Montag, 1. Juni 2015

Ausblick auf den Blog im Juni

Das war der Mai
Im Mai gab es mehrheitlich Rezensionen, was für den dahingehend eher mauen April hoffentlich ein bisschen entschädigt hat. Die Autorin Susanne Ferolla war so freundlich, ein bisschen was im Autorenplausch zu ihrem Werk zu erzählen.
Es gibt einen neuen Button an der rechten Seite, der mitgenommen werden darf.
Und Kristen Britain gibt es wohl erstmal nicht mehr in deutscher Sprache.


Rezensiert:



Das war das Postfach im Mai
Achtung, hier kommen die frechen Schwestern von Max und Moritz!
Anlässlich des 150. Geburtstages der beliebten Bubengeschichte „Max und Moritz“ erscheint nun erstmals auch die Mädelgeschichte „Maus und Molli“ als Reprint-Ausgabe. Die beiden frechen Mädchen Maus und Molli stehen ihren großen Vorbildern in nichts nach und lassen sich immer neue böse Streiche einfallen. Die Originalausgabe erschien bereits 1925 in Anlehnung an die turbulente Verserzählung „Max und Moritz“.

Der Meister des Fantasy-Epos Christoph Hardebusch veröffentlicht nun seinen ersten historischen Roman: «Die eiserne Krone» ist ein opulentes Historiendrama rund um die Legende des wiedergeborenen Barbarossa.
Frühsommer 1451: Lukas, der Bastard des Ritters Johannes aus Eschwege, ist zufällig in die Fänge von Piraten aus dem Maghreb geraten und sieht als Galeerensklave dem sicheren Tod entgegen.
Aber dann bricht vor der Küste Zyperns ein Sturm aus. Lukas kann sich und sogar noch den jungen osmanischen Adeligen Selim retten. Der schickt ihn zum Dank als freien Mann nach Konstantinopel.
Doch die Zeiten sind unruhig, und ein alter Konflikt spitzt sich zu: Das osmanische Reich unter Mehmed II. will den Thron der Welt erobern. Bald fallen die Stadtmauern. Im größten Kriegschaos deckt Lukas eine Verschwörung gegen den Kaiser des Heiligen Römischen Reiches auf. Mächtige Würdenträger, darunter der Bruder des Kaisers selbst, planen die Machtübernahme. Sie wollen einen rotbärtigen Strohmann mit dem angeblichen Reichsschwert ausstatten und als Wiedergeburt des Kaisers Barbarossa an die Spitze des Heiligen Römischen Reiches setzen. Bald ist auch Lukas‘ Leben in Gefahr...

Mit dem Eintragbuch „Für immer und ewig. Erinnerungen an unsere Hochzeitstage“ wird jeder Jahrestag zu etwas ganz Besonderem. Von der Trauung bis zur Goldenen Hochzeit reicht dieses einmalige Erinnerungsalbum und bietet viel Raum für Fotografien des Paares zu jedem Jubiläum, um gemeinsame Meilensteine des vergangenen Jah-res festzuhalten und die Zukunft zu planen. So entsteht im Laufe der Zeit ein individuelles Album als Zeugnis einer besonderen Liebe für die Ewig-keit. Eine wunderbare Schatzkiste, um gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und die Liebe zuei-nander zu feiern. Eine Auflistung der Hochzeitsta-ge und ihrer Bedeutungen sowie Platz für Wid-mungen und Glückwünsche ergänzt dieses Erinne-rungsbuch.

Im Koios Verlag erscheint am 10. Mai 2015 ein Fantasy-Roman von Irmgard Braun „Der Gesandte der Sterne“ (Sternenzyklus – Band I), den ich Ihnen gerne zur
Rezension anbieten möchte.
Worum geht es?
Die junge Caya lebt mit ihrem Vater in der Grenzstadt Doku-Sil. Als die Stadt vom Reitervolk der Javindi angegriffen und ihr Vater dabei getötet wird, bricht für Caya eine Welt zusammen. Noch dazu droht ihr eine Zwangsheirat, vor der sie sich entschließt zu fliehen.
Der junge Javindi-Reiterführer Tarmal hilft ihr bei der Flucht und schnell erfahren beide, dass ihr Schicksal mit dem Kampf größerer Mächte verknüpft ist, bei denen es ums Überleben der gesamten Menschheit geht.
Die Sternenmeister schicken Caya, Tarmal und seinen vorlauten Pegasus Horlui gegen die Armee des Herrschers Yaruwa – und die drei Gefährten entwerfen einen Plan, bei dem sie mehr Verstand als Glück brauchen werden.

Tonino Benacquista: "Blut und Dollar":
Giovanni Manzoni ist ein ehemaliger Mafiaboss aus den USA und lebt im Rahmen eines Zeugenschutzprogramms, als Schriftsteller getarnt, mit seiner Frau und den zwei Kindern in Frankreich. Nachdem er in der Normandie verbrannte Erde hinterlassen hat, muss er mit seiner Familie in die Haut Provence umziehen. Unter dem Decknamen Frederick Wayne wird er von Tom Quint und Peter Bowles, zwei Männern vom FBI, auf Schritt und Tritt überwacht. Die anderen Familienmitglieder dürfen sich inzwischen frei bewegen. Freds Frau Maggie betreibt ein Restaurant in Paris, in dem nur ein einziges Gericht auf der Speisekarte steht: Überbackene Auberginen. Sie ist damit sehr erfolgreich, bis gegenüber eine Schnellrestaurantkette eröffnet und ein harter Konkurrenzkampf beginnt. Freds Tochter Belle studiert Psychologie in Paris und plagt sich mit Liebeskummer, während sich ihr Bruder Warren in die Berge zurückgezogen hat, um sich von der Mafiavergangenheit seiner Familie zu distanzieren. Die einzige, die Fred treu bleibt, ist Familienhündin Malavita. Nun hat Fred viel Zeit zum Schreiben. Und obwohl er als ehemaliger Mann fürs Grobe keinen geraden Satz aufs Papier bringt, hat er tatsächlich schon zwei Bücher – seine Memoiren – unter einem Pseudonym veröffentlicht und erstaunlich erfolgreich verkauft. Doch bevor er dazu kommt, seinen ersten Roman zu verfassen, muss er erst noch einmal in die USA, um einen Todfeind aus dem Weg zu räumen …

"Liebesdienste" von F.T.Eigenbrodt, der am 1.Juni bei Cupido Books als eBook erscheint.
Mit diesem Roman betritt Cupido Books neues Terrain – ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren, Erotik im Alltag ins Buch zu bringen – und erreicht damit auch die LeserInnen, die keine ausführlichen erotischen Szenen wünschen:
Eine Reihe von Episoden, die zunächst aneinandergereiht wirken, sich dann nach und nach verdichten und verbinden, und nahezu unauffällig auf den Punkt bringen, was unser aller Leben in Gang hält; die Liebe in all ihren Facetten und Farben; das Herantasten an die eigenen Grenzen, Stärken und Sehnsüchte.
Obwohl dieser Roman größtenteils im einschlägigen Milieu spielt, sucht man hier die explizit geschilderten erotischen Szenen vergebens. Es geht um Männer und Frauen, die auf die eine oder andere Weise tatsächlich der Liebe dienen, und nicht nur einer ihrer Ausdrucksformen, dem Sex.

