Freitag, 1. November 2013

Ausblick auf den Blog im November


Das war der Oktober
Im Oktober ist es etwas ruhiger zugegangen, es gab neben Rezensionen wieder eine Covergleichheit - die öfter aufgetreten ist, als zunächst gedacht - und Buchgedanken zu Autorenvergleichen auf Covern und deren Sinn.


Rezensiert:


Das war das Postfach im September
"Weicheier machen Karriere, Fleißige werden gemobbt. Das ist für den Investmentbanker Gerald Hörhan mehr als ein von vielen Menschen subjektiv empfundenes Phänomen. Es ist ein Trend, den er in seinem Buch „Null Bock Komplott – Warum immer die Weicheier Karriere machen und wie ihr es trotzdem schafft“, analysiert."

Nico Weinard hat mit "Der Schwarze Bund I - Sarxjäger" den Auftakt zu einer Fantasy-Trilogie geschrieben.
Danag, ein junger Soldat der königlichen Leibgarde, wird von seiner Prinzessin ausgesandt eine mysteriöse Gruppe Abenteurer, die sich selbst Der Schwarze Bund nennt, zu finden und eine Botschaft zu überbringen. In der geheimnisvollen Nachricht bittet die Prinzessin Moleidon und dessen Verbündeten unverzüglich zu ihr aufzubrechen.Ohne zu wissen worauf sie sich einlassen begeben sich die Mitglieder des Schwarzen Bundes gemeinsam mit Danag auf die Reise...

Der furiose Abschluss der erotischen Bestseller-Serie: 80 DAYS - Die Farbe der Liebe. Neben Aurelias Abenteuern erfahren die Leser im letzten Roman wie die Geschichten von Lily und Lauralynn, aber auch Summer und Dominik enden.

Xin Publishing: "Ein ehrgeiziges, mehr als zwanzig Jahre altes deutsches Fantasy-Projekt, heute zu Hause in einem englischen Kleinverlag in Manchester - vier verschiedene Nationalitäten in einem bunt schillernden Autorenteam - sechs veröffentlichte Bücher, weitere in Vorbereitung: Das ist Isrogant, die Fantasy-Welt."
Der Verlag war auch auf der BuCon.

Brent Weeks hat in seinem Newsletter die ersten beiden Kapitel seines neuen Romans "The Broken Eye" (2014) vorgestellt.

Tobias Hürter: "Der Tod ist ein Philosoph"
"Was geht einem Menschen in den letzten Sekunden seines Lebens durch den Kopf? Die meisten erfahren es erst, wenn es zu spät ist, davon zu berichten. Der Münchner Journalist, Autor und Hobby-Bergsteiger Tobias Hürter, 41, hat es erfahren und berichtet davon in seinem dritten Buch (Piper Verlag)."

Patrick Satters hat mit "Der Gott des Todes" eine "rund 400 Seiten lange Epic Fantasy Geschichte, in der unter anderem Werwölfe, Todesengel und der namensgebende Gott des Todes auftauchen", geschrieben. Mehr Informationen und eine Leseprobe gibt es HIER.

Eine Mail aus dem Gugra-Media-Verlag: "möchten wir Ihnen Informationen über zwei aktuelle Okkult-Krimi-Thriller geben, die in unserem Verlag erschienen sind": Dario Zamis & Svenja Larsson: "Sodom Satanas oder: Die Politik der Perversion" und "Logenblut"
In seiner größten persönlichen und privaten Krise wird der abgehalfterte Journalist Kevin Winter mit einem Verräter der "Sodom Satanas" konfrontiert. In dieser einflussreichen Geheimgesellschaft leben hochrangige Mitglieder - EU-Politiker, Wirtschaftsbosse, Bankiers und prominente Künstler - nach den Maximen des Marquis de Sade. Nur langsam kommt Kevin Winter diesem elitären und faschistischen Geheimzirkel auf die Spur. Von da an verwandelt sich nicht nur sein eigenes Leben, sondern auch das seiner Familie, in eine Hölle aus Wahnsinn, Angst, Gewalt und okkulten Riten; hart an der Grenze des Erträglichen.

Thomas Elbels neuer Roman "Megapolis" ist am 21.10. in Eigenregie erschienen. "Mein Agent hat den Stoff, der eigentlich mein erster Roman ist, als dritte Folge meiner Dystopienreihe nach „Asylon“ und „Elysion“ dem Piper-Verlag durchaus angeboten. Piper hat die Geschichte gut gefallen, aber sie haben sie dennoch abgelehnt und zwar mit der Begründung, dass die Geschichte im Vergleich zu den Vorgängern stärkere Science-Fiction-Elemente enthält."
Allerdings hat die Mail mit "Sehr geehrte Rezensentin, sehr geehrter Rezensent" begonnen ... (Wirklich, Thomas!)


Das bringt der November
Da müssen wir uns alle überraschen lassen.


Was mich bewegt hat
Frage: Wenn die Word-Rechtschreibprüfung Wörter wie: Admiralin, Offizierin oder auch Kapitänin rot unterstreicht, ist das dann eigentlich sexistisch?

