Sonntag, 1. November 2015

Ausblick auf den Blog im November

Das war der Oktober
Im Oktober habe ich kurz über Rechtschreibung nachgedacht und Gläser bemalt.
Vielen Dank an Gabriele Breuer für den Autorenplausch zu "Panteja".
Am Ende des Monats hat es mir fast den Boden unter den Füßen weggezogen, als plötzlich eine Abmahnung bei mir eintraf, die mich eine sehr hohe dreistellige Summe kosten wird. Genaueres kann ich dazu noch nicht sagen, aber ich möchte, dass alle, die das lesen und selbst eine Homepage, Blog oder Forum besitzen sofort losgehen und ihre uralt-Beiträge durchsehen (und seien das auch wie in meinem Fall fünfeinhalb Jahre). Alles an Bild- und Textmaterial, das von anderen Seiten (besonders jene, die behaupten, dieses Material kostenlos zur Verfügung zu stellen) stammt, löscht Ihr am besten sofort weg. Dieses Ereignis hat mich über sehr vieles nachdenken lassen. Bisher weiß ich leider noch nicht, wie es weitergehen wird, so eine Summe in sieben Tagen zusammenzubekommen ist utopisch. Fakt ist, dass ich sehen muss, dass ich das Geld wieder reinbekomme und so rund um die Uhr arbeiten muss. Einige vorbereitete Beiträge gehen noch online, danach wird es erstmal etwas stiller, fürchte ich.
Den Blog haben im Zuge der Überarbeitung sehr viele Posts aus der Vergangenheit verlassen, unter anderem gibt es die Buchtrailer-Posts nicht mehr. Aber auch andere sind verschwunden, andere bearbeitet worden.


Rezensiert:



Das war das Postfach im Oktober
Vina Jackson: »4 Seasons – Garten der Liebe«
Noah, ein erfolgreicher Manager bei einer New Yorker Musikfirma, erfährt zufällig von der berühmten Violinistin Summer Zahova, die auf mysteriöse Weise aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden ist. In ihr meint er eine Seelenverwandte zu erkennen, und der Wunsch, ihr zu begegnen, wird zur Obsession. Summer hält sich unterdessen in Brasilien auf, um dort ein zurückgezogenes Leben zu führen, aber die Trauer um ihren verstorbenen Geliebten Dominik lässt sie nicht los. In ihrem Kummer stürzt sie sich in Affären, die zwar ihre sexuellen Begierden stillen, nicht aber ihre Sehnsucht nach Liebe.
Bis es zur schicksalhaften Begegnung mit Noah kommt, der nie aufgegeben hat, nach ihr zu suchen … Werden die beiden im jeweils anderen die erfüllende Liebe ihres Lebens finden?

26 Buchstaben – 26 Illustratoren
Neu in einem fremden Land zu sein bedeutet mehr als nur eine Grenze zu überqueren – auch die Sprache kann anfangs eine Barriere sein. Hier möchte unser WillkommensABC eine erste Hilfe sein.
Durch Anna Karina Birkenstock wurde die Idee zu einem ganz besonderen Projekt an arsEdition herangetragen:
Ein Bildwörterbuch für Flüchtlingskinder und ihre Familien –
26 Buchstaben, illustriert von 26 Illustratoren unseres Hauses.
Das WillkommensABC möchte allen Neuankömmlingen in Deutschland einfach, schnell und ansprechend einen ersten Zugang zur deutschen Sprache bieten. Über 150 relevante Begriffe wurden von Illustratoren aus dem Haus arsEdition honorarfrei gestaltet und auf Deutsch und Englisch vertont.
Das WillkommensABC kann kostenlos als Druck-pdf, eBook und App unter http://www.willkommensABC.de heruntergeladen werden.
Es darf von jedem benutzt und geteilt werden!

