiten und ließ sich deswegen nur eingeschränkt lesen. Aber die Fortsetzungen habe ich mir alle angeschafft. Nun möchte ich demnächst einen Re-read wagen und mich in der Story vorwärts bewegen. Seltsam, dass es so lange gedauert haben soll. Kennt jemand die Bücher? Möchte jemand mitlesen?

 


Megan Whalen Turner: Die Legenden von Attolia (4 Bücher)
„Der Dieb“
Gen ist ein Dieb und wäre das nicht bereits gefährlich genug, gibt er mit seinem Tun auch noch an. Dass trägt ihm die Gefangenschaft im Kerker ein, aus dem ihn der Magus des Königs herausholt. Er überredet Gen, mit ihm auf eine Reise zu gehen, an deren Ende er den Stein der Götter stehlen soll. Allein um aus der Gefangenschaft zu entkommen, willigt der Dieb ein – und balanciert plötzlich das Schicksal von drei Königreichen in seinen Händen.

Eine Buchserie, die definitiv viel zu wenig Beachtung erhalten hat! Leider sind im Deutschen nur 4 Bücher erschienen, im Original sind es 6.
Megan Whalen Turner schreibt im Anhang des Romans, dass sie 1993 das erste Mal Griechenland besucht habe. Eine Reise, die sie nachhaltig beeindruckt haben muss, denn sie hat die Geschichte um die Legende von Attolia in einer sehr ähnlichen Umgebung spielen lassen. "Es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt in unserer Welt, der dem Entwicklungsstand von Gens Welt entspricht, aber sie ähnelt gewiss eher dem Byzantinischen Zeitalter als dem klassischen Griechenland."
Band 1 hat mich eher mittelmäßig überzeugt, aber schon die Fortsetzung war mitreißend und mein damaliges Jahreshighlight.

 


K. J. Parker: Purpur und Schwarz (Einzelband)
Nachdem sein Vater und alle potenziellen Thronanwärter einander in einem mörderischen Bürgerkrieg ausgelöscht haben, sieht sich Nicephorus gezwungen, die Universität zu verlassen und die Kaiserwürde anzunehmen.
Siebenundsiebzig Kaiser haben in den letzten hundert Jahren einen gewaltsamen Tod gefunden, die meisten durch die Hand ihrer eigenen Soldaten. So überrascht es kaum, dass Nico alle wichtigen Ämter ausschließlich mit Leuten besetzen möchte, denen er vertrauen kann seinen ältesten und besten Freunden.
Doch an der Nordgrenze des Reiches herrscht Unruhe, und Nico traut sich nicht, einen seiner regulären Generäle dort hinauf zu schicken, da er einen Militärputsch befürchten muss. So wendet er sich an seinen engsten Freund Phormio, der den Auftrag widerstrebend annimmt.
Diplomatische Depeschen in purpurner Tinte geschrieben, die ausschließlich offizellen Angelegenheiten vorbehalten ist genügen den beiden Freunden bald nicht mehr, um miteinander in Verbindung zu bleiben. Doch in den Dokumentenröhren ist stets noch Platz für ein weiteres Pergamentblatt.

Im Jahr 2011 im Golkonda-Verlag erschienen, ist mir das schmale Büchlein zwar in guter Erinnerung geblieben, aber nicht mehr so vertraut. Ich meine, es erzählt sich in Briefen. Vielleicht wäre ein Re-read angebracht.

 

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Es ändert sich nichts am Kommentieren, nur muss jetzt dieser lange untere Absatz dabeistehen. Ich danke allen, die mir einen Gruß dalassen!

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