Dienstag, 9. September 2014

(Gesammelt) Abgebrochene Bücher


Der Moloch - Stella Gemmel (Kauf)
In Jahrtausenden Schicht um Schicht erbaut, ist die Stadt ein gewaltiger Moloch, der viel zu lange schon mit all seinen Nachbarvölkern im Krieg liegt. Im Herzen der Stadt residiert der Imperator. Nur wenige haben ihn je zu Gesicht bekommen, und so mancher glaubt, dass das sinnlose Kämpfen und Sterben erst dann vorüber sein wird, wenn das unnatürlich lange Leben dieses Herrschers endet. Doch nur ein einziger Mann könnte es ihm nehmen. Ein Mann, der einst der erste General des Imperators war. Der dann jedoch in Ungnade fiel und einem hartnäckigen Gerücht zufolge selbst gar nicht mehr am Leben sein soll ...

Abgebrochen auf Seite 305 (von 734)
Der Beginn des Debüts der Witwe von David Gemmel ist durchaus gelungen und versteht es, den Leser in den Bann zu ziehen. Aber schon kurz nach dem ersten Drittel liest es sich mehr und mehr langgezogen und zäh. Dabei ist es nicht einmal die episodenhafte Wirkung, die wechselnden Figuren; das ist sogar recht gut gemacht. Aber es stockt immer mehr und obwohl sich während der Handlung einiges ereignet, wirkt es oft, als passiere nichts. Das große Ganze ergibt sich sicher erst am Ende, aber ab und an ein Fingerzeig wäre nicht schlecht gewesen. Als sich schließlich alles im Kreis dreht und eine Figur wie im Vorbeigehen getötet wird, war auch mein Stehvermögen am Ende, vor allem im Hinblick auf weitere vierhundert Seiten wechselnder Langeweile.
Es ist nicht wirklich schlecht, aber man muss definitiv etwas für diese Art der Umsetzung übrig haben.


Die Legende vom letzten König - Ellen Kushner (Kauf)
Vor langer Zeit wurde der letzte König gestürzt und mit ihm die letzten Magier vertrieben. In Riverside glaubt jeder, dass es so am besten war. Nur Professor Basil St. Cloud ist fest davon überzeugt, dass die alten Herrscher alles andere als korrupt und unfähig waren. Und auch im Norden des Landes werden die Rufe nach der Rückkehr der Könige immer lauter. Die regierenden Lords müssen rasch handeln, wenn sie diese Entwicklung aufhalten wollen ...

Vom Vorgängerband "Die Dienerin des Schwertes" (The Privilege of the Sword) schwer begeistert, war es zum zweiten Teil kein weiter Weg. Leider kann dieser das Niveau des ersten nicht einmal annähernd halten. Aus einer zunächst glaubhaften und ausgefeilten Geschichte ist zwar eine gelungene Grundidee geworden, die sich aber immer stark am Rande der Lächerlichkeit bewegt. Die Figuren wechseln die Partner, wie andere Leute die Unterhosen, sich nicht darum scherend, ob es sich um Männlein oder Weiblein handelt. Obwohl dagegen prinzipiell nichts einzuwenden ist, sollen hier dennoch große Gefühle verkauft werden, die schlicht nicht gegeben sind. Die Autorinnen haben versucht, alte Legenden (Die Große Jagd, der Hirsch etc.) in ihre Story zu verweben, aber auch das ist gründlich nach hinten losgegangen. Die Hauptfiguren wirken in ihrem Streben und ihrer Beziehung zueinander manchmal ungewollt ein bisschen albern.
Zusätzlich ist es mehr als schade zu sehen, was aus den Figuren des ersten Teiles geworden ist.
Nach etwa zweihundert Seiten mittig leicht quer gelesen, vieles übersprungen und dann nur noch das Ende gelesen. Absolut nicht empfehlenswert!

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