Ein Grund zum Feiern! Edel:Motion präsentiert stolz: drei einzigartige Otto Waalkes-Editionen anlässlich seines 50jährigen (!) Bühnenjubiläums!
Gleich drei exklusive Otto-Boxen erscheinen am 13. November 2015 auf einen Schlag: die Doppel-DVD 50 Jahre Otto, die Kunst-Box sowie die limitierte Sonder-Edition Deluxe Koffer-Box mit einem bunten Potpourri des opulenten Otto-Katalogs. Ausschnitte der allerersten Live-Shows aus den 70er Jahren, affenstarke Moderationen aus der kultigen TV-Sendung Ronny’s Pop Show, der erfolgreichste gesamtdeutsche Kinofilm aller Zeiten OTTO – Der Film, drei TV-Dokumentationen, Ottifanten in Zeichentrick und Plüsch, ein handsignierter und nummerierter Kunstdruck auf Acrylglas, zahlreiche Otto-Fotos und -Gemälde und weitere besondere Otto-Devotionalien machen die Boxen zu echten Sammlerstücken und einem außergewöhnlichen Geschenk für alle „Ottomanen“!
Den beliebten Komiker Otto vorzustellen, würde bedeuten, Ottifanten nach Emden tragen - und der Platz reichte ohnehin nicht aus, um all seine Meriten aufzuzählen. Denn Otto Waalkes‘ 50jähriges Oeuvre beinhaltet weit mehr als die Bühnenshows: Auch als Musiker, Autor, Synchronsprecher, Regisseur und Schauspieler ist Tausendsassa Otto äußerst erfolgreich. Ottos alberner bis subversiver Humor ist generationenübergreifend – viele seiner Sprüche gingen bereits in den deutschen Sprachgebrauch ein und von ihm kreierte Figuren wie Frau Suhrbier, Robin Hood – Der Rächer der Enterbten, Harry Hirsch, „der Pastor“ oder Baby Bruno sind geradezu legendär. Jüngere Fans haben ihn vielleicht erst als Zwerg Bubi oder als Stimme des Faultiers Sid aus den Ice Age-Filmen kennen- und lieben gelernt. Auch für viele Comedians ist der mehrfach ausgezeichnete Humorist (u. a. Grimme-Preis, Bambi, Deutscher Comedypreis, Echo, Bravo Otto, Goldene Kamera) nach wie vor ein großes Vorbild.
Aber auch als exzellenter Maler und Cartoonist macht Otto Waalkes von sich reden. Seine amüsanten Gemälde und Zeichnungen (grundiert mit Ostfriesentee) waren bereits in mehreren gut besuchten Ausstellungen zu bewundern und werden sowohl von Fans als auch von Kunstkritikern goutiert. Einen kleinen Einblick in sein facettenreiches malerisches Schaffen bietet eindrucksvoll der Inhalt der Otto-Kunst-Box und der limitierten Otto-Deluxe-Koffer-Box. Neben 6 Kunstdrucken, dem Bild „Nachteule“ und einem Otto-Kalender mit 12 Motiven gibt es als Highlight das handsignierte und nummerierte Acrylglasbild „Ebbi Rot“.
Ottifanten-Tasse, -Kuscheldecke und -Plüschtier gibt's noch obendrauf. Man könnte meinen, mehr Otto geht nicht, aber - einen hab‘ ich noch, einen hab‘ ich noch - in jeder Kunst- und Kofferbox wendet sich Otto auch noch mit ganz persönlichen Zeilen an seine Fans.
50 Jahre Ostfriesenwitze von und mit Otto Waalkes, quasi dem Rolling Stone unter den deutschen Komikern! Und ein Ende der Ära Otto ist zum Glück noch lange nicht in Sicht!
Umfangreiche Informationen über den sympathischen Ausnahmekünstler gibt‘s auf der Webseite http://www.ottifant.de.

