Mittwoch, 30. Januar 2013

E-Book-Aktion "Dollar Daze"


Vom 30. Januar bis zum 3. Februar wird eine weitere Aktion verschiedener E-Book Autoren in englischer Sprache stattfinden.
Die achtzehn Autoren und ihre Werke sind HIER zu entdecken.


In a province where magic is forbidden and its possessors are murdered by the cruel Praetor, young Ilan, born with the powerful gift of her ancestors, has only one hope for survival. Concealment. In the shadow of Dimmingwood, she finds temporary protection with a band of forest brigands led by the infamous outlaw Rideon the Red Hand.
But as Ilan matures, learns the skills of survival, and struggles to master the inherent magic of her dying race, danger is always close behind. When old enemies reappear and new friendships lead to betrayal, will her discovery of an enchanted bow prove to be Ilan’s final salvation or her ultimate downfall?


Astronomers have predicted that Earth will pass through the tail of a comet. They say people will see colorful sunsets and, best of all, a purple moon. But nobody predicts the lightning-fast epidemic that kills older teens and adults. Space dust from the comet contains bacteria that attack the human hormones responsible for puberty.
Abby Leigh awakens to a classmate banging on the door, sees a truck crashed, and finds her baby sister, Toucan, crying out for breakfast. She soon discovers why Dad hasn't fed Toucan.
Abby struggles to care for her brother and sister while scientists in quarantine race to find a cure. Meanwhile, the time bomb of adolescence ticks louder the older Abby gets.


In the court of the Tremontine king, political struggles, assassination attempts and sexual intrigue surround the newly arrived Prince Temmin. The sheltered, immature young man flounders until he finds an ally in Teacher.
Teacher is unlike anyone Temmin's ever met: magical, immortal and the keeper of the royal family's secret history, hidden in a magic book. When Temmin reads it he becomes his ancestors, experiencing everything they feel in even their most intimate moments.
At first it's exhilarating. But as Teacher's lessons continue, they force Temmin to consider hard questions of duty, consent, responsibility and choice--and to confront not just his forefathers' sins but his own.
When the gods of Love and Desire call Temmin to serve them for two years, he faces the very questions raised in Teacher's lessons. The King believes an old prophecy: if Temmin joins the Lovers' Temple the monarchy will end. The gods are irresistible, but the King is implacable. Now Temmin must decide which is more dangerous--defying his father or defying the gods.

Dienstag, 29. Januar 2013

Buchtrailer der Woche



"Der Fluch des Mechanicus: Ein historischer Frankfurt-Roman" von Alf Leue überzeugt durch seine kleinen, aber feinen Details. Da wird nicht nur eine alte Karte der Stadt gezeigt, es fliegen kleine Vögel oben am Himmel vorbei. Aber auch andere Effekte setzen deutliche Zeichen.
Sound und Musik sind klar und gut zu verstehen und die Menge an Text hält sich in Grenzen, auch wenn es vielleicht einen Tick mehr ist, als bei manch anderem Trailer.

Frankfurt, 1494: Eilig reitet Wolf Besigheim mit seinen Verbündeten den beschwerlichen Weg von Frankfurt nach Mainz. Auf der Suche nach einem griechischen Dokument ist Vorsicht geboten. Zu kostbar ist das Geheimnis rund um die Anleitung zum Bau einer Maschine, mit der sich mechanisch Gold herstellen lässt. Dem Besitzer des geheimnisvollen Dokuments steht unvorstellbarer Reichtum bevor, doch umgeben von Neid und Missgunst lebt es sich gefährlich. Auf ihren Wegen treffen sie auf Halunken, Wegelagerer und Hexen. Zugleich wird Wolf von einem immer wiederkehrenden schrecklichen Traum geplagt, der ihm Rätsel aufgibt. Rätsel, denen er nie auf die Spur zu kommen glaubt. Doch als die Auflösung des Mysteriums greifbar nah ist, hat die Wahrheit eine solche Gewalt, dass Besigheim daran zu zerbrechen droht. Mit viel Spannung und historischem Fingerspitzengefühl entführt Alf Leue seine Leser ins spätmittelalterliche Frankfurt und taucht ein in eine Welt aus Habgier, Neid und jeder Menge Abenteuern.

Montag, 28. Januar 2013

Interessante Fantasy/SciFi Neuerscheinungen Februar


(Mit Leseprobe)
Die Welt ist nicht mehr dieselbe: Horden von Untoten haben die USA überrollt, und das Land ist nun aufgeteilt in den Osten, wo sich die letzten lebenden Menschen verschanzt haben, und den Westen, wo die Zombies Jagd auf Menschenfleisch machen. Nur ein Mann wagt es noch, in die verseuchten Gebiete zurückzukehren, um im Auftrag der Lebenden ihren untoten Verwandten die letzte Gnade zu erweisen und Spezialeinsätze im Land der Toten auszuführen: Henry Marco. Dies ist seine Geschichte ...

Jillan wächst behütet im Reich der Erlöser auf. Was auch geschieht, er weiß, dass der Heilige Azual ihm beistehen wird. Bis zu dem schicksalhaften Tag, am dem aus ihm unkontrollierte Magie hervorbricht, und er einen seiner Mitschüler umbringt. Kaum jemand ist entsetzter als Jillan. Denn die Heiligen dulden keine magischen Kräfte neben ihren eigenen. Als Ketzer gejagt, flieht Jillan in die Wildnis, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Doch dann beschließt der Heilige Azual, den jungen Mann persönlich zur Strecke zu bringen ...

