Samstag, 12. April 2014

(Neu) Pausengeschichten


Wer heute viel unterwegs ist, mit öffentlichen Verkehrsmittel fährt, bei Ämtern oder Ärzten warten muss oder sich sonst ein wenig Zeit vertreiben will, kennt ein Phänomen der modernen Zeit ganz sicher. Das Smartphone oder: "Das Ding in meiner Tasche".
Einer neuen Studie zufolge, liest schon jeder siebte E-Book-Nutzer täglich auf dem Smartphone, was es somit zum beliebtesten Lesegerät für E-Books macht.
Woran es liegt? Wahrscheinlich an der handlichen Größe - einfach in die Tasche zu stecken, was auch einmal ein Argument für Taschenbücher und Heftromane gewesen ist - der leichten Bedienbarkeit und dass es ein Gerät für "alles in einem" ist.
Doch die Momente, die wir zum Lesen in der Öffentlichkeit nutzen sind kurz. Und somit wohl auch die Storys, die wir konsumieren?

Der Autor Michael Kulakov hat darin eine echte Marktlücke erkannt und die "Pausengeschichten" erfunden. Diese kleinen Ablenker vom Alltag kommen witzig, pointiert, auch mal emotional, nie frivol, aber immer mit einem Augenzwinkern daher. "Eine kleine Alltagspause mit Witz und russischem Flair - entspannt vom alltäglichen Stress und der üblichen Rennerei. Witzige Geschichten aus dem echten Leben. Pausengeschichten eben.", schreibt er dazu in den Header seines Blogs.
Auch ein E-Book wird es in absehbarer Zeit geben, das der Autor für jeden Leser kostenlos zur Verfügung stellen möchte. "Das ist mein Prinzip. Ich nehme ja auch viel Kostenloses aus dem Netz und bin froh, dass es viele freie Sachen gibt, die jemand einfach aus Spaß macht und der Welt zur Verfügung stellt. Ohne dies müsste man für viele Sachen viel Geld bezahlen. Und wenn man nimmt, sollte man auch geben, weil es sonst nicht funktioniert. Auch wenn ich es in einer anderen Form der Gemeinschaft zurückgeben möchte.", sagt der Vater von zwei Kindern dazu.
Wer neugierig geworden ist, sollte regelmäßig die Webseite von Michael Kulakov besuchen.



Ruhiges Plätzchen

Eines Tages bekam ich Besuch von einem älteren, müde aussehenden Hund. Er hatte ein Halsband an und sah gut ernährt aus, so dass ich davon ausging, dass er kein Streuner war und ein Zuhause hatte. Ich streichelte den Hund ein wenig und als ich ins Haus ging, folgte mir der Hund und legte sich in einer Ecke schlafen.
Am nächsten Tag kam er wieder, als ich im Garten war, begrüßte mich und legte sich wieder im Haus schlafen. Geschlafen hat er so ungefähr eine Stunde. So ging es mehrere Tage weiter. Schließlich wollte ich es unbedingt wissen und legte einen Zettel mit folgendem Text an sein Halsband:
“Ich möchte gerne wissen, wer das Herrchen dieses wunderschönen Hundes ist, und ob derjenige (also Sie) weiß, dass er jeden Tag zu mir schlafen kommt?”
Am nächsten Tag kam der Hund mit der Antwort zurück:
“Er wohnt in einem Haus zusammen mit sechs Kindern. Zwei von ihnen sind unter drei Jahre alt. Der Hund versucht sich nur irgendwo in Ruhe auszuschlafen. Kann ich morgen auch vorbeikommen?”

Hat Ihnen diese kleine Kostprobe gefallen?

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