Angesichts überraschender Unternehmens­­plei­ten, plötzlich auftauchender Markttrends und ständig wachsender Konkurrenz auf dem Weltmarkt können Manager schon mal in Panik ge­raten. Die instinktive Reaktion: mehr Controlling, bessere Planung, noch mehr Optimierung.
Genau der falsche Weg, sagt Amel Karboul, international renommierte Unternehmensberaterin und ehemalige tunesische Tourismusministerin. Denn zuviel Optimierung engt die Handlungs-spielräume ein – so wie bei Flugzeugen, die hoch oben in der sogenannten »Coffin Corner« (dt. Sargecke) fliegen, wo Mindest- und Maximalgeschwindig­keit nahe beieinander liegen. Hoch effizient und hoch gefährlich! Jedes unvorhergesehene Ereig­nis kann einen Highflyer zum Absturz bringen. Und da wir in einer Phase des Umbruchs zur digitalen Gesellschaft leben, nehmen unvorhersehbare Ereignisse und hochkomplexe, chaotische Wechselwirkungen sprunghaft zu. Was Sicherheit bringen sollte, verstärkt also die Unsicherheit. Ein Teufelskreis, aus dem Amel Karboul durch ihre interkulturelle Prägung ausbrechen kann.

Es geht los: »Sherlock & Watson« Hörspielreihe mit einem modernen Duo startet mit zwei Folgen am 23. Oktober - Premiere unterm Sternenhimmel in Berlin
Am 23. Oktober ist es soweit - die neue Hörspielreihe des DAV, »Sherlock & Watson« wird mit den ersten zwei Fällen veröffentlicht. Der bekannte Regisseur Leonhard Koppelmann hat die künstlerische Leitung des Projekts übernommen, zusammen mit der Autorin und Regisseurin Vivian Koppelmann kreieren sie ein Hörvergnügen mit Handlung im heutigen London unter Nutzung aller technischen Möglichkeiten, das richtig Spaß macht.
Viele bekannte Schauspieler und Sprecher übernehmen die Figuren, in den Hauptrollen Johann von Bülow (Sherlock), Florian Lukas (Dr. Watson), Stefan Kaminski (Moriarty) sowie in weiteren Rollen Kai Magnus Sting, Peter Jordan, Brigitte Grothum, Hansi Jochmann, Udo Schenk u.v.a.
Alle Infos, Trailer, Hörproben und Interview-Videos unter http://www.sherlock-und-watson.de

Hallo Daniela,
(...)
Ich bin Buchautor und arbeite derzeit in Kooperation mit meinem Verlag Endeavour Press an einer neuen E-Serie mit dem Titel DIE EWIGEN. Es handelt sich um eine Serie mit Geschichten über Mystery, Horror und einen Hauch Liebe vor den Kulissen der Weltgeschichte.
„Mein Name ist Simon. Ich lebe ewig. Solange ich zurückdenken kann, bin ich auf der Erde. Ich habe außergewöhnliche Dinge gelernt, auf der Suche nach einer Antwort auf die Frage: Wer bin ich? Ich kann nicht sterben. Ich kann nicht lieben. Ich bin Simon."
Bisher sind drei Folgen erschienen: DIE GÄRTEN VON ROM, DER BRUDERPAKT und DIE ZEICHEN DER SCHULD
Das Besondere: Die Serie wurde pünktlich zur Buchmesse bei den Amazon Kindle Singles aufgenommen - das sind "Kurze Texte mit großen Geschichten".
Vielleicht möchtest Du ja mal hier vorbeischauen?