(Mit Leseprobe)
Sir Richard Francis Burton: Entdecker, Gelehrter und geschickter Schwertkämpfer. Sein Ruf ist befleckt, seine Karriere zerstört. Und sein ehemaliger Partner wahrscheinlich tot.
Algernon Charles Swinburne: ein talentierter Poet, stets auf Nervenkitzel aus und ein Anhänger des Marquis de Sade. Der Schmerz ist für ihn Lust und der Brandy sein Untergang.
Gemeinsam sollen sie die Machenschaften des "Springheeled Jack" untersuchen: Eine mysteriöse Gestalt, die wie aus dem Nichts auftaucht und sich an jungen Frauen vergeht. Ihre Nachforschungen führen sie zu einem der bedeutsamsten Ereignisse des Jahrhunderts -und zu der Entdeckung, dass die Welt, in der sie leben, besser gar nicht existieren sollte.

Donnerstag, 24. Januar 2013

(queergelesen) Früh übt sich - Mit Kinderbüchern spielerisch Toleranz lernen


Die Autorin Juliette Bensch ("Last minute Liebe") liest und schreibt über queere (Literatur-)Themen.

Früh übt sich
Mit Kinderbüchern spielerisch Toleranz lernen
 
Wer erinnert sich nicht an sein liebstes, erstes Vorlesebuch? Eines, das man sich immer und immer wieder als Kind durchblättern konnte und nicht müde wurde, die Stimme eines Erwachsenen zu hören, der die Bildergeschichten mit Worten unterlegt. Es sind Bücher, an die man sich noch Jahre später mit besonderer Sentimentalität erinnert.
Da queere Themen offenbar in allen Genres der Literatur vertreten sind, muss es auch entsprechende Kinderbücher in den unendlichen Weiten der Literaturwelt geben. Ich bin für euch auf die Suche gegangen und möchte euch in diesem Beitrag einige Beispiele vorstellen. 

Mittwoch, 23. Januar 2013

Interessante LiRo/Paranormal Neuerscheinungen Februar


(Mit Leseprobe)
Olivia Grace dachte, sie würde den Mann, der sie nach der Hochzeit sitzen ließ und ihr Leben ruinierte, nie wiedersehen – bis sie ihn schwer verletzt auf dem Schlachtfeld von Waterloo findet. Jack hat das Gedächtnis verloren und glaubt sich und Olivia noch immer glücklich verheiratet. Und Olivia muss ihn in diesem Glauben lassen, um nicht noch einmal alles zu verlieren, was ihr teuer ist … Doch als die alte Leidenschaft erneut zwischen ihnen erwacht, steht für Olivia etwas noch Kostbareres auf dem Spiel: ihr Herz.

(Mit Leseprobe)
Mia Price liebt es, vom Blitz getroffen zu werden. Es löst in ihr eine überwältigende Energie aus, nach der sie sich immer öfter sehnt. Als aber ein gewaltiges Erdbeben ihre Heimat Los Angeles fast komplett zerstört, geht es nur noch ums Überleben. Im Chaos der Nachbeben werben zwei rivalisierende fanatische Gruppen um Gefolgsleute. Beide versprechen, dass nur ihre Anhänger den nahenden Weltuntergang überleben werden, und beide wollen Mia auf ihre Seite ziehen. Ist sie etwa die Schlüsselfigur der bevorstehenden Apokalypse?

(Mit Leseprobe)
Fran liegt im Bett und leidet. Das tut sie schon seit Wochen. Genauer gesagt, seit Michael sie mit einer viereckigen, kleinen Schachtel in der Tasche zum Essen ausführte, zärtlich ihre Hand nahm ... und mit ihr Schluss machte. Statt einem Ring am Finger, trägt sie nun Michaels alte Socke mit sich herum und führt Therapiegespräche mit ihrem Kater Duke Ellington. Ihre besten Freunde können das nicht länger mitansehen und schmieden einen Plan. Fran muss auf Dates mit acht verschiedenen Männern gehen, bevor sie Michael wieder anrufen darf ...

Dienstag, 22. Januar 2013

(Buchtrailer) Wie ein Trailer entsteht: "Zwischen Licht und Dunkelheit" - Andrea Schneeberger




Was würdest du tun, wenn der Mann, den du liebst, dich darum bittet, den Herrscher der Welten zu töten, um endlich freien Willen erlangen zu können? Was würdest du tun, wenn dein Herz nicht nur diesem Mann gehört, sondern noch einem anderen? Entscheidest du dich für das Licht oder für die Dunkelheit? Genau vor diese Wahl wird Natalie Valo, die Protagonistin gestellt.


Entstehung des Buchtrailers zu "Zwischen Licht und Dunkelheit – Die Entscheidung"

Der Gedanke, einen Buchtrailer zu produzieren, geisterte monatelang in meinem Kopf herum. Ich schob ihn aber immer wieder zur Seite, bis ich den Trailer zu Amanda Hockings Roman "Switched" (Trylle-Trilogie) sah. Ich war begeistert und entschied: Das will ich für "Zwischen Licht und Dunkelheit – Die Entscheidung" auch haben.

Ich nahm Kontakt mit meinem Cousin, Silvio Wey, auf. Er ist hauptberuflich Schauspieler und Regisseur. Er war sofort begeistert von der Idee. Im Sommer 2012 sassen wir zusammen, um das Projekt zu planen. Im Verlauf dieses Gespräches merkte ich sofort, dass Silvio einerseits die Geschichte des Buches richtig aufgefasst hatte und andererseits auch verstand, was ich wollte. Ich wusste von dem Moment an: Dieser Trailer wird richtig gut.

Ich schrieb ein paar Drehbuchversionen, aber am Ende haben wir Silvios Vorschlag genommen. Der war einfach besser. Generell habe ich ihm das Zepter überlassen. Ich habe in den vergangenen Jahren gelernt, dass es sich auszahlt, den Rat oder die Hilfe von erfahrenen Menschen anzunehmen.

Die Schauspieler hat Silvio gesucht. Er hat mir Fotos von den möglichen Darstellern gezeigt und ich durfte nicken oder den Kopf schütteln. Als er mir Patricia Sluka zeigte, sagte ich sofort: "Das ist die perfekte Natalie." Generell muss ich einräumen, dass Silvio ein gutes Händchen bewies bei der Wahl der Darsteller.