Tary Ramon: ich bin Schriftsteller im Genre High Fantasy und zurzeit dabei, meine bisher veröffentlichten Romane ein wenig bekannter zu machen.
(...) Von der Trilogie sind aktuell die ersten beiden Bände, Das Vollmondtor und Die Drachenjagd, veröffentlicht. Die Veröffentlichung des letzten Bandes ist für Ende 2015 geplant.
Um sich vor Ihrer Entscheidung ein besseres Bild von den Romanen machen zu können, empfehle ich Ihnen, einfach einmal auf meiner Webseite in die Geschichten hineinzulesen:

Neue Vorschauen beim Magellan-Verlag

Eine unterhaltsame Reise, die Leben rettet: Mindener Autorin hilft mit ihrem Debüt-Roman der Deutschen Knochenmarkspende.
Julia Bohndorf verbindet mit ihrem Erstlingswerk »Wo der Regenbogen anfängt …« das Lesevergnügen eines belebenden Road-Trip-Romans mit dem Einsatz für die DKMS.
Zwei mutige Schwestern, ein schwerer Schicksalsschlag und eine Reise voller Entdeckungen von Berlin nach Wicklow in Irland sind die Zutaten eines melancholischen und dennoch lebensbejahenden Abenteuers.
»Die erste Szene träumte ich in der Nacht zu meinem 29. Geburtstag«, sagt die Autorin des Romans. »Der Traum von zwei Schwestern entfachte einen Ideenfunken in mir, durch den ich diese teils dramatische, fantastische sowie optimistische Geschichte schreiben musste. Um diese Szene herum formte ich das Buch und wie von allein nahm die Leukämie und die schwierige Suche nach einem Stammzellenspender einen wichtigen Platz darin ein.«
Maeve und Niamh McKee sind Vollweisen und zu allem Überfluss kämpft die elfjährige Niamh gegen Leukämie und ihre 21. jährige Schwester scheidet als Knochenmarksspenderin aus. Die beiden begeben sich auf eine Reise von Berlin nach Irland, um Niamh neuen Lebensmut zu geben und vielleicht sogar, in der Heimat ihrer Eltern, einen passenden Spender zu finden.

wir sind so alt, wie wir uns fühlen. Unter diesem Motto stehen die neuen typographisch gestalteten Mini-Geschenkbücher aus dem Groh Verlag: „Forever 29“, „Gefühlte 39“, „Um die 49“ und „Runde 59“.



Das bringt der Juni
Im Juni gibt es wieder mehr fürs Herz und auch für junge Leser. Ein Projekt und ein Sachbuch. Abgebrochene Romane sind auch dabei. Damit ist der Blog was die Rezensionen anbelangt reichlich bunt gemixt. Aber manchmal muss es eben auch mal was anderes sein. Die üblichen Verdächtigen sind jedoch dabei und alles weitere findet sich.


Was mich bewegt hat
Ein Kurzaufruf in FB: "Blogger/Innen, die schlechte Erfahrungen mit Autoren oder Verlagen hatten, können sich gerne per PN bei mir melden. Wir Blogger solidarisieren uns gerade. Nebst "Black List" der Autoren."
Das einzige, was ich dazu sagen kann ist: Kauft einfach die Bücher selbst, die Ihr lesen möchtet. Gerade im Selfie-Bereich kosten mehrere hundert Seiten oft nur zwischen 0,99 und 3,99 EUR. "Kein Budget" gilt also nicht als Ausrede. Über anderen Dingen muss man manchmal einfach drüber stehen. Aber all diese Black- und auch White-Lists bringen gar nichts, außer jeder Menge Unfrieden, den keiner braucht. Wer da noch behauptet, sowohl Werke als auch Rezensionen dazu seien unabhängig, der lügt. Und das sollte uns allen daran am meisten leidtun.

Das hier ist ein gutes Beispiel dafür. Ich bin mir nicht sicher, ob das alles so stimmt. Aber heißt es nicht: Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus?
Zum einen denke ich liegt dieses Verhalten am schlechten Ruf aller Blogger. Eben dass die meisten alles annehmen, was kostenlos kommt und damit sehr preiswerte Werbetafeln sind. Ein bisschen Rückgrat zeigen nicht viele. Es gibt sogar jene, die im Falle einer eher kritischen Rezension mit dem Autor ausmachen, keine zu posten. Dabei braucht es gerade die, denn wenn sie konstruktiv verfasst sind, können sie nur hilfreich sein; sowohl für Autor als auch für Leser.
Im März ist mir etwas ähnliches, übrigens das erste Mal seit Jahren passiert. Ich wollte auf einen Selfie zugehen und schaffte dann aber nur knapp die Hälfte des Werkes, zum einen weil ich die Handlung nicht verstand und zum anderen weil es diverse Fehlerchen gab, die es nicht angenehmer gemacht haben. Als ich dann mitteilte, dass ich aufhören würde zu lesen und warum (detailliert!), kam das gar nicht gut an. Eine Verpflichtung sei ich eingegangen und solle das Lesen doch irgendwie honorieren. Ähm. Ich?! Eine Vorstellung des Buches, ein Interview, irgendwas solle es bitteschön sein, da andere für das Buch bezahlt hätten und ich es immerhin kostenlos habe lesen dürfen, wenn auch nur die Hälfte.
Ich habe aber ganz ruhig zurückgeschrieben und dann nie wieder etwas vom Autor gehört.