Gnadenlos gejagt von einem Stalker, flieht Faith an den Ort, der ihr seit ihrer Kindheit Alpträume bereitet: in das abgeschiedene, leerstehende Herrenhaus ihrer Familie, in dem ihre Mutter vor 23 Jahren Selbstmord beging. Hier will sie unter neuer Identität einen Neuanfang wagen. Doch was sie in dem alten Anwesen erwartet, übertrifft all ihre Ängste. Auf der Zufahrtstraße dorthin taumelt ihr eine schlimm zugerichtete, nackte junge Frau vors Auto. Bei den anschließenden Ermittlungen stößt das FBI unter dem Kellerboden der Villa auf sorgfältig präparierte Frauenleichen. FBI-Agent Deacon Novak zweifelt an Faith‘ Unschuld, doch gleichzeitig fasziniert ihn die hübsche Zeugin. Gemeinsam betreten sie einen düsteren Pfad, der weit in Faith‘ Vergangenheit führt.

„Altenpflege ist der coolste Job der Welt, denn alten Menschen zuzuhören verändert das Leben.” Das schreibt Sonja Schiff, 51, in ihrem neuen Buch „10 Dinge, die ich von alten Menschen über das Leben lernte – Einsichten einer Altenpflegerin”. Menschen, die Altenpflege mit „Arschputzen” gleichsetzen, würden einen schweren Fehler begehen, meint sie.
„Im Leben geht es im Grunde um Entwicklung, Begegnung, Liebe, Geborgenheit und den Mut zu all dem”, lautet eine ihrer Einsichten. „Das alles gelingt uns aber nur, wenn wir es uns jetzt holen, denn das Leben findet immer nur jetzt, in diesem Moment, oder gar nicht statt.” Die diplomierte psychiatrische Gesundheits- und Krankenschwester Schiff arbeitet seit 27 Jahren in der Altenpflege und schloss jüngst ein Studium der Gerontologie ab.
„Ich musste an mehreren Stellen weinen”, sagte unser Lektor in seinem Prüf-Gutachten. Tatsächlich berührt das Buch auf zutiefst menschliche Weise alle großen Fragen des Lebens und macht dabei unbändige Lust darauf.

über Deine Blogseite bin ich zu Deiner Mailadresse gekommen und möchte vorab
nachfragen, ob Du auch Interesse hast, den ersten Band einer Elfentrilogie
zu lesen, die für Jugendliche gedacht ist und zum Mischbereich zwischen
Fantasy und Realität gehört.
Das Buch mit dem Titel "Hinter dem Wasserfall" ist mein erstes Buch,
momentan gebe ich es (noch) im Selbstverlag heraus.
Als erste Info für Dich, um das Buch einzustufen, hier mal der Umschlagtext,
Altersempfehlung und Weblink:
Umschlagtext:
"Die elfjährige Finja und ihr neunjähriger Bruder Aaron sind zwei ganz
normale Kinder mit ganz normalen Wünschen und Problemen des Alltags, bis sie
auf einem kleinen, geheimen Abendausflug ohne Wissen ihrer Eltern durch
Zufall eine andere Welt kennenlernen. Eine zauberhafte Elfenwelt, die
anfangs perfekt erscheint. Die Kinder begeben sich auf die Suche nach dem
verschwundenen Traumwanderer der Elfen und stehen vor der Herausforderung,
alle Schwierigkeiten nur mit normalen Fähigkeiten lösen zu können...
Dieser Jugendroman von Oliver Jungjohann ist der erste Band einer Trilogie,
die von den spannenden Ereignissen in der entdeckten Elfenwelt berichtet und
von Freundschaft, Familie, Herausforderungen und einer zauberhaften
Liebesgeschichte erzählt."
Altersempfehlung: ab 11 Jahre (Erwachsene haben das Buch bisher auch gerne
gelesen)
Weblink zur Trilogie: http://www.hinterdemwasserfall.de