Als alle Rollen besetzt waren, mussten nur noch eine Location und alle Requisiten gefunden werden. Das war nicht ganz einfach, weil wir kein grosses Budget hatten und nicht viel Miete zahlen konnten. Auch die richtigen Requisiten und Kostüme zu finden, war kein Zuckerschlecken. Für Ramiels Kostüm habe ich einige Kostümverleiher abgeklappert, und die einzelnen Zähne für Natalie, die sie in der Traumszene ausspuckt, mussten bei einem Zahntechniker hergestellt werden.

Schliesslich wurde im September 2012 der Trailer während zwei Nächten abgedreht. Silvio engagierte für die Kamera Stefan Krapf, fürs Licht Markus Güdel und für die Maske Selina Horowitz. Alles Profis, die genau wussten, was sie taten. Bis auf eine technische Schwierigkeit lief alles wie am Schnürchen. Ich selbst übernahm während des Drehs die Verantwortung für die Verpflegung, half beim Einrichten des Sets, hielt das Kamerakabel und sprang als Script-Girl ein.

Ich versuchte, das Geld für den Trailer über eine Crowdfunding-Community zusammenzukriegen. Leider kam dort nur die Hälfte der gesuchten CHF 3000,00 zusammen. Das bedeutete, dass die Spender ihre Beträge zurück erhielten. Am Ende habe ich den Trailer mit meinem Ersparten finanziert und mein Vater und meine Mutter haben sich ebenfalls daran beteiligt (herzliches Dankeschön!).
Nach dem Dreh folgte die Post-Production mit Schneiden, Special Effects, Musik und der Aufnahme von Natalies Stimme. Die Sprechrolle wurde von Ariane Pochon übernommen.

Ich selbst war bei der Nachbearbeitung nicht dabei und wartete drei Monate auf das Resultat. Silvio und Stefan spannten mich bis zum Schluss auf die Folter. Als ich am 6. Januar 2013 den Trailer per Mail zugesendet bekam, schlug mir mein Herz bis zum Hals vor Aufregung. Den Rest des Tages bin ich mit einem glücklichen, breiten Lächeln herumgelaufen.

Es ist schade, dass wir nicht die finanziellen Mittel hatten, um das ganze Buch zu verfilmen. Ich denke, mit diesem Team wäre ein toller Film entstanden.

Samstag, 19. Januar 2013

(Autorenplausch) Alfred Bekker: Der Sohn der Halblinge


Titel: Der Sohn der Halblinge
Autor: Alfred Bekker
Originaltitel, 480 Seiten
ISBN: 3442268877
Euro: 15,00













Ich wurde 1964 in Borghorst (heute Steinfurt) geboren und wuchs in den münsterländischen Orten Ladbergen und Lengerich auf. Zum Schreiben kam ich schon als Grundschüler. Ich war begeistert von Karl May und begann Geschichten in der Art zu schreiben, wie ich sie selber gerne gelesen hätte. Das ist bis heute mein Antrieb für das Schreiben geblieben. Ich erzähle mir selbst Geschichten.
Als Teenager entdeckte ich Science Fiction und Fantasy für mich. Ich schätzte besonders Autoren wie Michael Moorcock, Terry Brooks, Karl Edward Wagner und Leigh Brackett. Fantasy zu schreiben ist für mich also wirklich eine Herzensangelegenheit.
„Der Sohn der Halblinge“ ist der erste Band der Trilogie „Die Halblinge von Athranor“. Zwei weitere werden unter den Titeln „Das Erbe der Halblinge“ und „Der Befreier der Halblinge“ noch folgen. Im Mittelpunkt steht Arvan Aradis, ein Mensch, der unter Halblingen aufwuchs. Unter den Halblingen ist er natürlich der grobe, ungeschickte Trottel – gerade gut genug, um die Baumschafe zu hüten. Aber auch er hat seine verborgenen Talente, die ihn schließlich zu einem großen Helden werden lassen. Als der Elb Lirandil – von Orks verfolgt – in den Halblingwald flieht, ändert sich Arvans Leben von Grund auf. Er erfährt von seiner geheimnisvollen Herkunft. Zusammen mit seinen Halblingfreunden Neldo, Borro und Zalea schließt er sich Lirandil an, der sich nicht weniger vorgenommen hat, als ein Bündnis zu schmieden – ein Bündnis aller Reiche von Athranor gegen die große Gefahr, die dem Kontinent droht. Denn Ghool, der Schicksalsverderber, ist durch unbedachte Magie erweckt worden und schart Orks und Dämonenkrieger um sich. Seine Heere sind schon bald nicht mehr aufzuhalten ...
Das ist ein Buch für alle, die actionreiche, abenteuerliche Fantasy mit viel Magie und dramatischen Schlachten mögen.

Donnerstag, 17. Januar 2013

Der Verrat - Patricia Briggs


Titel: Der Verrat
Autorin: Patricia Briggs
Originaltitel: Wolfsbane
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 3404206878
Euro: 9,90
Veröffentlichungsdatum: November 2012
Seiten: 368
Serie: Aralorn 02
Come in: Kauf







Inhalt

Zehn Jahre ist Aralorn fort von ihrer Heimat, nun muss sie zurückkehren - zur Beerdigung ihres Vaters. Doch kaum steht sie vor seiner Totenbahre, als sie spürt, dass er nicht tot, sondern nur mit einem Bann belegt ist. Ein mächtiger Zauber, von dem sie zunächst nicht weiß, wie sie ihn brechen soll. Gut, dass ihr Gefährte Wolf mit ihr gekommen ist, um ihr in dieser schweren Stunde beizustehen.
Die Beerdigung wird abgesagt und die Familie verlässt sich auf Aralorns Geschick. Aber nicht alle sind erfreut, sie wiederzusehen und arbeiten im Geheimen gegen sie. Und jener, den sie einst für tot durch ihre Hand geglaubt hat, scheint noch am Leben zu sein und trachtet nun nach Rache.


