Dienstag, 7. März 2017

Die geteilte Krone - Isabel Glass

Titel: Die geteilte Krone
Autorin: Isabel Glass
Originaltitel: The Divided Crown
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442243129
Euro: 8,95 (Nicht mehr im Handel)
Veröffentlichungsdatum: April 2009
Seiten: 478
Kein Serientitel
Come in: Tausch









Inhalt

Die Hexe Angarred Hashan und ihr Ehemann Mathewar Tobrin reisen auf Wunsch ihres jungen Königs Jerret in die Hauptstadt des Landes. Einst beendeten sie durch Magie den Krieg Aller Reiche und verhalfen der alten Königin Rodarren zum Frieden. Kaum angekommen, bemerken die beiden Zauberer die zahlreichen Gebundenen, Menschen ohne Erinnerung und freien Willen. Der vierzehnjährige Jerret hat einen seltsamen Hofstaat um sich versammelt, der sich überdies vollständig in der Hand der Familie Haru befindet. Ein mysteriöses Artefakt sichert Noldeth Haru und seinen Kindern die Macht im Reich und niemand scheint ihnen Einhalt gebieten zu können. Als immer mehr Menschen auf geheimnisvolle Art und Weise ums Leben kommen oder gebunden werden, machen sich die Eheleute auf die Suche nach der Wahrheit - getrennt.

Meinung

Die Geschichte setzt viele Jahre nach „Tochter der Verbannung“ an, die aber nicht zuvor gelesen werden muss, da die Handlung auch so verständlich ist. Das einstige Paar, das sich kennen und lieben lernen musste, ist nun bereits seit vielen Jahren verheiratet und Eltern dreier Kinder.
Isabel Glass schafft eine von der Idee wirklich überzeugende und eposgewaltige Geschichte, die aber leider in der Umsetzung nicht gelungen ist. Die Handlung hätte in mehreren Bänden angesiedelt und (streckenweise) viel ausführlicher erzählt werden müssen. Manche Dinge werden gar nur erwähnt und so oberflächlich abgehandelt, dass einem das Herz blutet. So kommen nicht nur Spannung und actiongeladene Szenen zu kurz, sondern leider auch die Beziehung der Eheleute. Angarred und Mathewar sind sympathische Menschen, die eigentlich nachvollziehbar handeln. Doch die Autorin bringt sie in gewissen Situationen und in Dialogen in abstruse Lagen, die beinahe lächerlich wirken. Auch die Trauer während der Zeit, als sie getrennt werden, schwappt kaum auf den Leser über. Dadurch können weder sie, noch die zahlreichen Nebenfiguren wirklich mit ihren Emotionen das erreichen, was die Autorin wohl für sie gedacht hat. Die Recherche einer mittelalterlichen Fantasy hätte ebenfalls nicht geschadet und viele Dinge wirken altbekannt. Man muss der Autorin zugute halten, dass ihre Erfolge eher in anderen Genres erfolgt sind. "Die geteilte Krone" ist gut überlegt, aber reichlich mangelhaft umgesetzt.

Isabel Glass:
Pseudonym von Lisa Goldstein.

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