Dienstag, 3. Mai 2016

Snippets - Literatur News im April

Schreiben:


Auf der Leipziger Buchmesse sind immer mehr Blogger unterwegs. Von den Verlagen werden sie inzwischen beachtet. Aber lohnt sich das literarische Bloggen überhaupt?

Bücherblogs, die euch gefallen könnten – oder aber auch: Die kleinen Blogger!








Verlegen:


Wichtiger Schritt im Kampf gegen E-Book-Piraterie






Lesen/Ansehen:


"Wie haben es die Erotikromane aus der Schmuddelecke heraus geschafft, Frau Vazquez?"



Laut "About Books": Bei LYX erscheint im nächsten Januar der erste Teil von J.R. Wards neuer Contemporary-Reihe!



Szene:
Millionen Deutsche können die meisten Bücher nicht lesen. Sie sind mit den komplizierten Sätzen überfordert. Texte in "leichter Sprache" sollen ihnen helfen




Die islamische Organisation Milli Görüs hat vor dem Landgericht München eine einstweilige Verfügung erwirkt: Das Buch "Emanzipation im Islam" von Sineb El Masrar wird jetzt geschwärzt ausgeliefert.

Bastei Lübbe und und die chinesische Hua Mei Holding starten eine Kooperation zum weltweiten gemeinsamen Einkauf und Verwertung von IP-Rechten. Dazu soll eine IP-Investment-Fonds in Europa und China gegründet werden.




Ins Auge gerückt:
Vidocq: Memoiren - Eugène François Vidocq
Trotz der großen Fortschritte der Aufklärung ist die Volkserziehung noch weit zurück. Die Wissenschaft schreitet voran, aber nur für die bevorrechteten Stände. Geht eures Wegs, ihr Armen! Ihr seid verflucht, verworfen! Die Gesellschaft, die verurteilt und ausstößt, hat euch mit ihrem Bann belegt.
Abenteurer, Soldat, Gelegenheitsarbeiter, Dieb, Sträfling, Polizeispitzel und schließlich Chef der französischen Sicherheitspolizei.
Das alles war Eugène François Vidocq.
In seinen Memoiren berichtet er offen und selbstbewusst von seinem Leben, das geprägt ist von einer Zeit der gesellschaftlichen Umwälzungen und sozialen Missstände.
Er berichtet von Straftaten und inhumanem Strafvollzug, Ungerechtigkeiten der Gesetzgebung und der Impraktikabilität von religiösen Vorschriften.
Damit ist ihm ein spannendes und bewegendes Zeitzeugnis gelungen, das auch heute nichts von seiner Faszination verloren hat.
Und so überrascht es nicht, dass Vidocqs Biografie bereits 1829, zwei Jahre nach ihrem Erscheinen, ins Deutsche übersetzt wurde, und Honoré de Balzac und Victor Hugo Vidocqs Erlebnisse als Quelle für ihre Werke nutzten.
Vor Jahren den gleichnamigen Film gesehen und nicht gewusst, dass es ein Buch dazu gibt.

The Rebirth of Rapunzel: A Mythic Biography of the Maiden in the Tower - Kate Forsyth
A unique collection presenting Kate Forsyth’s extensive academic research into the ‘Rapunzel’ fairy tale, alongside several other pieces related to fairy tales and folklore.
This book is not your usual reference work, but a complex and engaging exploration of the subject matter, written with Forsyth’s distinctive flair.
Ich liebe solche Bücher, warum wird das nicht übersetzt?
Die E-Book-Version kann man sich leisten.

Stadt der Verlorenen: Leben im größten Flüchtlingslager der Welt - Ben Rawlence
Mitten in Afrika zwischen Kenia und Somalia befindet sich das größte Flüchtlingslager der Welt – seit Jahrzehnten. Dadaab ist eine Großstadt. Viele der Bewohner sind hier geboren. Sie dürfen weder arbeiten noch das Lager verlassen. Insgesamt soll hier eine halbe Million Menschen leben, vor den Toren des Lagers kampieren weitere Zehntausende. Sie waren auf der Flucht vor grausamen Shabaab-Milizen, vor dem Hunger und dem Bürgerkrieg. Kenia möchte dieses Lager längst auflösen, aber wohin mit den Menschen? Ben Rawlence hat sechs von ihnen begleitet. Er erzählt von ihrer Herkunft, ihren Träumen, ihren Strategien. Eine packende Reportage und paradoxerweise ein Zeugnis von großer Lebenskraft.
Schon sehr, sehr viel (Unschönes) davon gehört. Ich sage nur: Die Geschichte von den Fischen und der Lehre des Fischens.

Kommentare:

  1. Auf MAIDENS IN THE TOWER habe ich mich auch schon gefreut! Ich hätte es auch gern auf Deutsch, aber meinst Du, es würde tatsächlich genug Leser finden, dass sich die Übersetzungskosten tragen?

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    1. Tja, das ist eben die Preisfrage. Ich glaube, dass viele Kleinverlage für so etwas zu haben wären, aber anders als größere können sie es schlicht nicht bezahlen und auch die entsprechenden Absätze nicht garantieren. Wenn es also nicht Eigenarbeit ist ... der Rest ist ja eine Frage des Lesers. Und da müssen wir echt wieder anfangen dran zu arbeiten. Lesen bildet nicht mehr und das ist traurig genug.

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    2. Mir würde nun auch spontan kein Kleinverlag einfallen, der so was macht ...

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    3. Ich schon ;-) Aber wie gesagt ... das kann keiner von den kleinen bezahlen.

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