Meinung

"Der Verrat" ist der zweite Teil der Aralorn-Serie, die am besten in Reihenfolge gelesen werden sollte. Zwar ist der Roman auch für sich allein gut verständlich, aber es dürfte so manche Szene an Intensität verlieren, da Vorwissen fehlt.
War der "Wandlerin" noch das Debüt anzumerken, ist die Fortsetzung spürbar gelungener und in sich runder. Kaum verwunderlich, so liegt zwischen beiden Romanen eine doch sicherlich spürbare Anzahl von Jahren, wie Patricia Briggs in diesem Interview von 2009 berichtet: "Zwischen der Arbeit an neuen Büchern überarbeite ich „Masques“, mein erstes Buch, das bereits seit langer Zeit vergriffen ist und arbeite außerdem an dem Sequel dazu, das überhaupt nie verlegt wurde."
Auf der Homepage der Autorin erzählt diese ein wenig zum (Schreib-)Hintergrund des Romans. Besser als sie könnte ich es auch nicht ausdrücken: "I wrote Wolfsbane after When Demons Walk and before The Hob’s Bargain. It wasn’t a smart thing, professionally speaking, and I knew it at the time. But Aralorn and Wolf were characters that I’d been living with for most of my life. (...) Wolfsbane was the last book I wrote in which my craft took a big leap in competence as I wrote. My voice became more consistent and my pacing smoothed out. Because of Wolfsbane, The Hob’s Bargain was a much better book. The Hob’s Bargain is the one I consider my first professional quality story, because it did exactly what I wanted it to."
Das merkt man der Geschichte auf jeden Fall an. Aralorn und Wolf sind Figuren, die die Autorin mochte, der sie nach dem ersten Teil unbedingt noch mehr Hintergrund und sicher auch ein stärkeres Happy End geben wollte. Das haben sie beides übrigens zur vollsten Zufriedenheit erhalten.
Leider scheint Briggs etwas in ihrer Schreibe zu haben, dass sich auf den Fortgang der Geschehnisse zäh auswirkt, ohne dass ich genau benennen könnte, was es ist. Nach mittlerweile drei Büchern, die ich von ihr gelesen habe, meine ich, dies in allen in unterschiedlicher Abstufung gefunden zu haben. Aber die Art der Geschichte und auch die Charaktere haben mich doch immer wieder zur Autorin zurück getrieben. Bodenständige, beinahe profan normale Figuren, die nicht auserwählt sind, das ganze Schicksal der Welt zu verändern, sind nicht oft im Genre zu finden. Starke, in sich gefestigte Frauenfiguren ebenfalls leider nicht.
Die Faszination in Aralorns und Wolfs Beziehung liegt darin begründet, dass er zwar einer der mächtigsten Magier seiner Zeit ist, aber durch seine Kindheit nicht viel vom richtigen Leben ins Erwachsenenalter mitnehmen konnte. Aralorn verfügt dagegen nur über minimale Kräfte, die sie über das Blut ihrer Mutter mitbekommen hat und mit denen sie ihre Gestalt beliebig verändern kann, hat jedoch eine große Familie mit allen Höhen und Tiefen. Beide sind auf ihre Weise Ausgestoßene, durch ihre (Michblut-)Geburt ebenso, wie durch ihre Fähigkeiten und ihr Verständnis vom und ihre Auffassung zum Leben. Sie ergänzen sich einfach fabelhaft und obwohl Briggs kein großes Gewese darum macht, sind ihre Gefühle füreinander tief und echt. Das Paar begegnet sich auch auf Augenhöhe und die üblichen Pärchenmachtspielchen bleiben größtenteils aus, was sehr angenehm zu lesen war.
Die Parteien im Kampf um die Erlösung von Aralorns Vater sind schon im ersten Drittel aufgedeckt, was leider dazu führt, dass die weiteren Geschehnisse mehr als vorhersehbar sind. Was bei "Columbo" bestens funktioniert hat, zieht sich hier leider doch recht in die Länge, weil man unbewusst auf den großen Showdown am Ende wartet und alles dazwischen eher Geplänkel ist. So habe ich auch bei diesem Roman die letzten Seiten quer gelesen.
Patricia Briggs Geschichte um die Spionin und Gestaltwandlerin Aralorn ist kein Mainstream. Vor allem jene Fantasyleser werden Gefallen daran finden, die nicht immer nur vielbändige Sagas angehen wollen und zudem eher auf die Charakterisierung, als auf die Handlung Wert legen. Es geht eher gleichmäßig und gediegener zu, Freunde von Blut und Sex werden nicht befriedigt. Und doch hat die Geschichte etwas so eigenes und charmantes, dass sie allen empfohlen sein soll, die gute Geschichten zu schätzen wissen, bei denen es auch etwas gemächlicher zugehen darf.


Aralorn (deutsche Übersetzung):
1. Masques (Die Wandlerin)
2. Wolfsbane (Der Verrat)

Sianim-Series (Original):
Masques (1993)
Steal the Dragon (1995)
When Demons Walk (1998)
Wolfsbane (2010)

http://www.hurog.com/
1965 in Montana, USA, geboren, lebt sie heute mit ihrem Mann Mike und ihren Kindern im Teenageralter in Washington. Briggs begann 1990 mit dem Schreiben und veröffentlichte 1993, in sehr geringer Auflage, ihr Debüt "Masques"(Die Wandlerin). Nachdem ihre Verlegerin sie um eine Urban Fantasy Serie gebeten hat, schrieb sie "Moon Called"(Ruf des Mondes), den ersten Band der Mercy-Thompson-Reihe, mit der sie weltbekannt wurde. In vielen Romanen von Patricia Briggs spielt der Wolf eine große Rolle.
In ihrer Freizeit liest die Autorin neben Fantasy auch sehr gerne Liebesromane.

