Freitag, 5. Dezember 2014

(Gesammelt) Abgebrochene Romane


Die Monster, die ich rief - Larry Correia (Verlag)
Owen Pitt ist Buchprüfer. Eines Abends erfüllt er sich einen lang gehegtenTraum und wirft seinen Boss aus dem Fenster. Allerdings nicht ganz freiwillig, denn dieser hatte sich vor seinen Augen in einen leibhaftigen Werwolf verwandelt und versucht, ihn zu fressen. Als Owen im Krankenhaus erwacht, ist ein Agent bei ihm. Er erklärt ihm, dass es Monster wirklich gibt und seine Organisation sie im Zaum hält, natürlich unter strenger Geheimhaltung. Und er macht Owen ein interessantes Jobangebot ...

Abgebrochen auf Seite 155 (von 652)
Der Anfang des Romans liest sich gar nicht so schlecht und sorgt für fliegende Seiten. Schnell wird klar, dass es hier nicht um Sprache und Vermittlung von Erzähltem geht, sondern ums bloße Erzählen. Das gelingt, bis jedoch zumindest ich das Gefühl hatte, ich lese Myke Coles "Kontrollpunkt: Shadow Ops" noch einmal. Der Held, der in gewisse Situationen gerät und schließlich zu einer Art Geheimorganisation, die gegen Monster kämpft. Hier mystische Wesen wie Werwölfe.
Sie weisen ihn ein, er bekommt gleich einen Feind, weil der mit der sexy Braut zusammen ist, die er insgeheim anhimmelt. Dann gibt's Unterricht und *schnarch* es liest sich eben noch nicht einmal besonders gut und auch Cole habe ich an etwa der gleichen Stelle abgebrochen. Hinzu kommt nämlich, dass ich hier wahrscheinlich auch nicht die richtige Zielgruppe bin (wobei es die werte Frau Mama richtig toll fand), die wesentlich männlicher und/oder schießwütiger sein muss. Ich sehe durchaus das Potential der Story, aber die Gleichheit zu Cole und der Rest sorgten für fehlendes Interesse am Fortgang der Handlung.


Die schwarzen Perlen - O.S.Winterfield (Kauf)
Die Nacht senkte sich auf Ferrymoore Castle herab. Es war ein trauriger Tag gewesen. Stella Douglas hatte ihren Vater, Sir Henry, zu Grabe getragen - 16 Jahre nach dem Tod ihrer Mutter Olivia. Die junge Frau war jetzt ganz auf sich allein gestellt. Unwillkürlich dachte Stella an die Gemächer ihrer Mutter, die seit deren Tod verschlossen waren und die auf Geheiß ihres Vaters niemand mehr hatte betreten dürfen. Was war damals nur so Schreckliches geschehen, dass Lady Olivia auf Ferrymoore auch in der Erinnerung nicht mehr leben durfte? Stella wollte es herausfinden. Jetzt konnte sie niemand mehr daran hindern, diesen Teil des Schlosses zu betreten. Unsicher überschritt sie die Schwelle in das verbotene Reich. Ihr Blick fiel auf ein großes Portrait ihrer Mutter. Es zeigte eine wunderschöne Frau, um deren Hals eine Kette aus schwarzen Perlen lag ...

Die Ende September gestartete neue Heftromanreihe habe ich nicht wirklich abgebrochen, aber auch nicht wirklich gelesen. Es tut mir beinahe leid, das so ehrlich sagen zu müssen, aber etwas so Schlechtes habe ich schon eine ewig lange Zeit nicht mehr gelesen und ich wundere mich darüber, dass es das zu einem Verlag geschafft hat. Die Zeiten, in denen man über Heftromane lächeln konnte, sind längst vorbei, es gibt viele verschiedene und oft sehr gelungene (jeden Genres) auf dem Markt. "Die schwarzen Perlen" gehören defintiv nicht dazu.
Die Erzählung wirkt in weiten Teilen wie eine bloße Nacherzählung, geht nie wirklich in die Tiefe und liest sich ausgesprochen stockend. Oft hatte ich das Gefühl, es werden Dinge übersprungen. Details am Rande, Beschreibungen und Co. gibt es offenbar grundsätzlich nicht. Die Handlung ist mehr als lahm und greift jedes mehrmals bekannte und oftmals wiederverwendete Klischee auf. Was nicht verwundern sollte, die Serie hat nämlich beinahe vierzig Jahre auf dem Buckel und ist eine Neuauflage. Sie erschien damals unter dem Pseudonym Anne Hatfield.
Spätestens ab mittig nur noch quer gelesen, taugt einfach nichts.
Da ich ausversehen leider Teil 2 als Print gekauft habe, musste ich Teil 1 per E-Book nachkaufen. Nun bereue ich jedoch jeden Cent und weiter lese sicher nicht. Sorry, aber unbedingt Hände weg!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen