Donnerstag, 1. August 2013

Ausblick auf den Blog im August


Das war der Juli

Im Juli ist wenig Spektakuläres geschehen, außer, dass die Temperaturen hochgeschossen sind und wenig Energie zurückließen. Haben wir uns eigentlich im letzten Jahr beschwert, dass wir keinen richtigen Sommer hatten? In diesem Jahr ist es mir ehrlich gesagt zu viel.


Rezensiert:


Das war das Postfach im Juli

Die 18-jährige Autorin Sonja Bakes aus dem Raum Hannover hat ihren Debütroman herausgebracht: „Der Stein von Azur“.

Bei C.Bertelsmann sind gleich zwei Romane für den Sommer erschienen: Richard Masons "Die geheimen Talente des Piet Barol" und Lisa Sees "Tochter des Glücks".

Einige Autoren suchten (Test-)Leser, die ihre neuen Werke begutachten sollten. Leider ist den wenigsten davon klar, dass das echte Arbeit darstellt, die ein Verlag oder Freiberufler sich teuer bezahlen lassen würde. Da sollte es eigentlich nicht zu viel verlangt sein, a)überhaupt auf die Antwort zu antworten, auch wenn diese eine Absage enthält und b)auf einen Gegenvorschlag einzugehen, auch wenn dieser von seitens des Autors etwas Zeit verlangt. Oder noch schlimmer c) sich den Gefallen erweisen zu lassen und sobald das Ergebnis vorliegt oder auch dem Gegenvorschlag zuzustimmen - und sich dann nie wieder zu melden.
Ich habe es satt, wie eine kostenlose Dienstleistung und meistens als nicht gleichberechtigt behandelt zu werden. Für das eine gut genug, für das andere nicht? Nein, danke.

Überraschung gelungen: vielen lieben Dank für diese wunderschöne Elfen-Postkarte!

Das bringt der August

Der August wird für uns alle eine große Überraschung werden. Da ich gesundheitlich gerade ziemlich angeschlagen bin, konnte ich nicht vorbloggen, wie ich es sonst getan habe und somit auch nur wenig planen. Ich denke, die üblichen Verdächtigen werden auf jeden Fall dabei sein. Die besprochenen Bücher sind ausnahmslos phantastisch und ich habe eine Selfpublisherin gelesen und besprochen. Es war ein Versuch und er war es tasächlich wert.


Was mich bewegt hat

Eine Bekannte sagte, nachdem sie sich ein paar (Bücher-)Blogs näher angeschaut hatte, zu mir, dass sie nicht versteht, wie manche so viel lesen können. Das sei doch nicht normal. Wer einen Job hätte, eine Familie, ein Hobby, Haushalt und den ganzen Kram, der könne niemals bis zu zehn Bücher im Monat lesen. Denen fehle wahrscheinlich jeder soziale Kontakt und sie würden mit dem Lesen quasi eine Flucht vor ihrem armseligen realen Leben begehen.
Ich wusste nicht so recht, was ich antworten sollte. Zwar sind es bei mir keine zehn im Monat, aber richtig weit weg davon bin ich auch nicht. Ein Buch pro Woche lese ich schon nur allein in den öffentlichen Verkehrsmitteln, die mich zu einigen der oben erwähnten Dinge hinbringen. Das macht schon vier. Zuhause lese ich dann noch zwei/drei dicke(re), die zu schwer zum mitnehmen sind. Allerdings kann ich nicht behaupten, dass ich meinen Haushalt vernachlässige und auch meine Familie nicht. Ich grüble schon seit einer Weile über ihren Worten und komme nur über ein Wort nicht hinweg: normal. Was ist denn schon normal? Wer legt da die Standarts fest und warum? Warum soll es nicht möglich sein, dass eine Person ein Buch pro Woche liest und eine andere ein Buch im Monat oder wieder eine andere ein Buch im Jahr? Im Endresultat legen wir selbst ganz individuell fest, wie viel Zeit wir den Dingen in unserem Leben widmen. Meiner Erfahrung nach nehmen sich Viele nicht die Zeit, sich ruhig wohin zu setzen und ein Buch in die Hand zu nehmen. Sie können nicht abschalten und sich fallen lassen; allenfalls für die Dauer einer Zigarette ... wie viel besser ist da ein Buch!
Aber wie bei allen Dingen im Leben gilt: Nicht übertreiben! Lesen ist kein Wettbewerb und es geht bestimmt nicht um die Anzahl des Gelesenen, sondern allein darum, die besten Geschichten gefunden und inhaliert zu haben. Lesen ist etwas Besonderes - wenn man von einer Geschichte ergriffen und fortgerissen wurde, sollte das genug sein. Egal ob es die einzige im Jahr oder in der Woche bleiben wird.

