Samstag, 10. August 2013

(DVD) Guardian of the Spirit


Titel: Guardian of the Spirit
Regisseur: Kenji Kamiyama
Sprachen: Deutsch, Japanisch
Euro: 28,97
Veröffentlichungsdatum: Juni 2010
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Spieldauer: 720 Minuten












Inhalt

Als die Kriegerin Balsa nach einer langen Reise zurück in ihre Heimat kommt, wird sie Zeugin eines Unfalls. Sie rettet den elfjährigen Chagum, der sich als zweitgeborener Sohn des Kaisers herausstellt.
Doch der Unfall ist nur einer in einer langen Kette von Vorkommnissen und die Mutter des Jungen beauftragt Balsa, ihren Sohn zu beschützen. Chagums eigener Vater bedroht das Leben des Jungen, da dieser sich als lebender Beweis einer uralten Prophezeiung herausstellt. Ein Dämon nistet in dem Jungen und wird, wenn er geschlüpft ist, dem Land eine langanhaltende Dürre und großes Unheil bringen.
Balsa flieht mit Chagum aus dem Palast, stetig von Attentätern verfolgt und in Gewissheit, dass der Dämon bald erwachen wird. Die alte Schamanin Torogai und ihr Lehrling Tanda stehen Balsa zur Seite, als diese erfährt, was es mit dem Dämon auf sich hat und dass es möglich wäre, Chagums Leben und das aller anderen zu retten.

Meinung


Diese sehenswerte Animeserie basiert auf Nahoko Uehashis Roman "Guardian of the Spirit (Moribito)", den es in zahlreichen Übersetzungen, aber leider nicht in deutscher Sprache zu lesen gibt.
Obwohl es so einige Kämpfe und andere Gefahren zu bewältigen gibt, spricht Balsas Geschichte wohl eher Zuschauer an, die auch mit einer ruhigen Handlung zufrieden sind. Die Beziehungen der Figuren steht im Vordergrund und wie in einem liebenswerten, aber verwöhnten Kind eine grundlegende Wandlung vorgeht. Denn dass Chagum nicht zurück in sein altes Leben kann, steht fest. Offiziell hat man ihn für tot erklärt und beerdigt.
Balsa hat nicht nur mit einem störrischen Kind, sondern auch mit ihrer eigenen Vergangenheit zu hadern, die sie nicht loslässt. In alten Freunden und alten Feinden stösst sie immer wieder daran. Auch in ihr geht eine Wandlung vor, die zunächst jedoch kaum zu spüren ist.
Beide müssen sich erst aneinander gewöhnen und als dies geschafft ist, sind sie sich sehr sympathisch. Chagum hat schwer an seinem Schicksal zu tragen, nimmt es aber sehr tapfer hin. Balsa unterstützt ihn wo sie kann, was erst an einem alten Schwur, dann aber an seiner Person selbst liegen wird.
Was den Dämon angeht, so kann ich nicht behaupten, dass ich alles verstanden hätte und einiges erscheint mir arg unlogisch. Doch obwohl dies das Element ist, das die Handlung vorantreibt, kann das getrost übersehen werden. Die Handlung bietet viele Stränge, an denen sich zusätzlich festgehalten werden kann. Leider unterbricht sich eben diese Handlung oftmals selbst mit kleineren Geschichten in der Geschichte, so dass es hier und da etwas langatmig wirkt. Insgesamt jedoch geschieht nicht nur auf der ersten Ebene etwas, sondern oftmals auch hintergründig, so dass mitdenken und auch -fühlen durchaus erlaubt ist.
Die Zeichnungen sind liebevoll gelungen (vor allem die Landschaften) und zeigen das alltägliche Leben des alten Kaiserreichs mit allen Facetten. Hier wird nichts übertrieben, weder in Bildern noch der Handlung. Jede Figur ist glaubhaft und agiert in der ihr vorbestimmen Rolle in Gesellschaft und Story. Musik und Sychronisation sind, nach meinem Ermessen, ebenfalls geglückt.
Deutliche Empfehlung.

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