Donnerstag, 25. September 2014

Die Buchmagier - Jim C. Hines


Titel: Die Buchmagier
Autor:Jim C. Hines
Originaltitel: Libriomancer
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3404207473
Euro: 8,99
Veröffentlichungsdatum: März 2014
Seiten: 464
Serie: Magic Ex Libris/ Die Buchmagier 01
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Inhalt

Isaac Vainio ist auf den ersten Blick ein typischer Bibliothekar. Doch in dem Buch-Nerd schlummern geheimnisvolle Fähigkeiten: Er ist einer der wenigen, die Libriomantik ausüben können. Mithilfe dieser Magie kann jede Figur oder jeder Gegenstand aus jedem Buch, das jemals geschrieben wurde, herausgezogen werden. Isaac lebt, längst aus dem aktiven magischen Dienst zum Schutz der Menschheit ausgetreten, mit der magischen Feuer-Tarantel Klecks zusammen und katalogisiert für die Geheimgesellschaft De Zwelf Portenaere Titel. Als er unerwartet in seiner Bibliothek von drei Vampiren angegriffen wird, ändert sich sein biederes Leben. Offenbar wurde das gesamte System unterwandert und niemand weiß, wem noch zu trauen ist. Nur der ursprüngliche Initiator der Gesellschaft könnte noch alles retten und so muss Isaac wieder in den aktiven Dienst treten, um genau diesen ausfindig zu machen.

Meinung

Wer Cornelia Funkes "Tintenherz" und die darin vorkommene Figur Zauberzunge kennt, dem wird Hines Grundidee nicht neu sein. Der einzige Unterschied ist, dass die Bücher, aus denen Isaac Gegenstände zieht nicht unbedingt gut geschrieben sein müssen und dass kein realer Gegenstand als eine Art Platzhalter in das Buch wechseln muss.
Hines Isaac jedoch holt oft, was ein Nerd kennt, die typischen Dinge eben, die in einem Phantastikroman (F wie SF) vorkommen, während es bei Funkes Jugendbuch eher Märchen und Klassiker waren.
Isaac ist ein sympathischer, wenn manchmal auch ein etwas zu netter Mann, über den sich im Nachhinein wenig sagen lässt. Ihm zur Seite werden diverse Figuren aus Büchern gestellt, mit denen er dann interagieren muss und sich oft nicht sicher ist, wie das am besten vonstatten gehen sollte.
Der Anfang des Romans liest sich flott weg, doch dann schleichen sich erste Längen ein, die sich leider auch halten. Mitunter wird es auch mal recht zäh, was dazu führt, dass zumindest ich die ganze Drumherum-Geschichte nicht ganz verstanden habe.
Insgesamt ein Roman, von dem ich mir deutlich mehr versprochen habe. Kein wirklich herausragender Charakter, außer der Spinne Klecks und die ist nur cool, weil sie in Flammen aufgeht und M&Ms mag. Die Grundidee leider bekannt und nicht wirklich neu umgesetzt. Dazu die spürbaren Längen. Mittelfeld. Bestenfalls.


Magic Ex Libris/ Die Buchmagier:
1. Libriomancer (Die Buchmagier)
2. Codex Born (Angriff der Verschlinger)
3. Unbound (Januar 2015)


http://www.jimchines.com/
Jim C. Hines wurde 1974 in Pennsylvania geboren und hat an der Michigan State University Psychologie und Anglistik studiert. Er schreibt seit den frühen neunziger Jahren, inzwischen als Vollzeit-Autor. Sein Fantasy-Roman "Die Goblins" wurde auf Anhieb in verschiedene Sprachen übersetzt und fand bei den deutschen Lesern eine große Fangemeinde. Jim C. Hines lebt heute mit seiner Familie und vielen Haustieren in Michigan.

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