Freitag, 7. April 2017

(Slawische Fantasy) »Wolkodav - Das Schwert des Grauen Hundes« von Maria Semenova erschienen

Der Valkyren Verlag präsentiert voller Stolz den ersten Teil des ersten Buches von »Wolkodav« (Волкодав) von Maria Semenova. Von den knapp siebenhundert Originalseiten der russischen Sprache erhält der deutsche Leser immerhin mehr als die Hälfte in seiner eigenen Sprache, dazu ein Vorwort und ein Glossar - beides wird dringend empfohlen, vor dem Lesen anzusehen.
Die 1958 geborene Autorin gilt als große Kennerin der Kultur und Lebensweise der alten Slawen, was sie mannigfaltig in ihrem Roman untergebracht hat. Aus diesem Grund galt das Werk lange als unübersetzbar, da zudem die verwendete Sprache nicht leicht in Deutsch umzuwandeln war. Daher hat es insgesamt viele Monate gedauert, ehe das Werk nun zu lesen ist. Teil zwei des ersten Buches von »Wolkodav« (Волкодав) erscheint übrigens im September. Dieser Roman »Das Schwert des Grauen Hundes« endet jedoch einigermaßen verträglich und lässt zunächst keine Fragen offen und endet auch nicht in einem Cliffhanger.


Verfilmt als »Wolfhound«

Nachdem der Krieger Wolkodav aus jahrelanger Gefangenschaft in den schrecklichen Minen der Edelsteinberge entkommen ist, lebt er nur für eines: Rache. Zwar gewähren die Götter ihm diese, haben mit ihm aber noch anderes im Sinn. Dafür muss der letzte Überlebende der Grauen Hunde zunächst lernen, wieder unter den Menschen zu bestehen. Viele Gebräuche sind ihm fremd und er kennt sein eigenes Herz nicht mehr, doch treue Freunde und Verbündete lehren ihn das fast Vergessene. Auf der Reise in die Handelsstadt Galirad erringt er im Kampf ein altes, heiliges Schwert. Dessen Schicksal und sein eigenes sind fortan eng verbunden. Genauso wie mit jenem der Fürstin Jelen.

Slawische Fantasy direkt aus Russland und der große Auftakt einer außergewöhnlichen Saga.

Im Buch enthalten sind neben wundervoll gestalteten Kapitelüberschriften und Gedichten auch Ölmalereien, die eine Szene aus dem jeweiligen, der insgesamt acht Kapitel zeigen. Hier ist eines davon:

©Anna Werle, Goldkopf Design
Wer Bedenken hat, dass der Roman zu nah an der Verfilmung liegen könnte, der sei beruhigt: Beides hat kaum etwas gemeinsam. Zum einem hat man versucht, alle fünf Bücher in nur einen Film zu pressen, was selten gelingt. Zum anderen wurde die Geschichte so stark verändert, dass sie auch der Autorin selbst nicht mehr gefallen hat.
»Das Schwert des Grauen Hundes« lebt von seiner Hauptfigur und den vielen Details am Rande, die das Geschehen zusätzlich beleben. Ein großes Highlight ist die authentisch wiedergegebene Lebens- und Handlungsweise der Menschen und - das allerdings vielleicht nur in meinen bescheidenen Augen - die Sprache.
Ich wünsche mir, dass viele Leute unvoreingenommen an das Werk herangehen und diesen großartigen Roman einfach genießen.


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