Ich habe mir in letzter Zeit öfter einmal Gedanken zum Thema "bezahlte Rezensionen" gemacht. Damit meine ich aber NICHT jene, bei denen eine Meinung eingekauft wird. Man kennt das vielleicht von Reiseveranstaltern/Reisezielen, die Leuten Jobs geben, die in diversen Foren wohl klingende, sehr vom Ziel überzeugte Meinungen hinein schreiben, damit es eine höhere Punktezahl gibt. Die Mitarbeiter des besagten Forums haben dann alle Mühe, diese zu finden und wieder zu entfernen.
Übertragen auf Bücher gibt es das natürlich auch, dafür müssen Meinungsgeber aber nicht einmal bezahlt werden, Gefälligkeitsrezensionen machen auch Freunde, Kollegen oder die Familie.
Was ich meine, sind Rezensionen, die keine Bezahlung für eine positive Meinung bekommen, sondern schlicht und ergreifend für die Rezension an sich. Wer mit viel Ehrgeiz und Ernst an eine Rezension herangeht, weiß, dass in dieser oft viel Arbeit stecken kann. Nicht nur muss das Buch gelesen und getestet werden, es steckt mitunter auch viel Recherchearbeit drin. Da kann für eine einzige Rezension schon mal ein halber Tag drauf gehen. Nicht umsonst gibt es ja diese massive Schaltung auf den Blogs von Kurz-Rezensionen.
Auf der anderen Seite gibt es nun sehr viele Autoren, vor allem Selfpublisher, die meist in einer Massenaktion so viele Blogs wie möglich anschreiben und ihnen ihr Buch anbieten. Für die Autoren ist das sicher eine kostengünstige Möglichkeit, auf sich und ihr(e) Werk(e) aufmerksam zu machen. Aber was bringt das den Blogs?
Nun habe ich kürzlich einige Modeblogger(innen) kennengelernt, die ziemlich erfolgreich mit dem sind, was auch bei ihnen zunächst als bloßes Hobby angefangen hat. Auch dort ist es offenbar üblich, dass Blogger von Unternehmen Produkte angeboten bekommen, die dann möglichst auf dem Blog besprochen werden sollen. Da kommt dann, wenn man seine Sache gut macht, wohl auch mal ein halber Kleiderschrank zustande. Aber, so meinten einige, nur mit dem Produkt würden sie sich schon lange nicht mehr zufrieden geben. Eine Sache zu testen, dauere und sei mit mal mehr, mal weniger Aufwand verbunden. Abgesehen davon schreibe sich ein ausführlicher Artikel nicht nebenbei, auch ein Video dazu muss geplant und dann gedreht werden. Also lasse man sich zusätzlich diese Arbeit neben dem Produkt bezahlen.
Ist es nun so etwas anderes, wenn es um Bücher geht? Gutachten für Verlage, die zwar länger und noch ein bisschen aufwendiger als eine Rezension sind, werden von den Verlagen bezahlt (Preise sind unterschiedlich). Werbung in einem Magazin oder in Form einer Plakatwand oder ... kostet ebenfalls.
Nicht erst seit gestern sage ich, dass Blogger sich unter Wert verkaufen. Sie geben sich mit kostenlosen Exemplaren zufrieden, was ich bei sehr jungen Bloggern und teuren Hardcovern durchaus verstehen kann. Aber die Masse an Selfpublishern bietet meist "nur" ein E-Book an und den meisten davon fehlt es oft an Qualität.
Und niemals, wirklich niemals ist der Autor an der persönlichen Meinung des Bloggers interessiert. Es geht einzig und allein um Werbung und die wird nun wirklich überall bezahlt. Nur bei Buchblogs nicht.
Es gab in der Vergangenheit bereits Beiträge auf Buchblogs, in denen angeprangert wurde, dass sich jemand eine Rezension hat bezahlen lassen. Man könne doch so unmöglich auf die Meinung vertrauen.
Aber wieso denn nicht? Es ist Arbeit UND Werbung, also warum sollte es ein (halbes) Verbrechen sein, sich beides bezahlen zu lassen? Verkehrt ist es ja nur dann, wenn eine Meinung eingekauft wird, keine Rezension. Doch gibt man bei der großen Suchmaschine das Stichwort ein, geht es scheinbar überall nur darum. Ich frage mich, ob sich Leser wirklich so leicht hereinlegen lassen und sich vor einem Kauf nicht einmal die Leseprobe durchlesen - dann müsste man ja schnell darauf kommen, dass an den 15 Meinungen die es gibt und die alle bei fünf Sternen liegen, etwas nicht stimmen kann.
Vielleicht liegt hier das große Problem: Niemand kann wissen, ob eine Rezension ehrlich geschrieben oder beschönigt ist - wenn sie bezahlt wird.
Moment! Das kann man doch aber jetzt auch schon nicht. Und da geht es schlicht nur um die Bücher und die "Angst" Verlage vor den Kopf zu stoßen und so keine neuen Bücher mehr zu bekommen. Hier spielt sicher auch eine Rolle, dass verärgerte Verlage einen nicht mehr erwähnen und verlinken und so die eigenen Besucherzahlen sinken (könnten). Oder es sich mit einem (bekannten) Autor zu verscherzen, der nachher böse auf einen zu sprechen ist und das an andere Leser(Blogger) oder den Verlag weitergibt (gleiches Szenario). Auch der große Internethändler hat ein System geschaffen, in dem es mehr Sinn macht, sich positiv auszudrücken um nicht zu viele "Neins" bei "War diese Rezension hilfreich" zu bekommen und so im Ranking abzusteigen. SIND wir also nicht alle eigentlich schon nicht mehr als gekaufte Meinungen? Lassen uns von allen Seiten beeinflussen, können uns unserer eigenen Meinung nicht mehr sicher sein?
Es wird Zeit, wieder zu sich selbst zu finden und zu erkennen, was wir alle Wert sind. Und das ist ganz sicher mehr, als ein Buch oder ein Lächeln auf dem Gesicht einer Pressebeauftragten. Das hat etwas mit Selbsterkenntnis und Selbstbewusstsein zu tun und auch mit dem, was wir alle gerne tun. Warum also nicht die Schnittstelle zwischen Hobby und Beruf(ung) schließen, die ja ohnehin schon überschritten worden ist?


