Donnerstag, 15. Mai 2014

Die Elementare von Calderon - Jim Butcher


Titel: Die Elementare von Calderon
Autor: Jim Butcher
Originaltitel: Codex Alera 01. Furies of Calderon
Verlag: Blanvalet
ISBN: 978-3442269372
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: September 2013
Seiten: 608
Serie: Codex Alera 01
Come in: Kauf









Inhalt

Das Kaiserreich Alera liegt in den letzten Zügen, denn Kaiser Gaius Sohn ist siebzehn Jahre zuvor im Gefecht getötet worden und er konnte mit seiner zweiten Frau keinen weiteren Nachwuchs zeugen. Die Adligen reiben sich bereits die Hände, ein Bürgerkrieg steht bevor und die feindlichen Marat fallen immer wieder an den Grenzen ein.
Alera ist von der Magie der Elementargeister geprägt, von denen jeder Bewohner einen ihm zugehörigen besitzt - jeder außer dem fünfzehnjährigen Hirtenjungen Tavi, der bisher vergeblich auf sein Magieerwachen wartet.
Als er während eines Sturms auf die Kursorin Amara trifft und ihr hilft, ahnt er nicht, in welche gefährlichen Intrigen er hineingeraten ist. Amara hat mithilfe ihres Luftelementars eine Verschwörung gegen den Kaiser aufgedeckt und ist auf der Flucht. Sie und Tavi müssen die nächste Garnison erreichen und warnen, ehe alles zu spät ist.



Meinung

Angeblich hat Butcher diesen Roman aufgrund einer Wette geschrieben, bei der er aus zwei weniger gelungenen Ideen eine gute Geschichte machen wollte. Die Anlehnung ans römische Reich und die Tatsache, dass man gut eine Art Sammelkartenspiel aus allem machen könnte - Stichwort: Elementare - sprächen dafür.
Im ersten Buch der Codex-Alera-Reihe, die insgesamt sechs Bücher umfasst, die alle in die deutsche Sprache übersetzt wurden, hat es Butcher tatsächlich auf eine lesenswerte Erzählung gebracht, die aber leider zu vorhersehbar und langatmig daherkommt, um Interesse (meinerseits) an der Fortsetzung zu erzeugen. Dabei überzeugt die Idee mit den Elementaren durchaus, sie wirken wie eine Art Weiterentwicklung aus Pullmans ("Der Goldene Kompass") Dæmons, die in Tierform ihren jeweiligen Besitzer begleiten. Bei Butcher sind die Elementare jedoch nicht an eine Form gebunden und entsprechen im Grunde Feuer, Erde, Luft und Wasser.
Der Anfang entwickelt sich nur langsam, der Autor führt zwar schnell zum Grundkonflikt, aber die entsprechenden Figuren nur langsam ein. Die analogen Genrebekanntheiten, wie der einfache Junge vom Land, der aus seinem beschaulichen Leben gerettet wird (und sich später zweifellos als mehr herausstellen wird, als er zunächst scheint), ziehen leider zusätzlich in die Länge.
Die Anleihen an das römische Zeitalter sind vorhanden, aber nicht so ausgeprägt, als dass sie merklich Einfluss nehmen würden.
Gelungen sind menschliche Interaktionen und Beziehungen, in etwa was den Hof auf dem Tavi aufgewachsen ist, betrifft.
Es wechseln sich Passagen, bei denen die Seiten nur so vorbeifliegen und jene, bei denen sie scheinbar zusammenkleben ab. Es gibt Höhepunkte und Wendungen, doch nur selten sind sie überraschend. Tavi wirkt außerordentlich jung und ein bisschen naiv, bekommt jedoch seine Momente vom Autor zugesprochen.
"Die Elementare von Calderon" lesen sich weg, werden aber nicht im Gedächtnis bleiben. Gutes Mittelfeld, der letzte Funken mag einfach nicht überspringen. Kann man lesen, muss man aber nicht unbedingt.


Codex Alera:
1. Furies of Calderon (Die Elementare von Calderon)
2. Academ's Fury (Im Schatten des Fürsten)
3. Cursor's Fury (Die Verschwörer von Kalare)
4. Captain's Fury (Der Protektor von Calderon)
5. Princeps' Fury (Der Befreier von Canea)
6. First Lord's Fury (Der erste Fürst)

 http://www.jim-butcher.com/
Jim Butcher ist ein US-amerikanischer Schriftsteller, bekannt für seine Dresden-Files- und Codex-Alera-Serien. Neben dem Schreiben gilt seine größte Leidenschaft dem Kampfsport. Der international erfolgreiche Bestsellerautor lebt mit seiner Familie in Missouri, USA.

Kommentare:

  1. Den 1. Teil der Reihe habe ich vor laengerer Zeit auch gelesen und mir hats damals recht gut gefallen.. Zu vorhersehbar schon, jap, und Tavi ist ein bisschen nervig, aber ich wollte eigentlich weiterlesen. Nur hab ich das bis heute nicht geschafft und das Interesse ist leider nicht mehr vorhanden.

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    1. Ich habe ihn auch zuende gelesen und fand mich nicht um Lesezeit betrogen, aber ich fand es eben auch nicht so gut, dass ich mir den zweiten Teil angeschafft hätte.

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