Samstag, 22. Juni 2013

(Gesammelt) Bücher, die es nie zur Rezension geschafft haben


Die Tochter der Goldzeit - Jo Zybell
In einer fernen Festung ruht ein geheimnisumwobener Schatz. Er hat eine Menschheitskatastrophe überdauert, und wer ihn gewinnt, erlangt die Herrschaft über die Welt. Nur wenige kennen sein Versteck, doch finstere Mächte wollen ihn in ihre Gewalt bringen. Eine junge Seherin begibt sich auf eine gefahrvolle Reise, um dies zu verhindern.
Ein Roman, der beinahe von der ersten Seite an sehr intensiv gelesen werden muss, weil er recht komplex ist. Dadurch verkraftet er leider ein Beiseitelegen nicht, was mich mehrmals hat zurückblättern und das vorangegangene Kapitel (und mehr) noch einmal hat lesen lassen. Hinzu kommt, dass es mitunter oberflächlich wirkt, was bei genauerem Hinsehen jedoch nur selten der Fall ist.
Dieses sehr angestrengte Lesen aber sorgt natürlich nicht immer für Lesespaß, es macht aber Sinn, es zu versuchen. Zybells Werk ist kein Mainstream und hat sicherlich auch nur wenig Aufmerksamkeit erhalten, hineinsehen kann aber nichts schaden.


Das erste Gesetz der Magie (Das Schwert der Wahrheit 1) - Terry Goodkind
Als der Waldläufer Richard Cypher eine junge Frau vor ihren unheimlichen Verfolgern rettet, kann er noch nicht ahnen, dass sich sein beschauliches Leben tiefgreifend verändern wird. Kahlan stammt aus den Midlands, einem sagenhaften Reich, das durch eine magische Barriere von Westland getrennt ist. Und sie hat den Auftrag, den Tyrannen Darken Rahl aufzuhalten, der die Welt mit seinen dunklen Kräften ins Chaos zu stürzen droht ...
Nachdem ich vor Jahren die Serie im TV gesehen hatte, wollte ich es mit der Geschichte in Buchform versuchen. Die Macher der bewegten Bilder haben sich recht eng an die Originalfassung gehalten, was erfreulich war. Mit der Art, wie Goodkind schreibt, muss man sich jedoch erst anfreunden; mir selbst fiel es recht schwer. Obwohl sehr viel Potential vorhanden ist, ist es oft anzuraten, konzentriert bei der Sache zu bleiben. Hier und da gibt es deutliche Längen, die sich beim besten Willen nicht überlesen lassen. Die Beschreibungen und Schilderungen schwanken zwischen zu detailreich und beinahe oberflächlich. Manchmal märchenhaft, dann wird ausufernd oder sogar kindlich.
Die Story an sich bietet viel für das Fantasyherz - aber für mich dann doch lieber im TV.


Frostzauber - Tanja Heitmann (Hrsg.)
Tanja Heitmann, Antonia Michaelis, Gesa Schwartz und andere Autorinnen verzaubern und verführen mit magischen Liebesgeschichten! Eine Nymphe, die in einem zugefrorenen Fluss auf den Liebsten wartet, der sie befreit; ein junger Mann ohne Gestern und Morgen, der nur durch die Tränen einer Liebenden in der Silvesternacht von seinem tragischen Schicksal erlöst werden kann; eine Elfe, zart und zerbrechlich, die die Kraft der Ewigkeit in sich trägt – diese und viele weitere Geschichten laden ein zu einer spannenden Reise voll großer Gefühle!
Frostige Geschichten fürs Herz, nicht immer mit einem Happy End, dafür zumeist mit deutschem Lokalkollorit, das einen ganz eigenen Charme zu entwickeln versteht. Wie schon im Vorgänger "Stille Nacht: Magische Liebesgeschichten" hat Herausgeberin und Autorin Tanja Heitmann einen fähigen und bunt gemischten Haufen Autorinnen zusammengetrommelt und für ihr Projekt gewinnen können. Für die kalten Tage bestens geeignet.
Unter dem Frosthauch - Tanja Heitmann
Cirque Indigo - Lilach Mer
Die gefrorene Zeit - Mechthild Gläser
Jenseits des Lichts - Gesa Schwartz
Preußischblau - Antonia Michaelis
Das Lied des Eiswolfs - Jennifer Benkau

Kommentare:

  1. Tolle Idee auch über die nicht rezensierten Bücher zu bloggen :-). Damit stößt man bestimmt auch noch auf die ein oder anderen Schätze.

    Mir haben die ersten zwei Romane ziemlich gut gefallen ("Tochter der Goldzeit" habe ich sogar rezensiert). Die TV-Serie zu dem "Schwert der Wahrheit" fand' ich im Gegensatz zu dir ziemlich grauslich (zumindest die ersten zwei Folgen, länger habe ich es mir dann nicht angeschaut), dafür hat mir die komplette Buchreihe allerdings ziemlich gut gefallen.

    "Frostzauber" liegt noch auf dem SUB, ich habe es im Frühjahr ertauscht und wollte es mir für die Winterzeit aufheben (ich hoffe es klappt).

    Liebe Grüße,
    Melanie

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    1. Danke, ist aus den "abgebrochenen"-Posts heraus entstanden. Gab es aber auch schon ein paar Male. Spart Zeit und irgendwie sagt man doch was.
      Frostzauber solltest Du auch besser lesen, wenn es kalt ist bzw. Schnee liegt. Macht einfach mehr aus. Und bis dahin hast Du ja sicher noch genug anderes ;-)

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  2. karin25.6.13

    Hallo Soeil,

    was hat bei "Frostzauber" nicht so gepasst, dass es nicht für eine Rezi gereicht hat.

    Denn Kurzgeschichten von verschiedenen Autoren, finde ich immer sehr interessante..

    LG..Karin..

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    1. öhm ... na ja die Zeit. Ich habe die Bücher gelesen und dann keine Zeit gefunden, eine Rezi zu schrieben. Als sie mir beim Aussortieren nun in die Hände gefallen sind, dachte ich, ich kann ja mal in kurzen Sätzen etwas sagen. Es hilft ungemein, wenn man keine Inhaltsangabe schreiben muss und nur sehr kurz darlegt, was so der Hauptaspekt in der der eigenen Meinung ist.
      Frostzauber kannst Du beruhigt lesen, vor allem, wenn Du die Autorinnen schon immer mal ausprobieren wolltest. Da kann man nichts falsch machen.

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  3. Hallo Soeil,

    Mit dem Schwert der Wahrheit geht es dir ganz genau wie mir. Mit dem Buch konnte ich leider nie richtig warm werden.

    Liebe Grüße

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    1. Hallo und Willkommen!
      Und die Serie? Mochtest Du die?
      Ich kann jetzt nicht mehr SO genau benennen, was mich am Buch gestört hat, aber ich wusste, dass ich nicht zu Band 2 greifen werde.
      Gibt es denn andere Bücher, die Du empfehlen kannst?

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