Eine andere Sache stört mich an dem ganzen Themenkomplex viel mehr. Dass Blogger durch diese massenweisen Angebote (von allen Seiten, auch Verlage etc.) nicht mehr selbst losgehen und Werke entdecken. Die, die ohnehin schon bekannt sind oder Zeit und Muße aufbringen können, viel Werbung zu machen oder machen zu lassen, sind dabei leider im Vorteil. Aber bei meinen eigenen Stöberungen bin ich auf kleine besondere Werke aufmerksam geworden, von denen ich andernfalls nie gehört hätte. Dabei spielt nicht immer Zeit und Geld eine Rolle, oft ist es gerade bei weiblichen Autoren etwas wie Schüchternheit (das haben mir Autorinnen selbst bestätigt!). Denn wenn man unter Realnamen oder überhaupt veröffentlicht, steht man plötzlich im Zentrum der Aufmerksamkeit. Und was ist, wenn die Leser das Werk nicht mögen? Wenn es nicht gut genug ist?
Das zweite Ding ist, dass sich alle an diese kostenlose Nummer so sehr gewöhnt haben, dass es mir in der Seele wehtut. Wenn man Interesse an einem Werk hat - vor allem wenn es unter fünf Euronen kostet - dann sollte man so viel Rückgrat haben und das verdammte Ding einfach kaufen. Dann steht man nämlich auch in keiner Verpflichtung.
Kommt man aber in die Überlegung hinein, ein Werk kaufen zu "müssen", greifen plötzlich auch noch andere Denkmuster. Die sind wichtig! Wir sollten lernen, zu ihnen zurückzufinden. (Hätte ich das Werk des oben erwähnten SP-Autors kaufen müssen, ich hätte es nicht getan und das Werk eben nicht gelesen. Ich hab's nach Jahren mal wieder probiert und weiß es jetzt wieder besser.)
Vor etwa zwei oder drei Monaten habe ich mich mit einer Selfpublisherin, die ich privat kenne, auf ein Experiment* eingelassen. Sie veröffentlichte eine Kurzgeschichte und bot diese über den großen Onlinehänder an. Dabei besitzt sie für dieses Pseudonym aber keine Homepage oder Social Media Kanäle. Aber: Wir haben eine E-Mail-Adresse eingerichtet und eine Presseerklärung vorbereitet. Diese sendeten wir an ausgewählte Blogs und warteten. In den meisten Fällen passierte schlicht gar nichts. Das hat mich sehr erstaunt, denn ich antworte grundsätzlich auf jede E-Mail, auch wenn mich das Thema oder das Buch nicht anspricht.
Dann folgten Antworten, bei denen mir die Haare zu Berge standen. Zum einen waren das sehr hasserfüllte Mails, in denen wir beschuldigt wurden, uns die Blogs gar nicht genau angeschaut zu haben, sondern einfach eine Massenmail rausgeschickt zu haben. Genau das haben wir allerdings nicht. Bei dem Thema der Kurzgeschichte wäre das auch anders gar nicht möglich gewesen. (Was ist übrigens mit all den Mails von Verlagen, die mit "Liebe Blogger" beginnen und ebenfalls schlicht eine Presseerklärung enthalten?)
Und dann waren da zusätzlich noch jene (übrigens auch welche, denen ich dasnie zugetraut hätte), die meinten, die Mail könnten sie nicht berücksichtigen, weil keine Kostenlos-Version der Story angehängt gewesen sei. Ein Blick zum Onlinehändler hätte aber gezeigt (es stand auch in der Mail selbst), dass 0,99 Cent hätten investiert werden müssen.
Ich habe selbst schon ähnliche Mails erhalten. Und nicht nur, dass ich auf wirklich jede antworte, wenn ich keine Zeit oder Muße habe, die Geschichte zu lesen, suche ich immer nach einer anderen Möglichkeit, dem AutorIN zu helfen. Meist schlägt sich dies im Autorenplausch nieder, aber ich biete stets an, auch eine andere Aktion möglich zu machen. Man muss sich eben ins Gespräch bringen, egal wie. Auch gebe ich manchen Autoren kleine Hinweise, wie sie diese Mails verbessern könnten (Klappentext oder Inhaltsangabe, Hinweis zum Genre, Titelzeile der Mail, etc.) oder sende eine kleine Liste Blog-URLs mit, bei denen ich glaube, das Werk könnte zu ihnen passen und von denen ich weiß, dass sie zuverlässig sind.
Ich hätte aber nie gedacht, dass Blogger eine so undurchdringliche Masse sein könnten, dass man gar nicht recht an sie herankommt. Und das finde ich verdammt schade!
Darum mein Aufruf: Bitte antwortet höflich auf die Mails, die Ihr bekommt. Und sei es auch nur ein "Danke für Deine Nachricht und die wertvolle Information. Ich werde das mal im Auge behalten. Im Moment fehlt mir leider ..." Das dauert doch nicht lange. Und bitte: Alle sprechen von (gegenseitiger) Unterstützung. Versucht, demjenigen (sofern der sich höflich meldet) irgenwie unter die Arme zu greifen. Nicht nur, dass man das Werk einfach kaufen kann, es gibt gerade bei Blogs unzählige andere Möglichkeiten, um darauf aufmerksam zu machen - und nebenbei den eigenen Redaktionsplan zu bereichern. Fördern wir wieder mehr Kreativität. Setzen wir Zeichen!
*PS: Falls sich nun jemand fragt, was genau das für ein Experiment sein sollte. Ich habe die These aufgestellt, dass es möglich sein müsste, ein Werk über Blogs bekannt zu machen oder zumindest hier und da ins Gespräch zu bringen, OHNE es zu verschenken. Leider muss ich sagen: Experiment gescheitert. Aber dafür viel gelernt.

Ein Artikel, nämlich der hier: "Analyse: Selfpublishing im Fantastik-Genre
Wie Selfpublishing die Verlage verändert" hat mich gleich auf so viele Arten verärgert, dass es kaum zu beschreiben ist.
Zum einen wird da zu inflationär mit dem Begriff "Fantasy" umgegangen, ohne diesen ein bisschen zu definieren oder einzugrenzen. Das, was bei den genannten Verlagen heute unter dem Begriff veröffentlicht wird, ist ja ganz anderer Lesestoff als das, was da unter "früher" thematisiert wird oder auch das, was die beiden Autoren aus der niedlichen Anfangsstory geschrieben haben. Was in meinen Augen nicht unbedingt eine Verbesserung ist. Vor allem, weil sicher einige so denken wie aus diesem Zitat: "(...)ergänzt Dennis Schmolk von Egmont: „Angehende Autoren steigen häufig mit Fantasy-Literatur ein, was vielleicht auch daran liegen kann, dass das Genre handwerklich leichter zu bewältigen ist als beispielsweise ein Krimi."
Wenn man von diversen Titeln ausgeht, die neuerdings auf den Markt getrieben werden, ja auch von diversen Verlagen, dann stimmt das leider sogar. Da gibt es kaum noch (glaubhafte) Hintergründe und eine so einfache Story, das ich so manches Mal an meinem Intellekt habe zweifeln müssen. Das ist ja nicht mehr nur Mainstream, das ist weit drunter. Sozusagen die Yellow Press des Verlagswesens innerhalb der phantastischen Literatur. Und gerade einige dieser Jugendbuchverlage tragen maßgeblich dazu bei und behaupten dann auch noch, sie hätten sich diverse Fertigkeiten erworben, die allen zugute kommen. Wenn ihr sie habt, dann nutzt sie bitte auch. Aber das, was da massenweise auf den markt geworfen wird, ist einfach nicht gut. Und das oft aus diversen Gründen. Nicht selten hatte ich in letzter Zeit das Gefühl, dass inhaltlich nicht mehr so genau hingeschaut wird.
Alles nach dem Untertitel "Verlage entwickeln Plattformen" hat mir so die Galle hochgetrieben, dass ich dazu auch nichts weiter schreiben werde.
Bitte, bitte besinnen wir uns doch wieder mehr auf das Handwerk, denn neben allen Schnellschüssen und Oberflächlichkeiten gibt es noch genug davon.

