Dienstag, 1. Oktober 2013

Ausblick auf den Blog im Oktober


Das war der September
Neben den üblichen Dingen stellte ich die Frage, ob man bei einem hässlichen Cover nicht doch manchmal ein gutes Buch verpasst, wenn man daran vorbei läuft.
Emma Jane Holloways (Sharon Ashwood) "Evelina Cooper" Bücher sind im Original erschienen und eine Übersetzung vielleicht denkbar.
Stephen King wird im November nach Deutschland kommen und sein neues Buch bewerben. Und der erste türkische Fantasyroman ist in Deutschland erschienen.


Rezensiert:



Das war das Postfach im September
Das Postfach war im September mit ziemlich viel Schrutz überladen, bei dem ich mich frage, wie man dabei auf mich kommt. Ich erspare Euch das meiste davon, irgendwann war es nicht mehr zu lachen.

Mathias Malzieus neuer Roman "Metamorphose am Rande des Himmels" ist erschienen. Auch, wenn man das beim Cover denken könnte, ist es keine Fortsetzung des ersten Titels, sondern ein eigenständiger Roman.

Dr. Boris Schneider hat mit "Mauszeiten" einen " bewegender Roman über Werte, Moral und gesellschaftliche Probleme wie Gewalt und Ausgrenzung" geschrieben.

"Der kleine Herr Jaromir": "Endlich - Herr Jaromir ist wieder da: Am Freitag, 11. Oktober, 14 Uhr liest Martin Ebbertz aus seinem mehrfach ausgezeichneten Kinderbuch. (Frankfurter Buchmesse, Podium Rheinland-Pfalz 3.1 F 38)."
(Übrigens eine so unpersönliche Mail, in der neben dieser Information nur der Klappentext und der Link zu finden waren, dass mich Weiteres gar nicht interessiert.)

"(...) gerne möchte ich Sie auf den im Oktober im mixtvision Verlag erscheinenden Band »Abaton. Im Bann der Freiheit« aufmerksam machen. Die Autoren Christian Jeltsch und Olaf Kraemer sensibilisieren ihre Leser und liefern darüber hinaus eine packende Geschichte."
Das ist schon Band 3 und da ich die ersten beiden nicht kenne, macht das für mich wenig Sinn. Aber vielleicht für Euch?

Manchmal erhalte ich so viele E-Mails, dass ich nicht alle lesen kann (darum bitte nie das Betreff bei mir vergessen!). Dadurch ist mir natürlich auch dies hier völlig entgangen.
"Morgen, Mittwoch, 25. September 2013: Bestseller-Autor JÜRGEN TODENHÖFER trifft seine Facebook-Community unter Großplakat in Berlin.
Unter dem Großplakat mit der Message „Bombing for Peace is like Fucking for Virginity“ diskutiert er morgen, Mittwoch, 25.9., von 16 – 17 Uhr, in der Prinzenstraße 35 in Berlin mit interessierten Bürgern über sein Credo: „Verhandlungen sind besser als Kriege“."

"(...)was haben die Schauspielerin Tilda Swinton, Regisseur Dieter Wedel und Ex-Piraten-Chef Johannes Ponader gemeinsam? Sie alle leben polyamor. Die alternative Lebens- und Liebesform stellt das Modell des monogamen Zusammenseins in Frage und zeigt, dass Liebesbeziehungen auch zu mehreren Menschen gleichzeitig möglich sind. (...)
Wie die Liebe im Plural langfristig überdauern kann, zeigt das neue Buch X aus den USA. Die Autoren F und E – beide seit Jahrzehnten praktizierende Polyamoristen – geben praktische Tipps und illustrieren anhand realer Beispiele, wie polyamore Verbindungen funktionieren können.
Derzeit sucht das Autorenteam finanzielle Unterstützung auf der Crowdfunding-Plattform B, um das Buch schreiben zu können. Dafür werden insgesamt 19.800 US-Dollar benötigt."
Weder kann ich mich mit dieser poly-Sache anfreunden, noch verstehe ich, wieso man so viel Geld allein zum Schreiben benötigt. Eine Mail, bei der ich mir verschei.. vorkomme. Bitte woanders betteln.