Dienstag, 15. Januar 2013

Buchtrailer der Woche




"On se left you see se Siegessäule: Erlebnisse eines Stadtbilderklärers" von Tilman Birr zeigt einige Bilder der Stadt in der ich lebe und aufgewachsen bin. Aber selbst ich habe über manches noch nie nachgedacht und genau deswegen ist es lustig. Und wer wissen will, wie Ur-Berliner so ticken, der warte das Ende des Trailers und die Antwort auf die Frage des Touristen ab.

Tilman Birr ist jung, und er braucht das Geld. Kurz entschlossen heuert er als Stadtführer – in Berlin »Stadtbilderklärer« genannt – auf einem Ausflugsschiff an und stürzt sich in den Dschungel der Berliner Tourismusbranche. Er kämpft mit Bayern, die nicht Deutsch sprechen, trotzt Sturm und Hagel sowie erbosten Senioren und macht aus gelangweilten fränkischen Schülern eine fanatisierte Masse begeisterter Berlinfreunde. Bald bringt ihn nichts mehr aus dem Konzept, und er findet sogar Antworten auf die wichtigsten Fragen jedes Berlintouristen: Warum hat Hitler die Mauer gebaut? War Berlin wirklich die Hauptstadt Russlands? Wieso wurde eine Brücke nach Martin Semmelrogge benannt? Und wann war eigentlich Horst Tappert Bundespräsident?

Montag, 14. Januar 2013

(Neuerscheinung) "The City" von Stella Gemmel


Wie hier nachzulesen, wird am 25. April 2013 wird in englischer Sprache ein Roman von Stella Gemmel erscheinen. Die Ehefrau (und Witwe) des weltweit bekannten Fantasyautors David Gemmel veröffentlicht mit "The City" ihren ersten Debütroman.

Ganz unerfahren ist sie nicht, hat sie doch zusammen mit ihrem Mann an den Troja-Romanen gearbeitet:
Der silberne Bogen (Lord of the Silver Bow)
Der Donnerschild (Shield of Thunder)
Königssturz (Fall of Kings, 2007)

Simon Taylor, der die UK-Rechte an Gemmels Werk gekauft hat, sagte nach dem Lesen: "Stella has written a breathtaking epic fantasy that is not only going to get David’s fans reaching for their superlatives but also win her a legion of new readers in her own right."
Man darf also sehr gespannt sein.

Samstag, 12. Januar 2013

Covergleichheit: Ob die Welt hier unten anders ist?


Als ich auf das Cover von "Ich lebe, lebe, lebe" in einer Rezension stieß, kam mir sofort in den Sinn, dass ich das Mädchen als Zombiejägerin kenne. Nur woher?
Es dauerte eine Weile bis ich begriff, dass es kein Cover einer deutschen Übersetzung gewesen sein konnte, denn es handelte sich weder um einen Jugend- noch einen Liebesroman. Von dieser Idee an war es dann nur ein kleiner Schritt ...

Alden Bells "Nach dem Ende" habe ich furchtbar gern gelesen - und das nicht nur, weil ich eine kleine Schwäche für Zombies habe.
Beide Bücher vermitteln durch das junge Mädchen in ihrer kauernden Haltung eine Art Schwermut und Traurigkeit bedingt durch ihre Isolation, die sich nur schwer in Worte fassen lässt. Doch die Farbe und die Details des Hintergrunds lassen die Atmosphäre recht unterschiedliche ausfallen.
Eine Frage bleibt aber offen: Wie hat sie es nur trocken durchs Wasser geschafft?


Donnerstag, 10. Januar 2013

Das Mädchen mit den gläsernen Füßen - Ali Shaw


Titel: Das Mädchen mit den gläsernen Füßen
Autor: Ali Shaw
Originaltitel: The Girl with Glass Feet
Verlag: Script5
ISBN: 3839001315
Euro: 19,95
Veröffentlichungsdatum: Januar 2012
Seiten: 400
Kein Serientitel
Come in: Tausch








Inhalt

Midas Crook liebt das Fotografieren genauso wie das Alleinsein. Bei seinen einsamen Streifzügen durch die Natur St. Haudas trifft er eines Tages auf die zwanzigjährige Ida Maclaird. Sie fasziniert ihn beinahe sofort und da die Insel überschaubar ist, kommt er schnell hinter das Geheimnis der jungen Frau. Sie verwandelt sich von den Füßen aufwärts in Glas. Auslöser dafür scheint eine Begegnung mit dem bizarren Henry Fuwa gewesen zu sein, der irgendwo allein im Moor lebt und nur selten in die Stadt kommt.
Findet Ida keine Möglichkeit, um das Glas aufzuhalten, wird sie zerbrechen und sterben. Midas, der von der lebenslustigen Art Idas irritiert wie beglückt ist, ist entschlossen, ihr bei der Heilung zu helfen. Doch das wird schwierig, denn niemand kennt den genauen Aufenthaltsort Henrys und das Glas ist schnell ...