Und dann tauchte kurz vor Ende des Monats noch dieser Blogartikel im Social Media Gewimmle auf.
Abgesehen davon, dass ich diesem zustimmen möchte, haben mich die enthaltenen Links ziemlich verstört.
Da gehen journalistische Literaturkritiker gegen Blogs vor, Blogs gegen andere Blogs (Genenwartsliteratur versus Genre), Blogger gegen Self-Autoren, Verlage irgendwo mittendrin, von Buchhändlern kaum zu schweigen (und vermutlich noch mehr, was ich gar nicht sehe(n will).
Aber ich habe eines - auch nach dem Lesen meiner eigenen obigen Beiträge - begriffen: Snobismus fängt irgendwo an - er hört aber nicht irgendwo auf. Er setzt sich fort, quasi Stufe um Stufe. Muss das sein?
Darum noch einmal zurück zu meinem Aufruf: Mehr Offenheit, mehr aufeinander zugehen! Bitte.


(Seltsame) Suchanfragen

abstand französische satzzeichen
Nicht anders als bei deutschen.

efeuskelett
???

wie erstellt man ein werbeplakat fuer ein buch
Mit viel Kreativität.

ich habe es dir nie erzählt
Na sowas!

tatsch oberfläche
*lach* Alles klar, ne?



Kommentare:

  1. Diesmal stecken doch sehr viele sehr interessante Themen in deinem Rückblick.

    Mit dem Artikel von Thomas Wörtche habe ich mich dieser Tage auch gedanklich auseinandergesetzt. Das wird vielleicht jetzt vielen nicht gefallen, aber: Ja, der Artikel ist polemisch und chauvinistisch bis dorthinaus, aber er enthält meiner Ansicht nach auch etliche wahre Körnchen, die sich die deutsche Bloggerszene ruhig mal selbstkritisch vor Augen führen könnte. Etwa, wenn es um die wachsende Professionalisierung von Bloggern in Form von Rezensionsexemplaren und Kooperationen geht, aber letztlich dann doch wieder alle nur ein nettes Plauderründchen über Bücher sein wollen. Das geht für mich nicht zusammen. Und völlig absurd wird es dann, wenn vor allem gefällig "geplaudert" wird, um die Spender des Gratislesestoffs nicht zu vergräzen - was hat das noch mit einem unbefangenen Austausch über Bücher zu tun? Vor allem, wenn der Lesestoff sich danach richtet, was einem die Presse-Abteilungen in den Posteingang spülen? Und worüber plaudert man dann eigentlich so? Über sympathische Charaktere, über hübsche Cover, aber wirklich genauer untersucht oder hinterfragt wird der Lesestoff eher selten und mit dem von dir in einem anderen Zusammenhang genannten "Handwerk" hält sich auch kaum jemand lange auf. Und wenn die Leser das schon nicht tun, warum sollten es dann Autoren und Verlage tun? Interessiert ja eh keinen. Irgendwie bedingt sich alles gegenseitig in diesem Kreislauf. Klingt jetzt vielleicht arg negativ, aber ich habe neulich eine englische Rezension über einen Fantasyroman gelesen, in der unter anderem die Gesellschaftsstruktur des Buches besprochen und die Rolle der weiblichen Figuren untersucht wurde (auf einem ganz normalen Level, nicht akademisch), und dass ich mir so etwas auf kaum einem deutschen Blog vorstellen konnte, hat mich echt nachdenklich gemacht.

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    1. Doch? ;-)
      Um alle meine Gedanken zu dem Thema zu nennen, müsste ich sehr viel weiter ausholen. Was mir an Wörtches Text einfach missfällt, und da kann man einfach nicht drumrum reden, ist der Ton. Allerdings regt mich auch der erste Link im Text auf. All diese neue(re)n Texte a la "Wir Blogger sind ..." schreiben wir und _ich_ finde mich nicht darin wieder. Überhaupt eine große Masse aus Einzelindividuen zu machen, finde ich ganz furchtbar. Als hätte man die früheren Foren nun zersplittet, weil A lieber einen blauen Hintergrund mag und B lieber einen grünen. Blogger rotten sich auch oft zusammen - egal aus welchem Grund. Gute Kontakte untereinander sind das eine, _das_ aber etwas völlig anderes. Leser, die überlegen, mit einem Blog zu beginnen erhalten so ganz schnell den Eindruck, dieses und jenes müsse so und nicht anderes sein. Und als Blogger selbst zu sagen, man halte nicht viel von Bloggern ... das sagt wohl alles.
      Nein, nija, ich bin da ganz bei Dir. Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Leute selbstkritisch an die Sache herangehen. Vielleicht doch mal einen, zwei Punkte aufgreifen und überlegen, ob da was dran sein könnte und wenn ja wo.
      Die englische Rezension erwähnst Du sehr oft. ;-) Übrigens kannst Du denächst (und früher) einige Rezis hier lesen, da musste ich dann doch mal was zu den Frauenfiguren sagen. Ich habe die Rezis aber so zeitlich auseinandergezogen, dass es nicht so auffällt. Weißt Du warum? Eben weil sowas nicht üblich ist und ich nicht fix in eine Schublade gesteckt werden wollte.
      Mir hat jemand von einer Rezi erzählt (in einer Sprache, die ich nicht beherrsche), da hat sich eine Leserin bei der Autorin bedankt, dass sie ihre Leser nicht für doof hält und auch ältere Wörter benutzt, Begriffe, die nicht unbedingt zum alltäglichen Sprachgebrauch gehören, etc. Situationen, wo nicht klip und klar gesagt, sondern zwischen den Zeilen gezeigt wird.
      Ich denke, jemand muss mal wieder genau hinschauen und wer, wenn nicht die Verlage? Die, die den Stoff liefern sozusagen. Ja, die Autoren ... aber sind wir mal ehrlich ... kannst Du mir beispielsweise die Werke der weiblichen Phantastikszene in Deutschland erklären? Mich gruselts. Aber auch gewisser Jugendverlag (Poster) veröffentlicht Werke ... da _kann_ einfach keiner genau hingesehen haben - und wenn doch, wäre es schlimm, wenn mit Blick aufs Geld weggesehen wird. Ich überlege ohnehin mal einen (offenen) Artikel zum Thema: (sexuelle) Gewalt (vor allem gegen Frauen) in Werken zu schreiben. Meinem Empfinden nach hat das in letzter Zeit enorm zugenommen und zwar in allen Genres. Wird einem dann auch noch harmlos verkauft, in etwa historisch "das war eben damals so" oder in Thrillern "so denkt ein Psychopath eben". Dabei bedient es lediglich niedere Instinkte bei uns allen. Aber da schweife ich wohl zu sehr ab.
      Zurück zu den Bloggern: Sie müssen sich wieder mehr als Individuen sehen. Auch wenn es so scheint, als sei man dann nichts mehr. Oft lesen Blogger andere Blogger und das war es dann auch schon. Aber sich neue Lesekreise zu erschließen ... das wäre doch mal eine Herausforderung. Wie viele neue Blogs habe ich in den letzten Monaten beobachtet, die toll anfingen und jetzt zum Abklatsch des Mainstreams geworden sind und bei denen man zwischen all den "Monday-Aktion", "was liest du, wenn - Aktion", "schläfst du nachts durch - Aktion" man einfach nicht mehr den Kern sehen kann. Ich wollte meine Blogroll mal ausmisten, aber ich fürchte, da bleibt dann nicht mehr sooo viel übrig.