"Ausnahmesprecher Sven Görtz erweckt auf „Kein Tag gleicht dem anderen“ mit seiner unverwechselbaren Stimme die Worte Paulo Coelhos zum Leben. Dazu kommt die sensible, atmosphärische Musik von Martin Stock, mit der er Gedanken und kurze Geschichten des Bestsellerautors in kleine Filmszenen zum Hören verwandelt."

"Giuseppe Verdis 200. Geburtstag am 10. Oktober 2013
»VERDIS LETZTE VERSUCHUNG« von Verdi-Expertin LEA SINGER:
Der große Roman zum Verdi-Jahr 2013 zeigt den Menschen Giuseppe Verdi hinter dem bedeutenden Komponisten."

Anfang Oktober erscheint ein Science-Fiction-Kalender im Din A4 Format mit insgesamt 13 Motiven von Timo Kümmel, der ab sofort vorbestellt werden kann.
Als Bonus legen wir allen, die direkt beim Verlag bestellen, ein Poster bei: das Titelbild des 7. KAISERKRIEGER-Romans.


Das bringt der Oktober
Das wird die große Preisfrage. Auf jeden Fall sind die besprochenen Bücher zumeist abgebrochen, wenngleich auch nicht immer, weil ich sie doof fand.
Alles andere ist Beiwerk und steht leider noch nicht fest. Lasst Euch überraschen.


Was mich bewegt hat
Nach einer ganzen Weile ist mir mal wieder ein Buch bzw. in diesem Fall sogar eine Trilogie untergekommen, die mich mitgerissen hat. Ich war emotional so stark dabei, dass ich die Bücher nicht nur sehr schnell beendet habe, sondern nach dem Zuklappen auch tief ergriffen war.
Und dann kam der Moment, als ich einen Tag später zum nächsten Buch greifen wollte - und nicht konnte. Nichts schien gut genug und zudem war mir bewusst, dass es jedes andere Buch nach dieser Trilogie schwer haben würde, auch wenn es gut zu lesen wäre. Seltsame Momente, die viel zu selten vorkommen.
Ich mag sie trotzdem.

Mein Kindle wollte mich ärgern. Er war einige Wochen unbenutzt und als ich ihn nun wieder lud und anschaltete waren sämtliche Sammlungen (selbst erstellte Ordner) weg. Nach einigen Minuten erschienen zwar alle Romane, die ich in ihn geladen hatte, aber über zweihundertfünfzig von ihnen hintereinander weg. Nun war ich also gezwungen mir neue Sammlungen anzulegen und die Bücher einzusortieren, sonst hätte ich ewig nach bestimmten Texten gesucht. Das war ganz und gar nicht lustig und hat mir einmal mehr den Unterschied zwischen Buch und E-Buch klar gemacht.

Im Börsenblatt stieß ich auf einen Artikel, der sich mit S. Lobos neu gegründetem Verlag beschäftigte. In dem Interview sagte der Neuverleger unter anderem dies:
"Das Schreiben wird extrem verändert durch die Art und Weise, wie wir in Zukunft mit E-Books umgehen. Das hat eine ganze Reihe von Gründen. Pointiertere Texte funktionieren im Digitalen einfach besser. Ich glaube deshalb, dass Bücher kürzer werden und Autoren häufiger veröffentlichen; das gleicht sich ein bisschen den schnellen Publikationswellen im Internet an. Ein Sachbuch wird rund 100.000 Zeichen haben, also rund 50 Seiten lang sein. Hinzu kommt: Wenn Autoren, Lektoren und Literaturagenten anonymisierte Daten über den Umgang mit elektronischen Büchern einsehen können, dann kann dies das Schreiben ebenso beeinflussen."
Also wird doch alles kürzer? Und bestätigt damit, dass wir Menschen immer unfähiger werden längere Texte und mehr als drei Argumentationen aufzunehmen?
Weiter heißt es: "Im Moment wird der Markt hinsichtlich des Leser stark durch eine Mischung aus Erahnen und Nicht-Wissen bestimmt. Wir wollen das ändern. Wenn man weiß, was der Leser will, (...)"
Ich finde den Ansatz durchaus gelungen, frage mich aber, ob das so funktioniert, wie er sich das denkt. Immerhin sind Leser Menschen und die lassen sich zwar oft, aber nicht immer klassifizieren. Aber: auf Lobos Art stärker lenken. Und das ist für mich eine viel zu große Gefahr, um so ein Projekt zu unterstützen. Das geht heutzutage ohnehin schon viel zu weit; wir glauben, wir wählen Dinge im Alltag weil sie uns gefallen oder uns nützlich sind. Dabei haben andere für uns entschieden, dass sie uns gefallen und uns nützlich sein könnten. Wie wird das erst werden, wenn unser lesen - noch stärker als ohnehin schon - beenflusst wird? Wo geht das mit unserem Denken hin?
(Und nein, ich mache mir über das "freie Denken" keine Illusionen mehr.)

