Donnerstag, 1. Oktober 2015

Ausblick auf den Blog im Oktober

Das war der September

Zunächst einmal vielen herzlichen Dank an Christian und Monika, die sich Zeit genommen haben, um mir diverse Fragen zu beantworten. Das habt Ihr gut gemacht!
Im Projekt habe ich mich an einem Sternen-Quilt-Kissen versucht. Akram El-Bahay hat zu seinem neuen Werk "Der Gefährte des Drachen" einige Worte verloren und Judith Madera hat mir ein paar Fragen zum kostenlosen Online-Fanzine "PHANTAST" beantwortet.


Rezensiert:

(Gesammelt) Abgebrochene Romane



Das war das Postfach im September

CAITLIN MORAN: All About a Girl
Johanna Morrigan lebt in einer Sozialsiedlung in Wolverhampton. Es ist 1990, das Ende der Thatcher-Ara, viele Leute sind arbeitslos. In der Familie Morrigan herrscht
Chaos: Der Vater träumt seit zwanzig Jahren von einer Karriere als Musiker, schwingt große Reden und ertränkt seinen Frust im Pub. Als Johannas Mutter auch noch
überraschend Zwillinge bekommt, ist sie mit fünf Kindern restlos überfordert. Wie soll Johanna in diesen Verhältnissen bloß erwachsen werden, an die geile neue Musik
rankommen, wichtige Bücher lesen, Jungs kennenlernen und endlich, endlich geküsst werden? Johanna hilft sich selbst: Gegen die sexuelle Frustration eignet sich der befriedigende Griff zum Deoroller. Gegen die geistige Leere hilft der Gang in die Stadtbücherei, wo man sich in den Romanen des neunzehnten Jahrhunderts verlieren und die neuesten CDs von den Smashing Pumpkins, Sonic Youth und den Manic
Street Preachers ausleihen kann. Als Johanna sechzehn ist, beschließt sie, selbst Geld zu verdienen, um die Familie aus der Misere zu retten. Sie legt sich eine neue Identität zu, mit der sie bei einem angesagten Musikmagazin als Kritikerin anheuern will: Dolly Wilde, ein stark geschminktes, kettenrauchendes, sexlüsternes Partygirl. Sie schmeißt die Schule, geht nach London und mimt die wilde Göre. So bekommt sie tolle Aufträge und erlebt wilde Nächte mit schrägen Typen. Doch auf dieser stürmischen Achterbahnfahrt verliert sie sich beinahe selbst aus den Augen, bis sie erkennt, dass schlechter Sex nichts mit wahrer Liebe zu tun hat, und es bei allen großen Abenteuern doch nur um eines geht: sich selbst zu finden.

Larissa und Ian waren ein ganz normales Paar: Jung, verliebt, die Zukunft lag vor ihnen. Sie träumten davon zu heiraten, eine Familie zu gründen und gemeinsam alt zu werden. Doch ein dramatischer Unfall verändert alles. Ihre bemerkenswerte Liebesgeschichte erzählen die beiden in ihrer Biografie „Ich bleib an deiner Seite“, die gerade bei Gerth Medien (Asslar) erschienen ist.

Hermann Kant: Ein strenges Spiel
Hermann Kants letzte Erzählung ist in diesem Jahr im Kulturmaschinen Verlag erschienen.
"Ein strenges Spiel" schildert Krankheit und Bedrängung durch die dadurch gegebenen Umstände. Sie ist beinahe autobiografisch.
Das schmale Bändchen ist durch das Mitglied der Berliner Akademie der Künste Lothar Reher gestaltet worden und beinhaltet Zeichnungen von Joachim John.
Im Klappentext heißt es: >> » … die kamen sogleich und brachten den Rettungsdienst mit. Der zerschnitt die Torkette – das sei schnippschnapp gegangen, sagt Reiner – und zeigten meiner Tür die starke Schulter. Dann rein mit mir in den Bademantel und in die peinlich abgelatschten Latschen und ab mit mir ...«
Durch die Fragilität seines Körpers in die Enge getrieben, schrieb Hermann Kant seine letzte Erzählung. Mattigkeit, wirres Geschehen fieberhafter Träume, Grenzerfahrung zingelten ihn ein. Er brauchte dringend einen Ebenenwechsel. Anders würde er da nicht durchkommen.
Trickreich münzt er die Geschichte, in der er steckt, zum Stoff einer Erzählung um. Dieses Verfahren hat sich in seinem Leben schon manches Mal bewährt.
Kant zieht die Summe. Alles in allem und allenthalben erweist sich die Bewältigung des Lebens als »Ein strenges Spiel«. Doch es wäre kein Text von Kant, käme er nicht schwerelos daher.
Hermann Kant (geb. 1926 in Hamburg, 1978-1990 Präsident des Schriftstellerverbands der DDR) wurde und wird geschätzt wegen seiner Romane – allen voran: Die Aula, 1965, und: Der Aufenthalt, 1977. Auch mit seinen Erzählungen: Lebenslauf zweiter Absatz, 2011, hat er es »auf literarisches Weltniveau gebracht« (Jens Jessen, Zeitmagazin).