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    2. Schon interessant, dass man bestimmte Dinge lieber nicht oder lieber nicht zu oft schreibt, um nicht in eine "Schublade" gesteckt zu werden. Geht mir nicht anders. Ich halte mich derzeit arg zurück und überlege, wohin es gehen soll. Meine thematischen Inspirationen bekomme ich derzeit eben leider vor allem durch amerikanische Autoren und Blogger und da geht es viel um im weitesten Sinne feministische Themen oder um die Repräsentation marginalisierter Gruppen in der Literatur.

      Das mit der (sexualisierten) Gewalt gegen Frauen empfinde ich übrigens auch als ein sehr aktuelles und wichtiges Thema. Im Zuge einer GOT-Folge gab es da ja viele Diskussionen und einige kluge Blogartikel dazu.
      Mich stößt diese Fetischisierung von Gewalt gegen Frauen auch zunehmend ab. Sei es der Vorabendkrimi oder blutige Thriller, wo immer hübsche junge Frauen die Opfer sind, seien es angeblich "historisch korrekte" (Fantasy! *lol*) Serien, die Vergewaltigung als Sensationsmoment einsetzen, seien es Geschichten von Frauen, die um stark zu sein und Rache nehemen zu wollen erstmal vergewaltigt werden müssen, etc.

      (Ich denke ich habe die Rezension in dem Fantasykommentar letzten Monat mal erwähnt, der ja thematisch hieran anschließt. Aber öfter kann eigentlich gar nicht sein, so lange ist das noch nicht her. :D)

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    3. Warum schreibe ich wohl so "versteckt" über manche Dinge ;-) Mittlerweile bin ich ja auch "enttarnt" und habe auch noch mehr Sachen dran zu hängen. Ich denke, das ist auch bei vielen anderen mit ein Grund eher mal zu schlucken und ruhig zu sein. Abgesehen davon habe ich das auch in der Vergangenheit schon hier und da getan und gemerkt, dass andere weibliche Leser das nicht so sehen wie ich. Aber ich verstehe diese ganze Alphamännchen-Sache ohnehin nicht.
      Dass es bei Dir ruhig geworden ist, ist mir schon aufgefallen. Aber bitte nicht aufhören! Ein paar kritische Stimmen brauchen wir.
      GoT ... hör bloß auf, das kann ich nicht mehr hören und die "das war eben damals so" Geschichte auch nicht. Zum einen ist es nicht wahr bzw. voller Unwahrheiten und zum anderen war schon den Büchern anzumerken, dass da auch ein Autor schreibt, der auf gewisse Art und Weise Frauen gegenüber erzogen wurde (allen Werken übrigens, nicht nur GoT). Dann wurde es modern, Frauen zu stärken und ich denke, er hat inzwischen hier und da bereut, die Welt so straff angelegt zu haben, weil die Frauenfiguren nun mal nur so und nicht anderes handeln können. Als Autor nicht leicht ...
      Aber auch im Thriller merkt man es immer stärker, leider auch Jugendbuch und letztens dachte ich, ich lese nicht richtig: im LiRo.
      Ähm ja, Du hast es nur einmal bisher erwähnt, aber immerhin ;-) Siehst Du, ich kann zuhören *lach* Ich nehme übrigens gerne Links per Mail entgegen, generell von Seiten, offenbar lese ich die falschen ...

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  2. Interessante Themen, die du da ansprichst - und interessante Diskussion in den Kommentaren. Ich habe ja das Gefühl, dass von beiden Seiten ein gewisser Snobismus gepflegt wird. Auf der einen Seite Literaturkritiker, die Blogger nicht ernst nehmen und der Meinung sind, man dürfte nur über Bücher schreiben, wenn man bestimmte Regeln einhält und Literatur studiert hat; auf der anderen Seite aber auch Blogger, die professionelle Literaturkritiker grundsätzlich verdammen und immer dieses Argument auspacken, dass die Bücher, die diese besprechen, ja "keiner" lesen möchte.
    Wie du schreibst, würde ich mir da auch mehr Offenheit von beiden Seiten wünschen. Ich habe ja manchmal das Gefühl, seltsam zwischen den Stühlen zu sitzen, da ich Literatur studiert habe, aber trotzdem auf meinem Blog einfach über Bücher plaudern möchte, ohne deshalb zwangsläufig Rezensionen so verfassen zu müssen, wie ich es im Studium gelernt habe. Mein Blog ist eben mein Hobby und vielleicht verschenke ich auch Gelegenheiten, da ich ihn nicht ernsthafter aufziehe, aber zugegeben habe ich dazu derzeit einfach keine Lust.
    Das ist ja letztendlich auch der Grund, weshalb ich keine Rezensionsexemplare nehme und gerade deshalb fühle ich mich auch frei zu sagen: Ich kann über Bücher schreiben, wie ich möchte, ich kann die Bücher lesen, die ich möchte und solange es mir Spaß macht und ein paar Leser meinen Blog mögen, ist es ja prima.

    Ich merke aber auch, wie schwierig es manchmal ist, mit einem Blog wie meinem mehr Leser anzusprechen. Nicht nur, weil ich nicht gerne Werbung mache und mich auch zu wenig aktiv darum bemühe, mehr Leser zu bekommen, sondern auch, weil ich halt mit meinem Lesestoff keine klare Linie verfolge.
    Den einen sind wohl meine Besprechungen literarischer Werke zu unprofessionell und salopp, die anderen wiederum interessieren sich nur für aktuelle Bestseller und alles in allem ist wohl meine Mischung mitunter für manche etwas sperrig.
    Nun ja, so ist das halt ...

