Samstag, 12. Oktober 2013

Die zerborstene Klinge - Kelly McCullough


Titel: Die zerborstene Klinge
Autor: Kelly McCullough
Originaltitel: Broken Blade
Verlag: Bastei-Lübbe
ISBN: 3404207130
Euro: 8,99
Veröffentlichungsdatum: Mai 2013
Seiten: 383
Serie: The Fallen Blade 01
Come in: Kauf











Klappentext/ Inhalt:
Einst kämpfte Aral, die legendäre Klinge von Namara, im Namen der Gerechtigkeit, stets begleitet von seinem Vertrauten, dem lebenden Schatten Triss. Doch nun schlagen sich die beiden mit Gaunereien durch, immer im Dunkeln verborgen. Eines Tages heuert eine rätselhafte Frau Aral an. Er soll eine geheime Nachricht überbringen. Doch wie sich herausstellt, ist der Auftrag eine Täuschung, denn er führt ihn zu einer geheimen Zusammenkunft, die sich zum Ziel gemacht hat, das Reich in einen Krieg zu stürzen.

Meinung

Obwohl ich den Roman auf Seite 230 (von 374) abgebrochen habe, ist McCullough kein Autor, von dem ich abraten möchte. Die Geschichte und wie sie mir nahe gelegt wurde, war nur einfach nicht mein Fall.
Es beginnt recht harmlos, Aral der trunkene ehemalige Elite-Assassine, hat eine Begegnung mit seiner zukünftigen Auftraggeberin. Aber schon hier sind es die winzigen Details, die durchaus zu überzeugen wissen. Aral verfügt nämlich über einen Schatten, der keiner ist. Eine Art kleiner Dämon hat sich an ihn gehängt - jeder, der die Ausbildung Arals hinter sich hat, verfügt über einen ähnlichen - der zwar so tut, als sei er ein menschliches Abbild, aber meist als Drache auftritt. Er gibt gerne seine Meinung kund und verfügt über hilfreiche magische Fähigkeiten.
Desweiteren stand Aral im Dienste einer Göttin und hat für sie Gerechtigkeit verübt, bis sie von einem anderen Gott ausgelöscht wurde. Sie und jeder von Arals Brüdern und Schwestern. Er selbst Elite, weil er es war, der den König töten konnte, wo zuvor Dutzende andere gescheitert waren. Leider jedoch bekommt der Leser diese Umstände immer und immer wieder vorgekaut, ohne dass neue Details dazu kommen würden, so dass es irgendwann laierartig und damit langweilig wurde.
Auch Aral war nicht unbedingt geschaffen, um gefangen zu nehmen. Es mag ja Mode sein, Charaktere zu schaffen, die Böses oder Gefährliches tun (Assassine), aber dennoch aufrechte Helden sind, die alle übertreffen (siehe Göttin). Nun soll er als abgehalfterter Nichtskönner gelten, zeigt dies aber nie. Auch vermag er es von Null auf Hundert wieder alle Fähigkeiten hervorzukramen. Gefangenname und Folter steckt er locker und mit einem coolen Spruch auf den Lippen weg. Das ist einfach zu viel des Guten, da fehlen deutliche Ecken und Kanten, bei denen es sich lohnt, emotional bei der Sache zu bleiben. Aral wird deswegen nicht unsymphatisch, es scheint so aber nie außer Frage zu stehen, ob er der neuen Situation gewachsen ist.
Und neben allem wirkt es, als würde nie etwas zu passieren, bewegt sich die Handlung nur Milimeter weiter, was sich irgendwann regelrecht öde las und mein ganzes Stehvermögen verlangte. Da konnten auch die kleineren Dinge am Rande - die kundige Fantasyleser wiedererkennen werden - nicht weiterhelfen.
"Die zerborstene Klinge" ist nun deswegen aber kein schlechter Roman und wird sicher Gerneleser finden. Meins war er aber leider nicht.
Die Fortsetzung "Die Klinge von Namara" ist für Dezember 2013 angekündigt.


The Fallen Blade:
1. Broken Blade (Die zerborstene Klinge)
2. Bared Blade (Die Klinge von Namara)
3. Crossed Blades
4. Blade Reforged
5. Drawn Blades (Dezember 2014)
Kelly McCullough wuchs als Sohn freilaufender Hippies auf. Später absolvierte er eine schauspielerische Ausbildung und arbeitete im Improvisationstheater. Die Kombination war die perfekte Vorbereitung für seine Karriere als Autor und Katzenhüter. Er lebt mit seiner Frau Laura im mittleren Westen Amerikas.
Kelly McCullough writes fantasy, science fiction, and young adult fiction. He lives in Wisconsin with his physics professor wife and a small herd of cats.

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe, zu deinem Kommentar: Tatsächlich ging es weniger um Übersättigung des Fantasygenres als vielmehr darum, dass derzeit tatsächlich der Schwerpunkt auf Thriller und Krimi liegt. Wenn du "richtige" Fantasytitel suchst, wirst du bei Piper weiterhin gut bedient werden, sie werden ihr Fantasyprogramm sogar noch weiter ausbauen und es warten im Frühjahresprogramm doch einige vielversprechende Titel (Falls mehr Infos erwünscht, einfach Email schreiben!). Aber außer Piper und Ivi machen tatsächlich viele andere Verlage kaum Fantasy. Aber wie es ja immer ist: Es ist ein Teufelskreis. Und in ein paar Jahren, wenn alle die Schnauze voll von Krimis und Thriller haben, wird die gute alte Fantasy wieder voll aufblühen!

    Liebe Grüße,
    Nazurka

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  2. Ich tue mich immer schwer mit High-Fantasy, da muss mich eine Geschichte immer direkt richtig packen... Dieses Buch klingt ja einerseits ganz interessant, aber für mich wäre es dann wahrscheinlich nicht "packend" genug.

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