Samstag, 28. September 2013

(Gesammelt) Abgebrochene Romane


Return Man - V.M. Zito
Er geht dahin, wo die Toten sind
Die Welt ist nicht mehr dieselbe: Horden von Untoten haben die USA überrollt, und das Land ist nun aufgeteilt in den Osten, wo sich die letzten lebenden Menschen verschanzt haben, und den Westen, wo die Zombies Jagd auf Menschenfleisch machen. Nur ein Mann wagt es noch, in die verseuchten Gebiete zurückzukehren, um im Auftrag der Lebenden ihren untoten Verwandten die letzte Gnade zu erweisen und Spezialeinsätze im Land der Toten auszuführen: Henry Marco. Dies ist seine Geschichte ...
Abgebrochen auf Seite 130 (von 532).
Obwohl ich sehr gern Zombieromane lese, hat es dieser leider nicht geschafft, mich zu überzeugen.
Dabei ist die Ausgangslage ausgesprochen spannend, die Zombiekalypse ist nämlich bereits eingetreten. Der Protagonist nun lebt als einziger noch in der verseuchten Welt, während alle andere sich hinter Mauern und Stacheldraht verschanzt haben. Er spürt zombieeske Familienangehörige und Freunde auf, tötet diese, liefert den Überlebenden einen Beweis und lässt sich dafür bezahlen. Nach vielen Jahren nicht mehr ganz so einfach möchte man meinen, aber er zieht's durch und hat einigen Erfolg. Schließlich tritt jemand mit dem Big Deal an ihn heran, den er unmöglich ablehnen kann und es scheint, als könnte er auf späteren Seiten dem Usprung der Katastrophe auf die Spur kommen.
Auf mich machte er aber einen ausgesprochen unsympathischen Eindruck, sehr weinerlich und mit mehr Glück als Verstand. Daraus ergaben sich leider einige Unlogiken, die ich zusammen mit allem anderen durchaus hätte verschmerzen können, aber es las sich alles sehr zäh und wurde schließlich einfach langweilig. (In-einem-Zombiebuch!!)
Es hat mir um den Kauf leidgetan, aber ich bin sicher, ein anderer Leser wird deutlich mehr Spaß an dieser Geschichte haben, als ich.


Robocalypse - Daniel H. Wilson
In einem Labor experimentieren Wissenschaftler mit einer überlegenen künstlichen Intelligenz – bis sie beginnt, sich zu wehren: ARCHOS bringt sämtliche Maschinen der Welt unter seine Kontrolle, vom kleinsten Computer bis zum tödlichen Waffensystem. Die Robocalypse bringt die Menschheit an den Rand der Auslöschung – doch die Maschinen haben nicht mit dem Mut der Menschen gerechnet ...
Abgebrochen auf Seite 212 (von 461).
Das Buch ist verfilmt worden und sollte eigentlich am 04. Juli 2013 auf die Kinoleinand kommen, ist aber auf unbestimmte Zeit verschoben worden. Filmstudio und Regisseur dürften jedem ein Begriff sein, es darf also einiges erwartet werden. Sogar Anne Hathaway ist rekrutiert worden.
Das Buch ist sehr lesenswert und absolut gelungen, das möchte ich vorausschicken. Nur war es für dieses und mich immer der falsche Zeitpunkt, weil ich es aus unterschiedlichen Gründen immer mal wieder aus der Hand legen und etwas anderes lesen musste. Das verkraftet aber eine so gewaltige Geschichte nicht und es kam, wie es kommen musste: ich legte es endgültig beiseite. Immer in der Hoffnung, irgendwann wieder zugreifen und noch einmal von vorn beginnen zu können. Inzwischen weiß ich, dass das nicht passieren wird und habe den Roman in andere Hände abgegeben.
Die Geschichte beginnt am Ende und arbeitet sich dann Stück für Stück voran. Das Computerhirn, das eigentlich alles erleichtern sollte, übetrifft seine eigenen Erwartungen und beschließt, die Menschheit auszurotten. Diese jedoch wehrt sich, wenn auch oft auf verlorenem Posten. Es begann schleichend und ganz langsam wird man als Leser herangeführt. Dabei steigert sich mit jeder Seite die Erwartungshaltung wie Spannung. Neben dem vielen "Kalten" gibt es auch sehr emotionale Kapitel - die durchweg alle nicht sehr lang sind - und jene, die zum nachdenken anregen. Ich empfehle, einfach mal reinzusehen.
Kam über vorablesen zu mir.

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