bei Cupido Books geht es in den Nachsommer – wir weigern uns noch, es Herbst zu nennen – und wir stellen euch hier wunderbar wärmende Liebesgeschichten für kalte Nächte vor!
Clubs besuchen, die Nächte durchtanzen – das ist es, wofür Tia lebt: Sie zerfließt im Strom der Tänzer wie ein Blutstropfen im Wasser, gleitet als rote Nixe durchs Gewühl. Am Tag verschwindet Tia und sitzt als Christina brav im Büro, erdrückt von Erwartungen, gegen die sie sich nicht wehren kann. Mick gibt im Club den Steppenwolf, der Jacke nach zu schließen – und sie passt zu ihm wie eine zweite Haut. In seinem anderen Leben versucht er verzweifelt, großer Bruder, Vater und Mutter in einem zu sein.
Die Blicke der beiden treffen sich, und es ist wie ein Stromstoß. Elektrisierend. Noch ahnen sie es nicht, würden es auch nicht glauben, aber dies ist unausweichlich der Beginn einer Reise mit (un)möglichem Ziel: „Das Schloss liegt östlich von der Sonne und westlich vom Mond, und dahin findest du den Weg nie und nimmer.“
Isla Peck ist das Pseudonym einer bekannten Autorin, deren Jugendromane mit begeisterten Kritiken bedacht wurden. Ihre Charaktere zeichnen sich durch außergewöhnliche Tiefe und Authentizität aus. Mit Östlich der Sonne beeindruckt sie erstmals auf dem Terrain erotischer Spannungen.

Ihr Blog gefällt uns sehr gut! Gerne möchte ich Ihnen einen passenden Buchtipp zukommen lassen: Gabriele Breuer, einer unserer Autorinnen, hat ihr neues Buch „Panteja“ - ein Young Adult Fantasy - kürzlich herausgebracht. Anbei eine Kurzbeschreibung und der Link zur Leseprobe:
Außer sich vor Kummer flüchtet Etti nach dem Tod des Großvaters vor dem Waisenhaus. Als Enkelin eines bedeutenden Seemannes ist es für sie unvorstellbar, ein Leben abseits des Meeres zu führen. Im Hafen trifft sie einen Seebären, der ihr von der achten Isla Canaria erzählt. Nur wenige Menschen können das Eiland sehen und fast nie- mand ist bisher aus dem Nebel zurückgekehrt, der die Isla umgibt. Fasziniert von der Legende schleicht sich Etti auf den Schoner eines Forschers. Kurz vor der Insel kentern sie jedoch im Nebel. Etti überlebt als Einzige. Sie strandet auf der legendären achten Insel, doch diese ist dem Untergang geweiht, weil die Herrscherin des dunklen Landes die Panteja zerstört und das Element der Trauer an sich gerissen hat.
Allein Etti trägt auf der Insel noch Trauer in sich. Von der Hohe- priesterin Esra auserwählt, reist Etti mit ihren neuen Gefährten in das finstere Land von Ogonis. Doch nicht nur die Rettung der Panteja steht im Vordergrund, auch der Kampf um die Krone treibt die Be- wohner des hellen Landes um. Im Zwiespalt seiner Gefühle muss der rechtmäßige König Emeric an der Seite seiner Todfeindin ebenfalls in das finstere Land ziehen. Scheinbar unüberwindbare Hindernisse, grausame Kreaturen sowie Emerics Hitzkopf beschweren jedoch die Reise. Die Panteja verfällt von Tag zu Tag mehr, und dann geraten Etti und ihre Gefährten in die Fänge der dunkeln Herrscherin ...