Meinung

"Das Mädchen mit den gläsernen Füßen" versprach ein melancholisches Märchen für die kalte Zeit des Jahres, wenn die hellen Stunden des Tages zumeist von der Gräue des Zwielichts geschluckt werden und der Frost in jede noch so kleine Ritze kriecht.
Bedrückend und trist geht es dann auch tatsächlich zu, jedoch leider nicht sonderlich mitreißend. Dazu überzeichnet Ali Shaw so manche Figur und gibt jenen, die im Vordergrund stehen nicht genug Substanz und Hintergrund, um sie für den Leser fassbar zu machen. Leider neigt er auch dazu, Situationen zu sehr auszureizen und sie endlos neu zu wiederholen.
Midas ist ein sehr zurückgezogen lebender Mensch, der nur so viel persönliche Kontakte pflegt, wie unbedingt nötig. Seine zarte Seite wird durch seine Arbeit in einem Blumenladen und seine Liebe zur Fotografie (des Lichts in allen Facetten) betont. Schuld daran sein gefühlskalter Vater, der ihn und seine Mutter seelisch misshandelt hat, was nicht nur Midas Mutter zerbrechen ließ, sondern den kleinen Jungen, hilflos und zu keiner Lösung fähig, zusehen.
Shaw zeigt das an kurzen Szenen, die die Familie bei Alltäglichkeiten begleiten. Zunächst schaffen es diese, ein lebendiges Bild Midas aufzuzeigen, dann jedoch drehen sie sich nur noch im Kreis, so dass es wirkt, als würde stets das gleiche in anderer Umgebung beschrieben.
Ida hat im Leben nichts ausgelassen, ihre Hobbys haben sie weit herumgebracht und sie steht voll im Leben. So bildet sie beinahe das komplette Gegenteil Midas, was die beiden wohl so sehr am jeweils anderen fasziniert.
Eine richtig wirkliche Liebesgeschichte entwickelt sich nicht, jedenfalls nicht so, wie es in anderen Erzählungen üblich ist. Und leider bekommen beide kein Happy End, wer damit also nicht leben kann, sollte nicht erst mit dem Lesen anfangen.
Irrtiert hat mich von Anfang an die Namensgleicheit der beiden Protagonisten. An "Ida" einfach ein M und ein s heranzuhängen, schien zunächst nicht sonderlich einfallsreich. Aber nach Ende der Lektüre schlich sich der Gedanke in meinen Kopf, dass beide vielleicht eher wie eine Art Symbol zu verstehen sind. Sind sie letzten Endes vielleicht ein und dieselbe Person? Soll Ida die weibliche, verletzlichere Seite Midas sein, die er schließlich "überwinden" kann, um zu sich selbst zu finden und ein "ganzer Kerl" zu werden? Ich hoffe es ehrlich gesagt nicht, denn ohnehin schon hadere ich mit der Botschaft des Werkes.
Natürlich sollte sicherlich eine trübsinnige Geschichte erzählt werden, aber es fällt doch ziemlich auf, dass es keine wirklich glückliche Figur im Buch gibt. Allen ist im Leben etwas Schreckliches widerfahren, sei es Krankheit, Tod eines geliebten Menschen, seelische Grausamkeit oder einfach der Zwang, ein Leben leben zu müssen, dass so nie gewollt gewesen ist. Dabei zeigt Shaw aber leider keine Alternativen oder Lösungen auf, alles ist schlecht und alles bleibt schlecht. Ob das Buch also wirklich in Jugendhände gehört, sei dahingestellt.
Nicht zuletzt wird das Geheimnis um die gläsernen Menschen, denn es gibt mehrere davon, nicht aufgeklärt. Es ist anzunehmen, dass Shaw dies metaphorisch vielleicht getan hat, aber falls das so sein sollte, habe ich es nicht verstanden. Ida in etwa bekommt nur einen so dürftigen Hintergrund, dass sie kaum einzuordnen ist. Da aber sie an dem Phänomen leidet, wäre es hilfreicher gewesen, mehr über ihre Kindheit, ihr ganzes bisheriges Leben, zu erfahren.
Alles in allem liest sich der Roman zügig weg, enthält jedoch zu viele Elemente, die bedeutsam wirken, aber keine Rolle spielen und vom eigentlichen Kern, der leider nicht wirklich zu greifen ist, ablenken. Trotz sehr viel Mühe des Autors geht das Geschehen nicht wirklich in die Tiefe und verharrt recht oberflächlich, wozu auch die zähen Wiederholungen beitragen. Das Geheimnis bleibt unaufgeklärt und ein Happy End gibt's auch nicht. Darum kann man "Das Mädchen mit den gläserenen Füßen" durchaus lesen, muss es aber nicht unbedingt.

http://www.alishaw.co.uk/
Ali Shaw wurde 1982 geboren und wuchs in einer kleinen Stadt in Dorset, Großbritannien, auf. Nach seinem Abschluss in Englischer Literatur an der Universität von Lancaster arbeitete er als Buchhändler und in einer Bibliothek in Oxford. Sein Debüt Das Mädchen mit den gläsernen Füßen war ein großer Überraschungserfolg und wurde in 18 Sprachen übersetzt.

Dienstag, 8. Januar 2013

(Buchtrailer) Wie ein Trailer entsteht: "Bat Boy" - C.A. Raaven




"Bat Boy" von C.A. Raaven ist selbstgemacht. Dreht die Lautstärke ruhig etwas auf, denn Bat Boy Lucas ist etwas schwer zu verstehen.

Was passiert, wenn man nicht mehr Herr seiner Sinne ist? Seit Lucas an seinem 13. Geburtstag aus einem seltsamen Traum erwacht ist, hat er das Gefühl, den Verstand zu verlieren. Seine Sinne liefern ihm Eindrücke, die ihn mehr und mehr verstören. Nichts scheint mehr so zu sein, wie er es bisher wahrgenommen hat. Alles ist heller, lauter und viel zu intensiv. Aber so scharf seine Sinne auch sein mögen, sie versagen doch komplett daran, ihm verstehen zu helfen, warum seine Nachbarin Ines plötzlich lieber mit diesem Kevin herumhängt. Doch dann begegnet er an seiner neuen Schule einem Lehrer, der ihm Antworten auf viele seine Fragen gibt. Antworten, die Lucas? Leben für immer verändern. Während er noch damit klarzukommen versucht, dass er einer ganz besonderen Art der Gattung Mensch angehört, wird er zufällig Zeuge einer geheimen Unterhaltung und ehe er sich versieht, stecken sie alle zusammen mitten in einer abenteuerlichen Jagd quer durch das nächtliche Berlin.