Was tun, wenn man ständig gesagt bekommt, dass man intelligent ist, sich aber selbst gar nicht so sieht?
Was tun, wenn der Chef einem zeigt, dass ihm eine intelligente und erfolgreiche Frau in einer von Männern dominierten Automotive-Entwicklungsabteilung mehr als suspekt ist?
Was tun, wenn der Lieblingskollege nach Feierabend lieber mit bildhübschen, aber geistig unterbelichteten Frauen ausgeht?
Was tun, wenn man mit zunehmendem Erfolg auf der Arbeit, im Privatleben nur noch Nieten zieht?
Was tun, wenn einen der neue Freund ausgerechnet mit der Putzfrau betrügt?
Miriam kennt auf diese Fragen nur eine Antwort: „Ab heute scheiß ich auf Intelligenz!“
Wenn dumme Frauen die besseren Männer abkriegen, muss sie eben auch dumm werden oder zumindest so tun als ob…
Kann der verrückte Plan funktionieren?
Lieber Blogger,
gerne möchte ich Ihnen/dir auf diesem Weg mein Buch „Scheiß auf Intelligenz!“ vorstellen.
Lassen Sie sich von dem provokanten Titel nicht abschrecken und begleiten Sie Miriam bei ihrem Projektplan der Liebe.
Entdecken Sie die Gefühle und Gedanken einer Frau, die neben einem klaren Verstand auch zu romantischen Träumereien neigt.
Eine Frau mit Ecken und Kanten, Macken und Vorurteilen, aber doch immer mit dem Herz am richtigen Fleck.
Ich würde mich sehr freuen, wenn Ihnen die Geschichte gefällt und das Thema „Dummheit und Intelligenz“ nicht nur polarisiert, sondern Sie auch zum Schmunzeln bringt.
Die Story ist soeben als Roman im Gute Ideen Verlag erschienen.
Petra Lahnstein, Scheiß auf Intelligenz, ISBN 978-3-945067-18-5, 10,99€ - E-BOOK: 978-3-945067-17-8, 4,99€



Das bringt der November
Im November hat sich Chriz Wagner bereit erklärt, etwas zu seiner Serie "Die Ewigen" zu erzählen. Desweiteren wird es, was die gelesenen Bücher anbelangt märchenhaft-mystisch. Neben den üblichen Verdächtigen gibt es auch eine kleine Verlosung, die Euch auf das nahende Weihnachtsfest einstellen soll.


Was mich bewegt hat
Bewegt hat mich ziemlich viel, was aus obigem Post deutlich werden sollte. Aber dazu kann ich noch nichts sagen, werde mich aber vermutlich noch einmal einzeln dazu melden.