Im Kursbuch 183 „Wohin flüchten?“ schreiben Soziologen, Migrationsforscher, Journalisten u.v.m. über ein Thema, das aktueller nicht sein könnte: Migration und Flüchtlinge. Was bringt Flüchtlinge dazu, ihr ganzes Leben, oftmals mit Arbeit, Familie und Haus, zurückzulassen? Mit welchen Ressentiments müssen sie am Ankunftsort kämpfen? Und haben die Kategorien des politischen und ökonomischen Flüchtlings im 21. Jahrhundert überhaupt noch Gültigkeit?
Diese Fragen stellen sich die Autoren des Kursbuchs 183.

Die zweite Neuerscheinung geht in eine ganz andere Richtung. „55 Gründe, ein Grand Hotel zu eröffnen“ ist eine Mischung aus Reportage, Alltagsphilosophie und Hotelgeschichte(n). Kurz: Eine wunderbare Hommage an eine andere Welt. Carsten K. und Susanne Rath eröffneten im August 2015 das Hotel Kameha Grand Zürich und erzählen in ihrem Buch von den bösen Überraschungen, großen Anstrengungen und vielen Rückschlägen.

Rudyard Kipling: „Das Dschungelbuch" (ab 8), Neuauflage des WDR-Hörspiels zum 150. Geburtstag des Autors
Anlässlich des 150. Geburtstags von Rudyard Kipling (*30.12.1865) und den passenden kommenden Neuverfilmungen von Walt Disney (dt. Kinostart April 2016) und Warner Bros. (Kinostart 2017) präsentiert Der Audio Verlag eine Neuauflage des beliebten Klassikers der Weltliteratur, das bereits Generationen von Kindern wie auch Erwachsene in seinen Bann gezogen hat. Die berührende Geschichte um das vorlaute Menschenkind Mowgli, das im Dschungel aufwächst, Abenteuer erlebt und schließlich seinen Platz in der Welt finden muss, erscheint bei DAV auf zwei CDs als märchenhaft produziertes WDR-Hörspiel mit neuem liebevoll gestaltetem Cover. Als Sprecher brillieren unter anderem Regina Lemnitz, Traugott Buhre und Christian Redl, die lebhaft von den Abenteuern im Dschungel berichten.

»Trügerische Nähe« - Susanne Kliem
Auf einem stilvoll renovierten Hof vor den Toren Berlins erfüllen sich zwei Paare Mitte vierzig ihren Traum und freuen sich auf ein beschauliches Landleben. Die beiden Studienfreunde und ihre Partnerinnen Marlis und Nora verstehen sich gut. Als ganz unerwartet Livia, Marlis‘ attraktive Tochter aus erster Ehe, auftaucht, setzt sie eine gefährliche Dynamik in Gang. In kürzester Zeit verwandelt sich der idyllische Hof in einen beklemmenden Ort. Dann wird auf einer Waldlichtung eine Leiche gefunden. Und allen ist klar, dass der Täter nur einer von ihnen sein kann ...

Haiders Schatten: fünf Jahre lang war er Spindoktor und engster Vertrauter von Europas erfolgreichstem Rechtspopulisten Jörg Haider. Angesichts des aktuellen Booms der Rechtspopulisten in ganz Europa, den auch er mittlerweile als brandgefährlich einstuft, legt er ein Buch über den richtigen politischen Umgang mit ihnen vor.
„Wir haben immer herzlich gelacht, wenn die Politologen, Soziologen und Meinungsforscher angetreten sind, um unseren Erfolg zu erklären und die Frage zu beantworten, wie wir denn zu stoppen und zu verhindern wären“, sagt Petzer. „Niemand sah unsere Schwächen. Niemand hat sie genutzt.“
Ich glaube, dass Stefan Petzner mit seinen klaren und praxisbezogenen Aussagen über den Rechtspopulismus und die Flüchtlingsthematik ein interessanter Gesprächspartner zur aktuellen Situation in Deutschland für Sie wäre.

