Donnerstag, 12. Juni 2014

Keturah, Gefährtin des Todes - Martine Leavitt


Titel: Keturah, Gefährtin des Todes
Autorin: Martine Leavitt
Originaltitel: Keturah and Lord Death
Verlag: Carl Hanser Verlag
ISBN: 978-3446234758
Euro: 14,90
Veröffentlichungsdatum: Februar 2010
Seiten: 240
Kein Serientitel
Come in: Tausch










Inhalt/Klappentext

Die junge Keturah hat sich im Wald verirrt, erschöpft erwartet sie ihr Ende. Doch der Tod gewährt ihr eine Frist: Wenn sie innerhalb eines Tages die große Liebe findet, von der sie in ihren Geschichten immer erzählt, darf sie leben. Keturah macht sich auf die Suche, doch nicht einmal die Dorfhexe Sor Lily vermag ihr zu helfen. Verzweifelt handelt Keturah erneut mit dem Tod und kommt ihm dabei immer näher. Als der junge Lord Temsland ihr schließlich eine Liebeserklärung macht, scheint sich alles zum Guten zu wenden. Bis Keturah begreift: Das Entgegenkommen des Todes hat einen hohen Preis.



Meinung

Diese Geschichte in einer Geschichte wird ziemlich märchenhaft erzählt - allerdings eher als Märchen für Erwachsene. Keturah selbst ist zwar erst sechzehn Jahre alt, als sie dem Tod begegnet, aber die Dinge die sie unternimmt, um ihm zu entkommen, wie sie ihr Dorf beschützt und wie überlegt und umsichtig sie allen Widrigkeiten begegnet, macht es klar zu einer reiferen Geschichte. Auch das Ende zeigt dies klar und deutlich.
Wie im Märchen hält sich die Autorin nicht lange mit Beschreibungen auf und gibt es hier und da ein paar kleinere Unlogiken, die aber nicht ins Gewicht fallen und sehr schnell überlesen werden. Handlung wie Sprache sind dicht, romantisch wie düster, eindringlich und mitunter fast poetisch. Keturah charakterisiert sich und ihre Umgebung sehr Lesernah, zeigt ihr Umfeld trotz knapper Beschreibungen in aller Offenheit.
Die Zweifel Keturahs an ihrer "großen Liebe", die scheinbar perfekt nur auf sie gewartet zu haben scheint, sind geschickt eingewoben und es wirkt, als bemerke der Leser sie noch vor dem Mädchen selbst. Einzig ihr wahres Interesse an der einzig wahren Person(lichkeit) kommt mitunter etwas kurz und hätte ruhig etwas weiter in den Vordergrund treten können.
Eine bezaubernde kleine Geschichte, die nicht nur für stille Stunden wie gemacht ist, sondern zudem auch noch nachdenklich stimmt.


http://www.martineleavitt.com/
Die Autorin Martine Leavitt, 1953 in Taber, Kanada geboren. Sie studierte an der University of Calgary. Heute lebt Sie in High River und ist Mutter von sieben Kindern. Ihre Kinderbücher wurden vielfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Benjamin Franklin Award, dem Mr. Christie Award sowie dem Preis der American Library Association.
Sie schreibt auch unter dem Namen Martine Bates.

Kommentare:

  1. Mir hat es auch sehr gefallen, auch wenn mir zu Beginn die detaillierteren Beschreibungen gefehlt haben. Aber der Stil, die Handlung und das Ende haben mich schnell darüber hinweggetröstet :-)

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    1. Ich habe leider schon Meinungen dazu gelesen, bei denen ich nur den Kopf schütteln konnte. Das ist eben keine typische, rosaflockige YA, das ist eine Kunstform, da ist das eben so wie es ist. Darum habe ich das vorsichtig mit "eher für Erwachsene" umschrieben.

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  2. Ich hab jetzt mal nachgeschaut, was ich damals dazu geschrieben hab - ich war eher zweigeteilter Meinung :D

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    1. Und kein Link tz, tz.

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    2. http://blattgold-lesen.blogspot.co.at/2010/05/rezension-martine-leavitt-keturah.html

      Bitteschön :)

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