Über eine Sache hier im Blog wundere ich mich stets. In den Unterseiten wird auch oft wild umher geklickt, was legitim ist und mich freut. Aber sobald ich unter "Leseliste" ein neues Foto eingestellt habe, schnellen die Anklickzahlen dort nach oben. 1) Wieso? 2) Woher wissen die Klicker, DASS da ein neues Foto ist?

Über Facebook (K. Paul) bin ich auf folgenden Artikel gestoßen: "Blogger Relations: 25 typische Fehler von Unternehmen"
Das lässt sich im Prinzip auch alles auf Literaturblogger anwenden. Nach einigen Punkten jedoch sank meine Laune in den Keller und das lag allein daran, dass beschrieben wurde, wie man Blogger vergrätzen könnte und was man als Unternehmen nicht tun sollte.
Wenn dies, dann werden Blogger dankend ablehnen.
Ach, echt? Wäre mir jetzt neu. Etwa achtzig Prozent aller Bücherblogger fallen auch auf den letzten Werbetrick herein, lassen sich kaufen oder bestechen oder einfach von falschen Versprechungen hinreißen. Dabei ist mir schon vor einiger Zeit aufgefallen, dass die meisten Anfragen Duzen. Nicht, dass mich das stören würde, aber es verrät oft schon eine Menge über den Absender. Und leider auch den Adressat.
Jeder mit ein bisschen Selbststolz sollte genau hinsehen und gut überlegen.
Bitte.

Endlich vollzählig!


(Seltsame) Suchanfragen

du kannst nicht lesen werbung
Dafür mache ich sicher keine Werbung.


eigene fantasygeschichte goblin
Wenn Goblins (Orks, Elfen/Elben, Zwerge etc.) drin vorkommen, ist es keine eigene Geschichte.

erotisch und liebe unterscheidung
Autsch!

liebeszauber von sally aus zauberhafte schwestern
*ggg* Aber der kann böse enden ...

wie erkenne ich das jemand von. den zeugen jehovas aussteigen will
Indem er es sagt?

gute frage bücher wie schwester des mondes
Inwiefern ist das eine gute Frage?

Kommentare:

  1. Zu dieser Testleser-Sache: Oft ist mir auch nicht recht klar, was solche Autoren suchen. Für mich gibts da 3 unterschiedliche Stufen.
    1. Wirklich reines Testlesen. Keine Fehlersuche, kein Korrigieren, einfach nur den Roman lesen und danach eine konstruktive Kritik geben und grob anmerken, wo es noch Probleme gibt.
    2. Korrekturlesen. Manche sagen Testlesen, erwähnen dann etwas von "man solle sie auf Fehler aufmerksam machen" und man stellt fest, dass auf jeder Seite mehrere zu finden sind.
    3. Betalesen. Also wirklich jede einzelne Szene auf Logikfehler abklopfen, auf inkonsequente Charakterführung achten, auf sprachliche Fehler, usw.

    Alle 3 Varianten sind Arbeit. Variante 2 mache ich manchmal für wissenschaftliche Arbeiten und zwar definitiv nicht umsonst! Variante 3 ist eine Heidenarbeit, die ich nur für gute Freunde erledige oder Autoren, die ich schon lange aus einem Forum kenne - und auch nur dann, wenn mich der Roman anspricht. Variante 1 macht noch die wenigste Arbeit, aber es ist immer noch ein nicht zu unterschätzender Zeitaufwand. Und das als eine Selbstverständlichkeit zu betrachten, geht gar nicht.
    Warum das trotzdem viele Autoren tun, liegt aber zum Teil auch durchaus an manchen Bloggern selbst, denke ich. Einge Buchblogger denken nur "hurra, gratis Lesestoff" und fühlen sich außerdem so sehr davon geschmeichelt, von einem Autor direkt angeschrieben zu werden, dass sie Testlesen als großes Privileg betrachten. Und dann denken Autoren irgendwann auch so.
    Nur so eine Vermutung von mir ...

