Donnerstag, 11. Juli 2013

Die Drachenbraut - Kristina Günak


Titel: Die Drachenbraut
Autorin: Kristina Günak
Originaltitel
Verlag: Ubooks
ISBN: 3939239267
Euro: 9,99
Veröffentlichungsdatum: Oktober 2012
Seiten: 288
Serie: ?
Come in: Tausch







Inhalt

Die junge Ärztin Dr. Josefine Rosenberg besitzt magische heilende Hände. Obwohl es ihr verboten ist, setzt sie dieses Talent auch stetig ein, was ihr einen Verweis vom Magischen Rat einbringt. Als sie diesem deswegen gegenübertreten muss, begegnet sie dem geheimnisvollen Valentin Lazar. Da dieser an schlimmen Anfällen leidet, heilt sie ihn, ohne zu wissen, dass auch er ein Ratsmitglied ist. Und ganz nebenbei auch der letzte Gestaltwandler der Drachen und somit das einzige Wesen, das fähig ist, die Welt der Menschen vor Gefahren zu beschützen - wäre ihm seine Wandlungsfähigkeit nicht verloren gegangen.
Vor dem Rat stellt sich heraus, dass Josefine eine der letzten Vesna, eine Gefährtin für einen Drachen sein könnte. Dumm nur, dass sie Valentin eigentlich nicht mag. Doch als sich ein magischer Krieg mit den Dunkelalben anbahnt, ist Josefine die einzige, die den Drachen erwecken könnte ...

Meinung

"Die Drachenbraut" ist der erste Teil der neuen paranormalen Serie von Kristina Günak. Obwohl noch keine Hinweise zu finden sind, ist anzunehmen, dass es mit einer der am Rande erwähnten Figuren weitergehen wird.
Der Einstieg ins Geschehen ist absolut gelungen, es bleibt genügend Zeit sich umzusehen und die Gegebenheiten kennenzulernen.
Ein wenig irritierend, weil im Genre sonst so nicht üblich, ist die Erwähnung von vier leiblichen Kindern, die Valentin mit verschiedenen Frauen Zeit seines Lebens gezeugt hat. Zwar ist es nur logisch, dass ein mehrere Jahrhunderte alter Mann bereits zu anderen Frauen Beziehungen aufgebaut hat und kleine Familien mit ihnen gründete. Aber es nimmt der aktuellen Darstellung einer sich anbahnenden Liebe mit Josefine doch ziemlich den Wind aus den romantischen Segeln. Was genau macht sie zu jener einen, mit der er den Rest seines Lebens und überhaupt? Leider fehlt die Herausstellung dieses immens wichtigen Punktes, auch wenn es durch die Erklärung mit dem Vesnablut verständlich wird. Doch durch die schon direkt am Anfang genannten Anderen liest eine leise Enttäuschung immer mit. Josefine könnte einfach eine von vielen sein, denn Valentin ist zwar nicht unsterblich, wird aber noch jede Menge Zeit haben, sich unter Umständen noch weitere Gefährtinnen zu suchen. Eben auch nach Josefine ...
Das erste Treffen der beiden ist geglückt und lässt kaum Wünsche offen. Daneben wirkt die politische Darstellung des kommenden Krieges immer ein wenig fahrig, was sich jedoch schnell überlesen lässt.
Josefine und Valentin müssen - übrigens in deutschem Setting - zunächst gegen ihren Willen zusammen reisen. Als sie sich kurz trennen, werden Anschläge auf sie verübt, was neben einiger Action auch viel Spannung in sich birgt. Gemeinsam versuchen sie fortan die Welt zu retten und das gegen alle äußeren und inneren Wiederstände. Das Ende läuft in einem zufriedenstellendem Showdown aus und Happy End verwöhnte Leser kommen auch auf ihre Kosten.
Zwar liegt mit "Die Drachenbraut" kein außergewöhnlicher Roman vor, aber mit dieser soliden Kost lassen sich einige kurzweilige Nachmittage verbringen.

http://www.kristina-guenak.de/
Kristina Günak lebt und arbeitet im Norden von Deutschland. Nachdem sie als Maklerin lange Zeit Häuser verkauft hat, verdient sie ihre Brötchen jetzt als Mediatorin und systemischer Coach.

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