Wie ein Buchtrailer entsteht - C.A. Raaven

Die Geschichte, die ich letztendlich als BAT Boy veröffentlicht habe, hat schon eine Ewigkeit in meinem Kopf und in diversen Schubladen geschlummert. Angefangen habe ich irgendwann Anfang des neuen Jahrtausends, da ich erst kurz zuvor überhaupt mein Interesse am Schreiben wiederentdeckt hatte. Wie das kam, habe ich in einer kleinen "Buchgeschichte" bei den Buchgesichtern geschrieben. Rückblickend betrachtet, ärgere ich mich ein bisschen darüber, dass ich mein Schreiben im Allgemeinen und die Geschichte im Besonderen zunächst nicht wirklich ernst genommen habe. Vermutlich hatte es damit zu tun, dass ich mir keine Chance darauf ausgerechnet hatte, bei einem Verlag unterzukommen. Aber als ich im letzten Jahr erfuhr, dass Amazon die Möglichkeit bot, auch ohne Verlag veröffentlichen zu können, da habe ich mir gesagt: „Du musst einmal in deinem Leben etwas zu Ende bringen.“
Also habe ich den größten Teil des Sommers damit verbracht, den Showdown, der mir schon von Beginn an vorgeschwebt hatte, zu Papier zu bringen. Die Erstellung des eBooks und kurze Zeit später der Printversion bei Amazon waren geradezu lächerlich einfach. In diesem Zusammenhang habe ich mich in diversen Foren im Internet herumgetrieben und bin dabei dann auf den einen oder anderen Buchtrailer gestoßen. Mir wurde sofort klar, dass das etwas war, was ich unbedingt versuchen wollte. Allerdings hatte ich dabei den Anspruch an mich, dass es nicht nur eine von Musik unterlegte Diashow mit eingeblendetem Text sein sollte. Es sollte schon so etwas wie eine Handlung geben, die allerdings auch nicht zuviel von der Handlung des Buches verraten durfte. Und ich wollte damit nicht wieder so lange warten.
Daher habe ich mir das Hirn zermartert, um auf eine passende Idee zu kommen. Diese Idee kam dann, als ich im Oktober an einem nahegelegenen See vorbeifuhr. Plötzlich hatte ich Lucas, meinen Hauptprotagonisten, vor Augen, wie er eine Weile nach den Ereignissen des Buches einen einsamen Spaziergang unternimmt, um sich alles durch den Kopf gehen zu lassen. Einen Darsteller für diese Person hatte ich ebenfalls bereits im Kopf, da mein Sohn in etwa im Alter von Lucas ist. Ich konnte ihn überzeugen, bei einer kleinen Videosession mitzumachen, wobei ich darauf geachtet habe, dass er nicht wirklich zu erkennen ist, weil ich das Bild, dass sich ein Leser von Lucas machen könnte, nicht zu sehr beeinflussen wollte. Schwieriger wurde es, als es darum ging, die Dinge oder Personen, über die Lucas nachdenkt, abzubilden, da ich keine weiteren passenden Statisten kannte. Also habe ich auf Fotomaterial zurückgegriffen, dass einen gewissen Bezug zu einzelnen Szenen der Geschichte besaß. Die größte Schwierigkeit bestand nun darin, das vorhandene Material so zu verbinden, dass es einen halbwegs vernünftigen Eindruck macht. Glücklicherweise bot mir mein Computer eine Fülle von technischen Möglichkeiten, und da ich ein Spielkind bin, habe ich in einigen nächtlichen Sitzungen zumindest den Bodensatz davon erforscht - genug, um aus ca. 1 Stunde Rohmaterial die notwendigen Teile herauszuschneiden, zu verbinden und den nicht passenden Ton durch anderen Ton zu ersetzen. Insgesamt bin ich recht zufrieden, vor allem wenn ich bedenke, dass ich kein professionelles Equipment hatte.

Sonntag, 6. Januar 2013

(Doku-Soap) "Die Hohlbeins – Eine total fantastische Familie"


Fans der Fantasyliteratur sind garantiert bereits über ihn gestolpert: Wolfgang Hohlbein. Der Neunundfünfzigjährige "gehört zu den schillerndsten Figuren der deutschen Literaturszene. Der langhaarige Fantasy-Guru meidet das Rampenlicht und residiert mit seiner Frau Heike und sechs Kindern in einer eigenen Häuserzeile im rheinischen Neuss. Zum ersten Mal erhalten seine Anhänger jetzt Einblick in das Privatleben der total fantastischen Familie."

Der Autor und sein Umfeld werden am 07.01.2013 um 22:15 Uhr bei RTL II zu sehen sein. "Der Meister hat wieder mal einen seiner spontanen Einfälle – ein großes Fest für Fans und Freunde. Dazu gehört zwingend eine lautstarke Heavy-Metal-Truppe. Wolfgang, Heike und Rebecca machen sich an die Organisation.
Doch die gestaltet sich alles andere als reibungslos. Wolfgangs geliebter gelber Lotus will nicht anspringen. Missmutig chauffiert er stattdessen den Jeep zum Baumarkt. Bei den restlichen Vorbereitungen lässt der Starautor seine Damen alsbald allein: Eine unerwartete Signierstunde ruft. Rebecca sinnt auf Rache und bestellt Dixie-Klos, von denen sie weiß, dass sie ihren Vater zur Weißglut bringen, und Heike vereinbart für ihren Gatten einen Termin beim Stylisten. Diesen Berufsstand fürchtet Wolfgang wie der Teufel das Weihwasser."

Ob das wirklich eine so gelungene Idee ist, bleibt abzuwarten. Fans, die glauben, etwas mehr von ihrem Lieblingsautor zu erfahren, müssen einfach hoffen, dass das Geschehen nicht für die Kameras gestellt wurde.
Auf jeden Fall könnte es jedoch dafür sorgen, dass der Autor und vielleicht das ganze Genre mit ihm bekannter wird. Also hoffen wir einfach, dass sich das Ganze nicht ins Gegenteil verkehrt.