Dass ich nicht gern politisch werde und das schon gar nicht hier im Blog, wo es um ganz andere Dinge gehen soll, ist regelmäßigen Lesern sicher bekannt. Obwohl ich Sozialwissenschaften (Soziologie und Politik in einem) studiert habe und sehr gern darüber rede, passt das hier einfach nicht hin. Ich dachte bisher, dass Politik Politik ist und Literatur Literatur. Im Zuge meiner eigenen kleinen Verlagsgründung, bei der wir Brücken zwischen Ländern und Kulturen bauen möchten, habe ich ganz andere Dinge gelernt. Denn natürlich wirkt die Politik auf einfach alles.
Was den Blog betrifft ist es so, dass ich seit vielen Wochen auf einer Rezension zu einem Sachbuch sitze und mich nicht traue (!), diese zu posten. In diesem Sachbuch geht es um ehemalige DDR-Marken und wie diese seit der Wende überlebt haben, sei dies nun Prickelwasser, Marmelade, Geschirr oder anderes. Ich hab sogar ein hübsches Foto von dem Buch und einigen dieser Marken gemacht, die ich im Haushalt hatte (und von denen ich selbst nicht einmal mehr wusste, dass es die schon in meiner allerfrühesten Kindheit gegeben hat). Ich habe kein Problem damit, zu sagen wo ich geboren wurde und auch nicht, dass ich selbst eine sehr glückliche Kindheit hatte. Manches wollte ich in der Vergangenheit schon mit Bloglesern teilen, ob das Comics waren oder Bücher. Denn "die hatten doch nichts" oder "bei denen war alles grau, die hatten keine Farben" stimmt einfach nicht. Es gab sogar ziemlich viel, nur dass jeder irgendwie zusehen musste, wie er in diesem gewissen politischen Umfeld überleben konnte. Einige Marken in dem Sachuch hat es schon hundert oder sogar hundertfünfzig Jahre vor Gründung der DDR gegeben - man stelle sich nur mal vor, durch wie viel deutsche Geschichte sie gegangen sind - und überlebt haben.
In meiner Timeline in FB lese ich nun aber immer mehr und immer öfter Dinge um rechtsgerichtete Menschen, die aus einem mir nur wenig verständlichen Grund auf Gesamtostdeutschland ausgedehnt werden. Was die "deutsche Art" (so nenne ich es, vielleicht gibt es auch einen Fachbegriff, der mir unbekannt ist) nun bedingt ist, alle anderen als minderwertig zu betrachten und sich selbst als die Größten. Das sitzt sehr tief in unserem Volk. Leider. Aber es ist einfach nicht richtig, dass alle Menschen und auch alle, die rechts denken blöd, ungebildet und Sozialhilfeempfänger sind. Es ist sogar gefährlich das zu glauben und zu versuchen, sie so klein zu halten. Es zeigt nämlich, dass man sie nicht ernst nimmt, weil man sie nicht auf eine Stufe stellt und damit unterschätzt; Folgen unabsehbar. Wenn ich also lese, dass "die da" (Stichwort: Dresden) der Abschaum sind, weil sie unbebildet und Hartz IV-Empfänger sind, zudem nur eifersüchtig auf die Flüchtlinge, weil sie selbst in ihrem Leben nie etwas gewagt hätten, finde ich das einfach nur zynisch. Wenn wir hingehen und einige Flüchtlinge fragen, warum sie nach Europa gekommen sind, wird die Antwort sicher nicht lauten: Ich wollte mal etwas wagen. Es ist schon fast frech in so eine Richtung zu denken. Niemand verlässt seine Heimat wenn er nicht muss!
Es also wiederum Landsleuten vorzuwerfen, geblieben zu sein und versucht zu haben, aus den Ruinen (und ich erinnere mich als Kind durch Gebiete gefahren zu sein, wo quasi alles abgeschraubt worden und mitgenommen worden ist, das sah wirklich wie nach einem Krieg aus oder die Bücherberge die ich auf dem Müll habe liegen sehen, obwohl frisch gedruckt, weil nach der Wende keiner mehr die Bücher gekauft hätte bzw. sich auch die rechtliche Lage geändert hat) etwas Neues aufzubauen, ist ebenfalls Zynismus pur. Es sagt unterm Strich aber auch, dass nur der Bodensatz übrig geblieben ist und damit alle (also wirklich alle) nutzlose Penner sind. Wer sich aber die Mühe macht, nachzusehen und nachzulesen warum gewisse Dinge so sind wie sie sind, warum die Stimmung gegen den ehemaligen Osten so und nicht anders seit vielen Jahrzehnten aufrechterhalten geblieben ist, warum ich für gleiche Arbeit immer noch weniger verdiene (von Rente und Co fange ich mal gar nicht erst an, aber da hat meine Generation sowieso die Akarte gezogen), aber fast alles gleich bezahle (hier in Berlin sowieso), dem werden noch mehr Dinge auffallen. Vergesst nicht, dass es das Volk war, das den Wechsel herbeigeführt hat und dass diese Generation immer noch lebt! Sich genau erinnert wie das war und zumindest manches an ihre Kinder weitergegeben hat. Das man so jemanden aber kleinhalten muss, besonders als Tonangeber in einem Land sollte auch jedem einleuchten. Dass nun gewisse Organisationen (die von mir aus auch gerne heute noch tot umfallen können) sich dies zunutze gemacht haben tut mir persönlich mehr als leid, denn es führt in eine Richtung, die keinem nutzt.
Übrigens: dass syrische Flüchtlinge in gewissen Ländern keine Aufnahme gefunden haben, obwohl die Strukturen dort es zugelassen hätten, hat den fast gleichen Hintergrund.
Menschen, die aus Nichts nur wenig machen konnten und oft das Gefühl haben, egal was sie tun, es führt ohnehin nicht weiter, weil man irgendwann nicht mehr daran vorbeisehen kann, dass vieles System hat, die seit Jahrzehnten schlucken - ist es ein Wunder, dass sie die ersten sind, die auf die Straße gehen? Ich weiß nicht, ob es den meisten Lesern klar ist, aber die Uhr tickt. Auf dem Schachbrett werden die Figuren in Stellung gebracht und ich glaube nicht, dass man Politik studiert haben muss, um das zu sehen. Darum setzt Euch vor die Suchmaschine und sucht alle Informationen, die ihr finden könnt, denn Zeitung/Fernsehen liefern entweder kein vollständiges Bild oder gar ein falsches (niemand war darüber entsetzter als ich, aber im Zuge dessen, dass ich neue Leute kennengelernt habe, konnte ich von eben diesen erfahren was tatsächlich geschehen ist, weil diese live dabei waren). Wir Menschen, wir Volk sind da nur die Leidtragenden (egal aus welchem Land wir ursprünglich stammten) - aber auch die, die etwas bewegen könnten. Leider glauben die meisten heutzutage, dass "soetwas" heutzutage gar nicht mehr passieren kann, wo wir doch Wunder wie aufgeklärt sind. Am besten rufen wir mal unsere Großeltern an und fragen nach, ob sie damals damit gerechnet haben. Sie sind auch normal zur Schule, Arbeit oder ins Kino gegangen und dann war er da, der Krieg, der bisher nur in den Ländern drumherum tobte. Das geht schneller als man denkt.
Das war jetzt vermutlich schon mehr als genug und nein, ich führe hier keine politischen Debatten (schreibt mir, wenn es gar nicht anders geht eine Mail). Ich möchte nur ein bisschen dafür sensibilisieren, dass es niemandem nutzt, alle über einen Kamm zu scheren und dass zumindest ich es als beleidigend auffasse, in eine Ecke gestellt zu werden, in die ich einfach nicht gehöre (und das schlicht aufgrund meiner Herkunft). Was die Rezi anbelangt muss ich noch mal drüber nachdenken.

