Samstag, 16. Mai 2015

Veronica Mars - Zwei Vermisste sind zwei zu viel - Jennifer Graham/Rob Thomas

Titel: Veronica Mars - Zwei Vermisste sind zwei zu viel
Autoren: Jennifer Graham/Rob Thomas
Originaltitel: Veronica Mars 1
Verlag: script5
ISBN: 978-3839001752
Euro: 14,95
Veröffentlichungsdatum: August 2014
Seiten: 336
Serie: Veronica Mars
Come in: Tausch









Inhalt

Veronica Mars ist nach ihrem Jura-Studium wieder zurück in ihre Heimatstadt Neptune gekommen, wo sie ihren alten Job als Privatdetektivin wieder aufnimmt. Nach einer Spring-Break-Party verschwindet das junge Mädchen Hayley spurlos und Veronica nimmt die Ermittlungen auf. Dabei trifft sie auf Personen, die sie für verschollen hielt und muss sich plötzlich mit ihrer eigenen Vergangenheit auseinandersetzen.



Meinung

Dieses Buch basiert auf einer dreistaffeligen TV-Serie, die bereits 2004 erstmalig ausgestrahlt wurde. Darin ermittelt ein blonder, weiblicher Teenager an der eigenen High School und in der Heimatstadt in Fällen, die sonst wohl niemand übernehmen würde. Dabei verlässt sie sich besonders auf ihre Kamera und ihr loses Mundwerk. Als Hintergrundgeschichte will sie herausfinden, wer ihre beste Freundin umgebracht hat und außerdem, wer sie ein Jahr zuvor auf einer Party vergewaltigte.
Beruflich musste ich mir im letzten Jahr alle Folgen hintereinanderweg auf DVD ansehen und habe aus gleichem Grund das Buch gelesen. Wirklich warm bin ich mit der Serie nie geworden, wenn ich sie doch auch unterhaltsam fand. Mit manchen Themen wurde aber so lasch und unreflektiert umgegangen, dass ich daran einfach keinen Spaß finden konnte. Nicht zuletzt ist Veronica zwar eine im Grunde sympathische Figur, sie vergreift sich aber leider sehr oft im Ton, so dass ihr restlicher Charakteraufbau oft völlig über den Haufen geworfen wird.
Zum Buch. Wer die Serie kennt und mochte wird daran sicher viel Spaß haben. Allerdings macht es tatsächlich Sinn, bereits in eben dieser drinzustehen, da sonst das ein oder andere Detail sicher unverständlich sein könnte. Veronica hat das Teenagerdasein hinter sich gelassen und muss sich dem Leben stellen. Ihr Herzblatt weilt leider nicht in der gleichen Stadt wie sie und ist nur wenige Minuten per Livechat zu erreichen. Ihr Vater ist noch immer verletzt und so muss sie alles allein händeln.
Die Geschichte ist hervorragend konstruiert und erinnert in ihrem Aufbau tatsächlich stark an die Serie. An überraschenden Wendungen und Kniffen fehlt es nicht, wenn es aber kurz auch mal stockt. Das Buch wird zwar aus der Sicht Veronicas erzählt, jedoch nicht in der Ich-Form. Es ließe sich darüber streiten ob dabei etwas von ihrer Ironie verloren gegangen ist, denn in der Serie hat sie nichts unkommentiert gelassen, oder ob das schlicht an ihren inzwischen achtundzwanzig Lenzen und einer wie auch immer eingetretenen Reife liegt.
Das Lesen des Buches ist keine verschwendete Lebenszeit, der letzte Funke wird aber sicher nur bei eingefleischten Fans überspringen.

Kommentare:

  1. Ich mochte die Serie sehr gern (zumindest die ersten beiden Staffeln) und fand auch den anschließenden Film toll, auch wenn ich deine Kritikpunkte gut nachvollziehen kann und mich stellenweise auch über Veronica geärgert habe.
    Beim Buch schreckt mich tatsächlich die Perspektive ein wenig ab. Ich habe mal in die Leseprobe reingelesen und fand es da total seltsam, dass Veronica nicht aus der Ich-Perspektive erzählt. Ich weiß nicht genau, ob ich mich daran im Laufe des Romans gewöhnen würde.

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    1. Ich glaube, wenn Du die Serie mochtest, wird Dir das Buch gefallen. Wenn es Dir in der Bücherei über den Weg läuft, einfach mal reinsehen :)

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  2. Also ich denke, dass ich zu den Veronica Fans gehöre :P Die Serie mochte ich sehr sehr gerne, den Film fand ich gelungen und für das Buch muss ich mich noch überraschen lassen ^^ Ich habe es im Original schon eine Weile auf dem SuB,eigentlich seit ich den Film gesehen habe :)

    Mit der Perspektive finde ich auch etwas schade, wenn man dennoch Einblick in ihre Gedanken bekommt, kann ich es aber verschmerzen.

    Liebe Grüße,
    Tina

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    1. Den Film habe ich leider nicht gesehen, weshalb ich mir auch das Urteil, man verstünde wahrscehinlich nicht alles, wenn man die Serie nicht kennt, durchaus zugetraut habe. Aber wie gesagt, wenn Dir die Serie gefallen hat, wird es wohl auch das Buch. Einfach mal versuchen. :)

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