Das derzeit wohl bekannteste Werk des Autors ist seine "Chronik der Unsterblichen", die es mittlerweile nicht mehr nur als reine Geschichten gibt, sondern auch auf der Bühne.
Mit "Blutnacht" ist im Egmont Lyx Verlag auch ein Roman zu dieser Rockoper, die heute zum letzten Mal im Pfalztheater gezeigt wird, erschienen.
Und Verlorene Werke Blog verlost zusammen mit dem Verlag unter all jenen eine Ausgabe des Romans, die bis 13.01.2013 eine E-Mail an fayum[at]gmx.de schreiben und darin bekannt geben, welches das erste Buch war, das sie jemals von Wolfgang Hohlbein gelesen haben.
Adresse nicht vergessen.
Viel Glück!

Donnerstag, 3. Januar 2013

Ruf des Mondes - Patricia Briggs


Titel: Ruf des Mondes
Autorin: Patricia Briggs
Originaltitel: Moon Called
Verlag: Heyne
ISBN: 3453523733
Euro: 7,95
Veröffentlichungsdatum: November 2007
Seiten: 384
Serie: Mercy Thompson 01
Come in: Kauf







Inhalt

Mercedes - Mercy - Thompson besitzt eine kleine Autowerkstatt, auf die sie sehr stolz ist. Nicht nur Menschen kommen mit Getriebeschäden oder platten Reifen zu ihr; seit einiger Zeit haben sich einige bisher mythische Wesen offen zu erkennen gegeben. Mercy wusste bereits von ihnen, denn sie gehört über das Blut ihres Vaters, den sie nie kennengelernt hat, dazu. Aufgewachsen in einem Werwolfrudel, kann sie sich in eine Koyotin verwandeln.
Eines Tages kommt der junge, ziemlich abgerissene Werwolf Mac in Mercys Werkstatt und bittet um Arbeit. Sie kann es dem Jungen nicht abschlagen, obwohl sie spürt, dass er in dunkle Machenschaften verstrickt ist. Also bittet sie ihren Nachbarn Adam, den Führer des hiesigen Werwolfrudels um Hilfe.
Doch dann überschlagen sich die Ereignisse. Mac wird in Admas Haus getötet, Adam selbst schwer verwundet und dessen Tochter entführt. Mercy ist in mehr als einer Hinsicht alarmiert, denn es deutet sich ein Umsturz in der Führungsebene aller Werwölfe an, dessen Auswirkungen auf die ganze Welt kaum berechenbar sind.


Meinung


Die deutsche Übersetzung von "Moon Called" ist leider völlig misslungen und das gleich so sehr, dass die gesamte Geschichte auf eher durchschnittliches Niveau herabgesunken ist. Wer also kann - und das sage ich absichtlich gleich als erstes - sollte zum Original greifen. Neben unzähligen Schreib- und/oder Tippfehlern hat es auch die Grammatik in sich, ein Lesefluss ist damit leider kaum gegeben.
Zusätzlich wartet der sehr überschaubare Plot mit einigen Längen auf, obwohl genug Potential für Spannung gegeben ist. Einzig die Haupt- und Nebencharaktere vermögen zu überzeugen und den Leser in den Bann zu ziehen. Allen voran Mercy selbst, die so liebenswert wie schlagkräftig ist. Ihr zur Seite sind einige bunt durchgewürfelte Gefährten gestellt worden, nicht zuletzt ein schwuler Werwolf, die nur ganz kurz wie eine Ansammlung von Randgruppen wirken - vielleicht um Mercys Charakter noch ein wenig mehr zu unterstreichen?
Noch hält sich die Handlung auch nicht mit einer oder mehreren Liebesgeschichten auf, sondern konzentriert sich eher auf die Einführung der einzelnen Figuren und deren recht umfangreiches Beziehungsgeflecht. Die Rudel sind dominante Männerdomänen, in denen Mercy sich gut durchzusetzen weiß, wobei ihr ihre Nicht-Wolf-Herkunft hilft. Abgesehen von ihren Wandlungsfähigkeiten hat Briggs ihr jedoch keine weiteren Besonderheiten oder Kräfte mitgegeben, was schnell einen ganz eigenen Reiz ausmacht. Nicht Magie oder anormale Kräfte lassen Mercy eine eigene Stimme finden, sondern einfach sie als Charakter selbst weiß sich durchzusetzen.
Obwohl sich "Ruf des Mondes" gut weglesen lässt, bleibt er zu überschaubar und leider auch zu oberflächlich, um wirklich mitreißend zu sein. Spürbare Längen und so einiges BlaBla werden nicht durch die wenigen intensiven Szenen aufgewogen. Was daran die Übersetzung kaputt gemacht hat, vermag ich nicht zu sagen. Großes Interesse am Fortgang der Geschichte gibt es so meinerseits aber leider nicht.


Mercy Thompson:
1. Moon Called (Ruf des Mondes)
2. Blood Boun (Bann des Blutes)
3. Iron Kissed (Spur der Nacht)
4. Bone Crossed (Zeit der Jäger)
5. Silver Borne (Zeichen des Silbers)
6. River Marked (Siegel der Nacht)
7. Frost Burned (März 2013)

http://www.patriciabriggs.com/
Patricia Briggs, Jahrgang 1965, wuchs in Montana auf und interessiert sich seit ihrer Kindheit für Phantastisches. So studierte sie neben Geschichte auch Deutsch, denn ihre große Liebe gilt Burgen und Märchen. Neben erfolgreichen und preisgekrönten Fantasy-Romanen wie "Drachenzauber" widmet sie sich ihrer Mystery-Saga um Mercy Thompson. Nach mehreren Umzügen lebt die Autorin heute gemeinsam mit ihrem Mann, drei Kindern und zahlreichen Haustieren in Washington State.

Dienstag, 1. Januar 2013

Der literarische Rückblick 2012


Das Jahr 2012 ist vorbei und wir leben nun im Zeitalter der Dreizehn - was auch immer uns das bringen mag. Und obwohl ich es zunächst nicht wollte, habe ich dann doch ein wenig über das vergangene Lesejahr nachgedacht.

Ein frohes neues Jahr 2013!