(Seltsame) Suchanfragen

torsten low irrlichter auswertungsdauer
Mhm. Solang es eben dauert?

eigene fantasygeschichte held
Den sollte man allerdings schon kennen ...

es lebe wer sich tapfer hãlt
JA!

gibt es eine alternative zum fesselbett bei aggressiven menschen
?!

deine eltern denken an deine zukunft
Na Gott sei Dank.

mollys runde kleine girls bilder
Warum nicht?

schwert lichtbringer

martina martin wampier schwestern
Ich musste tatsächlich zweimal hinsehen ...

Kommentare:

  1. Das sind sehr interessante Gedanken zum Thema "Bezahlte Rezensionen". Ich persönlich arbeite im Online-Marketing und kann dir nur Recht geben: Jedes Plakat oder jede Online-Werbung, Social Media Kampagne etc. kostet jede Menge Geld. Im Vergleich dazu ist eine Bloggerkampagne tatsächlich sehr günstig, wenn man "nur" das Buch entsprechend zur Verfügung stellt.
    Ich muss gestehen, dass ich mich auch Rezensionsexemplare freue. Allerdings frage ich auch nur die Bücher an bzw. nehme sie an, die ich mir auch privat kaufen würde. Ich sehe Lesen als mein Hobby an und sehe es auch nicht als "Arbeit" ein Buch zu lesen und anschließend zu rezensieren. Dennoch hast du mir mit deinem Artikel auch eine andere Sichtweise auf die Rezensionsexemplare eröffnet, die mich nachdenklich macht.
    Auch das Thema "Rezensionen schönen" ist ein Thema, mit dem man sich auseinandersetzen muss. Mir ist es persönlich auch schon aufgefallen, dass sich die Rezensionen vor Lob überschlagen und wenn man das Buch dann selbst liest, fragt man sich, wie viel davon "geschönt" ist. Daher vertraue ich inzwischen hauptsächlich ausgewählten Bloggern, wenn ich eine ehrliche Meinung haben möchte.

    Liebe Grüße
    Desiree

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    1. Schön, mal wieder von Dir zu lesen ;-)
      Ich glaube, ich habe mich nicht ganz so klar im Text ausgedrückt, wie ich das wollte. Ich habe eher auf die vielen Selfpublisher abgezielt, weniger auf die Verlage. Die waren eher nur eine Erwähnung. Natürlich macht es an der Sache so an sich keinen Unterschied und da habe ich gleich wieder etwas, um darüber nachdenken zu können.
      Was mich eben immer massiv stört ist, dass ich eine von zig Millionen sein soll. Um mich und meine Meinung geht es nicht, ich bekomme eine Massenmail und entweder ich bespreche das Buch (egal wie) oder nicht. Aber mal ehrlich: Das soll es gewesen sein?
      Ich meine, ein Buch eines Selfpublishers kostet jetzt nicht die Welt, mehr als drei/vier Euronen sind es selten und wenn ich das Buch wirklich lesen wollte, könnte ich es auch kaufen (und es komme mir bitte jetzt niemand mit "habe wenig Geld"). Ich möchte wahrscheinlich einfach ein wenig Wertschätzung für die Arbeit (!) die ich mir mache.
      Wenn Du nur die REs annimmst, die Du auch kaufen würdest, warum kaufst Du sie dann nicht? ;-) Ich finde den Grund immer etwas seltsam - und habe ihn früher selbst benutzt. Mittlerweile habe ich verstanden, dass es unheimlich einfach ist an Bücher heranzukommen, auch wenn man nur wenig Geld zur Verfügung hat. Es braucht keine REs, auch wenn sie sehr verlockend sind, das gebe ich zu.

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  2. Na ja, es besteht schon ein Unterschied zwischen einer Rezension und einer Werbeanzeige. Für mich sind Blogger vergleichbar mit Zeitungen. Wenn Zeitungen Werbeanzeigen schalten, dann bekommen sie natürlich Geld dafür, der Verlag bestimmt aber auch den Inhalt. Wenn Zeitungen Rezensionen schreiben, haben sie vorher auch meist nur das Buch mit Waschzettel bekommen. Soweit ich weiß, fließt da in der Regel nicht noch extra Geld (zumindest nicht offen ...). Dafür kann sich der Verlag auch nicht sicher sein, ob und wie die Journalisten die zugeschickten Bücher wirklich rezensieren.
    Wieso sollten Blogger dann darüber Geld verdienen? Der Journalist wird auch vom Zeitungsverlag und nicht vom Buchverlag bezahlt. Wer Geld verdienen möchte, muss das eben auch über Werbeanzeigen oder Bezahlt-Content machen. Wenn der Produzent den Kritiker bezahlt, dann ist doch jede Glaubwürdigkeit im Eimer - noch mehr als wenn er nur das Arbeitsobjekt geschenkt bekommt. Und ganz ehrlich, da liegt vielmehr der Punkt, an dem Blogger sich emanzipieren müssen: Der Verlag gibt euch ein Buch und hofft, dass ihr es besprecht. Punkt. Ihr seid nicht verpflichtet irgendwem Honig ums Mail zu schmieren. Wenn ihr euch da nicht abgrenzen könnt, dann nehmt keine Rezensionsexemplare an. Oder lernt euch abzugrenzen. Keinem Literaturkritiker würde es einfallen, vor Ehrfurcht über die eigenen Füße zu fallen, weil ein Verlag ihm ein Buch zuschickt hat.