Wunschlos glücklich sind die wenigsten von uns. Und manchmal sind wir uns auch gar nicht so klar darüber, was wir uns wirklich aus tiefstem Herzen wünschen. Vielleicht braucht es ein Zeichen, um unseren Träumen und Hoffnungen auf die Spur zu kommen. Und vielleicht ist es die Erfüllung kleiner Wünsche, die uns glücklicher macht, als wir es vermutet hätten. Ob auf der Suche nach Impulsen für das kleine Glück oder nach wahren Herzenswünschen – mit dem kleinen Aufstell-buch „Wunschorakel für dich“ und dem neuen „Wunsch-Tagebuch“ können Wünsche wahr werden.
Mini-Aufstellbuch, 12,4 x 18 cm, 96 Seiten
EAN 4036442002759, € 9,99 (D/ A)

England im 19. Jahrhundert
Amelia Barrett soll heiraten, um ihr Erbe, Winterwood
Manor, übernehmen zu können. Doch ihr Herz gehört nicht ihrem Verlobten Edward, sondern Lucy, der kleinen Tochter ihrer verstorbenen besten Freundin. Amelia hat versprochen, für die Kleine zu sorgen. Aber passt das auch zu Edwards Plänen?
Da kommt Lucys Vater ins Spiel. Amelia schmiedet einen verwegenen Plan, der die Rettung bedeuten könnte: für sie, für Lucy und für ihr Erbe. Als sich die Ereignisse überschlagen, erkennt Amelia, dass sie nur dann eine Zukunft hat, wenn sie ihre Pläne voll Vertrauen in Gottes Hände legt. Oder ist es dafür schon zu spät?

Sehr geehrte Damen und Herren
In seinem Folgeband zum internationalen Bestseller »BIG SHOTS!« zeigt Henry Carroll ebenso kompakt wie verständlich, wie sich gute Porträtfotografien konzipieren und realisieren lassen. Das Buch ist unterteilt in sieben Themenbereiche wie »Komposition«, »Kontext« oder »Raumaufteilung« und bietet sowohl Einsteigern wie auch Fortgeschrittenen technische Tipps und vor allem visuelle Inspiration für die eigene Arbeit.
Anhand einer großen Bandbreite von historischen und zeitgenössischen Fotografien werden unterschiedliche Konzepte und Techniken so erklärt, dass sie für die eigene Arbeit übernommen und umgesetzt werden können.

(Hamburg, 24.9.2015). Er ist das Highlight der PWA World Tour und Saisonhöhepunkt für Fahrer und Fans. Ab Freitag wird der Davidoff Cool Water Windsurf World Cup Sylt erneut zehn Tage lang zum Mekka der Windsurfer. Der einzige Super Grand Slam der Weltserie schüttet mit 120.000 Euro das höchste Gesamtpreisgeld der Tour aus und präsentiert mit den Disziplinen Freestyle, Waveriding und Slalom die gesamte Bandbreite des Windsurfens.
(Keine Ahnung, warum ich solche Mails bekomme. Die war auch noch ziemlich lang.)

Liebes Redaktions-Team,
seit dem Erscheinen der Biografie „Zwei Leben“ von Samuel Koch im Jahr 2012 ist viel Zeit vergangen: Zeit voller absurder Erlebnisse, überraschender Begegnungen und Erfahrungen, die Samuel gezeigt haben, dass das Leben trotz Rollstuhl manchmal weiter geht, als man denkt. Im Laufe der kommenden Woche wird sein neues Buch „Rolle vorwärts“ (adeo Verlag) veröffentlicht.
Samuel Koch wird sein neues Buch „Rolle vorwärts“ am Montag, den 28. September 2015 um 12 Uhr im Rahmen einer Pressekonferenz im Staatstheater Darmstadt vorstellen.

Liebe Buch-Blogger,
es gibt neues Lesefutter von Elisabeth Büchle. In ihrem ersten weihnachtlich angehauchten Roman entführt die beliebte süddeutsche Autorin ihre Leser in die herrliche Natur Nordkanadas. „Unter dem Polarlicht“ ist gerade bei Gerth Medien (Asslar) erschienen.
Darin erzählt wird die Geschichte von Chiara, einer sympathischen jungen Frau, die noch in der Probezeit ihren Job verliert. Entsprechend froh ist Chiara über den Auftrag, für einen berühmten Autor, der sich beide Hände gebrochen hat, sein neuestes Manuskript zu tippen. Hals über Kopf reist sie in die kanadischen Rocky Mountains, wo Florian Forster in einer einsamen Berghütte lebt. Dieser entpuppt sich als wortkarger Eigenbrötler ...