    Was das genauere Hinterfragen des Lesestoffes betrifft ... das ist etwas, wozu ich manchmal durchaus Lust hätte. Dann aber wieder finde ich so etwas schwierig, ohne massiv zu spoilern und das möchte ich in einer "normalen" Rezension nicht so gern machen. Ich habe aber bei mir eine Reihe von Notizen/Ideen zu verschiedenen Themen, die ich gern mal ansprechen würde, darunter z.B. die Frauenfiguren bei Patrick Rothfuss.
    Ob es damit allerdings was wird, ist die andere Frage. Irgendwie komme ich nur alle heiligen Zeiten mal dazu, über solche Themen zu schreiben (vor einer Ewigkeit etwa mal über die personale vs. auktoriale Perspektive). Aber vielleicht sollte ich mir energischer vornehmen, das auch öfter mal zu machen.

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    1. Mich wundert (na ja ein bisschen), dass wir jetzt schon drei Frauen sind, die da etwas nicht in Ordnung finden, bisher dachte ich, ich stehe alleine damit da. Genau darum finde ich es wichtig, ein Thema nicht zu verschweigen, sondern zu bennen. Also bitte ja, schreib den Artikel über die Frauen bei Rothfuss. Ich habe kürzlich "Die Musik der Stille gelesen" (ohne das Hauptwerk zu kennen) und besonders nach Vor- und Nachwort entschieden, dass ich mit dem Lesen eben diesen Hauptwerkes warten werde. Genau darum würde es mich gleich doppelt interessieren, was Du zu sagen hättest.
      Den Anspruch, den man mit seinem Blog hat, kann nur jeder Blogger selbst für sich festlegen. Wenn man nicht zufrieden ist, muss man etwas ändern. ;-) Mich stört es nur, wenn jemand schreibt: "Wir" Blogger machen dies und jenes und fühlen noch was drittes. Wie genau es "richtig" geht weiß ohnehin niemand so genau, man lernt es nur durch probieren verschiedener Dinge. Aber schon hier ist das so eine Sache. Könnt Ihr Euch noch erinnern, als wir Blogartikel noch und nöcher verfasst haben, weil plötzlich alles eintönig war (gleiche Artikel, in etwa "neue Bücher daheim" und ähnlich Inhaltsloses) und alle nur noch die gleichen Bücher gelesen haben? Hat sich das etwa geändert? Nein. Es sind sogar diese unseeligen Aktionstage dazu gekommen.
      Darum müssen wieder mehr Individuen her, die über etwas schreiben, das ihnen wichtig ist und nicht wovon sie denken, die Leser wollen das so mit schielendem Blick auf die Klickzahlen. Was übrigens auch ein ein Punkt gegen dieses "Wir" ist, ebenso wie "größere" und "kleinere" Blogs. Wer nimmt denn diese Einteilung vor?
      Aber das führt jetzt zu weit. Sei Dir einfach versichert, dass ich bei Dir einmal die Woche reinschaue und mir zum Lesen auch Zeit nehme, auch wenn ich nicht unbedingt immer was drunter schreibe. Und das _weil_ ich immer was Neues entdecke - ich werde mir eines der Balkonbücher selbst anschaffen ;-)

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    2. Dann kann ich jetzt wohl nicht mehr aus. ;-)
      Ich finde noch nicht mal, dass Frauenfiguren bei Rothfuss sehr problematisch sind, aber er wird gern als Beispiel für jemand genommen, der gute weibliche Figuren schreiben kann - und dem kann ich nicht so ganz zustimmen. Genauso, wie Kvothe immer so ein bisschen als der "Frauenversteher" dargestellt wird, aber das aus meiner Sicht nicht wirklich ist.
      Ich muss aber erst einmal meine Gedanken dazu sortieren und einiges nochmal nachlesen, was nicht so einfach ist, da ich den 1. Band nur ausgeliehen und den 2. nun als Hörbuch gehört habe.

      An die Blogartikel wegen der Eintönigkeit kann ich mich noch gut erinnern. Und nein, viel hat sich nicht geändert. Ich habe ja nicht prinzipiell etwas gegen solche Aktionen und habe bei mir auch schon den einen oder anderen Neuzugang vorgestellt (was ja im Falle etwas von Nils Holgersson sogar zu einem regen Austausch in den Kommentaren geführt hat), aber die Summe macht es eben. Manchmal kommt es mir vor, dass tagelang bloglovin bei mir nur mit solchen geflutet ist und dann bin ich schon immer etwas genervt.
      Ebenso, wenn ein und dasselbe Buch auf gefühlt jedem 2. Blog besprochen wird.

      Ich werde letztendlich sowieso so weiterbloggen wie bisher. Manchmal überfallen mich halt solche Gedanken, dass mein Blog vielleicht nicht interessant genug ist, aber ich habe meine Freude daran und einige sehr treue Leserinnen und das ist ja im Grunde das wichtigste. Und ich freue mich auch über alle stillen Leser. ;-)

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    3. Zu den Frauen bei Rothfuss gibt es übrigens hier einen sehr interessanten Artikel (wie ich finde): http://swan-tower.livejournal.com/724311.html
      Es geht zwar mehr um das Nichtvorhandensein von Frauen, aber eben auch darum, welche Funktion die, die es gibt, haben.

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    4. @Neyasha:
      Nein, kannst Du nicht ;-) Wenn ich den Link von nija unten so lese, dann sollte ich Teil 1 am besten gleich wegtauschen und überhaupt niemals nicht lesen ...
      Eintönigkeit entsteht ja nicht durch das bloße existieren von Dingen, aber wenn so gar nichts anderes mehr kommt ... und auch die "neu bei mir"-Posts sind ja allein dadurch langweilig, weil alle die gleichen Bücher bekommen ... meine "Leseliste" in etwa ist auch der meistbesuchte Link und da steht ja so gesehen eigentlich gar nichts Aufregendes drin.
      Gedanken machen wir uns alle hier und da. Vielleicht braucht man ab und an einfach eine Art neue Herausforderung, einfach mal was versuchen. Schaden kann das eigentlich nie. ;-)

      @nija:
      Danke für den Link! Unheimlich interessant. Wie schon eben erwähnt, das Werk lese ich wohl niemals mehr ... oder vielleicht gerade, mal sehen. (Kleine Widderhörner und so)

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  3. Auch wenn ich von dir als Lügnerin empfunden werde, melde ich mich doch mal zu Wort. ;) Ich finde nämlich, dass Rezensionen zu Rezensionsexemplaren durchaus unabhängig sein können, auch wenn mir bei einem persönlichem Kontakt eine negative Rezension natürlich schwerer fällt - keine Frage. Trotzdem bin ich da ehrlich und verfasse meine Kritik so, dass sie meine eigenen Ansprüche erfüllt - und so, wie ich es auch bei einem nicht-Rezensionsexemplar tun würde. Wenn man begründet, was einem nicht gefallen hat, muss eine negative Rezension ja auch gar nicht "schlecht" sein, sondern kann trotzdem Interesse wecken. Ich bin aber ganz froh, dass ich meistens ein gutes Händchen bei der Buchauswahl habe - oder mal eins so wenig zu mir passt, dass ich abbreche und (generell) nicht rezensiere.

