Samstag, 31. August 2013

(Gesammelt) Bücher, die es nie zur Rezension geschafft haben


Das Ende der Keuschheit - Anne Stuart
"Montague House" - nur flüsternd spricht man in Charlottes Kreisen über das Haus der Sünde. Es heißt, dass dort ein Geheimbund zügellosen Sinnesfreuden nachgeht. Ein Ort, den jede keusche junge Dame meiden sollte! Doch Charlotte beschließt, sich einzuschleichen, um Beweismittel gegen die "Gentlemen" zu sammeln. Kaum betritt sie Montague House, begegnet ihr Adrian Rohan. Mit dem Aussehen eines jungen Gottes und dem verführerischen Charme des Teufels weckt er in dem hübschen Blaustrumpf nie gekannte Gelüste. Er macht Charlotte ein schamloses Angebot! Und heiß steigt ihr das Blut in die Wangen, als sie bebend der Erfüllung entgegenfiebert ...
Nach langer Historical-Abstinenz genau das Richtige, um alle Gelüste ans Genre zu befriedigen. Eine junge, keusche Dame, die in die Fänge eines zunächst skrupel- wie zügellosen Mannes gerät, der jedoch schnell begreift, dass er in dieser Unschuld die Frau fürs Leben gefunden hat.
Ins Geschehen wird schnell eingestiegen, die Sachlage ist so aus anderen Romanen der Reihe bekannt. Adrian ist nicht so roh, wie andere Helden, aber gibt dennoch stark genug den Ton an, um einen ganz eigenen Reiz auszuüben. Charlotte macht, im Vergleich zu ihm leider nur eine kleine Wandlung durch und bekommt ihren großen Auftritt nicht. Dafür allerdings ihren Geliebten, was vermutlich genauso gut ist.
Leider einer der zahllosen Geschichten, in denen der Held nur zu seinen Gefühlen findet, weil es den berühmten Schuss gegeben hat.
Trotzdem: Anne Stuart weiß einfach, was sie macht. Kurzweilig, neben einigen Klischees doch ans Herz gehend und mit der richtigen Portion Erotik. Gerne gelesen und den Kauf nicht bereut.


(DVD) Snow White and the Huntsman
Als die eitle Königin eines Tages wieder ihren Spiegel nach der Schönsten im ganzen Land befragt, steigt ihr bei der Antwort die Zornesröte ins Gesicht: Der Spiegel verkündet ihr, dass ein Mädchen namens Schneewittchen ihr den Rang abgelaufen hat. Die neidvolle Herrscherin schickt sogleich ihren besten Jägersmann Eric in die Wälder, damit dieser die Konkurrentin tötet. Als Eric jedoch der schönen Snow White begegnet, verfällt er ihr vom ersten Moment an und hilft ihr fortan bei ihrem Unternehmen, die böse Königin zu bekämpfen.
Leider einer dieser Filme, die so schnell aus meinem Gedächtnis verschwunden sind, dass ich kaum noch etwas dazu sagen kann. Kristen Steward sieht hin und wieder nett aus, aber scheint nur zwei Mimiken zu beherrschen, die oft wenig aussagekräftig sind. Daneben eine so klischeevolle Handlung, dass es weh tut. Am schlimmsten die Szene, nachdem Schneewittchen im Wald mit den Zwergen erwacht und der Hirsch ... aua! Da ist mir das Original wesentlich lieber! Dass es auch anders gegangen wäre, zeigen diverse andere Verfilmungen, bei denen nicht unbedingt die Computerbilder, sondern die Handlung im Vordergrund gestanden haben.
Die Stiefmutter ist gelungen, aber die Rolle wird der Schauspielerin einfach nicht gerecht, es wirkt oft, als würde sie an allen Ecken und Kanten begrenzt und könnte ihr ganzes Repertoire nicht zeigen.
Schade um das Geld, das hier in den Sand gesetzt worden ist. Es ist sicherlich wieder eingespielt worden, aber ein Meilenstein oder einfach gute Unterhaltung liegen hier nicht vor. Ein Tausch, der schnellstens wieder ausgezogen ist.

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