Das Partnerprogramm des großen Onlinehändlers hat zwei Dinge gebracht. Zum einen wurden wieder zwei Heftromane gekauft und zum anderen bekam ich E-Mail-Post von einem Mitarbeiter des Händlers. Der wusste offenbar nicht, dass ich bereits dabei bin und schlug mir vor, doch eine Partnerschaft einzugehen. Ich habe anfangs nicht genau gewusst, was er meint, aber da ich auf immer mehr Blogs Partnerprogramme sehe, hat es wohl doch damit zu tun. Ich fragte ihn nach kleinen Buttons, weil mir die großen nicht gefallen. Allerdings gibt es die nicht, was vermutlich auch nicht schlecht ist, weil ich so genau auswählen muss, wo ich einen Link oder einen Großbutton einbaue. Zumindest hat sich das "neue Spielzeug" - Syndrom bereits abgenutzt. Bei mir und auch bei den Blogbesuchern wie es scheint. Reich wird man damit also tatsächlich nicht. Für ein kleines Taschenbuch reicht es aber hoffentlich am Ende des Jahres. We will see.

TV-Beitrag (BR): "Wie die Welt in zehn Jahren aussehen wird.": Ein Bayer, ein Russe und ein Araber sitzen beim Oktoberfest an einem Tisch, die dralle, blonde Bedienung kommt und nimmt die Bestellung auf. Jeder wählt in der jeweiligen Sprache (die absichtlich überspitzt dargestellt wird) etwas, die Bedienung versteht alles und geht wieder. Dann tritt sie zu einem Tisch, wo ein Sachse allein sitzt und mit leichtem sächsischem Dialekt ein großes Bier und einen Broiler mit Beilagen bestellt. Die Bedienung fragt mehrmals nach, versteht angeblich nicht und beschimpft ihn dann mit: Lern erstmal deutsch.
Ohne Worte.