    Tatsache ist: Wenn Blogger nach einer schlechten Rezension nicht mehr mit Leseexemplaren beliefert werden (ist das denn wirklich so?), dann haben sie einfach nicht genug Publikum, um wichtig für den Verlag zu sein. Dann würde sie aber auch niemand fürs Rezensieren bezahlen.
    Und wenn wir mal ehrlich sind, kann man die Buchblogs, die für die Verlage wirklich wichtig sind, wohl an einer Hand abzählen. Da sind die Buchblogs wirklich noch meilenweit von Beauty- und Modeblogs entfernt. Zumal da auch Industrien mit mehr Budget dahinterstecken.

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    1. Oh, Vorsicht! Ich vergleiche eine Rezension nicht mit einer Werbeanzeige! (Auch wenn die meisten Anfragen zwecks Rezi zur Werbung dient ...)
      Ein Rezensent wird, wenn er bei der richtigen Zeitung/Magazin angestellt ist, für diese Arbeit bezahlt und er macht sicher nicht so viel anders als ich (wir). Über das Ergebnis und wie es ankommt, lässt sich allerdings gerne streiten ;-) Über Reichweite auch, denn nur weil eine Buchbesprechung in einer Zeitung steht, heißt das ja nicht, dass sie auch gelesen wird. Bücher sind ja meist halt mit irgendwie dabei. Wer zu mir kommt, vielleicht noch regelmäßig, der weiß, was ihn erwartet.
      Und warum sollte ich (ich=wir) Geld verdienen? Weil es ein aufwendiges "Hobby" ist. Ich kann natürlich auch alles posten, was angefragt wird, aber was habe ICH davon? Und das ist ja so meine Grundfrage. Wenn ich mir manche Blogs ansehe, die ein Selfpublisher-E-Book nach dem nächsten besprechen ... und ich mir die Qualität davon anschaue (ja, es sind auch gute dabei!). Was hat man als Buchblogger davon (außer dem gepflegten Ego)? Bei einem großen Verlag doch zumindest meist ein Buch. An dieser Stelle ticken wir wieder gleich, Buch ist Buch und kein Goldbarren, vor dem man niederknien muss, weil er einem zwecks Arbeit überlassen wurde.
      Aus Erfahrung (die aber schon etwas zurückliegt) kann ich sagen, dass man tatsächlich irgendwann keine Bücher mehr bekommt, wenn man etwas sehr kritisch war (zumindest was den unangefragten Teil angeht).
      Dann sollte man sich vielleicht fragen, was Modeblogs anders machen als Buchblog. Angeblich hat jeder dritte Deutsche einen Roman in der Schublade, der Buchmarkt quillt über, man sieht überall lesende Menschen. Wo sind die, wenn es um Blogs geht? Lesen die Leute wirklich lieber einen Testbericht nach dem nächsten über Lidschatten, statt abwechslungsreiche Rezensionen und buchige Themen?

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    2. Ich sage nicht, dass ein Blogger kein Geld verdienen darf und soll, die Quelle des Geldes ist für mich der Punkt auf den es ankommt. Ja, der Zeitungsjounalist wird bezahlt. Aber nicht vom Verlag, sondern von der Zeitung. Das sichert ihm die Unabhängigkeit seiner Meinung. Sobald der Produzent dafür bezahlt, überschreitet es die Grenze von der Rezension zur Werbung. Blogger können ruhig Geld verdienen, aber dann genauso wie Zeitungen: über echte, gekennzeichnete Werbeanzeigen und über das, was ihnen die Konsumenten bezahlen. Dass das nicht so einfach ist, wissen wir alle und das müssen auch gerade die Zeitungen leidvoll erfahren. Aber es wird ja keiner gezwungen, ein Blog zu führen.

      Wenn die Modeblogger von den Firmen bezahlt werden, dann Herzlichen Glückwunsch. Aber ich finde das weder richtig noch anstrebenswert. Mir als Leserin hat diese Entwicklung die Freude an Mode- und Kosmetikblogs verdorben.

      Und was uns von Mode- und Kosmetikblogs unterscheidet: Bücher sind für viel zu wenige Menschen ein Lifestyle-Thema. Klar, jeder hat ein Buch im Nachtschränkchen, aber das hat er meistens schnell von der Bestsellerliste gekauft (es ist kein Zufall, dass immer weniger Titel immer mehr Umsatz generieren). Die, die wirklich exzessiv Bücher shoppen wie andere Mode oder Kosmetik sind dann doch eher in der Minderheit. Ich habe noch keine Mädchenhorden einen Buchladen stürmen sehen, wie sie das bei einer Primark-Filiale tun.
      Entsprechend gibt es viel weniger Leute, die einen Spezialblog dazu verfolgen wollen.
      Außerdem decken viele Lifestyle-Blogger das Buch-Thema auch mit ab und das reicht dann den meistens Durchschnittkonsumenten schon.