    Dafür bin ich bei der Auswahl von Rezensionsexemplaren ein wenig beeinflussbarer, zumindest was die Zeit angeht, die ich für das Anschauen des Buches aufwende. Wenn ich die Mail nicht besonders sympathisch fand und die ersten Seiten der Leseprobe mich nicht ansprechen, entscheide ich da schnell. War mir die Mail sympathisch, lese ich die Leseprobe meistens ganz und mache mir auch mehr Gedanken darum, was genau mir nicht gefällt (inhaltlich oder Stil?). Das kommt natürlich auch immer auf meine Tagesform an.

    Diese "Wir Blogger"-Beiträge finde ich auch seltsam, wieso muss man da verallgemeinern? Das sind individuelle Erfahrungen, kein allgemein gültiger "Zustand". Manche Autoren sind da aber auch nicht besser, das nimmt sich nichts. Und beide Seiten verkaufen einem das natürlich so, als ob sie alles richtig gemacht hätten und unschuldig sind. Wem soll man dann glauben? Schließlich war man ja nicht dabei ... Ich mache da also lieber meine eigenen Erfahrungen und höre auf mein Bauchgefühl anstatt auf andere.

    Ich muss aber zugeben, dass mich die ganzen Diskussionen und Aufregereien der letzten Zeit auch etwas verunsichert haben, was meinen eigenen Blog betrifft. Nicht in der Hinsicht, dass ich ihn den Wünschen anderer anpassen will, sondern weil die Buchblogger inzwischen einen so schlechten Ruf haben. Da fragt man sich dann, warum man sich so eine Mühe macht - dazu kommt noch, dass meiner nicht besonders bekannt ist. Ein typischer Nischenblog eben. Ich brüte schon eine Weile an einer Idee, wie ich Autoren mehr einbinden könnte, weil ich das als Mehrwert ansehe und es zu meinen Zielen für den Blog passt. Aber wenn man als Blogger pauschal so einen schlechten Ruf hat, empfinde ich das eben doch als schwieriger und lasse die Idee vielleicht sterben.

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    1. (Teil 2 - mein Text war zu lang ...)

      Lustigerweise ist mir letztens beim Blog-aufräumen aufgefallen, wie lange uns schon das Thema mit den so ähnlichen Blogs beschäftigt. Das passt ja wieder. ;) Das Problem könnte sein, dass sich viele Blogger von den großen Verlagen vereinnahmen lassen und möglicherweise ihre Ziele anpassen bzw. das als DIE Möglichkeit sehen, um bekannter zu werden. Oder sie fühlen sich einfach nur geschmeichelt. Oder es ist einfacher? Dabei geht dann verloren, sich selbst auf die Suche zu machen, neugierig zu sein, neues zu entdecken. Was schade ist, weil so die individuelle Ausrichtung verloren geht bzw. erst gar nicht gefunden wird.

      Die Literaturkritiker ... Die hoch erhobene Nase ärgert mich schon, vor allem wenn nicht akzeptiert werden kann, dass Buchblogs ihre Daseinsberechtigung und Leser haben. Es ist eben Geschmackssache, mit was man mehr anfangen kann - oder vielleicht auch beides schätzen kann. Ich möchte ungern als Blümchenblogger tituliert werden, aber es gibt auch Dinge, über die man da - ganz abseits vom Ton - nachdenken kann. Die zutreffen. Nur: Eine ergiebige Diskussion führt man in einem anderen Tonfall und ohne Bloßstellungen oder solche Abwertungen, auch wenn das wohl nicht das Ziel der Artikel war. Mit etwas mehr Respekt auf beiden Seiten sähe das schon wieder anders aus. Allerdings habe ich auch das Gefühl, dass das bei den meisten nicht klappen würde, weil einfach oft in fest gesteckten Schubladen gedacht wird und man sich gar nicht annähern möchte.

      Und dein neuer Button ... Toll! Das sieht klasse aus. Sagst du nochmal Bescheid, wenn sich da auch Bücher finden? Ich bin doch neugierig - besonders auf die Phantastik des Nordens. :)

      Liebe Grüße,
      Marny

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    2. Zu Teil 1:
      Das war zwar nicht so ganz Gegenstand der Posts, aber ich gebe offen zu, dass ich nicht glaube, dass man völlig unbeinflusst eine Rezi verfassen kann, wenn das Buch direkt vom Autor stammt. Da stehen immer persönliche Dinge im Vordergrund, egal ob man denjenigen kennt oder nicht. Man muss da schon ein starker, in sich gefestigter Mensch mit einer gewissen "Ist mir egal" Haltung sein. Und wie wenige das schaffen, sieht man ja letztendlich an den ganzen White- und Black-Lists. Nämlich so gut wie gar keiner. Wenn es dann noch ein "geschenktes" Werk ist, gehe ich davon aus, dass das niemand schafft. Man geht einfach eine Verpflichtung ein, ob einem das nun bewusst ist oder nicht, das hat etwas mit Sozialisation zu tun, die wir nun mal alle von Kindesbeinen an erfahren und erlernen. Wenn Du also fleißig neuen Lesestoff recherchierst (das mache ich auch :)), warum dann unbedingt ein Werk eines Dir Bekannten? Warum stets und ohne Ausnahme deutsche Autoren? Wie wichtig ist es Dir als Leser, den Hintergrund des Autors zu kennen? Seinen persönlichen Kontakt eventuell sogar aktiv zu suchen und/oder herzustellen? Eine wie auch immer geartete Reaktion auf die Rezi zu bekommen bzw. auch diese mehr oder weniger aktiv zu suchen?
      Da ich weiß, wo Du Dich so rumtreibst ;-) sind das schon mitunter Fragen, die mir kommen, wenn ich eine Deiner Rezis überfliege, weil ich auch nie genau weiß, inwiefern ich diesen "trauen" kann. Wir wissen beide, dass es in der Vergangenheit auch andere Leser zur Sprache brachten. Also: Hand aufs Herz: Wie "unabhängig" ist Deine Meinung wirklich (egal ob bewusst oder unbewusst)?
      Das heißt übrigens nicht, dass ich mir nicht schon (zahlreiche) Anregungen bei Dir geholt habe, oft Werke, die mir sonst aus unterschiedlichen Gründen entgangen wären.
      Dem Ruf der Blogger hilft es nicht, wenn wir die Hände in den Schoß legen ;-)

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    3. Mir ist sehr bewusst, dass mich viele für unehrlich halten - das bekomme ich ja auch immer wieder gesagt. An diesen Meinungen kann ich aber nichts ändern - ganz einfach, weil ich nichts daran ändern kann, wenn mir nicht geglaubt wird und ich einfach nur in eine bestimmte Schublade gepackt werde. Wobei ich ja nun wirklich nicht die einzige Bloggerin mit Autorenkontakten bin, aber bei mir wird das wohl besonders gern als Makel empfunden.