(Seltsame) Suchanfragen

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Kommentare:

  1. Oh je, dass das ausgerechnet dir passiert, wo du doch in der Hinsicht immer besonders achtsam bist. Ich hoffe du hast dir Rechtsbeistand geholt. :(

    Zu deinem anderen großen Thema passt eine der letzten Kolumnen von Margarete Stokowski in SPON gut, in der sie darauf hinweist, dass "die da" zuhören und man die Menschen dadurch noch mehr an die Rechte verliert. Und das letzte Video von Kwink (https://www.youtube.com/watch?v=oYIKjsI8fPE), in dem es darum geht, dass wir uns mit unserem Spott quasi einer ersthaften Diskussion entziehen und es der Rechten noch einfacher macht, einen Opfermythos zu stricken. Bei dem ganzen Themenkomplex beschäftigt mich derzeit auch so einiges.

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    1. Ja, leider. Aus der Zeit, als ich es noch nicht so wusste. Leider schaut man uralt-Beiträge nie an. Nein, keinen, hätte noch mehr gekostet und ich wäre vierstellig geworden. Aber auch allein gut geprüft und der Fall war eindeutig.
      Mir ist allerdings im Zuge dessen aufgefallen, dass es eine ganze Industrie rund ums Abmahnen gibt und man schlicht für alles abgemahnt werden kann. Der Herr verglich das mit Strafzetteln fürs falsch parken. Dass ich Strafe zahle ist okay, aber es wäre mir neu, dass ein Strafzettel so viel kostet!

      Ich habe leider zu wenig Zeit, um alle Kolumnen zu lesen, aber ab und an schau ich da durchaus mal rein. Kwink war mir sehr suspekt, auch in den anderen Videos. Aber vielleicht habe ich mir nur die falschen angeschaut.
      Ich finde, man kann über alles reden, auch wenn man gegensätzlicher Meinung ist. Bei diesem Thema übrigens glaube ich nicht einmal, dass eine so große Kluft existiert, wie man gerne reininterpretiert. Durch solchen Schmarrn wie da oben wird sie aber tatsächlich nur breiter.

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    2. Dass es diese Abmahnindustrie gibt, weiß ich und sie versuchen es wirklich auf alle erdenklichen Weisen. Vor einer Weile gab es eine Firma, die sich den Namen eines Blogs als Marke hat eintragen lassen, um dann die Bloggerin abzumahnen. Sie ist vor Gericht gegangen und hat gewonnen. Diese Industrie lebt davon, dass viele zu verschreckt sind und sofort bezahlen, deshalb meine Frage nach dem Rechtsbeistand. Aber du kennst deinen Fall natürlich am besten.

      Kwink hat eine schwierige Art, weshalb ich ihn lieber als Twitterer denn als Vlogger sehe, aber ich finde, dass er immer wieder interessante Denkansätze liefert.

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    3. Ich war entsetzt. Wenn dich ein Buchstabendreher schon an den Rand des Abgrunds bringen kann oder all die anderen Horrostorys ... nun wie gesagt, bei mir war es eindeutig, ich habe den Fehler begangen und er konnte nachweisen wie und dass. Aber einige Tage war ich soweit, hier alles abzuschalten und Schluss zu machen. Ob das so dem Internet und seinem ursprünglichen Zweck guttut?
      Zumal ich selbst Anfang des Jahres jemandem schrieb, empört ja, aber nur um Löschung meiner Fotos bat. Ich wäre gar nicht erst auf die Idee gekommen, da Geld einzufordern.

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