Eine Bloggerin hat es geschafft, mich unabsichtlich in Gelächter ausbrechen zu lassen, denn sie schrieb: "Philosophische Betrachtungen in Büchern oder langatmige Beschreibungen oder die ausführliche persönliche Meinung des Autors in Büchern. (...) Das ist nicht Sinn eines Buches und so habe ich gestern nach nur 5 Seiten Terry Pratchett auf die Seite gelegt."

Bloggerin Nija hat (mal wieder) einen Beitrag verfasst, der so kritisch wie hinterfragend, eben einfach gut, ist. Und obwohl ich absolut mit ihr konform gehe, musste ich schließlich über ihre und auch meine Worte näher nachdenken.
Ich habe schon sehr lange keine deutschen Autoren gelesen/rezensiert und nicht vor, das in Zukunft zu ändern. Nicht, dass ich glaube, die könnten nicht schreiben, aber die Nähe zu den Lesern oder den Meinungen von Lesern finde ich teilweise mehr als bedenklich. Nicht nur, dass manche Autoren jede Meinung persönlich kommentieren, einige sind sogar der Ansicht, dass kritische Anmerkungen in keine Rezension gehören oder sogar der Leser den Autor "verichten" wolle. Manchmal ist sogar von einer Rezimafia die Rede.
Soweit ist es bei mir glücklicherweise noch nicht gegangen. Mich haben nur manche Reaktionen geärgert, wie die des Phantastikautors, der zu meiner Meinung (das Buch war abgebrochen) aussagte, diese wundere ihn nicht, wenn er sich so ansehe, was ich sonst noch lesen würde (Romance) Da hat man schon irgenwie keine Lust mehr. Außerdem kennen sich viele Blogger untereinander, was mancher Autor gern vergisst und da werden so manche Erlebnisse miteinander geteilt. Auch wenn es mal "nur" eine Mail gab.
Schlimmer als feindselige Kommentare finde ich aber die "Freundschaften" zwischen Autoren und Lesern. Auch nija erwähnt einige Gesichtspunkte im Hinblick darauf, ob es wirklich angebracht sei oder nicht doch lieber "eine gesunde Distanz zu wahren, um Konflikte und Beeinflussungen zu vermeiden."
Nicht zuletzt baut es zu viel Druck auf, noch ehe ich das Buch gelesen habe. Denn man kann einfach nicht wissen, wie ein Autor reagieren wird. Vielleicht gibt er sich auch oberflächlich professionell, geht dafür aber auf Veranstaltungen eher negativ damit um, indem er Blog und/oder Rezischreiber vor anderen abwertet. So belastet möchte ich einfach kein Buch lesen/rezensieren und lasse die Finger von deutschen Autoren.
Die letzten beiden Absätze von nijas Text seien allen besonders ans Herz gelegt!


(Seltsame) Suchanfragen

interessanter sci-fi schinken
Uh! Etwa aus Alienfleisch?!

anmachende schimpfworte frau
Ob man Frauen mit Schimpfworten "anmacht" lass ich mal so im Raum stehen ...

trillian verlässt er camille
Y. Galenorn Fans werden etwas mit der Suchanfrage anfangen können.

ende von stephen king unter der kuppel
Am Mittwoch soll es ja das Staffelfinale geben. Also abwarten und ...

engländerinnen auch im winter halbnackt
Kann ich mir nicht vorstellen.

verlorene nie gedruckte bücher
?


1 Kommentar:

  1. Ich habe dich dort zitiert:
    http://liebesromanleserin.blogspot.de/2013/10/zwischen-kuscheliger-naehe-und.html

    Zwischen kuscheliger Nähe und stacheligem Gezänk

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