      Bei Rezensionsexemplaren gehe ich nur die Verpflichtung ein, diese zu lesen und zu rezensieren. Nicht die Verpflichtung, das Buch positiv zu bewerten. Ich sehe das auch nicht als Geschenk, sondern als einen Deal - tausche eBook gegen Rezension. Ich schreibe niemanden an und bitte um ein Rezensionsexemplar, aber bei den Anfragen sind immer wieder Titel dabei, auf die ich von allein wohl nicht (oder lange nicht) gekommen wäre und die mich auch durch die Leseprobe reizen. Diese Black- und White-Lists habe ich bisher nur als Listen von Autoren wahrgenommen, die entweder gut oder schlecht mit Kritik umgehen können bzw. zwingend eine positive Rezension erhalten wollen.

      Ich suche nicht nur nach Büchern von mir bekannten Autoren, aber ich lese nun einmal auch gerne weitere Bücher, wenn mir eines gut gefallen hat (was ich nicht als sehr ungewöhnlich empfinde). Auch! Denn ich mische das mit Titeln mir noch unbekannter Autoren. Und ich lese nicht zwanghaft nur deutsche Autoren, es ist nur einfach so, dass mich das am meisten reizt und die nicht-deutschen Autoren da meistens das Nachsehen haben. Wenn ich möchte, lese ich auch ausländische Autoren. Einfach so.

      Wenn mir Bücher gefallen, mag ich auch gern mehr über den Autor wissen. Mich interessiert generell die "andere" Seite, die Eindrücke aus Autorensicht. Und meine Kontakte haben sich mit den Jahren ergeben (Leserunden, Lesungen), durch Facebook ist es ja nochmal leichter geworden, Kontakt aufzunehmen. Bei Autoren, zu denen ich noch keinen Kontakt hatte, mache ich das von mir aus auch nur, wenn es um Blog-Aktionen geht. Ich schreibe nicht jeden an, von dem ich ein Buch gelesen habe und teile meine Rezension mit. Bei bekannten oder befreundeten Autoren, von denen ich weiß dass sie auf meine Meinung neugierig sind, mache ich das aber natürlich schon. Auch wenn das jetzt sicher wieder deine Meinung bestärkt, dass ich unehrlich bin. Aber ich habe für mich entschieden, dass ich mir nicht vorschreiben lassen möchte, dass ich mit Autoren nicht näher bekannt oder befreundet sein darf. Wenn man mir nicht zutraut, trotzdem Kritik zu äußern, kann ich daran nichts ändern.

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  4. Zu Teil 2:
    (Blogsystem hat sich leider gewiegert, die beiden Post, Deinen beiden Posts zuzuordnen.)
    Das Thema beschäftigt uns tatsächlich schon sehr, sehr lange und leider hat sich nicht geändert. Wir haben nämlich nicht nur eines Tages mit diesen Posts aufgehört, wir haben auch nichts dagegen getan. Und die Entwicklung, die ein ganz paar von uns (die es auch teilweise nicht mehr gibt) vorhergesehen haben, ist leider eingetreten.
    Diverse Blogs nennen sich nun auch nicht mehr "Blog", sondern "Redaktion", andere ändern ihr Blogäußeres oder gar gleich ihre URL. Es ist also ein Thema, das viele von uns beschäftigt, nur leider traut sich keiner so recht, es anzugehen. Überhaupt fehlen mir die kritischen beiträge von früher. Das, was sie heute als solche bezeichnen, ist ... irgendwas.
    Im zweiten Absatz sagst Du meine Gedanken ;-) Man muss selbst ein bisschen aus der Schublade kommen (wollen) und das dann auch anderen zutrauen. Sonst ändert sich nie etwas.
    Wir Dir nicht entgehen ;-)

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    1. Ich mag es aufgegeben haben, Posts über die Gleichförmigkeit zu verfassen, aber ich habe etwas dagegen getan, indem ich bei meinem Blog ich selbst bleibe, auch wenn mein Schwerpunkt nicht so gut ankommt. Und ich ermuntere zu mehr Individualität. Das ist nämlich etwas, dass jeder für sich selbst entscheiden muss und natürlich von seinen Zielen abhängt. Im Gegensatz zu den Anfängen hat sich bei den Zielen eben auch viel verändert, zumindest aus meiner Sicht. Bei mir war es so, dass ich meine Leseeindrücke und die Leidenschaft für Literatur teilen wollte - der Rest hat sich entwickelt. Jetzt höre ich oft, dass ein entscheidender Punkt der ist, an Rezensionsexemplare, Verlagskontakte, ... zu kommen. Das hat auch seine Berechtigung, und da die Blogger inzwischen ein wichtiges Marketinginstrument geworden sind, wird das auch so bleiben. Es gibt einfach ganz unterschiedliche Ziele - man sollte nur aufpassen, dass man sich da nicht selbst verliert. Vielen scheint es aber genau so Spaß zu machen, möglicherweise ist das aber auch ein Punkt der persönlichen Entwicklung. Es ist nur schade, dass soviel Konkurrenzdenken und Neid entstanden ist, weil es nicht mehr nur um individuelle Inhalte geht, sondern um Klicks und andere höher-schneller-weiter-Werte. Es gibt indivuelle Blogs, aber sie sind in der Minderheit.

      Ich kann an den Zielen anderer nichts ändern, aber ich kann dafür sorgen, dass ich meinen Zielen treu bleibe und mich auch nicht von Gegenwind vom Kurs abbringen lasse. Und ich kann versuchen, die Neugier auf unbekanntere oder auch ältere Bücher zu wecken - einfach indem ich über die berichte, die mich persönlich ansprechen.

      Ich habe nun einmal einen Blog, allein schon rein technisch gesehen. Deshalb fände ich es auch blöd, mir einen anderen Namen zu geben. Wegen einigen schwarzen Schafen. Ich hoffe einfach, dass Werte wie Respekt und Vertrauen noch nicht ganz verloren sind und vertraue einfach auf mein Bauchgefühl. Meistens lässt mich das nicht im Stich, auch wenn ich irgendwie zwischen allen Fronten auf meinem Floß sitze. ;)

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