„Weil mein Kopfverband immer verrutscht ist, meinte Willy Dungl: Probieren wir’s mit einem Kapperl, das hält uns den Verband zusammen!“ Seither ist das Kapperl Niki Laudas Markenzeichen, mit dem er gutes Geld verdient.
Der dreifache Formel 1-Weltmeister und Airline-Gründer Lauda legt jetzt ein Buch vor, in dem er seine Strategien und Standpunkte zum Tabuthema Geld erklärt und mit Erfahrungen aus seinem ungewöhnlichen Leben belegt.
Reden wir über Geld“ erscheint nächste Woche und ist ein Buch voller Tipps, Weisheit und Perspektiven eines Selfmade-Millionärs.
Der Autor: Niki Lauda, geboren 1949 ist dreifacher Formel 1-Weltmeister, Airline-Gründer (Lauda Air, Fly Niki), Aufsichtsratsvorsitzender des Mercedes-Formel-1-Teams und Markenbotschafter von Bombardier. Er stammt aus einer wohlhabenden Wiener Industriellenfamilie und ist Selfmade-Millionär mit einem Privatvermögen im dreistelligen Millionenbereich. Sein Buch hat er gemeinsam mit der österreichischen Journalistin Conny Bischofberger geschrieben. 

Das bringt der Oktober

Im Oktober hat sich Gabriele Breuer bereit erklärt, über ihr neues Buch "Panteja" zu plaudern. Es wird in den Rezensionen sowohl abgebrochene Romane zu sehen geben, als auch mal für den Blog eher untypische Themen. Im Projekt habe ich Gläser bemalt - oder eher: es versucht. Und wer weiß, was noch kurzfristig reinschneit.
Termine: 03.10. Tag der deutschen Einheit
14.10. - 18.10. Frankfurter Buchmesse (leider ohne mich)


Was mich bewegt hat

Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich es hasse kopiert zu werden? Du bist bestimmt ein lieber und netter Blogger, aber so etwas macht man einfach nicht! Siehe bitte auch das Logo im Impressum.

So, es ist getan, ich bin Mitglied im Partnerprogramm des großen Onlinehändlers. Die ersten Hürden sind genommen und nachdem ich freigeschaltet worden bin, konnte ich mich gleich ans Werk machen. Sie machen es einem wirklich leicht.
Aber ich kam trotzdem schnell an meine Grenzen, denn von bescheidenen kleinen Buttons halten sie offenbar nicht viel, es muss ja unbedingt so ein Riesending sein. Würde ich das in jede Rezension einbauen ... nein, das gefällt mir überhaupt nicht! Also sind erst einmal nur die Sidebar und die meistbesuchten Beiträge damit ausgestattet worden. An den Anblick muss man sich echt erstmal gewöhnen!
Will ich aber wirklich "Forschung am lebenden Objekt" betreiben, müsste ich es überall einbauen. Oder es gibt außer diesen plumpen Kästchen noch andere Möglichkeiten. "Nur Bild" wie in der Sidebar sieht ja ganz nett aus, aber a) kein Mensch kommt auf die Idee, dass er mir darüber ein paar Prozente bringen könnte und b) die Werbeabsicht hinter diesen einfachen Bildern wird total verschwiegen.
Fazit nach einem Tag waren allerdings schon etliche Klicks, wenn man aber leider auch nicht sieht, von wo genau.
Edit eine Woche später: Die Klicks sind stetig gewachsen und es hat sogar jemand etwas darüber bestellt. Erschreckenderweise kann ich genau sehen was: drei Bücher (Fantasy). Auch wenn ich anderen gern einen Gefallen tun würde, aber auch wenn die nicht wissen, dass ich das war ... ob ich möchte, das jemand anders weiß, was ich bestellt habe?
Die Buttons gefallen mir nach wie vor nicht und ich habe sie nur noch in den Neuerscheinungspost eingebaut. Die Links hinter Worten sind genauso geheimnisvoll wie die Bilder und wie man das markieren soll, weiß ich auch nicht. Die allgemeinen Buttons sind so klobig und bewegen sich!, dass ich auch nicht recht weiß, was ich mit denen anfangen soll.
Edit: Ende des Monats haben jetzt immerhin neun Bestellungen stattgefunden, davon einige Heftromane (gute Tips dabei!), zwei Häkelbücher und sogar ein technisches Gerät. Und äh ... Eichhörnchenfutter? Ich wusste bisher nicht mal das es das gibt.
Großartig eingebaut habe ich die Links trotzdem nicht. Gefällt mir einfach nicht und ich weiß auch nicht, inwieweit vielleicht meine Glaubwürdigkeit (Stichwort: kommerziell) darunter leiden könnte.