    Die Bemerkung "Wie kannst du nur so viel lesen?" höre ich auch öfter mal, dazu hab ich sogar mal einen Blogbeitrag geschrieben. Ich kontere manchmal mit "Wie kann man nur Zeit dafür finden fernzusehen?" *g*
    Aber mich nervt so etwas schon immer. Es ist immer eine Frage dessen, was einem wichtig ist und wofür man eben gern seine Freizeit verwendet.
    Dabei sollte man die eigenen Maßstäbe nicht immer 1:1 auf andere anwenden.

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    1. Wenn es offenkundig unerfahrene Autoren sind, dann lächle ich drüber und sage höflich ab. Ich wüsste auch nicht, warum ich so jemanden auch anderweitig unterstützen sollte. Was mich aber nervt ist, dass es vielfach auch bereits veröffentlichte Autoren sind, die sich im Geschäft gut auskennen. Und genau das ist es, was mir dann Bauchschmerzen verursacht. Klar ist es nett, wenn ich deren Buch dann kostenlos lesen kann und ich habe dann auch nichts dagegen, eine Rezension zu schreiben. Aber alles andere wiegt das Buch (das ich mir auch einfach kaufen kann bei Bedarf) einfach nicht auf. Außerdem sollten viele von jenen mal darüber nachdenken, dass wir es heutzutage mit einem absolut überfüllten Markt zu tun haben und sie mir lieber glaubhaft machen sollten, warum ich (als Leser und als Blogger) gerade ihres unter den tausend anderen lesen sollte.
      Dann schlage ich etwas anderes vor, was ihnen ebenfalls helfen dürfte - und höre nie wieder von ihnen. Oder schlimmer: sie sagen ka ok, mache ich - und melden sich dann nie wieder. Oder ich bin so doof und mache es - und höre nie wieder von ihnen.
      Da ich das aber mittlerweile auch beruflich mache, kann ich mich und meine Zeit nicht mehr verschenken.
      Dass viele Blogger sich gratis ans Werk machen (auch für den letzten Mist) fällt tatsächlich auf. Aber hier geht es ja meist um Rezensionen sprich Werbung. Letztendlich muss das jeder für sich selbst entscheiden, auch wenn es in der Summe auf uns alle zurück fällt. Eben das von Dir erwähnte: Die soll doch froh sein, dass ich sie auserwählt habe ...
      Darum sage ich ja immer: Blogger! Kopf hoch, nachdenken, Stolz zeigen!

      Ich frage mich auch immer, wie man das lesen grundsätzlich ablehnen kann ohne es zu versuchen. Aber jedem das seine ;-)


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  2. Hallo Soleil!
    Du freust Dich bestimmt sehr, dass Du jetzt endlich sämtliche Werke von Jordan besitzt, oder? Ich bin jedenfalls immer total glücklich, wenn ich eine Reihe vollzählig im Regal stehen habe :-).
    Ich kenne die Frage "Wie kannst du nur so viel lesen?" auch zu gut, aber mittlerweile antworte ich darauf gar nicht mehr richtig. Die Menschen, die mich das fragen, interessieren sich in der Regel nicht wirklich für's Lesen...
    Ich habe in den letzten beiden Monate auch zwei Autorenanfragen bekommen, die mich baten, Ihr Erstlingswerk zu lesen und zu rezensieren. Ich habe natürlich geantwortet und abgelehnt, weil beide nicht meinen Lesegeschmack trafen und daraus hat sich ein wirklich netter Email-Dialog mit den Autoren entsponnen. Da hatte ich scheinbar Glück ;-). Nehme mir vor, die dreisten Anfragen mit deutlichen Worten abzuschmettern!
    Herzliche Grüße
    leseratteffm

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    1. Ohje, ich bin nicht mal sicher, dass ich ALLE Werke besitze. Ich denke tatsächlich darüber nach, mir auch die Gesamtausgaben anzuschaffen, die da oben sind ja die zerstückelten. Aber das ginge vermutlich zu weit ... dass ich die Original als E-Book auf den Reader habe, aber nicht. Im Original liest es sich nochmal ganz anders!

      Ich habe im Großen auch die Erfahrng gemacht, dass viele Anfragen äußerst höflich und nett formuliert sind. Aber es mehrt sich in meiner Erfahrung (und ich bekomme diese Anfragen seit Jahren) nun spürbar, dass Blogger immer mehr als kostenlose Dienstleistung gesehen werden. Sind wir selbst dran schuld.
      Ich würde Dir empfehlen, immer mit den gleichen höflichen Worten abzulehnen, sonst siehst Du Dich noch in wüsten Beschimpfungen untergehen. Du weißt ja: Wie es in den Wald hineinruft ...

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