Donnerstag, 18. April 2013

Das Schwert des Königs - Alex Bledsoe


Titel: Das Schwert des Königs
Autor: Alex Bledsoe
Originaltitel: The Sword-Edged Blonde
Verlag: Heyne
ISBN: 3453529812
Euro: 14,99
Veröffentlichungsdatum: April 2012
Seiten: 400
Serie: Eddie LaCrosse 01
Come in: Tausch







Inhalt

Eddie LaCross, Privatermittler und Söldner, wird von seinem besten Freund Phil aus Kindertagen zu Hilfe gerufen. Dessen kleiner Sohn ist getötet worden und die Mutter des Säuglings steht unter Verdacht. Die Sache ist noch prekärer, als sie auf den ersten Blick scheint, denn Eddies Freund ist der König von Arentia.
Neben den typischen Problemen der Aufklärung des Falls, kämpft Eddie auch noch mit seinen immensen Schuldgefühlen. Seine Jugendliebe, die Schwester Phils, ist einst getötet worden, ohne dass Eddie dies hätte verhindern können.
Und dann kommt ihm ein Verdacht, der alles je Dagewesen in den Schatten stellen könnte.


Meinung

Müsste ich Atmosphäre und Ereignisse in einem Bild darstellen, wäre es wohl das eines kleinen Jungen, dem man ein Schwert in die Hand drückt und der dann versucht, unheimlich erwachsen damit auszusehen. Von einer ähnlichen Einfachheit und Naivität ist auch "Das Schwert des Königs" geprägt, das es nicht wirklich schlecht macht, aber dennoch oftmals für Kopfschütteln sorgt.
Nicht zuletzt, wenn Eddie einen Feindesunterschlupf aufmischt, dann seelenruhig in sein gemietetes Zimmer im Gasthaus geht und dort drei Stunden lang schläft. Dabei hat unser "Held" selbst einige Zeilen davor vermutet, dass man ihn seit seiner Ankunft in der Stadt beschatten lässt; große Sorgen macht ihm das aber offenbar nicht.
Eddie bindet auch sein Pferd unter einem Baum an, damit es da versteckt ist und nicht gleich auffällt. Nun, vielleicht gibt es solche Bäume. Aber Eddie klettert im Dunkeln den Baum hinauf, um über die Mauer zum Haus sehen zu können. Dass der Baum von kleinen, schlafenden Affen bewohnt wird, bemerkt er indes nicht. Erst, als er schon eine Weile da oben hockt, fällt es ihm auf. Trotzdem bleibt er wo er ist, schießt auf einen Feind - der das nicht (mehr) bemerkt und auch sonst niemand der Anwesenden - und klettert dann vorsichtig wieder den Baum runter - und niemand hat ihn gesehen oder gehört.
Alex Bledoe hat durchaus eine spannende und durchdachte Idee im Plot untergebracht. Aber wo bei anderen Romanen oft der rote Faden verloren geht, hat Bledsoe seinen immer Blick - leider aber nur diesen. Abseits von dem dicken roten Strang gibt es nämlich absolut gar nichts. Eddie wird vor keine einzige fordernde Aufgabe gestellt, weil er sich nur ganz einfach von Hinweis zu Hinweis hangelt und mittendrin von Erinnerungen geplagt wird. Es geht alles einfach viel zu reibungslos vor sich, als dass das Lesen Spaß machen würde.
Das bringt es überdies mit sich, dass so einige Szenen, nicht zuletzt der Showdown, recht konstruiert wirken. Über die meisten Charaktere lässt sich nicht viel sagen, sie bleiben blass, auch wenn dem Autor zugute gehalten werden muss, dass er ihnen doch versucht hat ein paar (untypische) Ecken und Kanten mit auf den Weg zu geben. Ein wenig Märchen ist ebenfalls verwurstet worden, vor allem, wenn es um die Königin geht, was wohl dieses gezwungene Happy End erklärt.
Das erste Abenteuer von Eddie LaCross, das als in sich abgeschlossen betrachtet werden kann, ist wohl eher für Genreanfänger geeignet. Die Idee und Ausgangslage ist gut, die Umsetzung leider nicht geglückt.


http://alexbledsoe.com/
Alex Bledsoe ist im Westen von Tennessee aufgewachsen und hat bereits als Reporter, Fotograf und Staubsaugervertreter gearbeitet, bevor er das Schreiben für sich entdeckte. Er hat mehrere Vampir- und Fantasyromane (Urban Fantasy, Sword and Sorcery) veröffentlicht und mit „Das Schwert des Königs“ in den USA und in Großbritannien seitdem zahlreiche Fans begeistert. Alex Bledsoe lebt und arbeitet in Wisconsin zwischen zwei großen Seen. Er ist verheiratet und hat zwei Söhne.

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