Mich hat schon immer gewundert, wie "lasch" manchmal mit menschlichen Überresten umgegangen wird. Da findet jemand irgendwo einige Knochen und weil sie hundert oder tausend Jahre (oder viel mehr) alt sind, belässt man sie nicht in ihrer Begräbnisstätte, sondern nimmt sie mit, erforscht und steckt sie dann in einen Glaskasten, damit Lebende sie anstarren können.
Kürzlich erst war man in Spanien ganz aus dem Häuschen, weil jemand die sterblichen Überreste vom Autor Don Quichottes gefunden haben wollte. Ob der damit nun einverstanden gewesen wäre? Hat eigentlich jemand heute - und berühmte Personen gibt es ja genug, auch wenn dieser Ruhm manchmal recht zweifelhaft ist - schon einmal darüber nachgedacht, was ihm/ihr in hundert oder tausend Jahren geschehen könnte? Müssen wir so etwas, vielleicht sogar als Normalmensch (die gräbt man ja auch reihenweise aus) neuerdings beim Testamentschreiben beachten? Oder trifft das auf uns schon gar nicht mehr zu, die wir selbst unsere Begräbnisstätten nur noch einige Jahrzehnte besitzen und dann Platz machen müssen für den nächsten zahlenden Kunden?
Puh, wenn man das weiterspinnt, ist das harter Tobak.
Na? Inspiriert worden? ;-)


Kommentare:

  1. Als eine, die schon archäologische Grabungen auf einem Gräberfeld durchgeführt hat, muss ich zugeben, dass ich das sehr pragmatisch sehe: Ohne entsprechende Grabungen und Forschungen wüssten wir über manche Epochen deutlich weniger als es der Fall wäre. Das ist das eine. Das andere ist, dass viele Grabungen aus Notgrabungen entstehen, weil auf dem Gebiet des Gräberfeldes gebaut wird (und ohne die Archäologie dann schlichtweg der Bagger die Knochen zerstören würde).
    Sollte ich mit meinen Überresten mal der historischen Forschung "helfen", fände ich das auf jeden Fall gut.

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    1. Ich wollte selbst auch mal so etwas machen, bin dann aber doch einen anderen Weg gegangen. Mich stört auch weniger das finden, ausgraben, erforschen, sondern mehr das ausstellen. Ich käme mir total bloßgestellt vor, auch wenn ich tot wäre, mein Name wäre (vermutlich) ja noch damit verknüpft. Und auch, wenn ich selbst von Religion nicht viel halte, haben die meisten "Überreste" ja eine gehabt und da gab es ja auch verschiedene Glaubensvorstellungen (in die Erde der Urväter gebettet sein o.ä.). Auch wenn man es selbst für Nonsens hält, so viel Respekt sollte da sein.
      Abgesehen davon kommt es mir im obigen Fall auch merkwürdig vor, dass man gezielt nach solchen Überresten einer bestimmten Person sucht. Das nämlich bestimmt nicht, um sie zu erforschen - der schnöde Mammon spricht halt leider immer mit.

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    2. Ja gut, in diesem Fall finde ich das auch nicht so toll - ich habe jetzt wirklich in erster Linie an archäologische Grabungen gedacht. Da werden die Originalknochen auch nur selten ausgestellt - in Museen handelt es sich meistens (wenn auch nicht immer) um Nachstellungen/Rekonstruktionen.

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