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    3. Wir sind also mehr verrückt auf Lidschatten, als auf Bücher? *schnüff* Den Gedanken finde ich interessant und richtig, aber irgendwie auch traurig.
      Allerdings frage ich mich auch, was Buchläden anders machen, als Kosmetikläden. Mir persönlich gefallen die meisten Buchläden nicht mehr. Oft ist es da auch hektisch und die Händler unfreundlich.
      Vielleicht ist lesen auch eher etwas, das mal alleine tut und wenn einer reinquatscht ... allerdings gibt es auch vieles, was man beim lesen zusammen tun kann.

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  3. Die Frage ist für mich wohl eher:
    Werden sich Verlage auf dauer finden, die dann auch einen anständigen Preis für eine gute Rezension bezahlen ...

    Buchverlage sind einfach keine Mode-Labels.

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    1. Ich verweise mal der Einfachheit halber auf obige Antworten :)
      Was verstehst Du denn unter einem "anständigen" Preis?
      Abgesehen davon frage ich mich, ob es überhaupt dazu beiträgt, wenn Blogs über bestimmte Bücher berichten, das Buch stärker zu verkaufen. Sicherlich greifen auch viele Blogger zu, wenn alle anderen etwas haben, nur man selber nicht und überhaupt alle reden darüber nur ich nicht. Aber rentiert das die Kostenlosexemplare? Und darüber hinaus?

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  4. P.S. Geht man mal zum Buch in den Film-Bereich: Da ist es sogar oft so, dass man in den meisten Fällen das besprochene Produkt, z. B. einen Film, nicht behalten kann, sondern zurückschicken muss. Denn man hat das Ansichtsmuster nur zum Zweck der Rezension bekommen.

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    1. Ich habe vor kurzem mal wie doof Filmblogs gesucht (und gefunden). Obwohl ja jedes Magazin (gerade Phantastik) vor Filmen übergeht, sind die Blogs dazu nur mäßig frequentiert. Was also machen diese wieder anders, als Buchblogger, als Modeblogger? Ich hätte gedacht, dass Filmblogs (ich habe mich gefragt, ob es die überhaupt gibt, deswegen habe ich danach geg.oo.glet) viele Besucher haben, aber sie liegen oft weit hinter den Buchblogs zurück.
      Und das Exemplar an sich (egal ob Buch oder Film) sollte das Tun nicht bedingen.

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    2. Ich denke Filmblogs sind wenig frequentiert, weil es nicht so wichtig ist sich vorher eine Kritik einzuholen. Filme sind schnell geschaut und teilweise billig zu bekommen. Sei es illegal oder legal über gebrauchte DVDs, Onleihe, etc. Selbst Kinobesuche sind meist billiger als die meisten Bücher und speziell Modeartikel. Wenn ich einen schlechten Film sehe ist das nicht wirklich tragisch. Sind ja nur 2h. Wenn ich aber ein schlechtes Buch kaufe, habe ich mehrere Wochen was davon im negativen Sinne, wenn ich mich durchquäle und hab im dem Sinne mehr "verloren", zeit, die man für ein besseres Buch besser hätte nutzen können. Und Mode... Nun ja, ich denke, dass besonders Frauen bloggen und sich so "sozialisieren". Sich gegenseitig lesen, folgen etc. Während Jungs dann eher Reviews bei Youtube sehen... Wer weiß. Mich wundert es aber nicht, dass Filmblogs wenig frequentiert sind (sind für mich auch schwerer gut zu bewerten... allein aus filmischer Sicht kann ich da kaum was zu beitragen. Schnitt? Regie? Bild? Ton? Keine Ahnung, hauptsache der Film gefällt ^^)

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    3. Mhm. Da bin ich wohl etwas blauäugig, wenn es um bloggen geht. Klar lese ich auch mal Meinungen zu Büchern, wenn ich nicht sicher bin, ob ich die lesen soll. Aber oft lese ich Rezis, wenn ich das Buch schon selbst gelesen habe. Und dann "einfach nur" mal drüber reden will. Aber das gibt es ohnehin viel zu selten in den Blogs.

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  5. Auch wenn Rezensionen viel "Arbeit" (auch wenn es für mich nur ein Hobby ist und ich's nicht mache, wenn ich keine Lust habe... was ich Gott sei Dank kann, weil ich gegenüber niemanden außer mir irgendeine Bringschuld oder Verpflichtung habe) sind würde ich selber kein Geld dafür nehmen wollen (im Voraus), der Druck wäre viel zu hoch und auch der Anspruch 100% professionell zu sein. Außerdem bin ich mir sicher, dass man dann einfach nicht mehr komplett neutral sein kann, ebenso auch bei Rezensionsexemplaren. Es gibt sicherlich Ausnahmen, aber ich denke, dass es automatisch eine Rolle spielt, ob man selber etwas vom Verlag will (Geld/REs) und dass man weiß, dass das was mein schreibt wahrscheinlich auf irgendeiner Weise beim Verlag ankommt. Ich hätte schon Probleme, wenn ich wüsste, dass irgendein Autor meinen Blog mitlesen würde, ich könnte gar nicht mehr so schreiben, wie ich will, sondern würde manche Sachen vielleicht diplomatischer formulieren.

    So wie mein Blog jetzt ist lasse ich mich aber durch das was du angegeben hast sicherlich nicht beeinflussen. Ich habe kaum Leser und die die bei mir kommentieren wollen nicht nur positives hören. Verlage interessieren sich nicht für mich, worüber ich froh bin und die Besucherzahlen sind ohnehin nicht hoch. Wieso also darüber Gedanken machen? Ich habe meinen Blog aufgemacht und auch davor Rezensionen zu schreiben, damit ich selber weiß, wie ich ein Buch fand und nur sekundär für andere. Es wäre blöd, mir selber etwas vorzulügen. Das einzige was mich beeinflusst sind Sachen wie Hypes oder Empfehlungen von Bloggerfreunden. Besonders bei letzterem überlege ich genauer, bin ich zu kritisch oder nicht? Bei Hypes bin ich, wenn ich überhaupt solche Bücher lese, tatsächlich kritischer, schreibe aber auch, wenn mir etwas toll gefällt.

    Und da finde ich schon, dass ich selber das Gefühl habe, dass manche Blogs unabhängiger und ehrlicher wirken als andere. Schon bei Blogs, die auf Deutsch englische Romane rezensieren. Welcher englische Verlag/Autor interessiert sich dafür? Es gibt keinen Grund etwas zu beschönigen. Indem Moment wo ich das Gefühl habe ein Blog ist extrem mit Verlagen verknüpft komme ich schon ins Grübeln, sind die Rezensionen trotzdem kritisch, dann merkt man aber schon, dass es dann nicht nur um Rezensionsexemplare geht.

    Für mich ist es aber kein Verbrechen Geld zu nehmen. Wenn man es bekommt, wieso nicht. Nur man selber weiß, wie ehrlich man wirklich war. Man muss aber eben damit rechnen, dass manche, wenn sie so etwas wissen, die eigene Meinung stärker auf die Geldwaage legen. Was ich auch vollkommen richtig finde. Deshalb sollte (und ist meistens) auch Werbung in Zeitschriften von den normalen Artikeln getrennt, weil Werbung eben nicht ehrlich ist. Und man selber weiß nicht, ob die Rezension die man liest mehr Werbung oder mehr Kritik ist.

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    1. Auch schön, von Dir mal wieder zu lesen, man sieht Dich viel zu selten! (Also generell, auch bei Dir ;-))
      Ich finde gerade Deine letzten Gedanken interessant. Ich überlege immer folgendes: Wenn ein Magazin/Zeitung Werbung zu einem Verlag schaltet und gleichzeitig Rezensionen zu einigen Büchern aus gleichem Verlag ... versucht man denn nicht, den Verlag bei Laune zu halten und zwar kritisch zu sein, aber nicht SO kritisch? Werbekunden sind wichtig, denn sie finanzieren das Magazin/Zeitung. Inwieweit ist also dieser Meinung zu trauen? Und die Rezensenten sind (wahrscheinlich) bezahlt für ihre Arbeit.
      Der Gedanke bezüglich der englischen Bücher ist ebenfalls interessant. Die sind nämlich meist auch gekauft (getauscht etc.) und keine REs. Dass die Autoren aber nicht mitlesen, das kann ich nicht bestätigen. Ich habe schon eine Menge davon hier im Blog gehabt, sogar ganz am Anfang, als ich noch gar keine Reichweite hatte. Und übrigens auch zu den deutschen Übersetzungen davon. An manchen Tagen habe ich inzwischen sogar mehr Leser aus Übersee als aus Deutschland (wenn das auch selten ist), auf jeden Fall aber immer mehr als aus Österreich und der Schweiz zusammen. Zwar habe ich auch hier und da mal ein englisches Buch dabei, aber das ist eher die Ausnahme als die Regel. Ich denke also schon, dass auch aus Autoren aus der englischen Sprachgruppe wissen wie man goo.glet und gerne wüssten wie ihr Wer beim (z.B:) deutschen Publikum so ankommt. Und ich lese ja so extrem selten deutsche Autoren (warum siehe auf nijas Blog).

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    2. Ich habe gehört wenn man sich rar macht steigert man seinen Marktwert. XD

      Hmm, da hast du wahrscheinlich recht, was Werbung und Rezensionen angeht. Wenn irgendwo eine Kritik zu lesen war und daneben die dazugehörige Werbung war ich manchmal schon sehr skeptisch. Aber ich denke, dass sich besonders sehr große Magazine auch kritische Artikel leisten können und manchmal müssen. Eben weil auch negative Kritiken Publicity sind. Aber bei kleineren Magazinen oder Bloggern ist das einfach anders. Kleinere Reichweiten etc. Bei Blogs macht höchstens Masse die Werbung, wobei ich nicht weiß, wie viele aussenstehende wirklich Kaufanregungen bei Blogs holen oder ob eher Blogger Blogs lesen. Da verpufft viel an Werbepotential... Ich weiß gar nicht, ob sich REs für Verlage wirklich groß lohnen... Und viele sagen ja ohnehin, sie nehmen nur REs, die sie ohnehin kaufen würden. Wäre doch die bessere Alternative für Verlage, Rezensionen ohne Freiexemplar. :D

      Wahrscheinlich lesen Autoren mit, aber solange ich nicht weiß, wer mitliest beeinflusst das meien Kritik nicht. Wenn ich aber wüsste xy wird es lesen, dann wäre ich irgendwie automatisch nicht ganz so kritisch, würde ich denken. Wobei ich ja auch bei Goodreads bin und da sind ja im speziellen englische Autoren, da wird bestimmt einer meine Meinung "gelesen" oder gesehen haben. Aber näheren Kontakt will ich zu Autoren nicht haben, ich bin da etwas oldfashioned. Autoren haben gute Bücher zu schreiben, was sie in ihrer Freizeit machen ist mir egal. ^^

      Ich lese auch extrem selten deutsche Autoren, aber nicht unbedingt, weil sie meine Rezensionen eher lesen können. Aber würde ein deutscher Autor unter einer Rezension von mir kommentieren, wäre ich wahrscheinlich so abgeschreckt, dass ich erst einmal nichts mehr von ihm elsen oder rezensieren würde. ^^"

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    3. Aha, der Marktwert, der isses *lach*
      Mich haben die Kommentare von den Autoren auch abgeschreckt, aber vielleicht muss ich mir da auch ein dickeres Fell zulegen, wer weiß. Ich habe nämlich Bücher von deutschen Autoren daheim ;-)

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  6. Bei den Rezensionen geht es nur noch ums Gefallen. "Oh, sooo eine tolle Rezi, sooo ein tolles Buch." Die eigenen Meinungen findet man wirklich selten. Wenn bloss einige Blogger endlich mal die eigene Meinung vertreten würden, anstatt nur auf ihre positive Selbstdarstellung zu achten, gäbe es auch wieder anständige Rezensionen. Du hast Recht, eine gute Buchbesprechung braucht Zeit.
    Mich hat auch schon der Gedanke beschäftigt, dass es so viele Blogger gibt, die anscheinend alles was sie lesen supertoll finden. Kein einziges Buch, was nicht gut ist erwischt? Was für ein glückliches Händchen, welch exzellenter Geschmack...
    Von den Selfpublishern will ich gar nicht anfangen, da rege ich mich (wohlgemerkt selbst eine) ganz zu schweigen. "Kauf Du meins, dann kauf ich Deins und wir schreiben uns tolle Rezis." Tolles Modell und viel dabei gelernt...

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    1. Die Netzwerke unter den Selfpublishern würden mich allerdings auch mal interessieren und ob man ohne diese überhaupt eine Chance hätte.
      Ich kenne übrigens eine Menge Blogger, die ihre eigene Meinung vertreten ;-)

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  7. Natürlich kann niemand wissen, ob eine Rezension ehrlich geschrieben oder beschönigt ist. Ich kann ein Lied davon singen, weil mir öfter geschrieben wird, dass meine ja ein Fake sind. Und woran wird das festgemacht? An der Art und Weise, wie ich sie schreibe, nicht am Inhalt. Wenn ich das jetzt mal umdrehe, heißt das dann, dass für diese Leute nur Rezis echt sind, die nicht in einem höflichen Ton geschrieben werden. Mir persönlich ist aber Respekt wichtig, und vor allem sage ich ja trotzdem, was mir nicht gefällt. Und auch, was mir gefällt.

    Genauso kann man seine eigene Meinung vertreten, auch wenn man deutsche Titel liest und womöglich Autoren die Rezis lesen (mir macht das überhaupt keinen Stress, ich freue mich drüber - auch über einen Austausch zum Buch, der dann mal per Mail entsteht). Oder wenn man ein paar Autoren näher kennt. Oder Kontakt zu Verlagen hat.
    Habe ich das Ziel, vor allem Kontakte zu Verlagen zu haben und möglichst viele Rezensionsexemplare zu erhalten, drücke ich mich vielleicht etwas vorsichtiger aus. Oder schmiere denen etwas Honig ums Maul. Oder sage einfach ehrlich meine Meinung. Alles ist möglich, man kann das nicht pauschalisieren, weil es auf den Charakter und die Erfahrungen des Bloggers ankommt.

    Als Blogger sollte man sich nicht ausnutzen lassen, das sehe ich auch so, wenn auch mit einer etwas anderen Sicht darauf. Man sollte nicht alles bloggen, was im Mailfach landet - und bei Rezensionsanfragen ist für mich der erste Punkt, ob die Anfrage persönlich formuliert ist oder eine Massenanfrage. Noch bevor ich nach dem Inhalt schaue. Natürlich ist eine Rezension oder auch nur Erwähnung für den Autor auch immer Werbung. Aber das mache ich mit den vielen Büchern, die ich mir selber kaufe, ja ganz genauso. Freiwillig. Weil es mir gefällt, mich begeistert oder ich etwas interessant finde. Sicher kommt es auch darauf an, welche Ziele man beim Bloggen hat. Mir ist die Mischung wichtig - zwischen bekannteren und unbekannteren Autoren, aber auch was die Art der Beiträge angeht. Ich mag Blogtouren, aber eben nicht jede - die Beiträge müssen individuell sein, Inhalt bieten und überwiegend vom Autor kommen. Das ist wieder das Ding mit dem nicht-ausnutzen-lassen.

    Das Thema "bezahlen lassen" finde ich schwierig ... Von wem soll das Geld kommen? Wenn es von Verlagen und Autoren als "Zusatz" für eine Rezension kommen würde, macht das die eigene Rezension wieder unglaubwürdiger. Werbeanzeigen kann man da besser abgrenzen, allerdings klappt das nur, wenn man eine große Reichweite hat.
    Mir persönlich ist das Thema "Geld mit dem Blog verdienen" allerdings auch nicht wichtig, vielleicht auch weil meiner eher unbekannt ist. Aber vor allem, weil ich blogge, um meinen Lesern auch unbekanntere Bücher zu zeigen. Dass es mehr gibt, als in den großen Buchfilialen zu finden ist. Dass es auch viele tolle deutsche Bücher gibt. Von Verlagen und von SelfPublishern.

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    1. Hallo Marny,

      schön, mal wieder von Dir zu lesen!
      Die Autoren sind dann aber sicherlich nett zu Dir ;-) Auch habe ich kein Problem, wenn mich jemand per Mail anschreibt und mit mir dann darüber spricht. Aber so öffentlich und auch oft der Ton ... nun ja.
      Ich mache ebenfalls Unterschiede bei den Mails. Wenn sie gar zu standartisiert sind, dann ohne mich. Wenn ich aber merke, dass sich jemand meinen Blog angesehen hat, dann suche ich oft Möglichkeiten, demjenigen ein bisschen zu helfen.

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  8. Mein Kommi war zu lang, hier der Rest:


    Was mir gefällt, unterstütze ich gerne. Und ich sehe da durchaus einen Unterschied zwischen unterstützen und ausnutzen lassen. ;-) Viele Autoren haben auch einfach das Problem, in der Masse nicht sichtbar zu sein und einfach unterzugehen. Und die SelfPublisher werden ja auch gerne pauschal als Mist eingestuft, obwohl es da tolle Bücher gibt. Auch Mist, das bestreite ich ja gar nicht, aber eben nicht nur. Qindie hilft da auch ein wenig beim Filtern. ;) Jedenfalls sollte man bei der Frage, wie man mit Buchrezensionen Geld verdienen kann, auch berücksichtigen, wie es auf der anderen Seite aussieht. Wie viele Autoren gibt es, die alleine vom Schreiben leben können? Und wie viele, die das neben dem Brotjob tun und nur wenig dafür bekommen?

    Natürlich habe ich auch schon ein paar "pampige" Antworten von Autoren bekommen, aber das waren nur Ausnahmen - die meisten bleiben freundlich, auch wenn man absagt oder etwas zu kritisieren hat. Viele nutzen nachvollziehbare (also detaillierte) Kritik auch dazu, sich zu verbessern. Und wenn sich ein intensiverer Kontakt entwickelt und ich da in meinen Möglichkeiten irgendwie helfen kann, tue ich das. Ich bin wohl doch irgendwie ein Netzwerkmensch. ;)

    Liebe Grüße!

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    1. Das Quindie-Siegel sehe ich jetzt immer öfter, so dass ich leider mittlerweile nicht mehr weiß, ob und wie da kritisch vorgegangen wird. Außerdem habe ich auch nicht verstanden wer es nach welchen Kriterien vergibt. Interessant wäre ja mal eine Liste von jenen Autoren, die es nicht zum Siegel gebracht haben. Ist die ebenso lang, wie die von denen, die es erhalten haben? ;-)
      Autoren sind immer eine Sache, aber wir Blogger eine andere. Ich kann vom Schreiben des Blogs alleine auch nicht leben ;-) Darum war ja meine Frage, was wir Blogger davon haben, wenn wir einen Selfpublisher nach dem nächsten lesen. Anfragen gibt es ja genug, aber wo ist der Anreiz? Was habe ich als Blogger davon? Da ist es ja nett an den Autoren zu denken, aber ich bin dann in erster Linie doch eher Blogger!
      Und einfach nein sagen zu einer Anfrage ... da kann ich Storys erzählen ...

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    2. Wie genau der Qindie-Test funktioniert, steht hier:
      http://www.qindie.de/faq/#test

      Was habe ich davon, auch SelfPublisher zu rezensieren? Das kann nur jeder für sich selbst beantworten bzw. rausfinden, es gibt da einfach keine pauschale Antwort. Und ich persönlich habe etwas davon, weil ich dadurch auch unbekanntere Bücher vorstellen kann, mir ist da eine gesunde Mischung wichtig. Durch die Anfragen stoße ich öfter mal auf interessante Bücher, die mir sonst aufgrund der Masse entgangen wären - was natürlich nicht heißt, dass ich da alles rezensiere. Der Anreiz ist für mich also nicht monetär, sondern inhaltlich.

      Wo liegt da für dich eigentlich der Unterschied zum Verlagsbuch? Das man bei dem einen ein Papierbuch bekommt und beim anderen ein eBook? Es ging doch auch um eine zusätzliche Verdienstmöglichkeit - und da sehe ich einfach nicht viele Möglichkeiten. Werbeanzeigen laufen nur, wenn man eine große Reichweite hat. Zudem in Maßen, weil es sonst abschreckend wirkt. Wenn man sich für Rezensionen (außer in Form eines RE) bezahlen lässt, von wem auch immer, wirkt das unglaubwürdig. Es könnte noch Beiträge geben, die klar als Werbung gekennzeichnet sind - aber auch dafür braucht man erstmal eine gewisse Reichweite.

      Wie gesagt, für mich ist die Frage, wie man mit dem Blog Geld verdient, keine Frage. Mir geht es da mehr um ein Netzwerk, Kontakte, Unterstützung, möglichst abwechslungsreiche Inhalte und eben auch die Vorstellung von unbekannteren Büchern. Das ist das, was mich beim Bloggen motiviert. Natürlich macht das alles viel Arbeit, es ist eben nicht einfach "nur" ein Hobby. Aber jeder muss selbst entscheiden, warum er bloggt und was für Ziele er dabei hat. Vielleicht suchst du dir ja auch einfach Blogger, die mit ihren Blogs auch Geld verdienen möchten, und ihr macht euch mal zusammen Gedanken, wie man das angehen könnte und welche Möglichkeiten es gibt.

      Ich kann dafür Storys von Lesern und Bloggern erzählen, was mal wieder zeigt, dass überall "Idioten" rumlaufen und Pauschalisierungen nichts bringen. ;-)

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